DE575148C - Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung gebrauchter OEle - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung gebrauchter OEle

Info

Publication number
DE575148C
DE575148C DEC43215D DEC0043215D DE575148C DE 575148 C DE575148 C DE 575148C DE C43215 D DEC43215 D DE C43215D DE C0043215 D DEC0043215 D DE C0043215D DE 575148 C DE575148 C DE 575148C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wick
oil
impurities
liquid
gasoline
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC43215D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FRANK CONRAD FROLANDER
Original Assignee
FRANK CONRAD FROLANDER
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FRANK CONRAD FROLANDER filed Critical FRANK CONRAD FROLANDER
Application granted granted Critical
Publication of DE575148C publication Critical patent/DE575148C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D35/00Filtering devices having features not specifically covered by groups B01D24/00 - B01D33/00, or for applications not specifically covered by groups B01D24/00 - B01D33/00; Auxiliary devices for filtration; Filter housing constructions
    • B01D35/005Filters specially adapted for use in internal-combustion engine lubrication or fuel systems

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Lubrication Details And Ventilation Of Internal Combustion Engines (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung gebrauchter Öle Um Öle, insbesondere Schmieröle, von festen Verunreinigungen zu befreien, braucht man sie bloß zu filtrieren. Die gebrauchten Schmieröle von Brennkraftmaschinen enthalten aber auch noch flüssige Verunreinigungen, wie insbesondere Benzin und Wasser, die ebenfalls unerwiinscht sind und von Zeit zu -Zeit entfernt werden müssen, wenn die Schmierkraft des Öls erhalten bleiben soll.
  • Ein sehr einfaches bekanntes Mittel zur Reinigung von Schmieröl besteht darin, das Vorratsgefäß fürGebrauchsöl mit einem zweiten tiefer stehenden Vorratsgefäß für gereinigtes Öl durch einen hebeartig angeordneten Docht zu verbinden, der an seiner höchsten Stelle nach Belieben zusammengedrückt werden kann. Das in dem Docht kapillar aufsteigende Öl wird durch die Filterwirkung des Dochtes von festen Verunreinigungen befreit. Flüssige Verunreinigungen lassen sich in dem Docht nicht zurückhalten, weil ihre kapillare Steighöhe regelmäßig größer ist als die des Ols.
  • Man hat deshalb schon vorgeschlagen, das gebrauchte Schmieröl von Brennkraftmaschinen einer kontinuierlichen Destillation zu unterwerfen, um Wasser und Benzin abzutreiben, und hat als Wärmequelle dabei die Abwärme der Auspuffgase benutzt. Die Regelung der Destillationsleistung bei wechselnden Motorleistungen usw. bereitet aber erhebliche Schwierigkeiten, zumal ein weiteres Erhitzen des von Benzin und Wasser schon befreiten Schmieröls die Schmierkraft des Rückstandes zu schädigen imstande ist.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt ebenfalls die Reinigung gebrauchter Öle, insbesondere der Schmieröle von Brennkraftmaschinen zwecks Entfernung von flüssigen Verunreinigungen, wie Benzin, Wasser o. dgl.
  • Erfindungsgemäß läßt man das zu reinigende Flüssigkeitsgemisch in einem Kapillarkörper, beispielsweise einem Docht, aufsteigen, wobei die verunreinigenden Flüssigkeiten erheblich höher aufsteigen als das Öl selbst, und leitet dann die flüssigen Verunreinigungen gesondert und fortlaufend-von dem nicht oder nur weniger hoch aufsteigenden Öl ab. Am besten ist es, die Verunreinigungen darnach verdunsten zu lassen, etwa in dem vom Vergaser angesaugten Luftstrom, wodurch die entstehenden Benzindämpfe einer bestimmungsgemäßen Ausnutzung zugeführt werden.
