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Vorrichtung zur Vorführung kleiner Schaufensterauslagen-Es ist bekannt,
zur Vorführung von Gegenständen geringer Abmessungen Hohlspiegel zu verwenden. Mit
diesen ist es möglich, die Gegenstände vergrößert einem größeren Kreise von Zuschauern
sichtbar zu machen. Der vorzuführende Gegenstand wird in der Nähe des Brennpunktes
eines Hohlspiegels angeordnet und beleuchtet. Die von dem Gegenstand ausgehenden
Lichtstrahlen werden von dem Hohlspiegel nach dem Zuschauer hin reflektiert, und
es erscheint in gewisser Entfernung von dem Spiegel ein mehr oder weniger vergrößertes
Bild des vorzuführenden Gegenstandes. Die bisher bekannte Anordnung hat einige Nachteile.
Erstens macht es in vielen Fällen - insbesondere bei wertvollen Objekten - Schwierigkeiten,
die vorzuführenden Gegenstände auf dem Objekthalter zu befestigen oder in die gewünschte
Lage zu bringen. Andererseits stört das in dem Raumbild stehende Objekt den Eindruck
der Darstellung. Ferner ist von Nachteil, daß die Projektion seitenverkehrt ist
und dadurch der Hohlspiegel für Gegenstände mit Aufschriften usw. unbrauchbar ist.
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Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, bei denen mittels zweier Planspiegel
und eines Hohlspiegels ein Bild eines vorzuführenden Gegenstandes erzeugt wurde.
Der Hohlspiegel liegt bei dieser bekannten Anordnung in unmittelbarer 1i ähe des
einen Planspiegels angeordnet, so daß das Bild des Gegenstandes erheblich verkleinert
erscheint, während es Aufgabe der Erfindung ist, das Luftbild eines kleinen Gegenstandes
vergrößert vorzuführen. Hierzu wird der Gegenstand, der vorgeführt werden soll,
auf einer horizontalen Fläche in einer Entfernung vom Hohlspiegel angeordnet, die
annähernd gleich der Brennpunktentfernung, höchstens aber gleich dem Hohlspiegelkrümmungsradius
ist. Zwischen dem Gegenstand und dem Hohlspiegel ist nur eine von dem Beschauer
abgewendete Spiegelfläche vorgesehen, durch die die Lichtstrahlen auf den Hohlspiegel
abgelenkt werden.
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Die Anordnung nach der Erfindung hat zunächst den Vorteil, daß die
Gegenstände auf einer gewöhnlichen Tischfläche oder Platte liegen oder stehen können,
ohne daß irgendwelche besonderen Befestigungsmaßnahmen getroffen zu werden brauchen.
Diese Platte kann noch drehbar eingerichtet sein, so daß mit der gleichen Vorrichtung
nacheinander oder in dauerndem Wechsel eine mehr oder weniger große Anzahl von Gegenständen
vorgeführt werden kann. Durch die Umlenkung der Lichtstrahlen mit Hilfe des zwischen
Gegenstand und Hohlspiegel eingeschalteten Planspiegels wird fernerhin der Vorteil
erzielt, daß die Gegenstände dem Beschauer in der richtigen Lage und nicht auf den
Kopf
gestellt erscheinen und daß Schrift lesbar wiedergegeben wird.
Wird der Planspiegel und Objekttisch unterhalb des Randes der Schaufläche und der
Mitte des Hohlspiegels angebracht, dann wird das Raumbild durch diese Apparateteile
für den Beschauer nicht verdeckt.
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Diese Spiegeleinrichtung eignet sich besonders zur Vorführung von
Schmuckgegenständen in Schaufenstern von Juwelierläden oder zu ähnlichen Reklamezwecken,
bei denen es sich darum handelt, eine große Anzahl von Gegenständen geringer Abmessungen
dem Beschauer möglichst deutlich und bequem vorzuführen. Schließt man noch alle
zu dem Vorführungsapparat gehörigen Teile, d. h. Hohlspiegel, Planspiegel, Auflageplatte
und Beleuchtungsapparat, in einen lichtundurchlässigen Räum ein, so kann das Ganze
frei stehend, beispielsweise in Ausstellungsräumen, in Messehallen oder zu ähnlichen
Zwecken verwendet werden.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
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Auf einer drehbaren Platte r sind die vorzuführenden Gegenstände,
wie Uhren, Schmuckgegenstände o. dgl. angeordnet und werden in geeigneter Weise
durch eine oberhalb der Platte befestigte Beleuchtungseinrichtung erleuchtet. Die
von den Gegenständen, beispielsweise von einer Uhr 2, ausgehenden Lichtstrahlen
werden mit Hilfe eines Planspiegels 3 umgelenkt und auf einen Hohlspiegel 4 geworfen.
Von diesem Spiegel werden die Strahlen wiederum reflektiert und lassen in der Öffnung
5 einer dem Beschauer die Apparatur verdeckenden Wand 6 ein vergrößertes Bild des
Gegenstandes erscheinen. Dreht man die Platte i, so erscheinen nacheinander die
verschiedenen auf dem Umfang der Platte liegenden Gegenstände in der öffnung 5 als
vergrößerte Bilder. Der Spiegel g wird zweckmäßig in der aus der Zeichnung ersichtlichen
Weise an der Wand 6 befestigt und ist mit Hilfe von Stellschrauben 7 und 8 in seiner
Lage einstellbar. Auch der Spiegel 4 wird zweckmäßig drehbar aufgehängt.
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Soll der Apparat in einem größeren Raum aufgestellt werden, 'so schließt
man die Platte i und die beiden Spiegel 3 und 4 hinter der Wand 6 in einen dunklen
Raum ein. Man kann zu dem Zweck beispielsweise von dem Rand des Spiegels 4 eine
das Licht nicht reflektierende Stoffbespannung nach der Wand 6 ziehen. In der dunklen
Öffnung 5 der Wandung ist dann nur das Bild der auf der Platte i liegenden Gegenstände
sichtbar.