DE57269C - Arbeitsstück und Walzplatte zur Herstellung von Schrauben - Google Patents
Arbeitsstück und Walzplatte zur Herstellung von SchraubenInfo
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- DE57269C DE57269C DENDAT57269D DE57269DA DE57269C DE 57269 C DE57269 C DE 57269C DE NDAT57269 D DENDAT57269 D DE NDAT57269D DE 57269D A DE57269D A DE 57269DA DE 57269 C DE57269 C DE 57269C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21H—MAKING PARTICULAR METAL OBJECTS BY ROLLING, e.g. SCREWS, WHEELS, RINGS, BARRELS, BALLS
- B21H3/00—Making helical bodies or bodies having parts of helical shape
- B21H3/02—Making helical bodies or bodies having parts of helical shape external screw-threads ; Making dies for thread rolling
- B21H3/06—Making by means of profiled members other than rolls, e.g. reciprocating flat dies or jaws, moved longitudinally or curvilinearly with respect to each other
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Forging (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
(Rhode Island, V. St. A.).
Bei Herstellung der gewindelosen Arbeitsstücke solcher Schrauben mit abgesetzter Kegelspitze veranlassen die Abschneidbacken häufig
einen Grat an den Spitzen; aufserdem fallen die Spitzen in Form und Gröfse verschieden
aus, selbst wenn die Abschneidbacken dieselben bleiben. Die Folge hiervon ist, dafs, wenn
die Arbeitsstücke der Einwirkung der Gewindewalzbacken in bekannter Weise unterworfen
sind, mehr oder weniger unvollkommene oder unansehnliche Schrauben erzielt werden, ein
Mangel, der dem Vorhandensein eines wechselnden Metallquantums in dem Spitzentheil zuzuschreiben
ist. Ein anderer Uebelstand der mit derartigen Walzbacken herzustellenden Schrauben hat seinen Grund darin, dafs die
Arbeitsstücke vor der Einarbeitung des Gewindes an geeigneten Behältern oder rotirenden
Trommeln blank gescheuert werden, wobei zugleich anhaftende Abschieferungen und Späne
entfernt werden; es ergiebt sich aber, dafs bei diesem Scheuerungsprocefs die geschärften Enden
der Arbeitsstücke stark abgeschlissen oder abgestumpft werden, so dafs nach Einwalzung
des Gewindes und Fertigstellung der Dornoder Endtheile dies Ende nicht mehr die ge-"nügcnde
Schärfe aufweist.
■Vorliegende Erfindung soll den bezeichneten Mängeln begegnen und besteht im wesentlichen
darin, dafs an den Walzbacken der die Spitze aufnehmende und derselben das Gewinde
ertheilende untere Theil am vorderen Eingriffende
fortgeschnitten wird, um so die konische Spitze nicht eher der Einwirkung der WaIzbacken
auszusetzen, als bis die Walzbackenrippen in vollkommenen Eingriff mit dem
cylindrischen Schaft gekommen sind. Jener untere Theil der Walzbacke hat von dem Anfangspunkt
an eine in Längsrichtung allmä'lig wachsende Steigung zur Bildung der über die
Platte vorstehenden Anlagefläche, welche Gewinderippen und -Rinnen in Fortsetzung zu
denen des ebenen Haupttheiles der Platte trägt; von dieser Stelle an, wo der Zuwachs aufhört,
erstreckt sich rückwärts der ganzen Seite entlang eine gewindelose Abschrägungsflä'clie, deren
Neigungswinkel geringer ist als derjenige der gerillten Anlagefläche.
