DE574337C - Einrichtung zur Verhuetung des Zusammenbrechens des gestampften Kohlekuchens beim Beschicken eines Koksofens - Google Patents

Einrichtung zur Verhuetung des Zusammenbrechens des gestampften Kohlekuchens beim Beschicken eines Koksofens

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DE574337C
DE574337C DEST46539D DEST046539D DE574337C DE 574337 C DE574337 C DE 574337C DE ST46539 D DEST46539 D DE ST46539D DE ST046539 D DEST046539 D DE ST046539D DE 574337 C DE574337 C DE 574337C
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Carl Still GmbH and Co KG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B31/00Charging devices
    • C10B31/06Charging devices for charging horizontally
    • C10B31/08Charging devices for charging horizontally coke ovens with horizontal chambers
    • C10B31/10Charging devices for charging horizontally coke ovens with horizontal chambers with one compact charge

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Verhütung des Zusammenbrechens des gestampften Kohlekuchens beim Beschicken eines Koksofens Für das übliche Beschicken liegender Koksöfen mit gestampften Kohlekuchen von der Seite her ist, um das Zusammenbrechen des Stampfkuchens bei seinem Einbringen in den Koksofen zu verhüten, die Einrichtung bekannt, daß eine beim Stampfen als vorderer Stampfkastenverschluß benutzte Platte, die dem vorderen Kopf des gestampften Kohlekuchens als .Stütze dient und in lösbarer Verbindung mit dem Stampfboden steht, zusammen mit dem Kohlekuchen in die Koksofenkammer eingesetzt und nach Lösung von dem Boden mittels einer von der Beschickungsmaschine unabhängigen, auf der entgegengesetzten Kammerseite angeordneten Vorrichtung in ihrer Lage gehalten bzw. gegen den Kohlekuchenkopf gedrückt wird, solange als der Stampfboden aus der Ofenkammer zurückgezogen wird.
  • Bei der Einrichtung nach der Erfindung wird die als vorderer Stampfkastenverschluß dienende, mit dem Kohlekuchen in die Ofenkammer einzufahrende Stützplatte mit dem Stampfbodenende gelenkig verbunden, so daß sie nach dem Erreichen der Endstellung des eingefahrenen Kohlekuchens herumgeklappt werden kann, und in diesem niedergeklappten Zustande mit dem Stampfboden unter der Kohle hindurch nach dem entgegengesetzten Ofenende zurückgezogen. Eine Stützplatte mit diesen Merkmalen ist ebenfalls bekannt. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß bei Anwendung einer solchen Stützplatte, während dieselbe zusammen mit dem Stampfboden zurückgezogen wird, der Kopf des Kohlekuchens durch einen Druckschild, der vom Stampfboden und der erwähnten Stützplatte ganz unabhängig ist, mittels einer besonderen Vorrichtung gehalten und gedrückt wird, um das. Abbröckeln von Kohleteilchen zu verhüten. Es sind also beim Erfindungsgegenstand zwei voneinander unabhängige Platten zum Stützen und Drücken des Kohlekuchenkopfes vorhanden. Daraus ergeben sich gegenüber der eingangs geschilderten bekannten Einrichtung verschiedene Vorteile, die aus der nachfolgenden Beschreibung erkennbar werden.
  • Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes mit Abb. z in einer Seitenansicht, zum Teil als senkrechter Längsschnitt, durch das vordere Ende eines beschickten Koksofens und mit Abb. a in einer rechtwinklig dazu genommenen Stirnansicht.
  • In der Koksofenkammer a befindet sich der zum Beschicken eingefahrene Kohleküchen b, der auf dem Stampfboden c ruht, in seiner Endstellung. Mit dem vorderen Ende dieses Stampf-Bodens c ist die Stützplatte d durch das Gelenk e verbunden. Vor der Ofenbatterie ist auf einem Gleise f das Fahrgestell h verfahrbar, das eine aus zwei U-Eisenpaaren hergestellte waagerechte Gradführung i enthält. In dieser letzteren ist mittels Rollen k eine Laufkatze m verfahrbar, die an ihrem der Ofenkammer a zugewendeten Ende einen Schild ia trägt. Dieser Schild n ist bei o gelenkig befestigt, derart, daß sein Schwingen