DE58722C - Vorrichtung zum fortlaufenden Füllen und Korken von Fässern unter Gasdruck - Google Patents
Vorrichtung zum fortlaufenden Füllen und Korken von Fässern unter GasdruckInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 64: Schankgeräthschaften.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. März 1890 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Füllvorrichtung,
Fig. ι, welche in beiliegenden Zeichnungen in Verbindung gedacht ist mit
einem Apparate zum Pasteurisiren von Bier oder anderen gährungsfähigen Flüssigkeiten,
sowie einem Kohlensäureapparat, der mittelst eines Injectors das Gas unter beliebigem Drucke
zuführt. Diese Vorrichtung zum fortlaufenden Füllen und Korken von Fässern unter Gasdruck
besteht aus folgenden Theilen:
1. einem cylindrischen Behälter A, welcher an seinem oberen Ende ein Querstück B
trägt, das den Recipienten umgreift und aufserdem an zwei Punkten D gestützt ist. Der
Recipient, sowie die beiden Stützen sind mit dem Boden verschraubt. Das Querstück B
trägt an seinen Enden zwei Schrauben' G mit
Handrädern, welche die zur Verspundung und Füllung der Fässer dienenden Apparate E
tragen und gestatten, dieselben auf- und niederzulassen;
2. einem System von biegsamen Röhren (Schläuchen) zur Zuführung der Flüssigkeit
unter Druck, mit drei Laternen F1 F2 Fs,
welche gestatten, den Stand der Flüssigkeit zu beobachten;
3. einem achtfach durchbohrten Hahn Y, welcher an den Recipienten angeschraubt ist
und abwechselnd auf beiden Seilen die Füllung eines Fasses gestattet;
4. ^iner Luftpumpe G, ebenfalls am Recipienten
angeschraubt, welche dazu dient, dem Recipienten den gewünschten Druck zu geben
mittelst sterilisirter Luft oder Kohlensäure;
5. den Apparaten EE zur Füllung und
Verkorkung, bestehend aus einer viereckigen Platte H, Fig. 2, welche nach unten in eine
Röhre mit Flantsch endet und mittelst zweier Säulen α α mit dem Querstück b und dadurch
mit der Schraube C verbunden ist. Auf der Platte H liegt eine Kautschukplatte K, Fig. 3,
mit einer Oeffnung in der Mitte, die der Oeffnung in der Platte H und dem daran befindlichen
Rohr entspricht. Auf dieser Kautschukplatte liegt die verschiebbare Bronzeplatte /, welche von einer zweiten Kautschukplattte
L umgeben- und von einer dritten M gedeckt ist. Um den luftdichten Verschlufs
herzustellen, werden diese Kautschukplatten mit der unteren Platte verschraubt, jedoch so, dafs
die Platte I durch die Kurbel N verschiebbar bleibt. Mittelst der Kurbel N, Fig. 1 und 2,.
ist es möglich, den Stecher g und den Spundapparat e abwechselnd luftdicht schliefsend über
das Spundloch zu bringen. In der Mitte der oberen Platte / ist eine Säule h angebracht,
welche Führung durch das Querstück b hat und zur Befestigung des Kniehebels t dient,
mittelst dessen der Kork eingetrieben wird. Das Stechrohr gleitet in einer Büchse mit
Liderung h von biegsamem Kautschuk, die sich durch Mutter i beliebig andrücken läfst.
Die Büchse für Rohr g und die Büchse k zum Kork sind auf der Bronzeplatte / befestigt,
welche auf dem Hauptstück H gleitet. . Wenn der Apparat in Thätigkeit treten soll,
läfst man mittelst der Druckschraube C die Füllvorrichtung E auf beiden Seiten auf die
Fässer nieder, so dafs die Flantschen genau über die Spunde derselben zu liegen kommen.
