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Verfahren zur Erreichung des Eindruckes von Einlegearbeit Die Erfindung
betrifft ein Verfahren zur Erreichung des Eindruckes von Einlegearbeit.
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Es ist bereits ein Verfahren zur Herstellung von Intarsien unter Verwendung
von Preßformen vorgeschlagen worden, bei dem eine Reihe von Platten übereinandergelegt
werden und die wirksamen Flächen der Preßformen stufenförmig abgesetzt sind. Die
Höhe der Stufen entspricht hierbei der ,Stärke der einzelnen Platten, so daß beim
Pressen Teile einer beliebigen Platte aus ihrer Ebene heraus genau in die Ebene
einer tiefer liegenden Platte gelangen. Beim Zerschneiden des so gewonnenen Werkstückes
in einer Plattenebene ergeben sich dann intarsienartige Zeichnungen.
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In ähnlicher Weise ist ein Verfahren zur Nachbildung von Edelholzfurnieren
bekannt, bei welchem mit Leim bestrichene Furnierblätter zusammengelegt und zwischen
Reliefformen gepreßt werden. Die Preßformen sind bei diesem Verfahren mit terrassenförmig
abgesetzten Oberflächen versehen, deren Begrenzung der herzustellenden Holzmaserung
entspricht. Nach dem Pressen wird auch hier ein Zerschneiden in Richtung der Furnierebene
vorgenommen.
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Es ist auch bekannt, bei derartigen Verfahren gewellte Preßformen
zu benutzen und aus den entsprechend wellenförmig gestalteten gepreßten Blöcken
einzelne Schichten herauszuschneiden.
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Diese Verfahren sind insofern umständlich und kostspielig, als für
jede zu erzielende Maserung eine besondere Form vorgesehen sein muß. Man hat zu
diesem Zweck bereits aus verstellbaren Einzelgliedern gebildete Formen vorgeschlagen;
diese Formen sind aber in der Ausführung ziemlich teuer.
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Es ist anderseits noch bekannt, auf Ornamente, die z. B. aus Metall
oder auch aus Holz bestehen und auf eine Grundplatte geklebt sind, massive oder
aus Furnieren zusammengesetzte Platten aufzupressen. Nach dem Aufpressen wird die
Platte so weit abgearbeitet, daß das Ornament zum Vorschein kommt.
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Gegenüber diesen bekannten Verfahren besteht die Erfindung darin,
daß Furnierstreifen einander überlappend auf einer Grundplatte aufgeklebt werden,
so daß sie ganz oder teilweise winklig zur Grundplatte liegen, worauf sie gegebenenfalls
nach Ineinanderdrücken mittels glatter Preßflächen zu einer zur Oberfläche der Grundplatte
im wesentlichen parallelen glatten Fläche abgearbeitet werden.
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Bei diesem Verfahren ist bei vielen Ausführungsarten ein Preßvorgang
überhaupt nicht erforderlich. Wenn eine Pressung vorgenommen wird, so genügen glatte
Preßflächen, d. h. es brauchen keine in bestimmter Weise ausgearbeitete Formen angewendet
zu werden.
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Ferner bietet das neue Verfahren noch den Vorteil, daß Holzabfälle
in Streifenform Anwendung finden können. Die praktische Ausführung des Verfahrens
ist daher wesentlich billiger als bisher.
Eine bevorzugte Ausführungsform
des Verfahrens besteht darin, daß Furnierstreifen auf eine kegel- oder tonnenförmige
Grundplatte in Form einer oder mehrerer Spiralen mit einander überlappenden Windungen
aufgeklebt werden. Es entsteht hierdurch ein furniertes Erzeugnis mit treppenförmiger
Oberfläche. Um diese Oberfläche zu glätten, werden die Stufen durch ein Werkzeug
entfernt, so daß alle Windungen der Spirale diagonal durchschnitten werden und die
verschiedenen Maserungen der aufeinandergeleimten Furniere zum Vorschein kommen,
wobei diese Maserungen durch von dem Leim herrührende Streifen begrenzt werden.