Mittelst der neuen Walzplatten wird eine allmälige
Bildung des Schraubengewindes an der konischen Spitze erzielt (während gleichzeitig
die Einwalzung des Gewindes am cylindrischen Theil erfolgt), wobei dieselbe an der Basis des
Kegelstumpfes beginnt und. in der Mitte oder bei der. Anschlufsstelle an den glatten Dorn
aufhört. An der Stelle der Spitzenbildung hat die Walzplatte wesentlich den gleichen Querschnitt,
nur schliefst sich an den unteren Rand eine schwach geneigte Abschrägungsfläche an,'
deren Winkel geringer ist als derjenige der gerillten Anlagefläche: Infolge dieser eigenartigen
Ausbildung der Walzplatte findet eine Stauchung und Streckung des entsprechenden glatten
Theiles der Schraube zu gleichmafsiger Gröfse ' und Form statt, so dafs sich eine Schraube mit
einer Spitze ergiebt, die mit konisch verlaufen-
dem Gewinde und mit einem unter spitzerem Winkel sich ansehenden gewindelosen Dornende
versehen ist.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι eine Ansicht der neuen Gewindewalzplaile;
Fig. 2 ist eine Ansicht der Platte vom unteren Rande aus;
Fig. 3, 4, 5, 6 und 7 sind Querschnittdarsteilungen
bezw. nach den Linien a-a, b-b, c-c, d-d und e-e in Fig. 1 und 2;
Fig. 8 ist eine Seilenansicht des unteren Stückes eines Arbeitsstückes in richtiger Gestaltung;
Fig. 9 ist eine ähnliche Ansicht, in welcher der auf gegenüberliegenden Stellen entstehende
Grat als Folge der Behandlung durch die Abschneidbacken ersichtlich ist; '
Fig. 10 zeigt denselben Theil nach der
Scheuerung;
Fig. 11, 12, 13 und 14 veranschaulichen die
allmälige Ausbildung des Schraubengewindes und der Spitze, wobei die einzelnen Piattenschnitte
bezüglich den Linien a-a, b-b, c-c und e-e in Fig. 1 und 2 entsprechen;
Fig. 15 zeigt eine einfach abgestumpfte Spitze;
Die obere Walzbacke D, deren' Verhältnisse der Deutlichkeit halber etwas übertrieben sind,
ist bestimmt, mit einer anderen gleichartigen unter Hin- und Herbewegung in Wirkung zu
treten. Die Neuerung kann auch auf gebogene Walzbacken Anwendung finden.
Die Form oder das Profil der durch Schattirung gekennzeichneten Rippen s und Rinnen t
ist beliebig und der gewünschten Wirkung anzupassen. Der Abschrägungswinkel der Rippen
ist in der Zeichnung gleichmäfsig oder constant "von einem Ende der Walzplatte bis zum
anderen gewählt. In jedem Falle soll die Fläche der Rippen am vorderen oder Eintritts^
ende einen möglichst kleinen Raum im Ver ■ hältnisse zur Metallstärke des Arbeitsstückes
darbieten, um so einen leichten Eindruck in dasselbe zu veranlassen; die Form der Begrenzungsfläche
der Rippen an den gegenüberliegenden Walzbackenenden mag von der beim Eintrittsende abweichen und mit dem gewünschten
Gewindeprofil aufhören. Der gröfsere Theilder Arbeitsfläche oder Platte D ist flach
oder liegt wesentlich in gleicher Höhe. Die punktirte Linie s1 in Fig. 2 u. ff. kennzeichnet
die Lage der· oberen Fläche der Rippen in diesem Theil und die Linie t[ diejenige des
Rinnenbodens.
In Fig. ι ist x-x die Zusammenstofslinie Tür
die Fläche s1 der Rippen einerseits und der allmälig an Breite zunehmenden gerillten Anlagefliiche
j andererseits, welche letztere das Gewinile
MUl' lU-m konischeu Theil pl des Spilzcntheiles
ρ des Arbeitsstückes bildet. Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dafs die Walzplatte ihrem Rande
entlang eine keilförmige Steigung m hat, die beim Eintrittsende mit der Fläche der Rippen s,
d. h. der Ebene sl bündig liegt; von diesem Punkte an erstreckt sie sich etwa auf drei
Viertel der Länge der Walzplatte und bildet die schräge Bahn i, um hinter dieser Stelle in
eine quer geneigte glatte Bahn η überzugehen, welche das Glattmachen des zugespitzten Dorntheiles
j?2 der Schraubenspitze übernimmt. Die
Neigung dieser schrägen Bahn η ist etwas geringer als diejenige der nach vorn hin anschlielsenden
gerillten Anlagefläche j; die Zusammenstofslinie beider Flächen ist mit \ bezeichnet.
