DE57404C - Verfahren zur Herstellung eines Kohle, Phosphor und chlorsaures Kali enthaltenden Sprengstoffes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Kohle, Phosphor und chlorsaures Kali enthaltenden Sprengstoffes

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DE57404C
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potassium chlorate
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P. WARD und E. M. GREGORY, Beide in London
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B29/00Compositions containing an inorganic oxygen-halogen salt, e.g. chlorate, perchlorate
    • C06B29/02Compositions containing an inorganic oxygen-halogen salt, e.g. chlorate, perchlorate of an alkali metal
    • C06B29/12Compositions containing an inorganic oxygen-halogen salt, e.g. chlorate, perchlorate of an alkali metal with carbon or sulfur

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Description

HES
PATENTAMT. \|
KLASSE 78: Sprengstoffe.
Gegenstand vorliegender Erfindung bezieht sich auf die Herstellung eines neuen, ebensowohl für Zünd- wie für Explosionszwecke geeigneten Mittels, welches sich vor anderen derartigen Stoffen durch grofse Wohlfeilheit und Wirksamkeit auszeichnet und dessen Erzeugung eine nur sehr geringe Gefahr in sich schliefst.
Die Grundsubstanz des neuen Explosivstoffes besteht in einer Mischung von Kohle, amorphem Phosphor und reinem chlorsauren Kali nach beifolgend angegebenen Verhältnissen:
Kohle 2 Gewichtstheile, amorpher Phosphor ι Gewichtstheil und reines chlorsaures Kali 0,75 Gewichtstheile.
Aufserdem fügt man diesen Stoffen noch Benzol, Chlorkohlenstoff oder Amylacetat zu.
Der amorphe Phosphor sowohl wie das chlorsaure Kali werden, ein jedes für sich, in einem Mörser oder in sonst einem geeigneten Gefä'fse bei Gegenwart einer geringen Menge einer der oben genannten Flüssigkeiten fein zerrieben, so dafs dabei keine Entzündung eintreten kann und die Masse durchaus gleichmäfsig wird.
Den so vorbereiteten amorphen Phosphor trägt man nun in den übrigen Theil der angewendeten Flüssigkeit ein und setzt alsdann auch das fein zerriebene chlorsaure Kali zu, indem man wiederum, bei Anwesenheit einer hinreichend grofsen Flüssigkeitsmenge, innig durch einander reibt, um die Substanzen gleichmäfsig zu vertheilen und dieselben vor" dem Zusammenballen zu bewahren. Nach einiger Zeit giebt man schliefslich die bestimmte Gewichtsmenge fein gepulverten Koks zu und reibt nochmals die entstandene Mischung eine kurze Zeit hindurch innig durch einander.
Wenn die Masse vollständig gleichförmig und homogen geworden ist, bildet dieselbe eine vorzüglich wirkende Zündmasse, die durch Hinzufügung von Paraffin in einen festen Kuchen umgewandelt wird, nachdem man die zum Zwecke des gleichmäfsigen Verreibens des amorphen Phosphors und des chlorsauren Kalis angewendete Flüssigkeit durch Verdampfen derselben wieder entfernt hat.
Durch den Zusatz von amorphem Phosphor wird die Empfindlichkeit des neuen Pulvers gegen Reibung oder Stofs bedeutend herabgemindert, während andererseits die Explosivkraft oder die Empfindlichkeit desselben der Wirkung des elektrischen Stromes gegenüber in keiner Weise beeinträchtigt wird. Es besitzt somit der neue Körper alle Eigenschaften eines ausgezeichneten Explosivmittels.
Ganz besonders hervorragende Wirkungen äufsert dieser Explosivstoff jedoch, wenn man ihn unter Vermittelung der vorhergehenden Explosion eines am Ende eines Zündhütchens und einer Patrone befindlichen Zündstoffes zum Explodiren bringt, wobei der Druck der durch die Detonation des letzteren erzeugten
Gase eine außerordentlich rasche Verbrennung und darauffolgende Explosion der Pulverladung herbeiführt.
Die oben geschilderte Darstellungsweise des neuen Explosivmittels ist eine weit weniger gefährliche als diejenige von solchen Stoffen, bei welchen Quecksilberfulminat in Anwendung kommt.
Der Zusatz von Paraffin zu dem Explosivstoff hat den Zweck, die Selbstentzundlichkeit der in demselben angehäuften Ingredienzien zu vermindern.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zum Zwecke der Herabminderung der Selbstentzündungsgefahr eines aus 2 Gewichtstheilen Kohle, 1 Gewichtstheil amorphem Phosphor und 0,75 Gewichtstheilen reinem chlorsauren Kali oder in ähnlicher Weise zusammengesetzten Zünd- und Explosivmittels die Hinzufügung von Paraffin zu den unter Anwendung nicht hygroskopisch wirkender Flüssigkeiten, wie Benzol, Chlorkohlenstoff, Amylacetat, innig gemischten Bestandtheilen, wodurch dieselben beim Erwärmen in Kuchenform übergeführt werden.
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