Durch Färben des Leims beispielsweise mittels eines schwarzen Farbstoffes kann bewirkt
werden, daß die Linien zwischen den verschiedenen Maserungen noch besonders dunkel
sind. Statt eines geraden Kegels kann auch ein nach einer Kurve gebogener Kegel
benutzt werden, oder die Grundplatte kann auch die Form einer Tonne haben. In letzterem
Falle wird der Furnierstreifen von jedem Ende der Tonne aus aufgewickelt, so daß
sich die Enden in der Mitte begegnen und hier durch einen vorzugsweise breiteren
Streifen überdeckt werden.
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Die Erfindung ist auf der Zeichnung an Hand von Beispielen erläutert,
und zwar zeigen: Abb. 1 ein Erzeugnis, bei dem Streifen aus mehreren zusammengeleimten
Furnieren spiralförmig auf eine Grundplatte in Kegelform aufgewunden sind, Abb.
2 einen Schnitt des Erzeugnisses nach Abb. 1 vor der Abarbeitung, Abb. 3 einen Schnitt
des Erzeugnisses nach der Abarbeitung, Abb. a, 5, 6 Schnitte nach Abb. 2 bei andersgeformten
Grundplatten, Abb. 7 im Schnitt eine Anordnung zur Erreichung eines Mosaikeffektes,
Abb. 8 ein Erzeugnis, bei dem zwei Furnierplatten benutzt werden, von denen die
eine derartig mit Schlitzen versehen ist, daß zusammenhängende Streifen gebildet
werden, zwischen die die andere Platte geschoben wird, Abb. g, 1o Ansichten der
Furnierplatten, Abb. 11, 12, 13 im Schnitt verschiedene Stufen des Herstellungsverfahrens
des Erzeugnisses nach Abb. 8, Abb. 14 einen Schnitt nach Linie 14-14 der Abb. -8,
Abb. 15 eine Ansicht ähnlich der Abb. 8 des Erzeugnisses, Abb. 16 einen Querschnitt
nach Linie z6-16 der Abb. 15, Abb. 17, 18 Schnitte ähnlich der Abb. z3,14, bei denen
statt mehrfacher Furniere nur einfache Furnierplatten verwendet worden sind, Abb.1g,
2o Furnierplatten ähnlich Abb. g, 1o, von denen jedoch jede mit Schlitzen versehen
ist, Abb. 21 eine Verbindung der Furniere nach Abb. 1g, 2o.
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In den Abb. 1 bis 3 bedeutet a einen Streifen aus mehreren zusammengeleimten
Furnieren und b eine kegelförmige Grundplatte aus Holz, auf die der Streifen in
Form einer Spirale mit einander überlappenden Windungen aufgewickelt ist, so daß
Stufen gebildet werden (Abb.2 ). Die einzelnen Windungen werden miteinander und
der Grundplatte b verkittet oder verklebt. Die Stufen werden dann mittels eines
geeigneten Werkzeuges, beispielsweise einer Drehbank, abgearbeitet, wobei die spiralförmig
aufgewundenen Streifen in ihrer Diagonale durchgeschnitten werden und sich die in
Abb. 3 dargestellte glatte Oberfläche ergibt. Hierdurch werden die einzelnen Furniere
des Streifens a sichtbar, wie Abb. 1 darstellt; und zeigen nebeneinander Linien
verschieden gerichteter Maserungen, zwischen denen Linien des Leimes liegen. Wird
der Leim beispielsweise durch einen Farbstoff noch gefärbt, so entstehen zwischen
den einzelnen Linien der Maserungen kräftige, z. B. schwarze Linien.
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Abb. 4 zeigt die Anordnung spiralförmig aufgewundener Streifen a auf
einer gebogenen Grundplatte, so daß ein ähnlich gebogenes Erzeugnis entsteht, wenn
die Streifen nach Linie c-c abgearbeitet werden.
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Abb. 5 zeigt die Anordnung eines Streifens aus mehrfachen Furnieren
auf einer tonnenförmigen Grundplatte, bei der zwei Streifen a und a1 von jedem Ende
der Grundplatte aufgewickelt und die mittleren Enden dieser Streifen durch eine
Windung d eines vorzugsweise breiteren Streifens überdeckt werden.
