DE581122C - Verfahren zur Herstellung einer Radkonstruktion, bei welchem die Speichenenden mit dem Kranz verschweisst werden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Radkonstruktion, bei welchem die Speichenenden mit dem Kranz verschweisst werdenInfo
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Description
Bei der Herstellung von Metallspeichenrädern der Artillerietype bestehen nach den meisten
bekannten Verfahren erfahrungsgemäß erhebliche Schwierigkeiten in der Verbindung der Speichenenden
mit der Felge. Dies ist im besonderen der Fall bei Rädern, deren Körper aus in einem Stück
hergestellten Preßteilen bestehen, die Speichen von hohler rohrförmiger oder halbrohrförmiger
Form bilden, und deren Kränze getrennt und aus verhältnismäßig schwererem Material hergestellt
werden. In der Regel sind die Körper solcher Räder von leichteren Abmessungen und
die Felgen von verhältnismäßig schwereren Abmessungen. Es sind verschiedene Mittel zur Befestigung
der Speichenenden an diesen Felgen vorgeschlagen worden; die meisten derselben bestehen
in der Regel in der Anordnung von Verschlußkappen oder von Ringen, die von Anfang
an entweder mit den Speichen oder mit der Felge
ao verbunden sind. Bei dieser Type werden die Teile beim Zusammenbau durch die Kappen oder Ringe
untereinander verbunden. Es gibt noch verschiedene andere Mittel. So ist es bekannt, die
Metallspeichen an der Metallfelge durch Lichtbogenschweißung zu befestigen. Außerdem ist es
in der Technik allgemein bekannt, die einzelnen Teile, aus denen ein Werkstück zusammengesetzt
werden soll, überzudimensionieren und durch Widerstandsabschmelzschweißung zusammenzufügen.
Erfindungsgemäß werden die Speichenenden mit dem Kranz stumpf verschweißt, wobei die
erforderliche Annäherung der Teile für die Stumpfschweißung
durch eine an sich bekannte Zusammenziehimg des Kranzes erfolgt. Hierdurch wird eine einfache und äußerst wirksame Verschweißung
erzielt. Fernerhin entfällt das Erfordernis der Verwendung von Endverschluß- und
Verbindungskappen in der Mehrzahl der Ausführungsformen der Erfindung. Bei einigen Ausführungsformen
ist jedoch eine Kappenanordnung von gewissem Vorteil.
Es ist üblich, Kränze auf Radkörper mittels Abkühlens des Kranzes von einer hohen Temperatur
oder durch mechanische Zusammenziehvorgänge zusammenzuziehen. Die Erfindung beruht
dagegen in der Erkenntnis, daß eine mechanische Zusammenziehung des Kranzes am Umfang
für die notwendigen Annäherungsbewegungen zwischen dem Kranz und den Speichenenden
bei einer Stumpf schweißung verwendet werden könnte. Dies ermöglicht die sehr einfache
und wirksame Verschweißung eines metallischen Ringkörpers in Form eines Kranzes mit einem
Stern, wie ζ. B. dem Speichenkörper eines Rades. Die gleichzeitige Ausführung der Schweiß- und
Kontraktionsarbeitsgänge ist bisher niemals offenbart worden und stellt ein äußerst geschicktes
Verfahren dar.
Nach dem Verfahren der Erfindung entwirft man den Metallkörper des Rades mit den Speichen
in radialem Überlängenmaß und baut konzentrisch. einen überdimensionierten Kranz um dieselben.
