DE583449C - Druckluftantrieb fuer die Schuetzen von Webstuehlen - Google Patents

Druckluftantrieb fuer die Schuetzen von Webstuehlen

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DE583449C
DE583449C DESCH98127D DESC098127D DE583449C DE 583449 C DE583449 C DE 583449C DE SCH98127 D DESCH98127 D DE SCH98127D DE SC098127 D DESC098127 D DE SC098127D DE 583449 C DE583449 C DE 583449C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/24Mechanisms for inserting shuttle in shed
    • D03D49/42Mechanisms for inserting shuttle in shed whereby the shuttle is propelled by liquid or gas pressure

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Druckluftantrieb für die Schützen von Webstühlen Die Erfindung betrifft einen Druckluftantrieb für die Schützen von Webstühlen, bei dem die als Energieträger dienendeDruck-oder Saugluft im Webstuhl selbst für jeden Schlag erzeugt wird. Sie unterscheidet sich von den bisher bekanntgewordenen Konstruktionen dadurch, daß der den Schützen treibende Druckluftkolben nicht nur, wie bekannt, in seiner hinteren Endlage durch eine Sperrung zeitweise festgehalten wird, sondern auch in seiner vorderen Endlage. Durch Steuerung der beiden Sperrmittel in bezug auf Beginn und Beendigung der Sperrwirkung wird es möglich, den Treibkolben sowohl in seiner vorderen Endlage (Auffangstellung) als auch in seiner hinteren Endlage (Treibstellung) so lange zu sperren, daß sowohl beim Auffangen des zurückkehrenden Schützens als auch beim Schützenschlag jeder Stoß und die damit verbundenen Geräusche, Erschütterungen und Energieverluste vermieden werden.
  • Die Abb. i bis g zeigen in schematischer Weise die verschiedenen Arbeitsstellungen der Teile eines Druckluftantriebes nur einer Webstuhlseite, die Abb. io zeigt zwei zusammengehörende Antriebe und die Abb. i i und 1a veranschaulichen verschiedene Ausführungsformen des Antriebes der Verdichtungs-und Saugkolben im Querschnitt.
  • An jeder Webstuhlseite ist ein Kolben a angeordnet, der von einem beliebigen bewegten Teil des Webstuhls, z. B. durch einen Kurbeltrieb zwangsläufig in dem Zylinder b hin und her bewegt wird. Der von dem Kolben a bei seinem Vorwärtsgang erzeugte Luftdruck wirkt auf den Treibkolben c, der sich in dem Treibzylinder d frei bewegen kann. Die Lage des Treibzylinders d zu dem Verdichtungszylinder b kann beliebig sein. In den Abb. i bis 9 ist beispielsweise der Zylinder b als Fortsetzung des Zylinders d gezeichnet, während in den Abb. io bis i2 die Zylinder senkrecht zueinander dargestellt sind. Die Übertragung der Bewegung des Treibkolbens c auf den Schützen kann, wie dargestellt, durch eine Kolbenstange f erfolgen, die jedoch auch abweichend von der Zeichnung mit großem Durchmesser und innen hohl zur Aufnahme des Schützens ausgeführt sein kann, um die Baulänge der Treibverrichtung zu vermindern.
  • Wenn der Treibkolben c sich in seiner hinterem Endlage befindet (Abb. i), so: ist der vor ihm liegende Innenraum i des Zylinders durch die Öffnung k mit der Außenluft verbunden, so daß die beim vorhergegangenen Hub durch Undichtigkeiten verlorengegangene Luftmenge durch Einströmen von Außenluft ersetzt wird. Das gleiche gilt auch für den Innenraum des Verdichtungszylinders b. Wenn sich der Verdichtungskolben a in der hinteren Endlage befindet (Abb. 5), kann Außenluft durch die Öffnung i in den Zylinder einströmen als Ersatz für vorhergegangene Luftverluste. Der Abschluß der Öffnungen k und i kann durch die Kolben a und c selbst erfolgen (wie gezeichnet) oder auch durch besondere Steuerteile, und zwar sofort bei Hubbeginn (wie bei i in Abb. 5 gezeichnet) oder auch etwas später (wie bei k in Abb. i).
  • Die Arbeitsweise der Vorrichtung auf der einen Webstuhlseite ist folgende: Abb. i zeigt die Stellung der einzelnen Teile kurz vor dem Austreiben des Schützers. Der V erdichterkolben a befindet sich in seiner vorderen (in der Zeichnung rechten) Endlage, der Treibkolben c wird durch die Sperrung g in seiner Lage festgehalten, der Luftdruck zwischen den Kolben a und c ist auf seinen höchsten Stand gestiegen, der Zylinderraum L vor dem Treibkolben steht durch die Öffnung k mit der Außenluft in Verbindung.