Mittelst der. allmälig wachsenden Anlägefläche j, welche eine Reihe das Gewinde
bei pl bildender Rippen und darin endigender Rinnen wie bei n>
hat, wird die Arbeit zur Bildung des Gewindes auf dem Theil der
Spitze ρ' bedeutend vermindert und der
Procentsalz an unbrauchbaren Schrauben ein Minimum. Es soll indessen hervorgehoben
werden, dafs es für die Zwecke der Erfindung unwesentlich ist, dafs gerade zwei Kegelflächen
•verschiedenen Spitzenwinkels die Schraubenspitze bilden, oder dafs die Walzbacke zur
Gewindeerzeugung an der Spitze nach der Walzung eingerichtet sein müfste; die Wirkung
der glatten Abschrägungsbahn auf die Ausbildung der Spitze ist vielmehr ganz dieselbe,
wenn die Spitze einfach kugelförmig ausgebildet oder auf der ganzen Fläche glatt gehalten werden
soll.
Bei der Herstellung von Holzschrauben mit Hülfe der beschriebenen neuen Walzbacken D
wird so verfahren, dafs dem Arbeitsprocefs das gescheuerte Arbeitsstück (Fig. 10) unterworfen
wird, wobei sich sofort im Anfang das Gewinde auf dem cylindrischen Theile 0 desselben zu
bilden beginnt; während sich bei der Weiterbewegung der Walzbacken das Gewinde allmälig
tiefer ausbildet, entsteht unter Einwirkung der gerillten Anlageflächey das allmälig fortschreitende
Gewinde auf dem Spitzentheil pl, Fig. 12
und 13. Wenn nun das Arbeitsstück oder die Schraube in die Nähe der durch die
Linie d-d, Fig. 1, 2 und 6, gekennzeichneten Stellung kommt, ist die Schraube hinsichtlich
ihres Gewindes als fertig anzusehen, aber der Dorntheil p"2 würde noch stumpf, wie bei b2
ersichtlich, oder unvollkommen sein, weil die Walzplatten auf diesen Theil noch nicht eingewirkt
haben. Bei weiterem Forlgange soll daher die glatte Bahn η an den Walzbacken
diesen Dorntheil p2 zwischen sich aufnehmen
und ihn durch Walzen zu der scharfen Spitze bl stauchen bezw. strecken, so dafs,
wenn beim Ende des Arbeitsvorganges die Walzplatten an einander vorbeikommen, die
Schraube mit einer Spitze hervorgeht, die auf
einem Theil p] Gewinde zeigt und bei dem
anderen Endtheil schwach ausläuft.
In Fig. ι 5 ist ein durchweg stumpferer Winkel der Kegelspitze angenommen, als dem Dornthcil
p2 in Fig. 8 und 14 entspricht; die Eintrieb- oder Einsatzfähigkeit mufs demgemäfs
bei einer so ausgebildeten Schraube eine weniger sichere sein.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Ein Arbeitsstück zur Herstellung von Schrauben durch Walzen der Schraubengewinde, dadurch gekennzeichnet, dafs die Spitze -, desselben durch zwei Kegelflächen (Fig. 8bis 10) begrenzt wird.
- 2. Eine Gewindewalzplatte mit glatten Ab-' schrägungsbahnen, an welchen die kegelförmige Spitze des unter 1. gekennzeichneten Arbeitsstückes, während der Gewindeausbildung des cylindrischen Schafttheiles, einer Verwalzung in die genaue Form unterworfen wird, ehe durch eine anschliefsende gerillte Anlagefläche am Ende der Walzplatte ' das Gewinde auf dem Spitzentheil erzeugt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE57269C true DE57269C (de) |
Family
ID=331642
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT57269D Expired - Lifetime DE57269C (de) | Arbeitsstück und Walzplatte zur Herstellung von Schrauben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE57269C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102010000084A1 (de) * | 2010-01-14 | 2011-07-21 | Ludwig Hettich & Co., 78713 | Verfahren und Mittel zur Herstellung einer Schraube mit veränderlicher Gewindesteigung |
| DE102010000083A1 (de) * | 2010-01-14 | 2011-07-28 | Ludwig Hettich & Co., 78713 | Verfahren und Walzbacken zur Herstellung einer Schraube |
-
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- DE DENDAT57269D patent/DE57269C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102010000084A1 (de) * | 2010-01-14 | 2011-07-21 | Ludwig Hettich & Co., 78713 | Verfahren und Mittel zur Herstellung einer Schraube mit veränderlicher Gewindesteigung |
| DE102010000083A1 (de) * | 2010-01-14 | 2011-07-28 | Ludwig Hettich & Co., 78713 | Verfahren und Walzbacken zur Herstellung einer Schraube |
| US9192980B2 (en) | 2010-01-14 | 2015-11-24 | Ludwig Hettich & Co. | Method and rolling die for manufacturing a screw |
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