  • Die verschieden hohe Steigfähigkeit verschiedener Flüssigkeiten in einem gegebenen Kapillarkörper ist zwar schon zur Trennung von Flüssigkeiten vorgeschlagen worden. Man ließ schwer trennbare Teermasseremulsionen von schwammartigen Körpern aufsaugen, drückte die Schwämme wieder aus und überließ -das so wiedergewonnene Flüssigkeitsgemisch der freiwilligen Scheidung durch Absitzen. Die physikalischen Grundlagen dieser Trennungsmethode sind nicht ersichtlich, es handelt sich offenbar um eine Veränderung der Eigenschaften des Flüssigkeitsgemisches durch Berührung mit dem kapillaren Körper.
  • Jedenfalls aber werden die verschiedenen Steighöhen der zu trennenden Flüssigkeiten nicht dazu henutzt, um die Flüssigkeiten verschieden hoch aufsteigen zu lassen und danach gesondert und fortlaufend abzuführen.
  • Zur praktischen Ausführung der Erfindung genügt es, das unreine öl an dem einen Ende des Kapillarkörpers (Dochtes) vorbeizuleiten und die aufsteigenden flüssigen Verunreinigungen in entsprechender Weise abzuleiten.
  • Tndem man den oberen Teil des Dochtes mehr oder minder stark zusammendrückt, hat man es in der Hand, eine schärfere oder weniger scharfe Trennung zu erzielen. In vielen Fällen ist es aber günstiger, zusammen mit dem Benzin auch noch einige leichtere Anteile des gebrauchten Schmieröls abzuleiten und zur Schmierung des Gemisches zu verwenden.
  • Andererseits kann man das Emporsteigen der Verunreinigungen in dem Kapillarkörper durch ein Druckgefälle unterstützen, beispielsweise das freie obere Dochtende mit der Motorsaugleitung in Verbindung bringen, wodurch auch gleichzeitig das Benzin rasch verdunstet und zur Verbrennung in die Zylinder geführt wird.
  • Sofern man die festen Verunreinigungen des Schmieröls zunächst durch Filtration entfernt, läßt sich das Verfahren gemäß der Erfindung ohne jede Störung beliebig lange Zeit durchführen, die Anwendung bewegter Teile und eine Wartung irgendwelcher Art sind überflüssig.
  • Einrichtungen zur Ausführung der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Abb. I einen Schnitt durch eine Reinigungsvorrichtung mit vorgeschaltetem Ölfilter, Abb. 2 einen Schnitt durch einen mit einem Ölfilter zusammengebauten Reiniger anderer Art und Abb. 3 ein abgeändertes Detail der Yorrichtung nach Abb. 2.
  • Die Vorrichtung nach Abb. I besteht aus einem Ölfilter 14 und einer Reinigungsvorrichtung 15 für das filtrierte Öl. Das Ölfilter I4 besteht aus einem Behälter 18 mit Deckplatte 19, die einen mit der Ölzuleitung 13 verbundenen Einführungskanal 20 und einen mit der Olableitung I6 verbundenen Ableitungskanal 2I enthält. Der letztere Kanal mündet in einem hohlen becherförmigenTeil 22 der Deckplatte, in-dessen Boden ein Trägerstift 23 mit Spannplatte 28 eingeschraubt ist. Der Filtersack 24, der aus einem inneren, feineren Gewebe aus Haarflor und einer gröberen, darüberliegenden und den Haarflor zur Bildung eines besonders feinen Filters niederpressenden äußeren Gewebeschicht besteht, wird in der Deckplatte durch einen Klemmring 25 festgehalten und durch Ringe 26 und 27 in eine blasebalgartige Form gebracht, die sich durch große wirksame Oberfläche bei geringem Raumbedarf auszeichnet.
  • Das bei 13 zugeführte Öl tritt durch die Kammer 20 hindurch in den Behälter I8, an dessen Boden sich die gröberen festen Verunreinigungen ansammeln. Das in den Filtersack 24 eindringende, von festen Verunreinigungen befreite Öl wird über den Kanal 21 und die Leitung 16 - der eigentlichen Reinigungsvorrichtung 15 zugeführt, die der Entfernung der flüssigen Verunreinigungen (Benzin und Wasser) dient.
