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Vorrichtung zur Einsatzhärtung Die Erfindung bezieht sich auf eine
Vorrichtung zur Wärmebehandlung von metallischen Werkstücken, insbesondere für die
Ein= Satzhärtung kleinerer Bau- und Maschinenteile, wie z. B. Schrauben, Nägel,
Muttern, Werkzeuge u. dgl.
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Bekanntlich bedient *man sich beim Härten derartiger Werkstücke geschmolzener
Salzbäder, vorzugsweise geschmolzener Cyanidbäder. Dabei verfährt man gewöhnlich
so, <laß das Salz, Cyanid u. dgl., in einem z. B. durch Gas beheizten Behälter
eingeschmolzen wird. Dann wird das Härtegut in das geschmolzene Salz eingebracht
und verbleibt dort, bis die vorbestimmte Temperatur erreicht ist. Darauf wird es
herausgenommen, zum Abtropfen gebracht und mit Wasser, C)1 oder anderen Flüssigkeiten
abgeschreckt.
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Bisher geschah diese Arbeit meist von Hand in der Weise, daß das Härtegut
in einen Tauchbehälter gebracht und mit diesem in das Härtebad eingesetzt wurde.
Die Beförderung des Härtegutes aus dein Härtebad in das Abschreckbad _ geschah entweder
durch Herausheben des Tauchbehälters, Auskippen des Härtegutes und Überführung desselben
in einen anderen Behälter zum Abschreckbad. Diese Arbeit ist nicht nur sehr mühsam,
sondern auch wegen der sich entwickelnden Cvaniddämpfe gefährlich, da diese auch
durch kräftig wirkende Abzugsvorrichtungen nicht völlig von den Bedienungsleuten
ferngehalten werden können.
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Es sind deshalb auch schon - insbesondere für die Massenherstellung
Vorrichtungen vorgeschlagen worden, bei denen das Härten und das Abschrecken sowie
der Transport zu den verschiedenen Behältern mechanisch erfolgt. Diese bekannten
Vorrichtungen eigneten sich aber entweder nur für Härtegut von gleichmäßigen und
bestimmten Abmessungen oder sie waren schwierig zu handhaben. Außerdem aber berücksichtigten
sie nicht einen Gesichtspunkt, der für die Güte der gehärteten Werkstücke von ausschlaggebender
Bedeutung ist. Bei der Beförderung vom Härtebad in das Abschreckbad erfährt nämlich
das Härtegut leicht eine Abkühlung, die es unmöglich macht, die gewünschten Härtebedingungen
der Abschreckung aus bestimmten Temperaturbereichen einzuhalten. Die Erfindung ist
bestimmt, diesen Nachteil zu vermeiden, und zwar dadurch, daß das Härtebad und das
Abschreckbad so in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind, daß das Härtegut,
welches aus dem Härtebad durch Schwenken eines den Tauchbehälter o. dgl. tragenden
Schwenkhebels in das Abschreckbad gekippt wird, beim Herausheben aus dem Härtebad,
beim Abtropfenlassen und beim
Weiterbefördern in das Abschreckbad
von der Außenluft abgeschlossen ist.
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Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, die Temperatur, der das Härtegut
auch beim Befördern vom Härtehad in das Abschreckbad ausgesetzt ist, genau zu regeln.
Gleichzeitig werden die Bedienungsleute durch die Unterbringung der ganzen Vorrichtung
in einem geschlossenen Gehäuse vor den Belästigungen oder sogar gesundheitlichen
Schädigungen durch die Cvaniddämpfe geschützt.
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Durch die besonderen mechanischen Vorrichtungen, die die Beförderung
des Härtegutes von dem Härtebad in das Abschreckbad und aus aus diesem wieder heraus
bewirken, vereinigt der Gegenstand der Erfindung in sich die Vorzüge einer vollmechanischen
Vorrichtung, d. h. großer Leistung bei geringeren Kosten in der Herstellung und
im Betriebe. Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus nachfolgender Beschreibung
hervor, die an Hand der beiliegenden Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
schildert.
