DE582384C - Anlage zur Speicherung einer grossen Gasmenge unter hohem Druck in einem Kessel von geringer Wandfestigkeit - Google Patents

Anlage zur Speicherung einer grossen Gasmenge unter hohem Druck in einem Kessel von geringer Wandfestigkeit

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DE582384C
DE582384C DEH132859D DEH0132859D DE582384C DE 582384 C DE582384 C DE 582384C DE H132859 D DEH132859 D DE H132859D DE H0132859 D DEH0132859 D DE H0132859D DE 582384 C DE582384 C DE 582384C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F17STORING OR DISTRIBUTING GASES OR LIQUIDS
    • F17BGAS-HOLDERS OF VARIABLE CAPACITY
    • F17B1/00Gas-holders of variable capacity

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Underground Structures, Protecting, Testing And Restoring Foundations (AREA)

Description

  • Anlage zur Speicherung einer großen Gasmenge unter hohem Druck in einem Kessel von geringer Wandfestigkeit-Es besteht ein Bedürfnis zur Speicherung großer Mengen hochkomprimierter Gase, z. B. Fernversorgung mit Leuchtgas. Dieses Bedürfnis wird sich noch weitgehend verstärken, wenn der Plan durchgeführt wird, den durch Hochdruckelektrolyse gewinnbaren Wasserstoff in großen Mengen herzustellen und durch Hochdruckleitungen zu verteilen. Es können zwar große Energiemengen in einem verhältnismäßig kleinen Behälter gespeichert werden, wenn dieser einen erheblichen Druck verträgt. Es erscheint aber ausgeschlossen, Speichergefäße für derartigen Inhalt und Druck einfach in Gestalt von starkwandigen Stahlgefäßen herzustellen, bei denen die Festigkeit der Wand selbst den Druck aufnimmt. Derartige Gefäße würden außerordentlich teuer und für ihre Umgebung gefährlich werden. Eine-nennenswerte Speicherung ist bei Verwendung derartiger Gefäße nicht zu erwarten, so daß neue Wege zur Großspeicherung gesucht werden müssen.
  • Einen solchen Weg zeigt die Erfindung. Diese ermöglicht es, in einem Kessel von beliebig geringer Wandfestigkeit Gas von beliebig hohem Druck aufzubewahren, und zwar dadurch, daß der Kessel bei jedem Füllungszustand unter einem äußeren hydrostatischen Druck von gleicher Größe gehalten wird.
  • Auf der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele schematisch dargestellt.
  • Bei dem Beispiel nach Abb. t ist auf dem Boden eines Sees a ein Kessel b verankert, der an seiner tiefsten Stelle eine Öffnung c besitzt, während von seinem höchsten Punkt aus ein oben offenes Rohr d bis über die Seeoberfläche aufsteigt. Kessel und Rohr füllen sich mit Wasser; drückt man aber Gas mit einem Druck, welcher der über dem Kessel b stehenden Wassersäule entspricht, in das Rohrd, so wird das Wasser allmählich durch die Öffnung c herausgedrückt, bis der Kessel ganz mit dem Gas gefüllt ist. Die Wandung des Kessels wird dabei im oberen Teil lediglich mit dem Druck beansprucht, der dem Unterschied der Höhe vom Wasserspiegel im Kessel bis zum oberen Teil seiner Umwandung entspricht. Bei hinreichend flacher Bauart des Kessels wird dieser Druckunterschied nur einige Zehntel Atmosphären betragen. Wird . dem Kessel b Gas entnommen, so dringt das Wasser durch die untere Öffnung c wieder ein, so daß das Gas oben stets mit einem Druck austritt, der lediglich um den erwähnten Unterschied zwischen Beginn und Schluß der Entleerung schwankt.
  • Bei diesem Ausführungsbeispiel wird einfach der hydrostatische Druck am Boden des Sees a zur Aufhebung der Wirkung des Gasdruckes auf die Kesselwand ausgenutzt. Um ausreichende Drucke zu erzielen, müßte der See einige hundert Meter tief sein, so daß bei der praktischen Ausführung die auftriebverhindernde Verankerung des Kessels auf dem Seeboden einige Schwierigkeiten bereiten würde. Dagegen werden bei den folgenden Ausführungsbeispielen keine Bauschwierigkeiten auftreten.