  • Diese letztere Vorrichtung besteht aus einem kleinen Ölbehälter 29, der die 01-zuführung 16 und die Ableitung 17 für das vollständig gereinigte 01 aufnimmt und mit einer Dochthülse 3I verbunden ist und auch einen Mittelstift 32 trägt, der durch die Dochthülse 31 hindurchdringt und an seinem oberen Ende eine kappenartige Mutter 36 trägt. Das obere Ende der Dochthülse 31 trägt eine Scheibe 34, die mit einer schornsteinartig wirkenden Kappe 35 in Verbindung steht. Der Baumwolldocht 33 reicht mit seinem unteren Ende in den Ölbehälter 29 und ist an seinem oberen, aus der Dochthülse 3I herausragenden Ende radial aufgeschnitten und ausgebreitet, so daß er eine große Ver-. dunstungsoberfläche bietet. Durch Niederschrauben der Mutter 36 läßt sich die Einschnürung, die der Docht 33 bei seinem Austritt aus der Dochthülse erleidet, in beliebigem Maße regeln.
  • Das durch die Leitung I6 zufließende, von festen Verunreinigungen befreite Öl tritt beim Durchgang durch den Ölbehälter 29 mit dem Docht in Berührung, der die flüssigen Verunreinigungen Wasser und Benzin stärker ansaugt als das zu reinigende Öl. In dem oberen Teil des Dochtes findet sich neben dem Benzin und Wasser nur noch sehr wenig Schmieröl, und auch der letzte Rest desselben kann zurückgehalten werden, wenn man durch Anziehen der Mutter 36 das obere Ende des Dochtes genügend fest einschnürt. Die durch die Einschnürung dennoch hindurchdringenden flüssigen Verunreinigungen verdunsten, was durch die schornsteinartige Ausbildung des Kopfes der Vorrichtung sehr erleichtert wird.
  • Die Vorrichtung nach Abb. 2 besteht aus einem Metallbehälter 116, auf dessen oberes Ende mit einem Gewinde 117 ein Deckel 118 geschraubt ist. Der Teil 119 des Deckels II8 ist vertieft und in der Mitte als nach unten gerichtetes Rohr 120 ausgebildet, das in den Behälter 116 ragt. Beim Übergang des Teiles 119 auf das Rohr 120 ist eine Sicke 121 vorgesehen. Eine Mutter 122 mit Innengewinde ist in einer Erhöhung der Deckplatte II8 eingelötet. In sie wird die - Zuführungsleitung 113 von der Ölpumpe 112 eingeschraubt. Eine Verkleidung 123 ist auf der Deckplatte 118 festgelötet und bildet gemeinsam mit dem Teil 119 eine luftdichte Kammer 125, die gegen die Mutter I22 durch Unterlagsscheiben 124 abgedichtet ist, die ihrerseits durch eine Mutter 126 in ihrer Lage gehalten werden.
  • Die Mutter 126 hält auch das Rohr 113. In eine Mutter 127 in einer Ausbuchtung der Verkleidung 123 ist ein Rohr 128 eingeschraubt und an seinem Ende eine Gewindebuchse 129 befestigt. In der Gewindebuchse ist andererseits die Abflußleitung 130 eingeschraubt, durch die das gereinigte Öl an die Maschine zurückgeführt wird. Das Rohr I28 reicht durch das Rohr 120 in den Behälter 116 und steht mit diesem in Verbindung.
  • Zwischen dem Rohr I20 und dem konzentrischen Rohr I3I ist das obere Ende des doppelwandigen Filtersackes I32 festgeklemmt. Wie bereits beschrieben, ist die äußere Lage weitmaschig und die innere Lage engmaschig ausgeführt. Die letzte Lage ist mit einem haarfeinen Flor versehen, der an der äußeren, weitmaschigeren Lage anliegt.
