DE580419C - Kartenschlagmaschine - Google Patents

Kartenschlagmaschine

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DE580419C
DE580419C DEK121613D DEK0121613D DE580419C DE 580419 C DE580419 C DE 580419C DE K121613 D DEK121613 D DE K121613D DE K0121613 D DEK0121613 D DE K0121613D DE 580419 C DE580419 C DE 580419C
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jacquard
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DEK121613D
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English (en)
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Koch & Te Kock
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Koch & Te Kock
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C17/00Card-punching apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Kartenschlagmaschine zum Schlagen von Jacquardkarten für Jacquardmaschinen, welche mit Kartensparvorrichtungen ausgerüstet sind, die selbst wieder 'durch die Jacquardeinrichtung vermöge besonderer Schußzähllöcher der Karten gesteuert werden.
Bekanntlich wird in der Weberei von einem zu webenden Muster zunächst die Reihenfolge der Schüsse durch entsprechende Farbfelder auf einem Papierstreifen, der sogenannten Patrone, nebeneinander aufgezeichnet. Diese Patrone dient als Vorlage beim Schlagen der Karte. Hierzu verwendet man Kartenschlagmaschinen, in denen die Jacquardkarte schrittweise an einer Stanzvorrichtung vorbeigeführt wird, durch die sie nach jedem Schaltschritt an einer dem jeweiligen Patronenfarbfeld entsprechenden Stelle gelocht werden kann. Ist nun durch die Karte nicht nur die Farbauswahl der Schüsse zu treffen, sondern soll sie auch ihr eigenes Fortschalten in dem Sinn steuern, daß sie bei beliebiger Wiederholung derselben Farbe als Schuß ebensolange in Ruhe bleibt, so müssen außer den Lochungen, zum Auswählen der Farbe noch solche zum Berücksichtigen der Wiederholungsziffer geschlagen werden.
Nach der Erfindung wird auch die Patrone in die Maschine eingespannt und im gleichen Schritt wie die Jacquardkarte derart sichtbar bewegt, daß die bedienende Person beobachten kann, welches Farbfeld der Patrone gerade hinter einer festen Beobachtungsmarke steht. Folgen nun auf der Patrone diesem Farbfeld beispielsweise 29 weitere Felder derselben Farbe, so daß erst das dreißigste folgende einen Farbwechsel zeigt, so sieht die Erfindung vor, daß die Patrone sämtliche 30 Schritte mit einem einzigen Sprung durchläuft, während die Jacquardkarte nur einen Schaltschritt macht. Zu diesem Zweck wird die Fördertrommel der Patrone durch ein Spannwerk angetrieben, das bei jedem in an sich bekannter Weise erfolgenden Schalten des Jacquardkartenbandes, zunächst leer laufend, bis in die eine Endlage gespannt wird und dann, mit der Fördertrommel gekuppelt, bis in die andere Endlage abläuft, welche durch von Hand- einstellbare, den aufeinanderfolgenden Patronenfeldern einer Farbe entsprechende Anschläge bestimmt ist. In dieser Weise kann jede andere vorkommende Wiederholungsziffer innerhalb der höchsten, die vorgesehen ist, bei der Patronenschaltung berücksichtigt werden. In jeder geschalteten Stellung wird die Patronenführung gesperrt.
Die Erfindung sieht weiter vor, daß die Karte mit Stempelungen versehen werden kann. Dies ist beispielsweise von besonderem Vorteil in der Teppichweberei bei Verwendung von Chenilleeinschlag, da dort mit jedem Stück Chenillevorware ein ganz bestimmter Chenilleschuß des Teppichs in gewisser Auflageziffer erzeugt wird und jede Erleichte- gg rung der Übersicht hier von Bedeutung ist.
Schließlich sieht die Erfindung noch eine besondere Ausbildung der Beobachtungsmarke vor, die jederzeit ein genaues Anpassen an die Breite der Patronenfarbfelder sowie an
die ziemlich erheblichen Ungenauigkeiten unterliegende Höhenlage der Patrone beim Durchwandern erlaubt. Wenn eine Patrone nur die Hälfte eines symmetrischen Musters vertritt, muß sie nach ihrem ersten Durchlaufen nochmals in umgekehrter Richtung zurücklaufen. Auch die Beobachtungsmarke muß bei diesem Rücklauf anders stehen. Deshalb sieht die Erfindung für die beiden ίο Schaltrichtungen je eine besondere Beobachtungsmarke vor und kuppelt sie derart mit dem Hebel zum Umstellen der Schaltrichtung, daß bei jedem Umschalten die zugehörige Beobachtungsmarke vor die Patrone gestellt wird.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel erläutert.