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Abb. 6 zeigt eine Anordnung, bei der eine Reihe von Streifen ra parallel
nebeneinander auf eine flache Grundplatte b derart aufgedrückt und festgeklebt worden
sind, daß sich die einzelnen Streifen überlappen. Die Streifen werden dann diagonal
durchschnitten, ähnlich wie bei Abb. 2, so daß eine ebene, glatte Oberfläche entsteht,
welche die verschiedenen Maserungen zeigt.
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In Abb. 7 ist eine Anzahl verschiedenartig geformter Streifen oder
Platten a5 auf eine Grundplatte b derart aufgeklebt, daß sie einander überlappen.
Sie werden dann aufgedrückt und bis zu einer bestimmten Ebene abgearbeitet, so daß
sich ein Mosaikeffekt ergibt. Die Stücke a5 können auch statt unmittelbar auf die
Grundplatte auf ein auf die Grundplatte aufgeklebtes mehrfaches Furnier aufgeklebt
werden.
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In Abb. 8 bis 14 sind zwei Platten, nämlich eine Platte 1a (s.Abb.
g), die mit parallelen, vom einen bis nahezu zum anderen Ende gehenden Schlitzen
y versehen ist, so daß Zungen k, k1 gebildet werden, und eine Platte i (s. Abb.
1o), derart ineinandergeschoben, daß abwechselnd
eine Zunge k über
der Platte i und eine Zunge k1 unter der Platte i liegt (s. Abb. =i). Die Platten
werden miteinander verleimt, auf die Grundplatte b geklebt (s. Abb. 12) und zusammengedrückt.
Die oberen Streifen k und die obenliegenden Teile der Platte i werden dann abgearbeitet,
so daß regelmäßige Streifen verschiedener Maserung nebeneinander erscheinen, wenn
die Platten von gleicher Dicke sind. Werden Platten von verschiedener Dicke benutzt,
so entsteht ein etwas anderer Effekt, wie Abb. 15 zeigt, da durch die Abarbeitungen
die oberen und unteren Lagen der Platte, i zum Vorschein kommen.
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Abb. =q. und 16 zeigen die Anordnungen der verschiedenen Lagen nach
den Abb. 8 und 15. Selbstverständlich können die Platten k und i statt aus mehrfachen
Furnieren aus einem einfachen Furnier bestehen, wie Abb. 17 und 18 vor und nach
der Abarbeitung zeigen.
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Abb. =g und 2o zeigen Furnierplatten h und i
ähnlich
Abb. g und =o, wobei jedoch beide Platten in gleicher Weise mit Schlitzen versehen
sind, so daß die Platte h parallele Zungen k, k1 und die Platten
i dazu senkrecht liegende Zungen 1, h besitzt. Diese Zungen werden,
wie Abb. 21 zeigt, ineinandergeschoben, miteinander verklebt,, auf eine Grundplatte
aufgeklebt und abgearbeitet. Die Zungen k, k1 und 1, 11 können selbstverständlich
auch eine andere als gerade Form haben.
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Zum Abarbeiten können beispielsweise Drehbänke, Hobelbänke -und Schleifmaschinen
benutzt werden. Vorzugsweise kann insbesondere zur Herstellung der Grundplatte eine
Drehbank oder Karussellbank benutzt werden, da die bei diesen Maschinen von dem
Werkzeug erzeugten feinen Rillen ein besonders festes Anhaften des Klebestoffes
ermöglichen.
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Unter dem Ausdruck Grundplatte sind eine oder mehrere Holzlagen zu
verstehen, die eine Unterstützung der abzuarbeitenden Furnierlagen bilden. Die obere
Fläche dieser Grundplatte steht mit den Furnierlagen in Verbindung, während die
untere Fläche eben oder unbearbeitet bleibt und unter Umständen dazu dient, die
Furniere unter die Maschine zum Abarbeiten oder unter die Presse zu bringen oder
sie mit einer weiteren Platte zu verbinden.