  • Das Rohr 131 ist derart ausgebildet, daß ein ringförmiger Zwischenraum I33 zwischen den beiden Rohren 120 und I3I entsteht. Das obere Ende des Filtersackes 132 greift in diesen Zwischenraum 133. Das äußere Rohr 131 ist nach oben umgebogen und klemmt den Filtersack 132 gegen die Sicke 121 mittels eines rechteckigen Steges 134, der an dem unteren Ende des Rohres 131 anliegt und durch eine Mutter 135, die auf das untere Ende des Auslaßrohres 128 aufgeschraubt ist, in ihrer räumlichen Lage gehalten ist. Ein Drahtbügel 136 ist um das untere Ende des Rohres 128 gebogen. Sein freies Ende hält die unterste Windung einer inneren Drahtspirale I37 gespannt, die gemeinsam mit dem schraubenförmig gewickelten Draht 138 geringeren Durchmessers dem Filtersack I32 ein blasbalgartiges Aussehen erteilt, so daß dieser eine große filtrierende Oberfläche besitzt, trotz eines verhältnismäßig geringen Raumbedarfs des Behälters 116.
  • In dem ringförmigen Zwischenraum zwischen dem Rohr I28 und den beiden Rohren I20 und 131 ist der Docht 139 vorgesehen, der vorzugsweise aus Baumwolle o. dgl. besteht. Wie bereits beschrieben, ist das obere Ende des Dochtes radial aufgeschnitten und auseinandergebreitet, so daß eine große Verdunsterfläche 140 entsteht, die innerhalb des becherförmigen Teiles II9 in der Kammer I25 angeordnet ist. Eine konische Mutter 14I ist auf das Rohr 128 aufgeschraubt und drückt den Docht 139 gegen die Sicke 121, so daß eine Einschnürung entsteht. Das untere Ende des Dochtes 139 ist aufgeschnitten und um den Steg I34 geführt und ragt in den Filtersack bis in die Nähe des Bodens. Durch einen Drahtring I42 ist der Docht am Drahtbügel 136 befestigt.
  • Das obere Ende der Verkleidung 123 ist mit einem Einschnitt versehen, in dem eine Mutter 145 luftdicht eingesetzt ist. In diese Mutter ist ein T-förmiges Gehäuse 146 ein geschraubt, das eine mit der Kammer I25 und dem Rohr 148 zur Saugleitung 156 in Verbindung stehende Bohrung 147 aufweist.
  • In das T-Gehäuse I46 ist ein Rohr 149 dicht eingesetzt, das durch die Bohrung 147 hindurchgefiihrt ist und in die Kammer I25 mündet. Das Rohr hat eine Öffnung 150, die nur gegen die Ventilkammer 151 zu offen ist, und deren Größe durch die Einstellschraube I52 einstellbar ist. Die Ventilkammer 151 hat einen Luftzulaß 153, der normalerweise von der federbelasteten Ventilkugel 144 geschlossen wird.
  • Wenn die Maschine arbeitet, öffnet sich das Ventil 154, so daß Luft von außen durch die Öffnungen I53 und I50, das Rohr 149, die Kammer 125, die Bohrung I47 und das Rohr 148 gesaugt wird. Um zu verhindern, daß unter Einwirkung des Saugzuges der Verdunsterteil 140 des Dochtes gegen das Rohr 149 angehoben wird, ist ein Drahtkorb I55 über den Teil I40 gelegt.
