DE570439C - Seekabel mit stetig induktiv belastetem Hinleiter und verschiedenen Rueckstromwegen - Google Patents
Seekabel mit stetig induktiv belastetem Hinleiter und verschiedenen RueckstromwegenInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B11/00—Communication cables or conductors
- H01B11/02—Cables with twisted pairs or quads
- H01B11/12—Arrangements for exhibiting specific transmission characteristics
- H01B11/14—Continuously inductively loaded cables, e.g. Krarup cables
- H01B11/143—Continuously inductively loaded cables, e.g. Krarup cables using helically wound magnetic tape
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- Insulated Conductors (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf Kabel mit einem ununterbrochen belasteten Signalleiter.
Ein Zweck der Erfindung ist, die Energieverluste in solchen Seekabeln zu verringern.
Insbesondere bezweckt die Erfindung, den Widerstand in der Rückleitung ununterbrochen
belasteter Signalkabel herabzusetzen. Gemäß der Erfindung wird in einem ununterbrochen
belasteten Signalkabel die axiale Komponente des magnetischen Kraftflusses erhöht, um die Ströme in den verschiedenen
Rückleitern so nahe wie möglich in Phase miteinander zu bringen.
In stetig belasteten Kabeln ist außer derjenigen Komponente des magnetischen Flus-■ses,
die den Leiter umkreist und seine Induktanz erhöht, eine weitere Flußkomponente vorhanden, welche parallel zur Leiterachse
verläuft. Diese Flußkomponente wird dadurch hervorgerufen, daß der magnetische Fluß den Windungen des Belastungsmaterials
folgt, welches im allgemeinen in der Form eines Bandes oder Drahtes aufgewickelt ist.
Auf Grund dieser axialen Flußkomponente werden in den den Kern umgebenden leitenden
Kabelteilen elektromotorische Kräfte induziert, wodurch Energieverluste entstehen,
die den effektiven elektrischen Widerstand des Stromkreises erhöhen.
Für die Küstenabschnitte von Kabeln, bei denen die Guttaperchaisolation mit einer
Wurmschutzbewicklung versehen ist, ist schon vorgeschlagen worden, zwecks Verringerung
der obenerwähnten Verluste das Wurmschutzband aus einem Material herzustellen, welches einen hohen spezifischen Widerstand
besitzt. Bei diesem älteren, bekannten Verfahren werden ferner benachbarte Windungen
des Bandes isoliert, und seine Steigung wird hochgewählt. ·
Es wurde aber jetzt gefunden, daß es vorteilhaft ist, eine unausgeglichene magnetische
Komponente des Flusses in den Belastungsbändern im Kabel dazu zu verwenden, den Scheinwiderstand derjenigen Leiter, die den
Rückstrom führen (Rückleiterdrähte und parallel dazu das Seewasser), herabzusetzen.
Damit wird der Wirkungsgrad der Übertragung erhöht. Es ist somit eine verstärkte
Axialkomponente des magnetischen Flusses erwünscht. Dies ist möglich, weil die Rückleiter
in Schraubenform auf der Außenseite
der magnetischen Bänder liegen, die als Belastung für den Innen- oder Mittelleiter
dienen.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird eine Erhöhung der axialen Flußkomponente
dadurch erreicht, daß die parallelen Rückleiterdrähte, die den Hauptanteil des Rückstromes führen, in einer Richtung
entgegengesetzt zur Wickelrichtung des Belastungsverbandes aufgelegt werden. Wird
ein Wurmschutzband verwendet, so können dieses Band und der wichtigste Rückleiter
schraubenförmig in derselben Richtung, aber entgegengesetzt zum Belastungsband, aufgewickelt
werden. Durch diese Vorkehrung werden die Phasen der Ströme in den Rückleiterdrähten
einerseits und im Seewasser und in den Bewehrungsdrähten andererseits im wesentlichen gleichgemacht. Wenn die axiale
Flußkomponente nicht in hinreichender Größe vorhanden wäre, würde diese Phasengleichheit
nicht zustande kommen.
Gemäß der Erfindung kann die durch den Strom im Mittelleiter hervorgerufene axiale
Komponente des Flusses in dem Belastungsband dadurch erhöht werden, daß die Permeabilität,
die Stärke oder die Steigung des Belastungsbandes oder sämtliche dieser Größen erhöht werden. Die Wirkung der axialen
Komponente des Flusses in der Belastungsschicht kann auch dadurch geändert werden,
daß der Wicklungssinn und die Windungszahl je Längeneinheit der Rückleiter geändert
werden. Wenn die Anzahl und Richtung der Windungen in zweckmäßiger Weise gewählt
werden, wird die reaktive Komponente der Impedanz der Bewehrungsdrähte erhöht, und
die Ströme in den Bewehrungsdrähten und dem Seewasser werden in Phase miteinander
gebracht.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Abb. ι zeigt schematisch einen Teil eines ununterbrochen belasteten Leiters, der von
einem schraubenförmig gewickelten konzentrischen Rückleiter umgeben ist.