Fig. ι ist ein senkrechter Querschnitt nach der Linie I-I in Fig. 2.
Fig. 2 ist eine Ansicht von oben.
Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 4.
Fig. 4 ist ein waagerechter Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig, 3, in dem nur die Teile des Kartentransports gezeichnet sind, alles übrige aber weggelassen wurde.
Fig. 5 und 6 zeigen in größerem Maßstab in zum Teil geschnittenen Ansichten von der Seite und von vorn die Teile zum Antrieb der Patronentransporttrommeln.
Fig. 7 zeigt in größerem Maßstab eine Einzelheit.
Fig. 8 ist ein senkrechter Schnitt und Fig. 9 eine Seitenansicht der zur Stempel-Vorrichtung gehörenden Teile.
Fig. 10 zeigt einen Teilbereich von Fig. 9 nach erfolgtem Einschalten der Stempelvorrichtung.
Fig. 11 und 12 sind Ansicht und Drauf sieht der Beobachtungseinrichtung.
Die Kartenschlagmaschine ist in zwei Gestellrahmen ι und 2 eingebaut, die durch der Übersichtlichkeit halber nicht mitgezeichnete Querbalken verbunden sind. Senkrecht übereinander und nahe dem Gestellrahmen 1 liegen die Jacquardkartenförderrollen 3 und,4, von deren einer, 3, die zu stanzende Jacquardkarte 5 (Fig· 1) an einem Stempel 9 vorbei sowie über die Führungswalzen 7 und 8 durch die Stanze 6 nach der Aufwickelrolle 4 läuft. Waagerecht nebeneinander und oberhalb der Gestellrahmen sind die Fördertrommeln 10 und 11 angeordnet, über die ein endloses spannbares Stahlband 12 läuft. Auf dieses Stahlband 12 wird der Patronenstreifen 13 so aufgelegt, daß er vom Kartenschläger gut abgelesen werden kann.
Auf der Antriebswelle 15 sitzt eine Treibkurvenscheibe 16 (Fig. 3 bis 6), die einen bei 17 im Gestell gelagerten zweiarmigen Rollenhebel 18 steuert, dessen freier Hebelarm gegen eine Nase 19 einer Gleithülse 20 wirkt, die auf einer Achse 21 verschiebbar ist und von einer Zugfeder 22 gegen den Hebelarm 18 gehalten wird. Bei dessen Hinundherbewegung wird die Feder 22 zuerst gespannt, um dann die Gleithülse 20 der Rückbewegung des Hebelarmes 18 folgen zu lassen. Von der Gleithülse 20 ragt seitlich ein Arm 23 nach oben, der eine Zahnstange 24 trägt. Diese greift in das an einem Querbalken 62 des Gestells auf der Welle 28 gelagerte Zahnrad 25, das über das auf der gleichen Welle 28 sitzende Zahnrad 26 das Zahnrad 27 antreibt. Letzteres sitzt auf einem um die Achse 28 der Räder 25 und 26 drehbaren Umsdialthebel 29 und treibt ein in demselben Arm sitzendes weiteres Zahnrad 30 an (Fig. 2). Durch Verstellen des Hebels 29 kann entweder das Zahnrad 27 oder, das Zahnrad 30 mit dem Zahnkranz 63 der Fördertrommel 11 in Eingriff gebracht werden, so daß diese sich entweder in der einen oder in der anderen Richtung dreht.