  • Wie bereits bei Erläuterung der Ausführung nach Abb. 1 beschrieben, saugt der Docht 139 das Benzin und das Wasser aus dem verunreinigten Öl durch die Kapillarwirkung an. Wenn auch etwas Öl mit angesaugt wird, weil es im Benzin gelöst ist, so ist doch der Prozentsatz des vom Benzin gelösten Öls im oberen Teil des Dochtes sehr gering. Die geringe Menge Öl, die bis zum obersten Teil des Dochtes gelangen sollte, wird durch die Einschnürung im Docht am weiteren Ansteigen verhindert, so daß nur reines Benzin und Wasser zum Verdunsterteil 140 des Dochtes 139 gelangen. Die natürliche Kapillarwirkung und die Trennung des Benzins und Wassers vom 01 kann durch den von der Olpumpe erzeugten Druck unterstützt werden, so daß zwei Kräfte das Ansteigen der l : Flüssigkeiten in dem Docht bewirken, nämlich die Kapillarwirkung und der Öldruck. Gemäß der Erfindung kann man noch eine dritte Kraft vorsehen, die das Ansteigen und das Trennen der Beimengungen von Öl unterstützt. Hierzu dient der Unterdruck, der auf den oberen Teil des Dochtes I40 ausgeübt t wird, und der in gleicher Richtung wirkt wie der von der Ölpumpe auf den unteren Teil des Dochtes ausgeübte Druck und die Kapillarität. Dieser Unterdruck wird auf den Docht durch das Rohr I48 übertragen, das mit der Verdunsterkammer 125 und der Luftöffnung 153 in der bereits beschriebenen Weise in Verbindung steht. Das Rohr 148 ist zweckmäßig an die Einlaßstutzen der Maschine angeschlossen.
  • Der derart in der Kammer 125 erzeugte Unterdruck und das dadurch bewirkte Durchströmen einer geringen, durch die Öffnung I53 zugeführten Luftmenge erhöht die rasche Verdunstung des Benzins und des Wassers, die von dem Docht 139 angesaugt wurden, und führt die Dämpfe unmittelbar der Maschine zu. Der Luftzufluß kann durch Verstellen der Schraube I52 geregelt werden und ist so gering, daß er keine bemerkbare Einwirkung auf den Arbeitsgang der Maschine ausübt, d. h. das Gemisch wird nicht verdünnt. Wenn die Maschine außer Betrieb ist, schließt sich das Ventil I5I, I53, I54, so daß keine Luft mehr zutreten und auch keine brennbare, von der Maschine kommende Gasmischung zurücktreten kann.
  • Der bei der Ausführungsform nach Abb. 2 benutzte Filtersack wirkt ebenfalls als flüssigkeitsansaugender Docht und dient ebenfalls dazu, die flüssigen Verunreinigungen von dem Öl zu trennen. Diese Verunreinigungen werden in dem Stoff des Sackes nach oben gesaugt, zum Unterschied von dem Öl, das von der Einschnürung zwischen dem ringförmigen Vorsprung 121 der Deckplatte 218 und dem Rohr I3I zurückgehalten wird. Die hindurchtretendenVerunreinigungen fließen dann nach unten in die Kammer 133 und werden hier von dem Docht 139 aufgenommen und in die Verdunsterkammer I40 gehoben, gemeinsam mit den flüssigen Verunreinigungen, die der Docht 139 unmittelbar ansaugt.
  • Die Verbindung der Vorrichtung mit der Verbrennungskraftmaschine kann in verschiedener Weise erfolgen. Stets wird man den Saugzug der Maschine zur Förderung der Verdunstung der von dem Docht angesaugten flüssigen Verunreinigungen benutzen. Das erhaltene feuchte Benzin-Dampf-Luftgemisch kann entweder dem Ansaugstutzen der Maschinenzylinder oder aber dem Ansaugstutzen des~Vergasers zugeführt werden. Die ganze Vorrichtung wird in den Ölkreislauf der Maschine eingeschaltet, zweckmäßig in eine Umgehungsleitung, damit auch eine Verstopfung der Reinigungsvorrichtung den Ölkreislauf nicht behindert.