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In der Zeichnung bedeutet Fig. i eine Vorderansicht, Fig. 2 eine Draufsicht
ohne Kappe, Fig. 3 eine Endansicht, Fig. 4. einen senkrechten Schnitt nach 4-4 der
Fig. i. in der Richtung des Pfeile: gesehen, Fig. 5 einen waagerechten Teilschnitt
nach ,-5 der Fig. i, Fig. 6 einen waagerechten Schnitt nach 6-6 der Fig. 3, Fig.
7 einen teilweisen senkrechten Schnitt durch den Tiegel- oder Kistenträger nach
7-7 der Fig. 2, Fig. 8 eine teilweise Ansicht des hinteren Endes des Tiegel- oder
Kistenträgers, Fig.9 einen Schnitt durch eine Ausführungsform des Antriebes für
den Tiegel- oder Kistenträger, Fig. io eine Ansicht einer weiteren Befestigung des
Thermoelementes, Fig. i i eine Ansicht einer weiteren Ausführungsforin der in Fig.
3 dargestellten Anordnung, Fig. 12 eine Teilansicht der in Fig. i i dargestellten
Teile, Fig.13 einen Schnitt nach 13-13 der Fig. 12, Fig. 14, 15, 16, 17, 18, i9,
2o und 21 abwechselnd Vorder- und Seitenansichten weiterer Ausführungsformen.
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Das Ofengehäuse, das für jede Brennstoffart geeignet ist, ist mit
i bezeichnet.
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Im vorliegenden ist ein Gasbrenner 8 mit Zuleitung 9 verwendet. Der
Ofen besteht aus einem Gehäuse, das auf Stützen 2 steht und von einer Platte 3 bedeckt
ist, die einen Außenrand 5 hat. An der Platte ist ein Tisch 4 befestigt. Zur Befestigung
der Platte an dem Gehäuse i dienen Bolzen 6. Der Tisch ¢ hat außen einen aufrechten
Rand 7 von vorzugsweise rechteckiger Form. Die Platte 3 hat eine zentrale Öffnung;
der Tisch. ist mit einem ringförmigen, abwärts gerichteten Rand io versehen,. der
in die zentrale Üffnung eingreift. Ein Tiegel oder Behälter i i, der das Salz aufnimmt,
hängt mit seinem Rand 12 in der Tischöffnung. Das Thermoelement 13 ist innerhalb
des Topfes i i angeordnet.
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Die in Fig. i dargestellte Seite des Ofens soll als Vorderseite gelten.
Auf der rechten Seite reicht der Tisch 4 über den Ofen hinaus und ist mit Lappenteilen
15 versehen (Fig. 7, 8), welche die Lager einer Welle 16 bilden. Die Welle 16 trägt
an ihrem herausragenden Ende ein auf einem Arm verstellbares Gegengewicht 17. Das
Vorderende trägt ein Zahnrad 18, das mit einem Zahnrad i9 auf der Welle 2o in Eingriff
steht. Welle 20 ist in einem Bügel 21 gelagert, der vorzugsweise aus einem Stück
mit dem Tisch 4. besteht. Ein Gehäuse 22 umschließt das Getriebe 18, i9. Zur Drehung
der Welle 2o ist ein Handrad 23 vorgesehen.
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An der Welle 16 ist eine Platte 24 befestigt, die den Topf i i während
des Erhitzens bedeckt. An Stelle einer Platte kann auch ein Rahmen oder ein Gerüst
verwendet sein. Die Platte 24 ist mit Ohren 25 (Fig. 8) versehen, die um die Welle
16 greifen und damit durch Stifte 26 verbunden sind. Wird die Welle 2o gedreht,
dann wird die Platte 24 herumgeschwungen. Die Platte ist mit seitlichen Rändern
27 versehen. Die Platte 24 trägt die Tiegel oder Kisten, die in das Salzbad gesenkt
werden sollen.