Damit die Trommeln, nachdem mittels des Hebels 29 einmal eine bestimmte Sdhaltrichtung eingestellt ist, immer in dieser Richtung weitergeschaltet wird und nicht an die hin und her gehende Bewegung der Zahnstange 24 gebunden bleibt, wirkt eine zweite go auf der Welle 15 sitzende Treibkurvenscheibe 31 auf einen Winkelhebel 32, der über eine mit ihm durch Kardangelenk verbundene Stange 33 an dem seitlichen Arm 34 (Fig. 6) der Gleithülse 20 angreift und diese mitsamt der Zahnstange 24 um die Achse 21 verschwenkt. Die beiden Treibkurvenscheiben 16 und 31 sind so zueinander abgestimmt, daß sich die Zahnstange 24 bei der die Feder 22 spannenden Hinbewegung des Rollenhebels 18 außer Eingriff mit dem Zahnrad 25 befindet, bei der Herbewegung dagegen unter dem Zug der Feder 22 dieses Zahnrad 25 und damit über das Rad 26 sowie über den Zahnkranz 63 die Trommel 11 antreibt. ·
Damit nun dieser Antrieb der Trommel jeweils als Sprung über die Länge einer verschiedenen Anzahl von Schaltschritten ausgedehnt werden kann, von denen jeder einzelne Schaltschritt einem Farbpunkt der Patrone entspricht, kann die Herbewegung der Zahnstange 24 durch eine Reihe von Anschlägen begrenzt werden, die einzeln durch je eine bestimmte Taste 14 in Anschlagstellung gebracht werden können, sonst aber in zurückgezogener Lage verbleiben. Zu diesem Zweck ist um den Zapfen 35 an einem Querbalken des Gestelles ein Winkelhebel 36,37 drehbar gelagert, dessen einer Schenkel 36 mit der Gleithülse 20 gekuppelt ist, während der andere Schenkel 37 mit seinem freien Ende im Bereich der mittels der Tasten 14 verstellbaren
Anschläge 38 hin und her schwingt, von denen nur einzelne gezeichnet sind (Fig. 2 und 4). Für j ede Wiederholungsziffer ist ein besonderer Anschlag vorhanden. Jeder Anschlag 38 steht mit einer ihm zugeordneten Taste 14 in Verbindung, auf der die Wiederholungsziffer vermerkt ist, welche der betreffende Anschlag vertritt. Wird z. B. die Taste 14 mit der Aufschrift »12« gedrückt, so rückt die Trommel um zwölf Schaltschritte weiter. Die zwölf Punkte gleicher Farbe auf dem Strang wandern selbsttätig ohne Aufenthalt an dem Beobachtungsfenster vorbei, so daß sofort die nächste Farbe mit ihrer Wiederholungsziffer geschlagen werden kann.
Eine besondere Taste 64 (Fig. 1) bedient einen besonderen Anschlag 65, der so liegt, daß die Zahnstange 24 und damit die Fördertrommeln 10 und 11 überhaupt keine Bewegung machen können. Diese Taste 64 wird von einem Handhebel 47 (Fig. 7) aus, der auch die Kupplung 48 beeinflußt, über eine Stange 46, ferner über--den Winkelhebel 45 sowie über Stangen 44 und 43 bewegt. Soll ein Stück der Karte durchlaufen, ohne gelocht zu werden, so wird dieser Hebel 47, der die Kupplung 48 einrückt, die Patronenförderung aber verhindert, geschaltet.
Die Treibkurvenscheibe 31 bewegt ferner 1
über eine Stange 49 (Fig. 3) sowie über einen Winkelhebel 50 einen federbeeinflußten Sperriegel 51, der das Zahnrad 25 nach jedem Schaltschritt sperrt und damit die Lage der Patrone 13 jedesmal festlegt.
Während der in bekannter Weise als Einumlaufkupplung ausgebildete Hauptantrieb 39 mittels hier nicht mitgezeichneter Übertragungsteile die Jacquardkartenrollen 3 und 4 um einen Schritt schaltet, werden demnach die Patronentrommeln 10 und 11 um eine solche Strecke geschaltet, als die gerade hintereinanderfolgenden Farbpunkte gleicher Farbe auf der Patrone 12 einnehmen.