  • Wie bereits erwähnt, enthält das im Docht ansteigende Benzin einen gewissen Anteil an Schmieröl, der jedoch infolge der vorgesehenen Einschnürungen im Falle der Abb. 2 durch die von den Ringen 141 und I43 gebildete Einschnürung nicht in die Verdunsterkammer gelangen kann. Es hat sich aber gezeigt, daß das in Benzin gelöste und mit ihm ansteigende Öl hauptsächlich aus einer leichteren Fraktion besteht, die durch Spaltung des Schmieröls bei der Berührung mit den heißen Teilen der Maschine gebildet wird und wegen ihres niedrigen Flammpunktes und ihrer geringen Neigung zur Koksbildung für eine Gemischschmierung sehr geeignet ist.
  • Um dies zu erreichen, kann man die Einschnürung oder die Einschnürungen in dem Docht 139 durch Verändern der Einstellage der Muttern 141 oder I44 leicht lockern und so den Eintritt einer geringen, jedoch stets gleichbleibenden Menge dieses Leichtöls gemeinsam mit dem Benzin und dem Wasser in die Verdunsterkammer 140 gestatten, so daß es zusammen mit den übrigen Dämpfen in die Maschine gelangt.
  • Dreht man die Mutter 141 in der Ausführung nach Abb. 2 um ein vorbestimmtes Maß, so kann man es ermöglichen, daß eine vorbestimmte Menge der leichteren Fraktion des Schmieröls dauernd der Maschine zugeführt wird. Es ist vorteilhaft, die Mutter I35 einzustellen, da der Steg I34 sich infolge des Schlitzes im Rohr 131 nicht drehen kann. Die Mutter 141 wird vorzugsweise am Rohr 128 durch Löten befestigt, um ein Abfließen von Öl durch sie zu verhindern. Wenn die Mutter I35 eingestellt worden ist, kann sie ebenfalls festgelötet werden. Bei der Ausführung nach Abb. 3, bei der zwei Einschnürungen vorgesehen sind, kann die Mutter I41 in ähnlicher Weise festgelötet werden, während der untere Ring 143 durch die Mutter I44 eingestellt wird, die sodann nach der Einstellung der Einschnürungen 141 und I43 ebenfalls festgelötet werden kann.
  • Die Mitverwendung des Ölfiltergewebes zur Ableitung von flüssigen Verunreinigungen gemäß Abb. 2 ist nicht unbedingt erforderlich.
  • Man kann auch eine Dochtbefestigung gemäß Abb. 3 in Anwendung bringen. Hier steht das obere Ende des Filtersackes I32 nicht in Verbindung mit dem RohrI3I, sondern der Rohransatz 120 ist dicht in das Rohr I3I eingeführt. Außer der abgeschrägten Mutter 141, die den Docht von oben einschnürt, ist hier ein unterer Ring I43 vorgesehen, der einstellbar am Rohr 128 befestigt ist. Durch eine Mutter I44, die auf das untere Ende des Rohres 128 aufgeschraubt ist kann der Ring l43 gegen die untere Kante des Rohres 131 gepreßt werden, so daß der Docht 132 auch in der Nähe seines unteren Endes eingeschnürt wird.
  • Auch bei dieser Dochtbefestigung ist es möglich, durch Einstellung der Muttern 141 und I44 die durch Spaltung entstandene leichtere Fraktion des Schmieröls in den Verdunsterteil 140 gelangen zu lassen, um ihn zur Schmierung des Gemisches zu benutzen.

Claims (8)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1. Verfahren zur Reinigung gebrauchter Ole, insbesondere der Schmieröle von Brennkraftmaschinen, von flüssigen Verunreinigungen (Benzin, Wasser o. dgl.) unter Benutzung der verschiedenen Flüssigkeitssteighöhen in Kapillarkörpern, dadurch gekennzeichnet, daß die in dem Kapillarkörper (z. B. Docht 33) höher aufsteigenden flüssigen Verunreinigungen gesondert und fortlaufend von dem nicht oder nur weniger hoch aufsteigenden zu : 01 abgeleitet und vorzugsweise verdunstet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das unreine Öl an dem einen Ende des Kapillarkörpers (z. B.
