DE57129C - Zuschneiderscheere mit Handstütze - Google Patents
Zuschneiderscheere mit HandstützeInfo
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- DE57129C DE57129C DENDAT57129D DE57129DA DE57129C DE 57129 C DE57129 C DE 57129C DE NDAT57129 D DENDAT57129 D DE NDAT57129D DE 57129D A DE57129D A DE 57129DA DE 57129 C DE57129 C DE 57129C
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- Germany
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- scissors
- support
- cutting
- sheet
- hand
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- Expired - Lifetime
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B26—HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
- B26B—HAND-HELD CUTTING TOOLS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B26B13/00—Hand shears; Scissors
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Forests & Forestry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES A
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 69: Schneidwerkzeuge.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. September 1890 ab.
Bei den bisher gebräuchlichen Scheeren, namentlich Zuschneiderscheeren, wie überhaupt
bei den meisten Scheeren gewöhnlicher Einrichtung sind die Blätter und die Griffschenkel
derselben ziemlich geradlinig, oder richtiger die Schnittkante jedes Blattes geht, geradlinig über
den Drehungspunkt verlängert gedacht, ziemlich genau durch die in einem Punkt gedachte
Angriffsstelle der die Scheere regierenden Hand. Das eine Blatt ist auch spitzwinkliger zulaufend
geformt als das andere, welches mehr abgerundet ist am Ende; jenes wird beim Schneiden
nach unten gehalten, das andere oben. Bei gröfseren Scheeren ist eine Verwechselung in
dieser Hinsicht in der Haltung der Scheere dadurch ausgeschlossen, dafs das untere Blatt
mit einem mehr runden und entsprechend geformten Auge· zum Einlegen des Daumens versehen
ist, während das andere Blatt einen länglichen Griff erhält. ..
Die beschriebene Einrichtung der Scheere bringt es nun ganz von selbst mit sich,
dafs beim Abschneiden oder Durchschneiden gröfserer Stücke Stoff, namentlich aber, wenn
mehrere zusammen geschnitten werden, wie es ja in den Kleidergeschäfteh geschieht, welche
auf dem Zuschneidetisch liegen,■■ dafs man mit der Spitze auf dem Tische hinfahrend, die
Griffseite dagegen hochhaltend, schneidet und schneiden mufs, weil man ja sonst die
Scheere nicht öffnen könnte, dafs man also auch den Stoff hochheben mufs.
Zweierlei Nachtheile sind hiermit verbunden: einmal ist das Hochhalten der oft schweren
Stoffe ermüdend für die Hand, sodann werden die Stoffe ungleich geschnitten, wie leicht einzusehen
ist, da ja durch das Hochheben die Stoffe sich bogenförmig um das sie tragende Blatt, legen mit immer grölser werdendem
Radius nach oben, und so wird das obere Stoffstück, wenn losgeschnitten, gröfser sein
als das untere.
Diese Nachtheile werden durch die von uns erfundene Scheere beseitigt.
.Auf beiliegender Zeichnung ist dieselbe dargestellt,
und zwar ist:
Fig. ι eine Seitenansicht einer solchen, geschlossen,
Fig. 2 eine Seitenansicht einer solchen, geöffnet,
Fig. 3 eine theilweise Draufsicht,
Fig. 4 eine Seitenansicht einer abgeänderten Ausführungsart.
Beide Scheerenblätter verkröpfen wir hinter dem Scheerennagel A so, dafs die Schenkel erst
rechtwinklig aufwärts gehen und dann wieder zur Formung der- Griffe ungefähr waagrecht
gerichtet sind, wie die Fig. 1 und 4 zeigen; die Unterkante des unteren Blattes B schleifen
wir so, dafs ihre Fläche beim Gebrauch der Scheere mit der Tischebene fast auf die ganze
Länge des Blattes parallel läuft bezw. auf der Tischebene aufliegt und nur die Spitze unmerklich
von der Tischfläche sich abhebt. Das Oberblatt C ist dem Unterblatt entsprechend
geformt.