um diesen Drehpunkt durch Anschläge P auf einen ziemlich kleinen Winkel beschränkt wird, und trägt in der Mitte einen , Buckel q sowie am oberen Ende einen Fallhaken y. Die Bewegung und der Antrieb der Laufkatze m innerhalb der Gradführung i geschieht mittels der waagerecht ausgespannten Kette s, die bei z mit derLaufkatze m gekuppelt ist, und durch Antreiben des einen Kettenrades t durch ein Getriebe 2s, v von einem Motor w aus. _ Die_Einrichtung wird in folgender Weise betrieben:- Der Kohlekuchen b -wird auf dem Stampfboden c in die Ofenkammer eingefahren, während die Stützplatte d die in Abb. i gezeichnete Stellung einnimmt. Hierbei kann die Stützplatte d während des Einfahrens, um sie gegen Umfallen zu sichern, durch beliebige geeignete, mit dem Stampfboden c bzw. der Beschickmaschine verbundene Mittel gehalten werden, etwa durch eine oberhalb des Kohlekuchens liegende Zugkette x oder auch durch Feststellung des Gelenks e bzw. durch daselbst angreifende Befestigungsvorrichtungen. Während des Einfahrens des Kohlekuchens oder unmittelbar danach wird der Schild 7a der fahrbaren Vorrichtung h mittels der an der Laufkatze in angreifenden Kette s in die in Abb. i gezeichnete Stellung gebracht. Bei der gegenseitigen Annäherung des Schildes n und der Stützplatte d gelangt der Fallhaken y in die gezeichnete Stellung, wo er diese beiden Teile oben miteinander kuppelt. Zunächst wird nun der Schild n mittels der Laufkatze m noch etwas näher an die Stützplatte d herangeschoben, bis sein Buckel q die Stützplatte d berührt und dieselbe noch ein wenig zurückdrückt. Durch dieses Andrücken der Stützplatte d wird die etwa beim Einfahren durch die Erschütterungen entstandene Lockerung der äußersten Kohleteile des Kopfes des Kohlekuchens b durch entsprechende Verdichtung wieder beseitigt. Der Kuchenkopf ist jetzt in einem solchen Zustand, daß die Stützplatte d, nachdem ihre Feststellung aufgehoben ist, unbedenklich von ihm entfernt werden kann. Dies geschieht durch Zurückziehen der Laufkatze m und des daran befestigten Schildes n bis in die in Abb. i punktierte Stellung Ara', n'. Hierbei zieht der Haken v die Stützplatte d um das Gelenk e herum. Die herumklappende Stützplatte d lehnt sich mit ihrem oberen Ende gegen den Schild n und gleitet, während das Schild n zurückweicht, langsam abwärts: Das letzte nahe der waagerechten Endlage befindliche Stück des Fallweges der Platte d wird zweckmäßig durch Anordnung geeigneter Vorrichtungen in der'Fallbewegung gebremst oder gedämpft, um schädliche Stöße durch Aufschlagen zu vermeiden. Schließlich erreicht die Stützplatte d die in Abb. i punktiert gezeichnete waagerechte Stellung d'. Nun wird die Laufkatze m mit dem Druckschild n durch die Kette s wieder so weit gegen den Kohlekuchen b hin vorgefahren, bis der Druckschild n den Köpf des Kohlekuchens berührt. Die Schwingmöglichkeit des bei o gelenkig befestigten Schildes n sichert dabei ein stets sattes Anliegen desselben. Während nun der Druckschild n in dieser Lage gehalten und zweckmäßig sogar noch gegen den Kuchenkopf angedrückt wird, wird der Stampfboden c mit der anhängenden, jetzt waagerecht liegenden Stützplatte d' durch die Ofenkammer a unter dem Kohlekuchen b hinweg zurückgezogen. Auf diese Weise gelangt die Stützplatte d auf die gegenüberliegende Beschickungsmaschinenseite des Ofens zurück, kann hier wieder aufgerichtet und so in ihre Anfangsstellung zurückgebracht werden. Wenn dieses Zurückfahren des Stampfbodens c beendet, also der Kohlekuchen b in Ruhe gekommen ist, wird der Druckschild n an der Laufkatze m von dem Kohlekuchen weggezogen und die ganze Vorrichtung h beiseitegefahren. Dadurch wird die Stirnseite der Ofenkammer a frei, und die Verschlußtür kann hier eingesetzt werden.