  • Bei dem Beispiel nachAbb. 2 gehen vom unteren Ende eines einige hundert Meter tief in gewachsenen Erdboden e getriebenen Schachtes t einige schwach abwärts geneigte Stolleng aus. In diesen Stollen ist je ein röhrenförmiger Kessel b aus dünnem Blech eingebaut, der den Hohlraum des Stollens nahezu ausfüllt und an seiner tiefsten Stelle eine Öffnung c und an seiner höchsten ein durch den Schacht/ bis zur Oberfläche führendes Rohr d besitzt. Die Kessel b müssen gegen die Stollenwände vor allem nach oben gut festgelegt werden, damit sie sich infolge der Auftriebsänderung beim Füllen und Entleeren nicht bewegen können. An der Schachtmündung befindet sich ein Ausgleichbecken h, das den gleichen Rauminhalt wie die Kessel b hat, so daß es das beim Füllen der Kessel b mit Gas hochsteigende Wasser aufnehmen kann. Auch dieses Ausgleichbecken muß im Verhältnis zur Schachttiefe flach gehalten sein. Diese Ausführung eignet sich für Flachland und besonders an Orten, an denen unbenutzte alte Schächte zur Verfügung stehen.
  • Noch einfacher läßt sich eine Speicheranlage nach dem Beispiel nach Abb.3 bauen. Bei diesem Beispiel ist am Fuge eines Berges von ausreichender Höhe eine tunnelartige Höhle! schwach abwärts in den Erdboden e getrieben, in die der Kessel b eingebaut ist, und deren Mündung bis auf ein Mannloch k so vermauert ist, daß der Verschluß dem gewünschten Druck standhält. Von der obersten Stelle des Kessels b und der Höhle i führt je ein Rohrd bzw. l nach außen; das Rohrd bildet die Gasleitung, während das Rohr l über deti Berghang gunporführt und in das oben gelegene Ausgleichbecken h mündet. Da stets dasselbe Wasser ein- und aystritt, so genügt ein winziger lUasserzufluß zum Bekken h, denn es sind nur die Verluste durch Verdunstung und Versickerung zu ersetzen.
  • Aus dem Gesagten ist ersichtlich, daß derartige Speicher gefahrlos sind: Luft-kann in die Kessel, die rings von Wasser umgeben sind, nicht eintreten; explosive Gemische können sich also nicht bilden. Wird ein Kessel undicht, so tritt das Gas in -das Wasser, was zu einem mehr oder weniger heftigen Aufwallen des Wassers führen würde. Man erkennt ohne weiteres, daß die Kosten "für einen Hochdruckkessel von io ooo cbm Inhalt nach jedem der beschriebenen Ausführungsbeispiele erheblich geringer sind als bei einem Pumpspeicherwerk gleichen Energieinhaltes, Bei den Beispielen nach Abb. 2 und 3 wird als druckaufnehmende Wandung der gewachsene Erdboden benutzt; man. speichert also in einer Höhle, deren Wand naturgemäß jedem Druck standhält. Man kann aber das Gas nicht unmittelbar in die Höhle leiten, weil die Wand porös und daher nicht gasdicht ist. Eine gasdichte Auskleidung der Höhlenwand läßt sich aber nicht so durchführen, daß die Schicht überall so satt aufliegt, daß in jedem Punkt ihre Beanspruchung auf das Erdreich übertragen wird. Dagegen hat es keine Schwierigkeiten, die Wandung ausreichend wasserdicht zu machen, wenn sie es nicht von Natur aus schon ist. Das Wasser wirkt also nur als allseitiges Druckübertragungsmittel zwischen Erdreich und gasdichter Blechwand des Kessels. Die öffnung c am unteren Teil des Kessels b ermöglicht den Ersatz ausgeströmten Gases durch Wasser von gleichem Druck.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anlage zur Speicherung einer großen Gasmenge unter hohem Druck in einem Kessel von- geringer Wandfestigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß der Kessel bei jedem FülIungszustand unter einem äußeren hydrostatischen Druck von gleicher Größe gehalten wird.
  2. 2. Anlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kessel in einer in gewachsenem Erdboden befindlichen Höhle mit allseitigem Zwischenraum eingebaut und dieser -mit dem Kesselraum durch eine an der tiefsten Stelle des Kessels befindliche Öffnung und mit einem entsprechend höher --befindlichen - Wasserbecken durch einen Schacht oder ein Rohr verbunden ist.
DEH132859D 1932-08-14 1932-08-14 Anlage zur Speicherung einer grossen Gasmenge unter hohem Druck in einem Kessel von geringer Wandfestigkeit Expired DE582384C (de)

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DE (1) DE582384C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3742716A (en) * 1971-07-27 1973-07-03 Svenska Entreprenad Sentab Storing of gas under pressure

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3742716A (en) * 1971-07-27 1973-07-03 Svenska Entreprenad Sentab Storing of gas under pressure

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