DE58134C - Messerhalter für Rollmesser an Steinbearbeitungsmaschinen - Google Patents

Messerhalter für Rollmesser an Steinbearbeitungsmaschinen

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Publication number
DE58134C
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DE
Germany
Prior art keywords
knife
stone
knife holder
axis
processing machines
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT58134D
Other languages
English (en)
Original Assignee
F. TRIER in London, 19 Great George St. Westminster
Publication of DE58134C publication Critical patent/DE58134C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28DWORKING STONE OR STONE-LIKE MATERIALS
    • B28D1/00Working stone or stone-like materials, e.g. brick, concrete or glass, not provided for elsewhere; Machines, devices, tools therefor
    • B28D1/18Working stone or stone-like materials, e.g. brick, concrete or glass, not provided for elsewhere; Machines, devices, tools therefor by milling, e.g. channelling by means of milling tools

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Processing Of Stones Or Stones Resemblance Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
FRANK TRIER in LONDON.
Meine Verbesserung bezieht sich auf die Methode der Anwendung rollender Messer zur Bearbeitung von Steinen und ähnlichen Materialien und auf die Construction von Werkzeughaltern, anwendbar für die Supports von Maschinen, in welchen der Stein oder die Messer eine hin- und hergehende Bewegung erhalten. Der Kürze halber wird in der Folge nur von der hin- und hergehenden Bewegung des Steines gesprochen. Die Verbesserung hat zum Zweck: 1. dem Messer die nöthige Schiefstellung abwechselnd nach zwei Richtungen zu erlheilen, entsprechend den beiden Bewegungsrichtungen des Steines; 2. während eines Hin- und Herganges des Steines denselben mit einem Messer in zwei parallelen Ebenen anzugreifen (Stufenschnitt genannt); 3. während eines Hin- und Herganges eines Steines denselben mit einem Messer abwechselnd in zwei einen Winkel bildenden Ebenen anzugreifen (Herstellung innerer und äufserer Winkel).
Die Fig. 1, 2 und 1 a der Zeichnung verdeutlichen den ersten und zweiten Theil und Fig. 3 und 4 den dritten Theil meiner Erfindung.
Es liegen der Erfindung ganz andere Ideen zu Grunde, als die im Patent No. 26867 (Klasse 87) enthaltene, wo die Werkzeughalter (insbesondere die in Fig. 11, 12, 13 und 14 dargestellten) für rotirende Messerköpfe bestimmt sind, in denen während der Arbeit die Messerstellungen unverändert bleiben, somit auch keine Vorkehrungen getroffen sind, diese Stellung während der Arbeit zu verändern.
Fig. 1 stellt einen Werkzeughalter dar, bestimmt, von dem Support einer Steinbearbeitungsmaschine mit hin- und hergehendem Arbeitstisch getragen zu werden.
Fig. 2 ist ein Schnitt senkrecht zur Messerachse. Die Achse P C der Messerspindel D ist zur Achse PB der drehbaren Spindelhülse E geneigt; in E sind die Zähne eingegossen, in welche das Zahnrad G eingreift. Das Messer (hier ein konisches) wird mittelst des Centralbolzens fest mit D verbunden. Das Zahnrad G trögt einen Anschlagestift W und die Achse von G kann entweder mittelst einer Kurbel, von Hand oder selbstthätig eine Drehung erhalten, wodurch bei jeder Umkehrung der Bewegungsrichtung des Steines die Schrägstellung des Messers verändert wird. Diese schiefe Stellung hat nichts mit dem Winkel gemein, den das Messer mit der Steinfläche bildet, sondern besteht in einer Voreilung des freien Spindelendes dem anrückenden Stein entgegen. Die Gröfse dieser Voreilung hängt ab von der Gröfse der Neigung der Achsen P C und P B von dem Anschlag der Hülse E von ihrer mittleren Lage. Letzterer ■ kann durch Veränderung des Anschlages W regulirt werden.
Zur selbsttätigen Drehung von G bezw. von E wende ich mit Vorliebe die von Whitworth benutzte Methode an, mittelst der das Werkzeug der Metallhobelmaschinen gedreht wird, um vor- und rückwärts zu schneiden. Eine Schnur wird um die Scheibe I gewickelt und mittelst der Leitrollen KK nach der Bewegungsquelle geführt, wo dieselbe am Ende eines jeden Hin- bezw. Herganges des Steines einen Antrieb nach der einen oder anderen Richtung erhält.
Der zweite Theil meiner Erfindung wird wie
