DE587002C - Verfahren zum Scheiden von edelmetallhaltigem Scheidgut - Google Patents

Verfahren zum Scheiden von edelmetallhaltigem Scheidgut

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DE587002C
DE587002C DED61577D DED0061577D DE587002C DE 587002 C DE587002 C DE 587002C DE D61577 D DED61577 D DE D61577D DE D0061577 D DED0061577 D DE D0061577D DE 587002 C DE587002 C DE 587002C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B11/00Obtaining noble metals
    • C22B11/04Obtaining noble metals by wet processes

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Description

  • Verfahren zum Scheiden von edelmetallhaltigem Scheidgut Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Scheiden von edelmetallhaltigem Scheidgut, welches -außer Edelmetallen, wie Silber, Gold und Platinmetallen, noch unedle Metalle, wie Kupfer, Nickel, Zink, enthält und beispielsweise durch Einschmelzen vergoldeter oder versilberter von Rückständen aus der Goldschmiedearbeit oder ähnlichen Abfällen erhalten wird.
  • Es ist bekannt, zur Aufarbeitung von Scheidgut das eingeschmolzene Material nach Oxydation einer Laugung mit Schwefelsäure zu unterwerfen, um insbesondere das darin enthaltene Kupfer abzutrennen. Bei der Laugung mit verdünnter Schwefelsäure geht Kupfer praktisch vollkommen in Lösung, und diese Lösung enthält neben im wesentlichen Kupfersulfat auch noch Zink- und Nickelsulfat. Sie setzt sich leicht ab und kann in bekannter Weise den Entkupferung unterworfen werden. Der edelmetallreiche Rückstand wird beispielsweise in Anoden vergossen und einer Reichscheidung unterworfen oder unter Zusatz verschlackender oder lösender Zuschläge als treibwürdiges Scheidgut zusammengeschmolzen und in üblicher Weise weiterbehandelt. Sofern der edelmetallreiche Rückstand etwa aus nur silberhaltigem Münzgut erhalten ist und im wesentlichen aus Zementsilber,besteht, kann er auch unmittelbar fein gebrannt oder auch nach M ö b i u s elektrolytisch geschieden werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man den Angriff des- Sauerstoffs bei der Oxydationsbehandlung wesentlich erleichtern und diese Behandlung erheblich abkürzen kann, und weiterbi auch ein rasches Auslaugen gewährleistet ist, wenn man dem Scheidgut vor oder während der Oxydationsbehandlung Schwefel zusetzt und das Scheidgut in eine stark aufgeblähte oder voluminöse Form überführt. Setzt man Schwefel z. B. der Scheidgutschmelze zu, so erhält man beim Granulieren oder überführen der Schmelze in Pulverform, z. B. mittels Preßluft, ein überaus poröses Produkt, das sich besonders leicht oxydieren läßt und bei der späteren Säurebehandlung rasch in Lösung geht. Es genügen verhältnismäßig geringe Mengen, um das Gefüge des Scheidgutes in gewünschter Weise aufzulockern, beispielsweise haben sich Mengeü von 3 bis i o %, vorteilhaft solche von 3 bis 5 % Schwefel als ausreichend erwiesen, um eine Sprödigkeit hervorzurufen, die bei der weiteren Behandlung eine leichte Aufteilung in fein pulverige und leicht angreifbare Form zur Folge bat. An Stelle elementaren Schwefels können auch Schwefel enthaltende Substanzen, z. B. Sulfide geeigneter Metalle,, wie Schwefelkupfer, verwendet werden.
  • ;Das auf diese Weise finit Schwefel bzw. Schwefel enthaltenden Substanzen versetzte und in Pulveroder Granalienform mittels gasförmigen, flüssigen oder festen Oxydatknsmitteln ,oxydierte Material wird hierauf der Laugung und Weiterbehandlung, wie beschrieben, unterworfen, wobei sich während der Laugungsbehandlung ebenfalls durch Gasbilding eine weitere Lockerung bis Sprengung des erfindunksgemäß vorbehandelten Gutes geltend macht und zu einer wesentlichen Abkürzung des Laugungsverfahrens beiträgt.
  • Es ist nach dem soggenannten Haege-Verfahren bekannt, Spleiß-Kupfer, das fast eisenfrei ist, oder Rohkupfer in Granalienform in verdünnter Schwefelsäure zu lösen und dabei die Granulation am besten in der Weise erfolgen zu lassen, daß man das feuerflüssige, halbgare (also noch stark schwefeldioxydh,'altige) Kupfer in dünnem Strahl in eine mit Wasser gefüllte Grube einlaufen läßt. Unter Einwirkung des entweichenden Schwefeldioxydgases bilden sich hasehlußgroße, dünnwandige Hohlkugeln, die dem Lösungsmittel eine große Oberfläche darbieten.
  • Bei dem Verfahren gemäß Erfindung dagegen wird nicht auf die Bildung von Hohlkugeln hingearbeitet, sondern Schwefel so zugeführt, -daß .er beim Überführen in Granalien ohne Übergang in Schwefeldioxyd möglichst gebunden bleibt. Hierdurch gibt Schwefel dem Scheidgut eine höhere Sprödigkeit, die bei der 'weiteren Behandlung den Übergag des Gutes in fein pulverige Beschaffenheit und eine beschleunigte Lösung bei der späteren Säurebehandlung zur Folge hat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vefahren zum Scheiden edelmetallhaltigen' Scheidgutes, wobei das Scheidgut eingeschmolzen, in fein verteilte Form, z. B. Granalien oder Pulverform, übergeführt und nach Oxydieren und Auslaugen mit Schwefelsäure die Umedelmetalle, insbesondere Kupfer, abgetrennt, der die Edelmetalle enthaltende Rückstand in bekannter Weise aufgearbeitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß dem eingeschmolzenen Scheidgut Schwefel, Sulfide oder ähnliche Schwefelenthaltenden Stoffe, vorteilhaft in Mengen von etwa 3 bis to 01o, vor oder während der Oxydationsbehandlung zugesetzt werden.
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