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Straßenfahrbahn Man hat bereits vorgeschlagen, zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit
der Betondecken von Fahrstraßen sowie zur Verminderung der durch sie weitergeleiteten
Erschütterungen des Erdbodens nach dem Straßenquerprofil gewölbte Betonplatten zu
verwenden, die an ihrer Unterseite der Verstärkung dienende Stützränder und Zapfen
tragen, welche in einer gemeinsamen Ebene enden. Da die Platten auf dem Erdboden
-selbst gegossen werden, ruhen sie mit ihrer Unterseite und, derjenigen der Zapfen
fest auf ihm auf. Alle sie treffenden Stöße werden starke Erschütterungen des Erdbodens
hervorrufen, und die sich ergebenden Bodenwellen werden noch in sehr erheblichem
Maße auf die an den Straßenseiten liegenden Baulichkeiten einwirken.
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Andererseits sind frei tragende Konstruktionen von Fahrbahnen bekannt,
bei denen schmale, über die Straßenbreite sich erstreckende Fahrbahnplatten auf
Längsträger verlegt werden, die mit ihren gegen Querverschiebungen gesicherten Enden
frei auf tief geführten Pfosten ruhen. Auch bei dieser Anordnung übertragen sich
die durch den Verkehr hervorgerufenen Erschütterungen auf die Bauten neben der Straße.
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Zweck der vorliegenden Erfindung ist es nun, die Einwirkungen der
Bodenwellen auf ein möglichst geringes Maß zu beschränken.
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Erreicht wird dies erfindungsgemäß dadurch, daß jede Fahrbahnplatte
ein Ganzes mit den sie stützenden Längsträgern bildet, die in geringen Abständen
als Rippenträger von großer Steghöhe ausgebildet sind und mit ihren schneideartigen
Unterkanten in voller Länge auf dem gewachsenen Erdboden ruhen. Hierbei,sind die
Rippenträger mit durchgehenden Zugstangen für einen gelenkigen Zusammenschluß der
einzelnen Fahrbahnplatten ausgerüstet, der ihnen unter der Einwirkung eines rollenden
Fahrzeuges eine Bewegbarkeit in der Fahrtrichtungsebene sichert.
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Auf-- der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht,
und zwar zeigt Abb. i eine Seitenansicht eines Rippenträgers, Abb. 2 einen zugehörigen
Querschnitt an der höchsten Stelle und Abb. 3 die zugehörige Oberansicht.
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Abb.4 zeigt den Zusammenschluß zweier Rippenträger mit ihren Stirnenden.
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Abb.5 ist die Oberansicht eines Rippenträgers von abgeänderter Ausgestaltung,
und Abb.6 zeigt einen Querschnitt durch eine über die Straßenbreite sich erstreckende
Fahrbahnplatte in kleinerem Maßstabe.
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Jeder Rippenträger a0 ist an seiner Unterseite mit einem hohen Steg
g ausgerüstet, dessen Unterkante in beliebiger Weise verlaufen kann, z. B. in einer
Wellenlinie g1 (vgl. Abb. i und 4). Sie kann gegebenenfalls auch eine sägeartige
Verzahnung aufweisen. In jedem Fall verläuft aber der Steg nach seiner Unterkante
hin in Form einer Schneide
von keilartigem Querschnitt, die sich
unmittelbar auf den Boden stützt (s. Abb.2).
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Zur Verstärkung des Rippenträgers ist eine durchgehende Zugstange
c vorgesehen, die durch einen Schraubenbolzen d. ' gesichert wird, der senkrecht
in einer entsprechenden Ausnehmung des Rippenträgers sitzt. Wie Abb. i und 3 zeigen,
ist an dem einen Ende des Rippenträgers bei a eine Verstärkung mit entsprechenden
Ausnehmungen und Ausklinkungen vorgesehen, so daß sich Auflagerflächen a1 und a=
sowie eine Stirnfläche a3 ergeben, die von *inittleren Längsschlitzen f und f 1
durchschnitten sind, welche ihre Begrenzung- durch - die stehengebliebenen Teile
/2 ; 13 bzw: /4 , 15 finden.
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Das andere Ende des Rippenträger b2 ist nicht verstärkt, aber ebenfalls
,abgesetzt, so daB sich eine Auflagerfläche 6l_ nebst benachbarter Stoßfläche b'
ergibt, an welche sich am -Stegende b eine schräge Auflagerfläche b' anschließt.
-Zwecks Zusammenschlusses zweier Rippenträger braucht man also nur dieses Stirnende
in das geschlitzte Verstärkungsende eines zweiten Rippenträgers zu schieben, dessen
' Flächen a1 und a= den Flächen b1 und b4 als Auflager dienen. Hierdurch ergibt
sich ein starres Ganzes, das keine Seitenbewegung ausführen kann. Es ist dann nur
noch die Zugstange c des angeschlossenen Rippenträgers am Verbindungsbolzen b zu
sichern, der eine geringe, Bewegungsmöglichkeit der beiden Träger gegeneinander
in ihrer senkrechten Ebene zuläßt.
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Wie aus' Abb. 5 ersichtlich ist, kann auch die Verstärkung am Ende
a des Rippenträgers in Fortfall kommen; der in den, vorhandenen Schlitz eingeschobene
Steg des angeschlossenen Rippenträgers verhütet dann eine Seitenbewegung. -Wie aus
Abb.6 ersichtlich, werden mehrere Rippenträger über die Breite einer Fahrbahn vorgesehen
und nach ihrer Herstellung in dem gewachsenen Boden durch eine anschließend hergestellte,
über die ganze Stra-Benbreite sich erstreckende Fahrbahnplatte g? vereinigt. Die
Rippenträger nebst ihren Stegen sitzen senkrecht im Erdreich und verlaufen parallel
zueinander in der Fahrtrichtung, während die Unterkanten in voller Länge auf dem
gewachsenen Boden ruhen. Der Anschluß einer zweiten .Fahrbahnplatte erfolgt mit
Hilfe der Zugstangen c und Bolzen d der einzelnen Rippenträger.
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Durch diese Unterteilung der Laufdecke der Straße vermögen die einzelnen
Plattenabschnitte den in jedem Frühjahr wiederkehrenden Bewegungen der Erdmassen
nachzugeben, ohne dabei selbst Schaden zu leiden. Andererseits' können sie den durch
ein sich bewegendes Lastfahrzeug hervorgerufenen Erschütterungen in geringem Maße
nachgeben, führen also eine gewisse wellenartige Bewegung trotz des festen Untergrundes
aus, die einer Zerstörung der oberen Fahrbahn entgegenwirkt. Wie die Erfahrung gezeigt
hat, werden die auf die Fahrbahn treffenden Stöße fast nur noch in senkrechter Richtung
auf.das Erdreich übertragen, so daß die zu beiden Seiten der Straße liegenden Baulichkeiten
im wesentlichen vor schädlichen Erschütterungen bewahrt bleiben.