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Die in Fig. i2 beispielsweise dargestellte Glühkiste hat die Form
eines einzelnen Korbes, der benutzt wird, wenn die zu behandelnden Teile dem Eintritt
des Salzes in die Kiste keine Schwierigkeiten bieten. Wenn es sich indessen um kleine
Werkstücke handelt, wie z. B. kleine Schrauben, wobei ungleiche Temperaturverhältnisse
beim Eindringen des Salzbades hervorgerufen werden können, werden mehrere netzartige
Behälter 29 verwendet. Die Platte 24 ist mit einer entsprechenden Anzahl Öffnungen
28 für die Behälter 29 versehen.
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Jeder Behälter 29 hat einen Rand, mit dem er auf der Platte 24 aufliegt
und ist durch Bolzen 31 und Bolzenplatten 3o befestigt.
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Ein Abschreckbehälter 3,2 ist auf der anderen Seite des Ofens
und tiefer als Platte 24 angeordnet. Der Abschreckbehälter soll so weit von dem
Ofen entfernt sein, daß die Kühlflüssigkeit nicht in den Behälter i i hinüberspritzen
kann.
Gewöhnlich. wird als Abschreckflüssigkeit Wasser verwendet, es kann aber auch O1
oder eine andere Flüssigkeit verwendet werden. In dem Behälter 32 befindet sich
ein durchlöcherter, bogenförmiger Träger 33 (Fig. i), der zweckmäßigerweise aus
durchlöchertem Metallblech besteht und mit mehreren Blechstreifen 34 versehen ist,
die an einer Welle 35 z. B. mit Zapfen 36 befestigt sind. Ein einstellbares Gegengewicht
37 ist für die Welle 35 vorgesehen, sowie eine Kurbel 38. Die Welle 35 ist an der
dem Ofen abgewendeten Trägerseite angeordnet; das freie Trägerende ruht auf Konsolen
39 auf, die sich von den Wänden des Behälters 32 einwärts erstrecken. Zur Unterstützung
des Trägers auf den Konsolen 39 sind Lappen 39' vorgesehen. An den Seiten des Trägers
sind Bänder 4o vorgesehen, die eine Querstange 41 tragen, die als Anschlag für die
Bewegung des Kurbelarmes 24 dient.
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Auf der rechten Seite des Behälters 32 ist ein Gerüst 42 vorgesehen,
das einen Trichter 43 trägt. Auf demselben ist eine Querleiste .14 befestigt, die
als Anschlag für die Trägerbewegung dient. Ein vorzugsweise aus durchlöchertem Metallblech
bestehender Behälter 45 ist unterhalb des Trichters 43 aufgestellt und wird von
Hand ausgetauscht. Die Beförderung der Werkstücke aus dem Trichter 43 nach anderen
Verarbeitungsstellen kann mittels eines endlosen Transportbandes erfolgen.
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Oberhalb des Ofens ist eine Haube 46 angeordnet, die in einen Abzugskanal
47 übergeht. Die Haube schließt dicht mit dem l', lansch 7 ab. Der Flansch 7 läßt
einen Raum für den Durchgang der Platte 24 frei, entsprechend ist auch die Ofenhaube
ausgestaltet. Oberhalb des Behälters 32 ist gleichfalls eine (licht schließende
Haube 48 angeordnet, die zu einem Abzugskanal 49 führt. An der Haube 48 ist eine
Schließplatte 5o zwischen Behälter und Ofen vorgesehen; auch die Haube 48 ist mit
einem Durchgang für die Platte 24 ausgerüstet.(Fig. i). Ein Deckel 51 dichtet diese
Durchgänge und den Zwischenraum der beiden Hauben ab. Die andere Seite der Haube
48 ist durch eine Wand abgeschlossen; in derselben befindet sich eine nach oben
ausschwingbare Tür 52, welche den Durchtritt des Trägers 33 gestattet (Fig. i).