An dem Griffschenkel B' des Unterblattes befestigen wir eine Stütze D oder stellen solche
in einem Stück mit B' her, deren Fufs D' ebenfalls in die Ebene der Unterkante von B
zu liegen kommt. '
Claims (1)
- Der Fufs der Stütze ist etwas erbreitert, so dafs die Scheere in der aufrechten Lage nicht so leicht das Bestreben hat, umzukippen. Die senkrechte Höhe des Schenkels B' und der Stütze D ist so bemessen, dafs der Schenkel C des Oberblattes so tief niedergedrückt werden kann, dafs man die Scheere ganz öffnen kann (Fig. 2).Hieraus ergiebt sich nun, dafs man beim Gebrauch der Scheere das Unterblatt B mit seiner Unterkante und der Stütze D stets gerade auf der Tischplatte aufliegend halten, dafs man beim Schneiden jetzt die Hand darauf stützen und darauf ruhen lassen kann, statt wie früher Scheere sammt Stoff hochheben zu müssen, während man die volle Kraft der Hand zum Schneiden frei hat. Höher als Scheerenblattbreite wird der Stoff nicht gehoben, wodurch keine merkliche Krümmung des Stoffes und Ungleichheit in der Stückgröfse entsteht. Die Hand kann mit gröfserer Sicherheit der Musterlinie folgen und rascher arbeiten.Einen mechanischen Vortheil bietet die Einrichtung der Scheere dadurch, dafs der Hebelarm der Kraft gerade da am längsten ist, wo und wann dieselbe meistens zum Schneiden benutzt wird, d. i. bei weit geöffnetem Zustand, wie die Fig. ι und 2 erkennen lassen.Denkt man sich die Kraft im Punkt χ wirkend und zieht durch A die Waagrechte, ,so kommt der ganze Hebelarm A X = α zur Wirkung, wenn die Scheere geöffnet ist, wäh- ■ rend nur die Projection AX' = α' <^a bei beinahe ganz geschlossener Scheere noch wirksam ist. Während des Schliefsens wird . a stetig kürzer.. Das . ist gerade umgekehrt wie bei der gewöhnlichen Scheere, wo der Hebelarm der Kraft bei geöffneter Scheere am kürzesten ist.Weil aber gerade in geöffnetem Zustande fast nur geschnitten wird und nur ganz selten der vordere Theil zum Schneiden kleiner Partien benutzt wird, erweist es sich vortheilhaft, in der Lage den langen Hebelarm zu haben, wo eben die Scheere hauptsächlich gebraucht wird.Die Fig. 4 zeigt eine -abgeänderte Ausführungsart unserer Scheere. Die Abänderung besteht darin, dafs die mit einfachem, schaufelartig erbreitertem Fufs versehene Stütze D durch eine Stütze E ersetzt ist, welche am Fufs einen kleinen Drehbügel F besitzt, der ein kleines Röllchen G führt. Diese Einrichtung giebt etwas leichtere Führung und Drehbarkeit der Scheere auf der Tischplatte und wird sich für ganz grofse Scheeren empfehlen; die übrige Anordnung ist wie zuvor.Pate ν τ-Α ν spruch:Eine Zuschneiderscheere, bei welcher der Griffschenkel des Unterblattes B mit einer einfachen Stütze D oder einer solchen E mit Drehrolle FG ausgerüstet ist, zwecks unbeweglicher Lage des Blattes auf dem Tisch und Stützung der Hand beim Schneiden, während das Oberblatt 'durch Hochziehen seines GrifF-schenkels beim Schneiden niedergedrückt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE57129C true DE57129C (de) |
Family
ID=331511
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT57129D Expired - Lifetime DE57129C (de) | Zuschneiderscheere mit Handstütze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE57129C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE907986C (de) * | 1951-08-17 | 1954-06-14 | Hermann Mellein | Schere |
-
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- DE DENDAT57129D patent/DE57129C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE907986C (de) * | 1951-08-17 | 1954-06-14 | Hermann Mellein | Schere |
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