  • Durch zwangsläufiges Lösen der Sperrung g von einen beliebigen bewegten Teil des Webstuhles aus wird der Treibkolben c freigegeben und durch den Luftdruck zwischen den beiden Kolben nach vorn getrieben (Abb. _), mit ihm auch der Schützen e. Nach dem Abdecken der Öffnung k durch.den nach rechts gehenden Treibkolben c beginnt vor diesem die Verdichtung der in dem vorderen Zylinderraum leingeschlossenen Luft. Sobald der Luftdruck: auf der Vorderseite des Treibkolbens höher geworden ist als der auf der Rückseite wirkende Druck, beginnt eine Verzögerung der Kolbenbewegung, so daß sich der Schützen vom Treibkolben ablöst und frei weiterfliegt (Abb. 3).
  • Sobald der Treibkolben durch den überdruck auf seiner Vorderseite zum Stillstand gekommen ist, wird er durch die selbsttätig oder zwangsläufig zur Wirkung kommende Sperrung h in dieser Stellung festgehalten (Abb. 4).
  • Der Verdichterkolben a hat sich inzwischen so weit nach rückwärts (nach links) bewegt (Abb. 5), daß er die Öffnung i im Zylindermantel freigibt, durch welche etwa durch Undichtigkeiten beim vorhergehenden Verdichtungshub verlorengegangene Luftmengen durch Einsaugen von etwas Außenluft wieder ersetzt werden.
  • Der Verdichterkolben :t hat nach Abdecken der Öffnung i mit der Verdichtung der Luft zwischen den beiden Kolben begonnen. Inzwischen kommt der Schützen von der anderen Webstuhlseite zurück; kurz vor seinem Auftreffen auf den Treibkolben c wird dieser durch Lösen der Sperrung lt freigegeben und durch die im vorderen Zylinderraum Z eingeschlossene Luft nach rückwärts (links) getrieben (Abb.6).
  • Der schneller als der Treibkolben c sich bewegende Schützen e holt den Treibkolben ein (Abb. 7), setzt sich dabei sanft ohne harten Stoß auf diesen auf und die Bewegung beider wird nun von dem jetzt infolge der gleichzeitigen Verdichtung von Verdichtungs-und Treibkolben schnell ansteigenden Luftdruck zwischen den beiden Kolben abgebremst.
  • Nach Freigabe der Öffnung k, die auch am Hubende, wie bei Öffnung i in Abb. 5 gezeichnet, angeordnet sein kann, durch den Treibkolben c kann auch in dem vorderen Treibzylinder etwa durch Undichtigkeiten verlorengegangene Luft durch Außenluft ersetzt werden. Sobald der Treibkolben über die Sperrung g zurückgegangen ist, wird er durch diese in seiner rückwärtigen Lage gesichert (Abb. 8).
  • Während der Sperrung des Treibkolbens c hat der Verdichtungskolben :t (Abb. 9) die Luft zwischen den beiden Kolben wieder auf den höchsten Druck gebracht, alle Teile der Vorrichtung haben die gleiche Lage wie in Abb. i, so daß .durch Lösen der Sperrung g ein neues Spiel eingeleitet werden kann.
  • Abb. io zeigt die beiden für einen Schützenantrieb erforderlichen Treibvorrichtungen. Verdichtungszylinder b und Treibzylinder d sind hier mit verschieden großen Kolbendurchmessern angenommen und in einem Winkel von 9o° zueinander angeordnet, wodurch eine große Verringerung der Baulänge gegenüber der Ausführung nach Abb. i bis 9 und eine günstige Anordnung des Antriebes der Verdichtungskolben a erreicht wird. Die Wirkungsweise ist die gleiche wie in Abb. i bis 9. Die Stellung der Kolben entspricht in Abb. io links derjenigen von Abb. i, in Abb. io rechts derjenigen von Abb. 5.
  • Um eine möglichst günstige Stellung von Verdichter- und Treibkolben gegeneinander zu erreichen, ist es notwendig, daß der Antrieb mit ungleichmäßiger Geschwindigkeit in der Weise erfolgt, daß der Rückhub des Verdichterkolbens schnell, der Vorwärtshüb dagegen langsam erfolgt, besonders in seiner zweiten Hälfte. Das bringt nebenbei noch den großen Vorteil mit sich, daß der Kraftverbrauch während einer Umdrehung der Kurbelwelle viel gleichmäßiger ist als bei den üblichen Schlagvorrichtungen, so daß der Antriebsmotor kleiner gewählt werden kann und alle Getriebeteile geschort werden..
  • Die für die Verdichtungskolben erforderliche ungleichmäßige Geschwindigkeit kann auf verschiedene Weise erreicht werden, z. B. durch Nockenscheiben, oder durch Kurbeln ta, wie in Abb. i o und i i dargestellt, die durch je ein Paar elliptischer Zahnräder q von der gleichförmig umlaufenden Welle na ungleichförmig angetrieben werden.