Gewöhnlich wird der Träger 33 nicht über die gestrichelt gezeichnete Lage der Fig..
i geschwungen, da die Werkstücke bei dieser Stellung über die Unterkante in der
Nähe des Schwingzapfens in den Trichter 43 ausgetragen werden.
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Eine Zuführung der Werkstücke zu den Körben 29 ist auch möglich, wenn
sich dieselben in dem Behälter i i befinden, und zwar mittels einer selbstabdichtenden
Beschikkungsvorrichtung. Man kann die Arbeit ganz mechanisieren, indem Motore zur
Bewegung der Wellen 16 und 35 verwendet werden, die selbsttätig durch mit dem Pyrometer
in Verbindung stehenden Kontakten in Betrieb gesetzt werden.
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Die Zuführung der Werkstücke- in die Körbe 29 soll erfolgen, ohne
daß Gasentweichung stattfindet, z. B. durch Anwendung einer Tür 53 in der. Haube
46, durch welche eine lange Schaufel hindurchgesteckt wird, mittels welcher das
Einsetzen erfolgt, worauf die Schaufel zurückgezogen und die Tür 53 geschlossen
wird. Die Tür ist voxzugsweise mit einem aus feuerbeständigen, durchsichtigem Material
bestehenden Fenster 54 versehen. Auch in .der Haube 48 ist eine Tür 55 vorgesehen,
die ein ähnliches Fenster 56 besitzt. Die Fenster gestatten eine Kontrolle des Verfahrens,
während die Türen vorzugsweise bei Nichtbetrieb den Zugang zu <lern Innern gestatten.
Die Tür 55 ist mit einem Verschluß 57 versehen.
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Beim Betriebe wird das Härtesalz, z. B. Cyanid, in fester Form in
den Topf i i eingebracht und der Ofen angeheizt. Die Körbe werden dabei zunächst
hochgehalten; sobald aber das Cyanid geschmolzen ist, werden sie in den Behälter
i i hinabgesenkt. Hierauf werden die Werkstücke in die Körbe geworfen. Das Cyanid
schmilzt bei etwa 43o° C, während der Schmelzpunkt anderer Salze zwischen 3oo bis
55o° variiert. Für die Härtung muß die Schmelze eine Temperatur von 7oo bis goo°
erreichen. Die Werkstücke bleiben in dem Bade, bis die Pyrometerablesung die erforderliche
Temperatur anzeigt; dann wird die Welle 2o gedreht und dadurch die Körbe 29 ausgeleert.
Wenn die Körbe aus dem Behälter herausgehoben sind, läßt man erst das Cyanid abtropfen.
Dann wird weitergedreht, bis die Körbe die gestrichelt gezeichnete Stellung der
Fig. i annehmen. Die Werkstücke fallen dabei in den Kühlbehälter. Wenn sie steckenbleiben
sollten, werden sie durch Hinundherdrehen der Welle 2o oder durch leichtes Anstoßen
an die Querstangen 41 gelockert. Dann wird die Welle zurückgedreht und die Körbe
in die Stellung oberhalb des Behälters i i gebracht. Es empfiehlt sich, die Körbe
in den Tiegel i i zu senken, bevor neu beschickt wird. Dies erfolgt entweder durch
die Tür oder mittels einer Schaufel durch das Fenster. Da die Temperatur hierbei
sinkt, muß gewartet werden, bis das Pyrometer wieder die richtige Temperatur anzeigt,
bevor die Körbe 29 herausgehobenwerden.
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Während dieser Zeit wird die Kurbel 38 gedreht und die Welle 35 in
die gestrichelt gezeichnete Stellung gebracht.- Da der Träger
33
dabei hochgehoben wird, wird die Tür 52 nach außen geschwungen und der Inhalt des
Trägers 33 ausgetragen, worauf er wieder in die Anfangsstellung zurückgebracht wird,
wobei die Tür 52 sich schließt. Die Anlage ist dann wieder für eine weitere Arbeitsperiode
fertig. Auf diese Weise können Gase nicht in die Atmosphäre entweichen. Das Cyanid
kann abtropfen, und es entstehen keine Verluste oder Unannehmlichkeiten. Auch das
Hineinfallen der Werkstücke in die Kühlflüssigkeit erfolgt ohne Schädigungen. Wasserspritzer,
die auf die Platte 2,4 gelangen, tropfen in den Behälter 32 zurück oder verdampfen
während der Drehung der Körbe.