Außer den Wiederholungsziffertasten 14 sind noch Farbtasten 40 vorhanden, welche — wie in Fig. 1 nur schematisch angedeutet — unmittelbar denjenigen Lochstempel der Stanze 6 einstellen, der in die Jacquardkarte 5 das betreffende Farbloch stanzt. Diese Farbtasten 40, von denen nur einige gezeichnet sind, werden jedesmal zuerst bedient, und hierauf wird eine der Wiederholungsziffertasten 14 gedrückt, von denen jede ebenfalls den zugehörigen Lochstempel der Stanze 6 einstellt, der das entsprechende Zählloch stanzt. Diese Tasten 14 rücken außerdem, was nicht mitgezeichnet ist, beispielsweise durch elektrische Kontakte die Einumlaufkupplung des Hauptantriebes 39 ein, so daß die Hauptantriebswelle eine Umdrehung macht und dabei die Jacquardkartenrollen 3 und 4 sowie die Patronentrommeln 10 und il in der vorbeschriebenen Weise weiterschaltet. Die Stempelvorrichtung (Fig. 8 bis 10) wird durch den Umschalthebel 29 (Fig. 2 und 9) eingerückt, indem dieser gemäß Fig. 9 den aufrechten Arm eines dreiarmigen, im Gestell um den Zapfen 53 drehbar gelagerten Hebels 52 übergreift und bei seiner Verstellung mitverstellt. An dem Zapfen 53 hängt ein Arm 54, der in einem-an seinem unteren Ende vorspringenden Ansatz 55 eine Führung für einen Bolzen 56 besitzt, dessen Kopf seitlich durchbohrt ist. In dieser Bohrung steckt ein Zapfen 57, der mit seinem darüber hinausragenden Ende in einer Nut des Armes 54 geführt ist und von den beiden an den freien Hebelenden des dreiarmigen Hebels 52 angelenkten Druckstangen 58 je von einem Langloch umschlossen wird. In der in Fig. 9 gezeichneten Stellung steht der Umschalthebel 29 in ausgerückter Lage. Die Fördertrommeln erhalten keinen Antrieb, der dreiarmige Hebel 52 läßt die Druckstangen 58 beide mit der oberen Begrenzung ihrer Langlöcher gleichmäßig auf dem Zapfen 57 anliegen. In Fig. 10 ist der Umschalthebel 29 nach rechts verstellt. Der Hebel 52 hat durch die rechte Druckstange 58 den Zapfen 57 niedergedrückt, die linke Druckstange 58 dagegen liegt mit ihrem unteren Langlochende an ihm an.
Unterhalb des Armes 54 läuft 'die Welle 59 mit einem Bund 60 unter dem Antrieb eines nicht mitgezeichneten Malteserkreuzes schrittweise und mit Stillstandspausen zwischen den Schritten um, der in gleichen Abständen mit beispielsweise neun Bohrungen 61 (Fig. 9) versehen ist. Auf dem Bund und innerhalb eines festen Gehäuses 65 lagert drehbar ein Ring 66 mit einer ihn durchdringenden Bohrung 67. Das Gehäuse 65 selbst besitzt gegenüber dem Arm 54 eine Bohrung 79. Diese Bohrung ist nach links (Fig. 9 und 10) als Schlitz 70 fortgesetzt. Mit dem Ring 1Os 66 seitlich fest verbunden ist ein Ring 68 mit der radialen Aussparung 69. Am Gehäuse 65 lagert drehbar der zweiarmige Hebel 71, der mit seinem Zapfen 74 in die Aussparung 69 einfallen kann, wenn diese ihm gegenüber- n0 steht und wenn das andere Hebelende 73 von dem Absatz des Nockens 72 für die entsprechende Bewegung freigegeben wird. An diesem Ende des Hebels greift die Stange 75 an, die über den Winkelhebel 76 und die Stempel- n5 stange J1] unter der Einwirkung einer Feder 95 die Stempelbewegung vollführt, wenn der Hebel 71, wie eben beschrieben, für diese Bewegung frei ist (Fig. 9). Durch den gegen seinen Zapfen 73 wirkenden Nocken 72 wird der Hebel 71 wieder aus der Aussparung 69 herausgehoben.
Das Kuppeln des Ringes 66 mit dem Bund 60 erfolgt durch einen Stift 78, der von dem Bolzen 56, welcher durch die Bohrung 79 des Gehäuses hindurch bis in die Bohrung 6y des Ringes 66 eindringt, selbst bis in die Bohrungen 61 des Bundes gedrückt wird und dann die Lage in Fig. 10 zwischen diesen beiden Teilen einnimmt. In Fig. 10 ist dieser Kuppelvorgang bereits vollendet; der Ring 66 ist vom Bund 60 bereits um acht Neuntel Umdrehung=: 320 ° mitgenommen. Hierbei hat der Stift 78 den Bolzen 56, der mit der Endkuppe in dessen entsprechend ausgehöhlten Kopf ein wenig eindringt, so weit seitlich in den Schlitz 70 hinein abgedrückt, daß der Arm 54 in der in Fig. 10 gezeichneten Lage hängenbleibt, bis durch ein Verstellen des Umschalthebels 29 die .Druckstangen 58 wieder in die in Fig. 9 gezeichnete Ausgangsstellung (Mittellage) gebracht werden, der Bolzen 56 durch die Feder 97 wieder zurückgezogen und dann der Arm 54 durch eine Feder 80 wieder bis an den Anschlag 81 gezogen wird.