folgt erreicht: Da die Messerachse P C, Fig. ι, zur Achse PB der Hülse E geneigt ist und P JB im Punkt P schneidet, so folgt, wenn ich am Ende eines jeden Hin- bezw. Herganges des Steines die Hülse E um i8o° drehe, dafs das Messer abwechselnd in die Stellungen X bezw. Y gebracht wird. Hierdurch wird bewirkt, dafs das Messer bei einem Hin- und Hergang des Steines letzteren in zwei parallelen Ebenen angreift. Dabei mufs die Lage des Schnittpunktes P passend gewählt werden, etwa so, dafs die beiden Angriffspunkte α und b so liegen, dafs b sich etwa Y8 Zoll tiefer und Y4 Zoll rückwärts von α befindet. Diese Art des Angriffes nenne ich den Stufenschnitt; er bietet folgende Vortheüe:
ι. ein Grobschnitt wird geführt, während der Stein nach einer Richtung sich bewegt, und ein Feinschnitt bei der umgekehrten Bewegung, so dafs die Fläche in einer Operation fertiggestellt wird;
2. wird die Gefahr des Aussprengens von Steinstücken an der fertigen Fläche vermieden. Fig. ι a soll schematisch die Achsenstellungen erläutern.
Die Gerade MPN stellt den Durchschnitt einer den Punkt P enthaltenden Ebene dar, welche senkrecht zur Steinfläche und rechtwinklig zur Bewegungsrichtung des Steines steht. Wenn die Messerachse in der Ebene MPN liegt, so ist das Messer ohne Schiefstellung; wird E abwechselnd nach links oder rechts um den Winkel OPO1 gedreht, so dafs die Messerachse abwechselnd in die Ebenen OPQ und O1PQJ zu liegen kommt, so erhält das Messer die Schiefstellung nach beiden Richtungen.
Liegt die Messerachse in der Ebene MPN und wird abwechselnd durch Drehung von E um i8o° nach PA bezw. PC geneigt, so erfolgt der Stufenschnitt ohne Schiefstellung; wenn aber die Messerachse, statt zuerst in der Mittelebene MPN zu liegen, in der Ebene OPQ liegt und dann Drehung um i8o° weniger dem Winkel OPO1, so erfolgt der Stufenschnitt mit Schiefstellung nach beiden Richtungen.
Der Stufenschnitt mit einem Messer kann aber auf andere Weise erreicht werden, z. B. durch Hin- und Herdrehung des ganzen Werkzeughalters F oder durch Hin- und Herbewegung der geneigten Hülse E in seinem Halter, kurz durch solche Bewegungen, die das Messer abwechselnd in die in zwei Ebenen liegenden Punkte α und b zum Angriff bringen.
Der dritte Theil der Erfindung ist in den Fig. 3 und 4 veranschaulicht und besteht in einem Werkzeughalter, bestimmt, auf dem Support einer Steinbearbeitungsmaschine mit hin- und hergehendem Arbeitstisch getragen zu'werden. Der Werkzeughalter besteht aus dem Support M, der meistens unter einem Winkel von 45 ° mit der Achse Q befestigt ist. Letztere ist in der Hülse O drehbar und wird wie die Centralachse des Rades G in Fig. ι von Hand oder in der oben beschriebenen Weise selbstthätig am Ende eines jeden Hin- bezw. Herganges des Steines um i8o° gedreht. Der obere Schlitten JV des Supports M trögt die Messerspindel und das Messer x, und ersterer wird mittelst des Sperrrades R und des Hebels U nach der Richtung der Pfeile bewegt. Bei der Bewegung des Steines nach der einen Richtung befindet sich das Messer in der Stellung X. Am Ende der Bewegung wird die Achse O um i8o° gedreht, wodurch das Messer in einer Ebene zum Angriff gelangt, die mit der ersten einen rechten Winkel bildet. Während das Messer aus der Stellung X nach -X"1 gelangt, kommt der Hebel U in Berührung mit dem Anschlag V und wird das Messer gegen den Scheitel des auszuschneidenden Winkels bewegt. In ganz derselben Weise wird ein äufserer Winkel bearbeitet, wie in Fig. 4 angedeutet ist, nur dafs das Messer von dem Scheitel des Winkels wegbewegt wird.
Es ist mir bekannt, dafs die Benutzung der Schiefstellung bei rollenden Messern an und für sich nicht neu ist. Aber die selbstthätige Ertheilung der Schiefstellung abwechselnd nach beiden Richtungen ist ganz neu. Auch ist mir bekannt, dafs der Stufenschnitt mit mehreren concentrischen, an einer Spindel sitzenden Messern versucht worden ist und auch mit mehreren Messern, die an einem rotirenden Messerkopf befestigt werden, ausgeführt wurde.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüch:
    Ein Messerhalter für Rollmesser, bei welchem die Messerspindel in einer drehbaren excentrischen Hülse frei drehbar gelagert ist, um durch Drehung der Hülse das Messer in dem einen oder anderen Sinne schief stellen bezw. es in seiner Höhenlage verändern zu können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT58134D Messerhalter für Rollmesser an Steinbearbeitungsmaschinen Expired - Lifetime DE58134C (de)

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