Eine zwischen den Fafsboden und den Flantsch gelegte Kautschukplatte dient zur Dichtung
Claims (2)
- Hierauf wird der Apparat mit Dampf sterilisirt, den man durch den Doppelhahn jR eintreten läfst, nachdem man den Stecher g auf den Grund des Fasses gesenkt hat. Der Dampf gelangt durch das Fafs, sämmtliche Röhren und den Recipienten und tritt durch das Ventil S aus. Nachdem man dieses geschlossen hat, giebt man dem Recipienten durch die Pumpe G Druck, wozu'man sich sterilisirter' Luft oder der Kohlensäure bedient. Der Kork wird in die Büchse k gesteckt und leicht eingedrückt. Dann wird der Hahn T geöffriet; die pasteurisirte Flüssigkeit tritt aus dem Pasteurisator O durch die Vorlage P in den Kühler Q. Von hier aus gelangt sie durch das Sicherheitsventil U in den Injector F, wo sie durch die Kohlensäure aus dem Apparate W mit Ueberdruck durch die Röhre X und .den Abstellhahn T, sodann durch das Beobachtungsglas F1 in den Hahn Y geführt wird. Dieser Hahn kann niemals geschlossen werden; wenn der Handgriff Z unten ist, kommen Gas und Flüssigkeit durch das Rohr Z in dem Fafs rechts an, dreht man den Handgriff Z nach oben, so werden alle Ausgänge des Hahnes Y nach rechts geschlossen und die nach links geöffnet. Wenn der Handgriff Z des Vertheilungshahnes Y oben steht, stürzen sich das Gas und die Flüssigkeit, die durch das Rohr X, den Hahn T und das Beobachtungsglas F1 eingetreten sind, durch den Hahn Y in das Rohr Z und durch den • Doppelhahn R und den Stecher g, der auf den Boden des Fasses gesenkt ist, in dieses. Ih dem Mafse, wie das Fafs sich füllt, steigt die geprefste Luft aus demselben durch Rohr y, das Krystallglas F2 , den Hahn Y und das Rohr ν in den Recipienten. Sobald die Flüssigkeit in dem Krystallglas F2 sichtbar wird, ist das Fafs gefüllt und man wendet den Handgriff Z. Nun wird der Stecher g aus dem Fasse durch die Büchse zurückgezogen und die Bronzeplatte / durch die Kurbel IV" so verschoben, dafs die Korkbüchse Ä, Fig. 2, über den Spund zu liegen kommt. Der Kork wird mittelst des Hebels t in den Spund eingedrückt. So ist das Fafs ohne den mindesten Verlust unter Druck gefüllt.Man läfst nun den Korkeintreiber ί herunter. Derselbe trägt an seiner Unterseite Lederscheiben, welche einen luftdichten Verschlufs bilden, so dafs die Flüssigkeit, welche sich in dem Rohr y und dem Beobachtungsglase F2 befindet, dort abgesperrt bleibt, bis der Apparat auf ein anderes Fafs gestellt ist. Wird ein neues Fafs untergestellt, so mufs dasselbe zuvor sterilisirt werden.Der Hahn Y besteht aus einem nach beiden Seiten konisch ausgebohrten Rohr, welches senkrecht zu seiner Achse mit vier Bohrungen X1 X2 .r3 X4, Fig. 4, versehen ist. Von beiden Seiten ist je ein Hahnkegel eingeschliffen. Beide Hahnkegel sind durch eine Traverse mit Handgriff Z, Fig. i, gekuppelt, müssen somit alle Drehungen gemeinschaftlich ausführen. Jeder Hahnkegel hat zwei gleichgerichtete Bohrungen ΧιΧζΥζΤα welche mit X1X2X3X4 in gleicher Ebene liegen; doch sind j^i „K2 senkrecht zu ysy^ Da der Hahn nur um 90 ° verstellt wird, mufs derselbe stets geöffnet sein, entweder durch y1 X1 jk2 X2 oder durch y% X3J^4 X4, je nachdem das Fafs rechts oder links gefüllt werden soll.Der Druck im gesammten Apparate mufs so geregelt werden, dafs das Manometer am Kohlensäureapparat W eine halbe Atmosphäre mehr zeigt als das am Recipienten A, was durch das Ventil S erzielt wird.Pateντ-Anspruch:
Eine Vorrichtung zum fortlaufenden Füllenund Korken von Fässern unter Gasdruck ohne Verlust von Gas, bestehendι. aus einem Behälter A für geprefstes Gas, an welchem ein zum Tragen zweier Füll- und Spundvorrichtungen EE eingerichtetes Querstück B angeordnet ist, in Verbindung mit einem am Behälter A derart angeordneten Doppelhahn Y (Fig. 4 und 5), dafs in der einen Stellung desselben Gas und Flüssigkeit durch das Rohr Z in die eine Füllvorrichtung und in der anderen Stellung in die andere gelangen kann, und - 2. aus einer Füll- und Spundvorrichtung E, deren mit einem Rohrstutzen versehene Platte H durch Säulen aa, Querstück b und Spindel C auf das Spundloch luftdicht geprefst werden kann, in Verbindung mit einer auf der Platte H luftdicht verschiebbaren Platte J, welche das luftdichte Ein- :und Ausführen des Stechrohres g oder das Ueberführen der Korkvorrichtung e t über das Spundloch ge-.. stattet. -Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE58722C true DE58722C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT58722D Expired - Lifetime DE58722C (de) | Vorrichtung zum fortlaufenden Füllen und Korken von Fässern unter Gasdruck |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE58722C (de) |
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