    Docht 33) vorbeigeleitet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptmenge des Motorschmieröls zusammen mit den flüssigen Verunreinigungen auch noch ein Teil eines leichteren Öls entzogen, mit ihnen zusammen abgeleitet und nach dem Verdunsten der Verunreinigungen zur Schmierung des Gemisches verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Emporsteigen der Verunreinigungen in dem Kapillarkörper durch ein Druckgefälle unterstützt, beispielsweise das freie obere Dochtende mit der Motorsaugleitung in Verbindung gebracht wiyd.
  5. 5. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen in eine Ableitung eintauchenden Kapillarkörper (Docht 33), der mit einer Einrichtung zur gesonderten Ableitung der in ihm emporgesaugten flüssigen Verunreinigungen in Verbindung steht.
  6. 6. Vorrichtung nach. Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das freie obere Ende des Dochtes o. dgl. als Verdunster für die angesammelten Flüssigkeiten ausgebildet ist und vorzugsweise mit der LTnterdruckleitung des Motors in Verbindung steht.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6, gekennzeichnet durch eine Luftzuführung zum Verdunster.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 5 bis 7, gekennzeichnet durch eine regelbare Einschnürung des Dochtes zur Einstellung des Scheideverhältnisses.
DEC43215D 1928-11-13 1929-06-11 Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung gebrauchter OEle Expired DE575148C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US575148XA 1928-11-13 1928-11-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE575148C true DE575148C (de) 1933-04-25

Family

ID=22011043

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC43215D Expired DE575148C (de) 1928-11-13 1929-06-11 Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung gebrauchter OEle

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE575148C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1181670B (de) Filter fuer Fluessigkeiten, insbesondere Schmiermittel
DE1248017B (de) Filter und zugleich Wasserabscheider fuer fluessige Brennstoffe
DE1293723B (de) Absetzbehaelter fuer fluessige Medien, insbesondere fuer Wasser, Waschlaugen oder Schmieroel
EP0276795A2 (de) Filtergerät zum Filtern von verunreinigten Flüssigkeiten
DE575148C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung gebrauchter OEle
DE807354C (de) Wirbelabscheider, insbesondere fuer Papiermasse
DE69911922T2 (de) Kraftstofffilter
WO1997006879A1 (de) Portable filtervorrichtung zur wasseraufbereitung mit mehreren filterstufen
DE473680C (de) Brennstoffilter mit Reinigungsvorrichtung, insbesondere fuer Dieselmotoren
DE631316C (de) Filter, insbesondere fuer Schmieroel
DE1461429A1 (de) Filteranordnung
DE60009614T2 (de) Druckluftwartungseinheit
DE463155C (de) Fluessigkeitsfilter
DE487817C (de) Vorrichtung zum Abscheiden von OEl und Wasser aus Pressluft
DE590138C (de) Filter, insbesondere fuer Brennstoffe von Brennkraftmaschinen
AT101528B (de) Umlaufschmiervorrichtung, insbesondere für Verbrennungskraftmaschinen.
DE531886C (de) Mehrkammeriger Trichter zum Filtrieren von Gasolin, Benzin o. dgl.
DE946492C (de) Kraftstoff-Filter
DE704102C (de) Vorrichtung zur Brennstoffentnahme, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE643551C (de) Filtervorrichtung fuer kleine Schmieroelmengen
DE403900C (de) Einrichtung zur Reinigung des Schmieroels von Verbrennungskraftmaschinen
DE506040C (de) Einrichtung zur Ausscheidung von Gasen aus Fluessigkeiten
DE1925618C (de) Filteranordnung
DE693624C (de) Oberflaechenvergaser fuer Brennkraftmaschinen
AT158801B (de) Flüssigkeitsreiniger.