DE583272C - Hohlfaeden und aehnliche roehrenfoermige Gebilde aus Cellulose oder Cellulosederivaten mit oder ohne Einlage aus Textilfaeden und Verfahren zur Herstellung derartiger Gebilde - Google Patents
Hohlfaeden und aehnliche roehrenfoermige Gebilde aus Cellulose oder Cellulosederivaten mit oder ohne Einlage aus Textilfaeden und Verfahren zur Herstellung derartiger GebildeInfo
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Description
- Hohlfäden, und ähnliche röhrenförmige Gebilde aus Cellulose oder Cellulosederivaten mit oder ohne Einlage aus Textilfäden und Verfahren zur Herstellung derartiger Gebilde Zur Herstellung von Geflechten u. dgl., insbesondere für die Hut- und Besatzartikelindustrie, sind schon mehrfach künstliche Hohlfäden und ähnliche Gebilde aus Cellulose oder Cellulosederivaten vorgeschlagen worden, ebenso auch aus .den genannten Stoffen bestehende faden- oder röhrenartige Gebilde, die im Innern eine Einlage (Seele) aus einem oder mehreren Textilfäden, beispielsweise aus Baumwolle, Ramie, Hanf, Flachs, Seide, Kunstseide u. dgl., besitzen. Gebilde dieser Art, die aus einer nahtlosen Röhre bestehen bzw. einen -die Einlage nahtlos umschließenden, völlig in sich geschlossenen Mantel oder Überzug aufweisen, bieten gegenüber anderen, ebenfalls als Kunststroh u. dgl. vorgeschlagenen Gebilden, .die zwar ein röhrenähnliches Aussehen haben, aber aus Fäden, Bändchen, Streifen u. dgl. zusammengedreht sind, mancherlei Vorzüge, beispielsweise einen der ganzen Länge nach gleichmäßigen Querschnitt und ein glattes Aussehen, welche Eigenschaften sie beispielsweise auch zum Verweben geeignet machen. Die mit Verstärkungseinlagen versehenen Gebilde mit nahtlosem Mantel zeichnen sich außerdem nicht nur durch eine erhöhte Festigkeit gegenüber den keine Einlagebesitzenden Hohlfäden aus, sondern auch infolge des völlig in sich geschlossenen Mantels .durch eine geringere Empfindlichkeit gegen Feuchtigkeit und Nässe als die beispielsweise durch Umwinden von Hanf, Baumwolle, Kunstseide u. dgl. mit Bändchen oder schmalen Streifen aus Cellulose gewonnenen Gebilde.
- Es hat sich nun gezeigt, daß der nahtlose Mantel .der erwähnten, mit Einlage aus Textilfäden versehenen Gebilde unter Umständen beim Färben Schwierigkeiten bereiten kann, nämlich dann, wenn die Aufgabe gestellt ist, nicht nur den Mantel bzw. Überzug, sondern auch die Einlagefäden zu färben. Je nach den besonderen Umständen kann durch den Mantel bzw. Überzug das Vordringen der -Farbstoffe bis zur Einlage nahezu oderganz verhindert werden, derart z. B., daß die Einlage ungleichmäßig oder überhaupt nicht gefärbt wird und so Produkte erhalten werden, die nur außengefärbt sind, im Innern aber einen weißen Kern enthalten, eine Erscheinung, die bei der späteren Verarbeitung der z. B. geflochtenen Gebilde sich unangenehm auswirken kann.