Obwohl also der Umschalthebel 29 in der geschalteten Lage verbleibt und damit auch der Bolzen 56 in seiner tiefsten Stellung im Arm 54, wird doch der Ring 66 mit dem Bund 60 nur während einer ganzen Umdrehung der Welle 59 gekuppelt, da eine bisher noch nicht erwähnte Feder 96 den Stift
78 nach der Umdrehung wieder aus dem Bund 60 heraus und zum Teil in die Bohrung
79 des Gehäuses zurücktreten läßt, woran er während der Umdrehung durch das Gehäuse 65 verhindert war.
Der Nocken 72 dreht sich im Takt der Maschine. Die Welle 59 macht während einer jeden Umdrehung des Nockens 72 nur 1Z9 Umdrehung. Der Schlitz 69 liegt um 2/9 Umdrehung versetzt zur Bohrung 67. Da letztere im Moment des Kuppeins durch den Bolzen 56 diesem gegenüber, also senkrecht nach oben, stehen muß, liegt der Schlitz 69 um 80 ° nach links, also nicht so, daß der Zapfen 74 des Hebels 71 in ihn einfallen kann. Erst nach acht Umdrehungen des Nockens 72 ist er in die Lage der Fig. 10 gelangt, in der das Abstempeln der Jacquardkarte 5 erfolgen kann. Mit dem neunten Schritt ist wieder die Ausgangslage erreicht. In Fig. 10 steht der Nocken 72 kurz vor Vollendung einer Umdrehung und verhindert den Hebel 71 noch für kurze Zeit, das Abstempeln zuzulassen. Der Schlitz 69 befindet sich aber solange noch in Ruhe.
Auf diese Weise kann bei jeder Umkehr der .Patronenförderung eine fortlaufende Ziffer gestempelt werden. Soll beispielsweise bei symmetrischen Mustern nach Umkehr zwecks Wiederholung derselben Figur in umgekehrter Richtung kein Abstempeln erfolgen, weil dann eine Karte zwei Stempelungen erhalten würde, so läßt sich die Stempelvorrichtung abschalten. Es ist beispielsweise zu diesem Zweck das über den dreiarmigen Hebel 52 greifende Ende des Umschalthebels 29 um das Scharnier 82 (Fig. 12) nach oben schwenkbar gemacht, so daß in dieser Lage der Hebel 29 verstellt werden kann, ohne daß er auf den dreiarmigen Hebel 52 einzuwirken vermag.
In der Nähe des Umschalthebels 29 ist in einem Querbalken des Gestelles ein senkrechter Rundstab 83 befestigt, auf dem ein Schwenkarm 84 drehbar gelagert ist. An diesem Arm greift ein Seitenarm 85 des Hebels 29 an, so daß er bei jedem Verstellen dieses Armes 84 um einen gewissen Winkel verscHwenkt wird. Von dem Schwenkarm 84 aus ragt eine Stange 87 nach oben und greift an dem Fenstergestell 88 an, das sie mit verschwenkt. Dieses Fenstergestell sitzt drehbar auf der Eindrehung einer Hülse 86, die mit einem Kopf 90 lose an einer Mutter 91 hängt, welche sich mit Feingewinde auf dem Rundstab 83 führt. Ein Arm 92 erleichtert ganz feine Höheneinstellungen des Fenstergestelles 88, das aus zwei winklig zueinander liegenden Fenstern besteht, über die seitlich verschiebbare, durch Schrauben 94 feststellbare Markenskalen 93 geschoben sind.
Wandert beispielsweise die Patrone 13 in der Richtung des Pfeiles nach den Fig. il und 12 vorbei, so dient die linke Skala als Beobachtungsmarke. Die Felder der Patrone sind ihrer verschiedenen Farbe nach in Fig. 11 durch senkrechte und waagerechte Striche sowie durch aufrechte und liegende Kreuze bezeichnet. Die Bedienungsperson beobachtet durch das linke Fenster das Farbfeld mit liegendem Kreuz zwischen den Skalenzififern 2 und sieht, daß sich dieselbe Farbe bis zur Skalenziffer 8 wiederholt. Sie drückt die Farbtaste 40 mit der entsprechenden Farbe und darauf die Taste 14 mit der Wiederholungsziffer 8. Hierdurch erfolgen die beiden Lochungen der Karte, die dann um einen Schritt weitergeächaltet wird, während die Patrone 13 einen Sprung von vier Schritten macht, so daß nun das folgende erste Farbfeld mit stehendem Kreuz zwischen den Skalenziffern 2 steht. In dieser Weise wird die Arbeit fortgesetzt.
Beim Umschalten des Hebels 29 wird das rechte Fenster im Sinne des gestrichelten Pfeiles (Fig. 12) vor die Patrone 13 geschwenkt, deren Skala die Ziffern in umgekehrter Richtung trägt.