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Die Zwischenwände 51 sind so weit voneinander entfernt, daß ,die Platte
24 bequem zwischen ihnen bewegt werden kann; die Verlängerungen der Wände 51' und
der Abschluß 51" der Zwischenwände 51 reichen ferner ziemlich weit in die Haube
¢8 hinein, so daß ein Überspritzen von Kühlflüssigkeit verhindert wird.
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Das Thermoelement wird von Hand bedient und selbstverständlich immer
herausgezogen, bevor die Körbe entleert werden. Die Haube 46 ist dazu mit einer
Öffnung 13' versehen. Wenn ein besonders dichter Abschluß der Öffnung 13' gewünscht
ist, dann empfiehlt sich die in Fig. io dargestellte Anordnung, gemäß welcher in
der Wandung der Haube 4.8 ein Sitz 4.6' mit Kugelgelenk 46" vorgesehen ist, durch
welches das Thermoelement hindurchgesteckt ist. Mittels des Handgriffes 13" kann
dasselbe betätigt werden. Die Platte 24 ist mit Öffnungen 64. (Fig.2) in dem Teile,
der sich oberhalb der in den Behälter i I eingesetzten Körbe befindet, versehen,
die dem Abzug von überschüssigen Gasen dienen. Das Thermoelement wird durch eine
dieser Öffnungen in den Behälter i i eingeführt und selbstverständlich entfernt,
bevor die Bewegung der Platte 2q. beginnt.
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Um die Temperatur der Kühlflüssigkeit niedrig zu halten, wird für
eine gleichmäßige Zuführung von Flüssigkeit :durch das Rohr 61 und Abführung durch
das Rohr 62 gesorgt. Ein Hahn 63 in der Abflußleitung dient zur Regelung. Bei Anwendung
von Öl als Kühlflüssigkeit soll dasselbe unter entsprechender Kühlung im Kreislauf
verwendet werden. Die dargestellte Anordnung kann durch Nutzbarmachung der Abwärme
zu Vorwärmezwecken und durch. weitere Sicherung gegen Überspritzen der Kühlflüssigkeit
sowie durch Sicherheit der Austragung der Werkstücke verbessert werden. Wenn eine
größere Anzahl von Werkstücken gleichzeitig in die Kühlflüssigkeit gelangen, werden
die in der Mitte befindlichen Gegenstände weniger schnell abgeschreckt; es ist daher
notwendig, für das gesonderte Eintreten der Werkstücke in die Kühlflüssigkeit zu
sorgen. Dies erfolgt erfindungsgemäß durch nachstehend beschriebene :Maßnahmen.