ίο Man zieht hierauf den Kranz durch eine der bekannten
Kontraktionsmaschinen auf sein Maß zusammen und schweißt gleichzeitig die überlangen
Speichen stumpf daran. Stellt man in richtiger Weise das Maß der Felgenkonstruktiön
auf eine richtige Größe für eine erfolgreiche Stumpfschweißung ein, wie es durch die bekannten
Grundsätze der Stumpfschweißung gegeben ist, so ist man imstande, die Überlänge der Speichen beim Stumpfschweißen wegzuao
brennen und am Schluß der Kontraktionsarbeit eine vollkommene Schweißung zu erzielen. Der
Schweißstrom kann in irgendeiner Stufe des Kontraktionsvorgangs abgeschaltet werden, die
Schlußstufe dieser Arbeit kann bis zu dem für den Beendigungsdruck der Schweißung geeigneten besten Maß durchgeführt werden.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in einigen Ausführungsformen beispielsweise veranschaulicht.
Abb. ι zeigt einen Metallspeichenradkörper
und Felge, die konzentrisch vor den Kontraktionsund Schweißoperationen zusammengebaut sind.
Abb. 2 zeigt dieselben nach der Schweißung. Abb. 3 zeigt eine etwas abgeänderte Ausführungsform,
bei der man durch Punktschweißen o. dgl. hohle Metallkappen vorher auf die Felge
schweißt.
Abb. 4 zeigt den fertigen Gegenstand nach Abschluß der Kontraktionsoperation.
Abb. 5 zeigt eine Kappe im Schaubild.
Wie aus Abb. 1. hervorgeht, ist ein Metallspeichenkörper
aus einem Stück aus Stanz- oder Preßteilen hergestellt, die Speichen sind, wie durch punktierte Linien angedeutet, hohl: Eine
punktierte Kreislinie 10 stellt den richtigen Innendurchmesser der Felge dar. Diesem gegenüber
besitzen die Speichen sämtlich radial eine zu große Länge, d. h. der Radkörper als Ganzes
besitzt Übermaß. Der Radkranz besitzt gegenüber dem Kreis 10 von richtiger Größe ebenfalls
Übermaß. Erfindungsgemäß zieht man nun diese Felge auf das durch den Kreis 10 dargestellte
richtige Maß konzentrisch zusammen und schickt ; gleichzeitig einen elektrischen Strom von dem
Kranz nach dem Radkörper durch die Speichenenden, sobald der Kranz ..diese berührt, und
schweißt hierdurch den. Kranz, an den Speichenkörper. Stellt man die Größe des Stroms und.das
Maß der Zusammenziehung richtig gegeneinander ab und schaltet man den Strom bei der Endstufe
der Kontraktion richtig aus und beachtet man die :
.Erfahrungen und Gesetze der Stumpfschweißung, so wird eine vollkommene Stumpfschweißung
erzielt.
Bei/dem fertigen Gegenstand nach Abb. 2 fällt, "wie dargestellt, die Innenfläche der Felge
mit dem Kreis 10 zusammen, der das richtige Endmaß der inneren Fläche des Kranzes der Abb. 1
darstellt, und man erhält ein fertiges Produkt.
Der Körper solcher Räder wird in der Regel aus Preßteilen aus verhältnismäßig leichtem Metallblech
hergestellt, das Rad gemäß der Erfindung besitzt einen derartigen Körper. Das Überschußmetall
der Speichenüberlängen wird mit dem Fortschreiten der Stumpfschweißung weggebrannt,
ohne den Körper der überdimensionierten Felge zu beschädigen, da die Felge verhältnismäßig
schwer gehalten ist. Bei richtiger Bestimmung der Länge der Speiche wird ein übermäßiges
Wegbrennen der Felgenoberfläche vermieden. Diese Fläche wird so nur bis auf die wirksamste
Schweißtemperatur erhitzt, bei der man eine vollkommene Schweißung ohne übermäßiges Brennen
erzielt.