Claims (10)

  1. Patentansprüche:
    i. Kartenschlagmaschine zum Schlagen von Jacquardkarten für mit Kartensparvorrichtungen ausgerüstete Jacquardmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß
    die Fördertrommel (ι ι) der Patrone (13) durch ein Spannwerk angetrieben wird, das bei jedem schrittweise erfolgenden Schalten des Jacquardkartenbandes (5), zunächst leer laufend, bis in die eine Endlage gespannt wird und dann, mit der Fördertrommel (11) gekuppelt, bis in die andere Endlage abläuft, welche durch von Hand einstellbare, den aufeinanderfolgenden Patronenfeldern einer Farbe entsprechende Anschläge (38) bestimmt ist.
  2. 2. Kartenschlagmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Tastengruppen vorgesehen, sind, von denen die eine (40) die Löcher zum Auswählen der Farbe schlägt, während die andere (14) sowohl die Löcher zum Bestimmen der Wiederholungsanza'hl von Schüssen gleicher Farbe in das Jacquard-
    ao kartenband (5) schlägt als auch die Anschläge zum Begrenzen des Patronenweges (Fördertrommel 11) einstellt und die Einumlaufkupplung zum Weiterschalten des Jacquardkartenbandes (5) sowie der Patrone (13) auslöst.
  3. 3. Kartenschlagmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Pendelbewegung eines Hebels (18) auf eine als Schlitten (20) ausgebildete und gleichzeitig um die Schlittenführung (21) schwenkbare, von einer Spannfeder (22) beeinflußte Zahnstange (24) übertragen wird, die während des die Feder (22) spannenden Hubes so ausgeschwenkt wird, daß sie außer Eingriff mit dem die Patronenfördertrommel (n, 63) antreibenden Zahnradgetriebe (25, 26, 27) steht, jedoch in Eingriff mit diesem, wenn sie durch die gespannte Feder (22) bis zu dem jeweils gezogenen Anschlag (38) zurückgezogen wird.
  4. 4. Kartenschlagmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß während der Spannung des Spannwerkes ein Riegel (51) die vom Spannwerk entkuppelten Antriebsteile (Zahnrad 25) und damit die Lage der Patrone (13) feststellt.
  5. 5. Kartenschlagmaschine nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet,
    daß mittels einer Taste (64) ein das Spannwerk sperrender Anschlag (65) gezogen und auch gleichzeitig die Einumläufkupplung für die Jacquardkartenbandschaltung eingerückt wird.
  6. 6. Kartenschlagmaschine nach Anspruch i, gekennzeichnet durch zwei an einem Umschalthebel (29) gelagerte, miteinander in Eingriff stehende Zahnräder (2.J und 30), die vom Spannwerk angetrieben und durch Verschwenken des Umschalthebels (29) wahlweise mit der Patronenfördertrommel (11, 63) in Eingriff gebracht werden können, um diese in der einen oder der entgegengesetzten Richtung anzutreiben.
  7. 7. Kartenschlagmaschine nach den Ansprüchen ι und 6, gekennzeichnet durch eine zum Abstempeln des Jacquardkartenbandes (5) dienende Stempelvorrichtung (9), die beim Verstellen des Umschalthebels (29) mit gesteuert wird.
  8. 8. Kartenschlagmaschine nach den Ansprüchen i, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschalthebel (29) in zwei Schaltstellungen gebracht werden kann (Scharnier 82), in deren einer er außer Eingriff mit der Stempelvorrichtung steht und nur das Umschalten des Patronenlaufes bewirkt.
  9. 9. Kartenschlagmaschine nach An-Spruch i, gekennzeichnet durch ein der Höhe nach verstellbares, doppeltes Fenstergestell (88) für die auf jedem Fenster seitlich einstellbaren Beobachtungsmarken (93), die für entgegengesetzte Patronenbewegungen eingerichtet sind.
  10. 10. Kartenschlagmaschine nach den Ansprüchen ι und 9, dadurch gekennzeichnet, daß das schwenkbar gelagerte Fenstergestell (88) mit dem Umschalthebel (29) derart gekuppelt ist, daß in der einen Endlage des Umschalthebels (29) die für die entsprechende Patronenbewegung geeignete Beobachtungsmarke, in der anderen die andere für die entgegengesetzte Patronenbewegung geeignete Beobachtungsmarke vor die Patrone (13) geschwenkt wird.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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