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Anstatt einer Schaufel für die Chargierung der Körbe 29 durch die
Tür 53 ist eine in Fig. i dargestellte Vorrichtung angewendet; sie besteht aus dem
Abzugsrohr 65 für die Verbrennungsprodukte. Das Rohr erstreckt sich durch den Tisch
4. auf der linken Ofenseite. Ein Stutzen 66 ist davon seitlich angezweigt. Im oberen
Teile des Rohres 65 ist eine Klappe 67 angeordnet, die auf dem Bolzen 68 sitzt und
mit einem Handgriff 69 ausgerüstet ist, so daß Stutzen 66 und das Rohr 65 geschlossen
werden können. Der Arm 69 ist mit einem Gegengewicht 7o derart versehen, das je
nach der Schließstellung der Klappe auf dieselbe drückt. Auf diese Weise können
die Verbrennungsprodukte beliebig nach oben oder seitlich abgezogen werden. Der
Stutzen 66 kann an einen Abzug angeschlossen sein. Oberhalb des Rohres 65 ist ein
Behälter 71 angeordnet, dessen an die Haube 46 anliegende Seite zu einer flachen
Platte 72 ausgebildet-ist. Die Haube 46 hat eine der Platte 72 entsprechende Aussparung;
ein Rahmen aus Winkeleisen 73 umgibt die Aussparung, innerhalb dessen der Behälter
dicht abschließt. Die Platte 72 ist an einer in den Lagern 75 drehbaren Stange befestigt
und kann um dieselbe gedreht werden. Zu diesem Zweck ist ein Handgriff 76 und ein
Gegengewicht 77 vorgesehen. Der Behälter 71 endet unterhalb des Drehzapfens 7.1.,
aber die Seitenwände bilden die Ränder 78 der Platte 72, so daß eine Rinne gebildet
wird. Wie aus den Fig.3 und 6 ersichtlich, sind Rippen 79 vorgesehen, die Führungen
für das in die einzelnen Körbe 29 einzubringende Gut bilden; einige davon führen
zu Öffnungen 81, die mit den Rohren 82 in Verbindung stehen, die zu den äußeren
Körben 29 führen, während die seitlichen Führungsrinnen das Gut nach den inneren
Körben leiten, so daß die in den Behälter 71 eingebrachten Werkstücke bei der in
Fig. i gestrichelt gezeichneten Stellung praktisch in vier gleiche Teile aufgeteilt
werden, von denen jeder einem der vier Körbe zugeführt wird. Sind mehr als vier
Körbe vorhanden, so werden mehr Zuführungrinnen vorgesehen. Während also die vorhergehende
Beschickung in den Körben 29 behandelt wird und die nächstfrühere Beschickung in
den Trichter .43 ausgetragen wird, wird das Gut in dem Behälter 71 vorgewärmt.
Sobald die Werkstücke aus den Körben 29 in den Behälter 33 transportiert sind und
die Körbe in ihre ursprüngliche
Stellung zurückbewegt sind, braucht
man nur den Hebel 76 zu drehen, um das vorgewärmte Gut in die Körbe überzuführen,
ohne befürchten zu müssen, daß,dabei eine Zwischenabkühlung des Guts erfolgt. Der
Behälter 71 wird in seine Anfangsstellung zurückgedreht und dadurch die Haube geschlossen,
worauf wieder eine Füllung des Behälters 71 erfolgt. Anschläge 71' dienen zur Begrenzung
der Drehung.
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Um eine gleichmäßige Behandlung des Guts zu gewährleisten, ist auf
dem Behälter 33 ein Rost vorgesehen, der die einzelnen Gegenstände voneinander getrennt
in das Kühlbad überführt. Der Rost ist leicht abnehmbar gemacht. Gemäß Fig. i und
Fig. 14. bis 21 besteht derselbe aus Seitenwänden 83, die mit Querwänden 84 verbunden
sind. Die Wände 84. sind schräg, so daß sie das Herausspritzen von Flüssigkeit verhindern.
Ihre Neigung und Entfernung voneinander ist eine solche, daß die Oberkante der einen
oder die Unterkante der nächsten Wandplatte übersteht, so daß ein geschlossener
Deckel gebildet wird (Fig. i), ohne daß die Beförderung der Werkstücke beeinträchtigt-
ist. Auf diese Weise wird erreicht, daß jedes Werkstück gesondert in das Kühlbad
gelangt. Die Seitenwände 83 haben Schlitze 85 zur Aufnahme von Zapfen 86, die an
dem Behälter 83 angebracht sind. Lappen 87 erhalten den Siebbehälter 33 in seiner
Stellung in dem Behälter 32. Die Schlitze 85 sind so ausgebildet, daß die Zapfen
86 nicht aus denselben herausgleiten können; die Stange 4.1 verhindert übergroße
Ausschwingung des Rostes. Auch kann, wenn der Siebbehälter 33 sich in dem Behälter
32 befindet, die Tür 55 bequem geöffnet und der Rost 84. gehoben werden, indem man
ihn ein wenig rückwärts verschiebt, wodurch die Stifte aus den Schlitzen 85 treten.