- Es wurde nun gefunden, daß Hohlfäden und ähnliche röhrenförmige Gebilde aus Cellulose oder Cellulosederivaten, z. B. Celluloseestern oder -äthern, insbesondere aus Celluloseacetaten, .die im Querschnitt völlig in sich geschlossen sind und gegebenenfalls eine -Einlage .aus. -natürlichen oder künstlichen-Textilfäden aufweisen, auch im Innern leicht und gleichmäßig angefärbt oder sonstwie mit-Flüssigkeiten oder auch mit Gasen behandelt werden können, wenn man die Wandungen der Gebilde mit zahlreichen Öffnungen, z. B. Einstichen, Schlitzen o: dgl., versieht. Durch die vorteilhaftin bestimmten Abständen voneinander angebrachten öffnüngen kann beim -Färben solcher Gebilde das Farbbad auch in das Innere der Gebilde eindringen und dabei auch die Innenwand des Hohlfadens, ebenso wie auch die Einlage selbst anfärben, wodurch in allen Fällen eine gute Durchfärbung erreicht wird. Versuche haben gezeigt, däß die anzubringenden Öffnungen bei Gebilden mit kleinem Durchmesser sehr klein und beispielsweise in Abständen von etwa- io zu io mm oderweniger angeordnet sein können -und daß hierbei, wenn bespielsweise die Einlage aus Acetatseide und: der -Mantel - aus Celluloseacetat besteht, ein Durchfärben des ganzen Gebildes leicht zu erreichen ist. Das vorliegende Verfahren kann an Gebilden ausgeübt werden, die als Einlage einen oder mehrere Textilfäden aufweisen, die lose, zusammengedreht, geflochten, zu Bändchen verwebet oder zusammengeklebt sein können.
- Die Öffnungen werden zweckmäßig nicht alle auf derselben, sondern auf verschiedenen Seiten des Gebildes angebracht, beispielsweise indem man abwechselnd von zwei- einander gegenüberliegenden Seiten aus in das Gebilde einsticht. Zweckmäßig wird hierbei so gearbeitet, daß die der Einstichstelle gegenüberliegende Wandung nicht durchlöchert wird. Vorteilhaft wird das Anbringen der Öffnungen während der Herstellung der Gebilde oder im unmittelbaren Anschluß an die Herstellung der Gebilde vorgenommen, zweckmäßig unter Verwendung von mechanischen, beispielsweisemitNadelspitzen versehenen Vorrichtungen, an welchen das z. B. aus einer Herstellungsvorrichtung aus-" tretende Gebilde vorbeibewegt wird.- Natürlich können auch in einem -späteren Zeitpunkte die Wandungen der Gebilde durchbrochen. werden. Gebilde mit größerem Durchmesser können mit entsprechend größeren-. Öffnungen, beispielsweise auch mit Schlitzen versehen werden.
- nie nach -dem vorliegenden Verfahren-erhaitenen Gebilde können insbesondere zur Hers£ellung von Geflechten; Geweben, Litzen, Schnüren u. dgl. z. B. in der Hut- und Besatzartikelindustrieverwendet werden. Selbstverständlich können sie auch zu allen anderen Zwecken "verwendet werden, zu welchen nicht perforierte Fäden -o. dgl. "dienen.
- Wie .erwähnt, können die erfindungsgemäß mit-öffnungen versehenen Gebilde auch mit anderen Flüssigkeiten als Färbebädern behandelt werden, beispielsweise mit Lösungen von Harzen, Fetten oder -Ölen, oder mit an und _ für sich flüssigen Stoffen, z. B. ölen, oder' mit geschmolzenen Stoffen, z. B. geschmölzenen Fetten, Paraffinen, Wachsen, Harzen usw.; uni beispielsweise ihre Isolationsfähigkeit zu erhöhen und sie als Isolationsmaterialien, z. B. zum Umwinden von Drähten, besonders geeignet '"zti machen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: . i. Hohlfäden und ähnliche röhrenförmige Gebilde aus Cellulöse oder Cellulosederivaten mit oder ohne Einlage aus Textilfäden, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen dieser Gebilde zählreiche Öffnungen aufweisen, durch welcheFärbebädern oder anderen Behandlungsflüssigkeiten der Zutritt in das Innere der Gebilde ermöglicht wird.
- 2. Verfahren zur Herstellung von Hohlfäden und ähnlichen röhrenförmigen Gebilden mit oder ohne Einlage aus Textilfäden nach Anspruch i,- dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen der Gebilde unter Anwendung mechanischer Mittel, z.-B. mit Nadelspitzen versehener Vorrichtungen, mit Öffnungen versehen werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, däß die Gebilde der Länge nach abwechselnd von gegenüberliegenden Seiten aus mit Öffnungen versehen werden. 4.. Verfahren nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gebilde während ihrer Herstellung oder im unmittelbaren Anschluß an dieselbe mit .Öffnungen versehen werden.
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1931
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Also Published As
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