  • Abb. 12 zeigt einen Koppelantrieb, bei dem die Kurbel r dem Hebel s eine ungleichförmig schwingende Bewegung erteilt, die durch die Stange t auf den Kolben a übertragen wird.
  • Die Sperrungen g und h können auf verschiedene Weise betätigt werden, in Abb. io sind dafür Nockenscheiben p gewählt.
  • Bei entsprechender Bemessung von Hub und Kolbenlänge können die beiden Sperrungen eines jeden "Schlagzylinders zu nur einer zusammengelegt werden, die den Treibkolben dann abwechselnd in der vorderen und hinteren Totlage sperrt. An Stelle der gezeichneten Sperrung durch Sperrschieber oder Sperrklinken kann auch eine Sperrung durch Klemmung ausgeführt werden; ferner ist es möglich, die Sperrung an der Kolbenstange statt am Kolben anzuordnen.
  • Das Lösen der Sperrung h kurz vor dem Auftreffen des zurückkehrenden Schützen auf den Treibkolben kann entweder zwangsläufig von einem beliebigen bewegten Teil des Webstuhles aus erfolgen oder noch besser durch den fliegenden Schützen selbst bewirkt werden, entweder mechanisch durch Verschieben eines auf die Sperrung wirkenden Hebels oder einer Schubstange oder auch elektrisch durch Auslösen eines Kontaktes durch den fliegenden Schützen.
  • Statt der in den schematischen Zeichnungen (Abb. i bis io) zur Verbindung der Außenluft mit den inneren Zylinderräumen angegebenen Öffnungen i und k in der Zylinderwand können auch verstellbare Ventile, Rückschlagventile oder gesteuerte Öffnungen in der Zylinder- oder auch Kolbenwand vorgesehen werden.
  • Die Hauptvorteile der beschriebenen Konstruktion sind folgende: Jeder harte Stoß zwischen den verschiedenen Teilen der Schlagvorrichtung ist vermieden, damit auch die bisher so häufigen Stillstände infolge starker Abnutzung oder gar Brüchen von Einzelheiten, gleichzeitig wird die Arbeitsleistung pro Stunde erheblich größer, die Reparaturkosten geringer, störende Geräusche und Erschütterungen können nicht mehr auftreten. Da auch die Zahl der Webfehler verringert wird, steigt auch die Oualität der hergestellten Webwaren.
  • Ein äußerst wichtiger Vorteil entsteht noch dadurch, daß die gute Arbeitsweise der Schlagvorrichtung nicht mehr von der Umlaufzahl des Webstuhls abhängig ist, eine Änderung der Drehzahl hat also keinen Einfluß auf die Schützengeschwindigkeit.
  • Der Kraftverbrauch ist äußerst gering, da die lebendige Kraft des in den Schützenkasten zurückkehrenden Schützen nicht durch Reibungsbremsen vernichtet, sondern zur Verdichtung der Arbeitskraft ausgenutzt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCIir i. Druckluftantrieb für die Schützen von Webstühlen, bei welchem die Druckluft oder ein anderes Gas durch einen an jedem Schützenkasten angeordneten Verdichterzylinder erzeugt wird, dessen Kolben zwangsläufig bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der den Schützen treibende Kolben in beiden Endstellungen durch selbsttätig oder zwangsläufig bewegte Sperrungen zeitweise festgehalten wird. z. Druckluftantrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrung in der vorderen Endlage des Treibkolbens durch den zurückkehrenden Schützen oder zwangsläufig vom Triebwerk des Webstuhles aus in einem solchen Zeitpunkt gelöst wird, daß der in gleicher Richtung sich bewegende Treibkolben bei nur etwas kleinerer Geschwindigkeit von dem Schützen ohne Stoß eingeholt wird.
DESCH98127D 1932-06-23 1932-06-23 Druckluftantrieb fuer die Schuetzen von Webstuehlen Expired DE583449C (de)

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DE (1) DE583449C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE837974C (de) * 1950-12-29 1952-05-05 Wolldeckenfabrik Zoeppritz Ag Antrieb zur Beschleunigung von sich geradlinig bewegenden Koerpern, insbesondere zurBeschleunigung von Schuetzen in Webmaschinen
US3433271A (en) * 1965-09-10 1969-03-18 Elitex Zavody Textilniho Shuttle driving apparatus for weaving looms

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE837974C (de) * 1950-12-29 1952-05-05 Wolldeckenfabrik Zoeppritz Ag Antrieb zur Beschleunigung von sich geradlinig bewegenden Koerpern, insbesondere zurBeschleunigung von Schuetzen in Webmaschinen
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