Der Rost kann daher bequem gereinigt werden.
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Bei der Ausführungsform der Rostplatten gemäß Fig. 14. und 15 sind
die Seitenwangen 83' durch Querplatten 84.' verbunden. Es sind dachartige Zusatzbleche
88 vorgesehen, die weitere Lockerung des Guts bewirken und die Sicherheit gegen
Verspritzen erhöhen.
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Bei der Ausführungsform der Fig. 16 und 17 sind die Seitenwangen
83" durch Querhleche 84" verbunden; hier stehen diese ungefähr senkrecht. Zusatzbleche
89 sind gleichfalls vorgesehen.
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Bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 18 und i g sind die Seitenbleche
8.3a durch Querbleche 84.a verbunden und diese durch weitere Querbleche go untereinander
verbunden. Diese weitgehende Trennung der Werktücke vermindert die Gefahr des Verspritzens
der Flüssigkeit. Bei der in Fig. 2o und 21 dargestellten Ausführungsform sind Seitenbleche
83b und Querbleche 84b in senkrechter Lage verwendet.
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Diese Einrichtungen eignen sich insbesondere für die gemeinsame Härtung
vieler kleiner Werkstücke.
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An die Stelle der Zahnräder 18, ig können andere Getriebeelemente
treten; die Übersetzung muß so sein, daß die Platte 24. ohne Schwierigkeit gedreht
werden kann. Es kann daher auch ein Schneckengetriebe für die Wellen 2o und 16 vorgesehen
sein, das in jeder Stellung der Platte 24. dieselbe sichert. Ein solches Getriebe
ist in Fig. g veranschaulicht; die Welle 16 trägt ein Kegelrad 18', das im Eingriff
steht mit dem Kegelrad ig', das auf einer im Gehäuse 22' gelagerten Welle 58 befestigt
ist. Das Schneckenrad 59 ist auf der Welle 58 befestigt und steht im Eingriff
mit der Schnecke 6o, die auf der Welle 2o' befestigt und mit einem Handgriff oder
ähnlichem Mittel versehen ist.
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Es wird also nicht nur das vorgewärmte Gut ohne Gefahr der Abkühlung
in das Salzbad, sondern auch aus demselben unter den gleichen Verhältnissen in den
Kühlbehälter befördert. Das ist sehr wichtig für ein gutes Ausbringen.
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In den Fig. 11, 12, 13 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung
dargestellt, bei welcher ein Korb 2ga verwendet ist, der die gesamten-- Werkstücke
aufnimmt; daher ist die Platte 72 an Stelle von Rippen mit Führungen 79'
versehen, die die Gegenstände nach dem Korbe 29a hin zusammenführen.
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Der Ausdruck »kleine Gegenstände«, die der Behandlung erfindungsgemäß
unterliegen, ist natürlich hinsichtlich der Größenordnung relativ aufzufassen, ebenso
wie jedes Härtungs- oder Anlaßverfahren mit der Vorrichtung nach Erfindung ebensogut
für Werkstücke, die nur an der Oberfläche, wie auch für solche, die völlig gehärtet
werden sollen, durchführbar ist.
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Es ist wichtig, daß das Kühlbad umläuft und daß die Entfernung der
Werkstücke aus dem Kühlbad erfolgt, ohne daß dasselbe in Unruhe versetzt wird. Ein
großer Vorteil ist darin zu erblicken, daß, wenn auch eine große Anzahl von Gegenständen
gleichzeitig behandelt wird, dies vollkommen gleichmäßig erfolgt.
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Wenn mehrere Körbe verwendet werden, so hat das Salzbad trotzdem Zutritt
zu jedem Gegenstand, so daß gleichmäßige Behandlung erzielt ist.