In einer etwas abgeänderten Ausführungsform nach Abb. 3 schweißt man durch Punktschweißung
o. dgl. hohle Metallkappen gemäß Abb. 5 vorher auf den Radkranz auf. Der Kranz und die
Kappen werden'zusammen, wie durch punktierte Linien angedeutet, mit Übermaß gegenüber dem
Kreis 11 hergestellt, der die schließliche Verbindung
zwischen den Kappen und den Speichenenden darstellt. Der Metallspeichenkörper besteht
aus Speichen, die gegenüber dem Kreis 11 radial eine Überlänge besitzen. Die Kontraktionsoperation
brennt die Teile der Speichenenden und auch einen Teil der Metallkappenwände·weg. Beim
Abschluß der Kontraktionsoperation wird der Strom ausgeschaltet, und der Kreis der Schweißverbindung
fällt mit dem Kreis 11 zusammen, too
wie aus Abb. 4 hervorgeht, die den fertigen Gegenstand darstellt.
Bei dieser Ausführungsform muß der Kranz doppelt kontrahiert werden, da im wesentlichen
sowohl die Wände der Kappen als auch die Enden der Speichen wegzubrennen sind. Das Wegbrennen
der Kappenwände kann bis zu einem Grade dadurch geregelt werden, daß man diese· Kappen
in schwereren Metallabmessungen herstellt als die Speichenkörper. , up
Bei der Ausführung der Erfindung wird die Verwendung einer normalen Kontraktionsmaschine
vorgeschlagen, um eine axiale Zentriervorrichtung für. den Speichenkörper des Rades
gegenüber den Klammern zu schaffen, die den Kranz zu tragen bestimmt ist. Eine derartige
Anordnung ist in Abb. 1 in punktierten Linien dargestellt; die Kontraktionsklammern sind mit
bezeichnet und die Zentrier- und Befestigung?» anordnung für den Speichenkörper mit 13. Die iao
Klammern bilden Elektroden, die den Kranz berühren; sie sind mit einer geeigneten Stromquelle
verbunden. Die Zentrierungsanordnung 13 bildet die Elektrode für den Speichenkörper, es können
aber weitere Befestigungen, und zwar von größeren Abmessungen, auf Wunsch vorgesehen werden.
Zur Vervollständigung der Maschine muß man aber die Teile, die den Radkörper tragen,
zentrieren und festklemmen, z. B. bei 13, von denen, die den Rand zentrieren, zusammenziehen
und festklemmen, z. B. bei 12, isolieren.
to Die Erfindung wird wahrscheinlich ihre Hauptanwendung an geschlossenen Kränzen finden, sie
kann aber auch an Felgen der offenen oder geschlitzten Art verwendet werden. Die Erfindung
ist an einem Speichenrad beschrieben worden, bei dem die Speichen mit der Nabe aus einem
Stück hergestellt sind. Es ist aber natürlich klar, daß sie auch auf Räder mit einzelnen Speichen
des hohlen oder Drahttyps angewendet werden, kann.
Ferner sind mannigfache Abänderungen in den Ausführungsformen möglich.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung einer Radkonstruktion, bei welchem die Speichenenden
mit dem Kranz verschweißt werden, dadurch gekennzeichnet, das die Speichenenden mit
dem Kranz stumpf verschweißt werden, wobei die erforderliche Annäherung der Teile für die
Stumpf schweißung durch eine an sich bekannte Zusammenziehung des Kranzes erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Speichenkörper, der
mit dem überdimensionierten Radkranz zusammengebaut wird, mit in radialer Richtung
überdimensionierten rohrförmigen Speichen hergestellt wird, die an ihren äußeren Enden
frei sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Speichenenden
an kappenförmige, auf dem Radkranz befestigte Glieder geschweißt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US581122XA | 1929-05-16 | 1929-05-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE581122C true DE581122C (de) | 1933-07-21 |
Family
ID=22014757
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930581122D Expired DE581122C (de) | 1929-05-16 | 1930-05-17 | Verfahren zur Herstellung einer Radkonstruktion, bei welchem die Speichenenden mit dem Kranz verschweisst werden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE581122C (de) |
-
1930
- 1930-05-17 DE DE1930581122D patent/DE581122C/de not_active Expired
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