  • Die beschriebene Einrichtung bietet gegenüber der eingangs als bekannt erklärten folgende Vorteile i. Durch das gesonderte Vorhandensein einer Stützplatte und eines davon unabhängigen Druckschildes wird vermieden und erspart, daß die Stützplatte aus ihrer Verbindung mit dem Stampfboden gelöst, mit der fahrbaren Haltevorrichtung gekuppelt und später von dieser wieder abgekuppelt werden muß. Hierdurch und durch die ständig bleibenden Verbindungen der Stützplatte d mit dem Stampfboden c und des Druckschildes n mit der Laufkatze m werden sowohl die baulichen Ausführungen als auch der Betrieb und die Bedienung ganz wesentlich vereinfacht und verbilligt.
  • z. Bei der bekannten Einrichtung muß die benutzte Stützplatte, nachdem der Stampfkastenboden zurückgefahren worden ist, von der Haltevorrichtung gelöst und auf die andere Ofenseite transportiert werden, was bei der Größe und Schwere der Stützplatte und bei der weitläufigen Bauanordnung der Ofenbatterien umfangreiche und kostspielige Einrichtungen und umständliche Vornahmen nötig macht. Dieses Transportieren fällt bei dem Erfindungsgegenstand weg, weil die Stützplatte zusammen mit dem Stampiboden unter dem Kohlekuchen hinweg durch die Ofenkammer zurückgezogen wird.
  • 3. Bei der Einrichtung nach der Erfindung kann die Fläche des Druckschildes n nahezu so groß genommen werden, als das lichte Ofenraumprofil zuläßt. Dadurch wird zunächst schon während des Beschickens die Ofenkammer, ohne daß die Ofentür eingesetzt ist, nahezu dicht gegen die Außenluft abgeschlossen, wodurch einerseits die Abkühlungswirkungen der Außenluft auf die Ofenkammer verringert, andererseits belästigende Ausströmungen von Rauchgasen und Flammen aus der Ofenkammer heraus gedämpft werden. Ein derartiger; nahezu das Ofenraumprofil ausfüllender Druckschild hat außerdem den Vorteil, daß er seitlich noch etwas über die Ränder des Kohlekuchenkopfes herüberragt, da der Kohlekuchen etwas schmäler als die Ofenkammer ausgeführt werden muß, die sogar auf der Seite, wo der Druckschild steht, noch etwas weiter als auf der Einführungsseite für den Kohlekuchen ausgebildet sein muß. Das Überragen der Fläche des Druckschildes über die Breitenausdehnung des Kohlekuchens verbessert naturgemäß die Schutz-und Verdichtungswirkung auf den Kuchenkopf im Vergleich zu der Wirkung der Stützplatte, die nur ebenso breit wie der Kohlekuchen ist. Die mit obigen Vorteilen erzielten Verbesserungen bedeuten einen beträchtlichen Fortschritt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Verhütung des Zusammenbrechens des gestampften Kohlekuchens beim Beschicken eines Koksofens, bei der während des Einfahrens des Kohlekuchens als Stütze desselben eine zugleich als vorderer Stampfkastenverschluß dienende Platte benutzt wird, die mit dem Stampfbodenende gelenkig verbunden ist und beim Zurückfahren des Stampfbodens im niedergeklappten Zustande mit diesem unter der Kohle zurückgezogen wird, gekennzeichnet durch einen unabhängig vom Stampfboden geführten Druckschild, durch den während des Zurückfahrens des Stampfbodens der Kopf des Kohlekuchens gehalten und gedrückt wird.
DEST46539D 1929-10-10 1929-10-10 Einrichtung zur Verhuetung des Zusammenbrechens des gestampften Kohlekuchens beim Beschicken eines Koksofens Expired DE574337C (de)

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DE574337C true DE574337C (de) 1933-04-12

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ID=7465192

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DE (1) DE574337C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19545736A1 (de) * 1995-12-08 1997-06-12 Thyssen Still Otto Gmbh Verfahren zum Füllen eines Verkokungsofens mit Kohle und Koksofenbedienungsmaschine zur Durchführung des Vefahrens

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE19545736A1 (de) * 1995-12-08 1997-06-12 Thyssen Still Otto Gmbh Verfahren zum Füllen eines Verkokungsofens mit Kohle und Koksofenbedienungsmaschine zur Durchführung des Vefahrens

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