Abb. 2 zeigt ein Kabel gemäß> der Erfindung in Seitenansicht. Verschiedene Teile des Kabels
sind entfernt worden, damit die wichtigeren Schichten sichtbar sind.
Abb. 3 zeigt ein Kabel gemäß der Erfindung mit Wurmschutzband und zwei Belastungsbändern.
Nach Abb. 1 ist der Leiter 12 mit einer
ununterbrochenen Belastung 10 versehen. Die Belastung ist in der Form eines Bandes aufgetragen.
Wenn angenommen wird, daß die Ströme im Mittelleiter 12 und in dem schraubenförmigen
Rückleiter 13 die durch Pfeile angedeuteten Richtungen haben, so erhält man
für den Stromkreis, der den Mittelleiter, den Rückleiter 13 und einen zweiten, parallel
geschalteten, aber nicht schraubenförmigen Rückleiter (z. B. das Seewasser) umfaßt, die
folgenden Gleichungen (vgl: z.B. Bell, System Technical Journal 1922, Bd. 1, Nr. 1, S. 88):
— ZJi1
(1)
In diesen Gleichungen ist e die aufgedrückte elektromotorische Kraft; Z1, Z2 und Z3 sind
die Impedanzen des Mittelleiters und der beiden Rückleiter, nämlich der Drähte 13 (Z2)
und der Seewasserrückleitung (Z3), und I1,
is, is sind die entsprechenden Ströme.; n2 ist
die Windungszahl je Zentimeter des Rückleiters 13; Φχ ist die axiale Flußkomponente,
die der Strom im Mittelleiter hervorruft, und j ist der imaginäre Operator γ~ΐ;
p ist die Größe 2 π f, in welcher / die Frequenz
des Flusses Φχ bezeichnet.
Die zuletzt erwähnte Größe kann auch wie folgt ausgedrückt werden:
φχ = 2πμίλί sin2α = Ai1. (2) 8s
In dieser Gleichung sind μ die Permeabilität, t die Stärke und α der Schlagwinkel des Belastungsmaterials.
A bezeichnet die Größe 2πμί sin 2 α. Wenn diese Gleichungen aufgelöst
werden, um die wirksame Impedanz des
Stromkreises — zu erhalten, so erhält man: h
worm
AZ
■iPn-2
(3)
(4)
Δ Z ist die Impedanzzunahme, die durch die ioo
Axialkomponente hervorgerufen wird. Die beiden ersten Ausdrücke in Gl. (3) stellen
die Impedanz des Stromkreises dar, wenn keine axiale Komponente vorhanden ist. Der zweite Ausdruck bezeichnet die Impedanz
des Leiters 13 und der Seewasserrückleitung in Parallelschaltung. Je nach der relativen
Größe der reellen und imaginären Komponenten von Z2 und Z3 und dem Vorzeichen von Ji2
ist die Widerstandszunahme Δ Ζ positiv oder negativ. M2 wird als positiv gerechnet, wenn
das Belastungsmaterial und der schraubenförmige Rückleiter in derselben Richtung gewickelt
sind.
Als Beweis für die Vorteile, die die Erfindung mit sich bringt, soll erwähnt werden,
daß bei einem Seetelegraphenkabel pnaA
= 0,16 und die Widerstandserhöhung je Seemeile 0,031 Ohm war. Hierbei wurde angenommen,
daß die Impedanz der Bewehrungsdrähte Z2 = 5 und die Impedanz des Seewassers
Z3 = j war.
Dies entspricht dem Fall, in welchem das Belastungsmaterial und die Bewehrungsdrähte
in derselben Richtung gewickelt werden (und M2 deshalb positiv ist). Ist aber die Bewehrung
entgegengesetzt der Belastung gewickelt (also M2 negativ;, so beträgt die Widerstandsabnahme
— 0,031 Ohm/Seemeile. Der Widerstand in der Rückleitung ist somit um etwa
io°/0 verringert.
to Aus Gl. (1) ergibt sich, daß, wenn M2
negativ ist (also die Bewehrungsdrähte entgegengesetzt der Belastung gewickelt sind;,
dieselbe Wirkung hervorgerufen wird, wie wenn die rückwirkende Komponente der Impedanz
die Bewehrungsdrähte erhöht wird. Durch diese Maßnahme können die Ströme in den Bewehrungsdrähten und im Seewasser in
Phase miteinander gebracht werden. Wenn zwei Schichten von Belastungsbändern oder
Drähten vorhanden sind, die in entgegengesetzten Richtungen gewickelt, aber mit Bezug
auf die axiale Komponente des magnetischen Flusses nicht abgeglichen sind, so muß
der Rückleiter entgegengesetzt derjenigen Schicht gewickelt werden, welche den überschüssigen
axialen Fluß erzeugt.
Aus Gl. (2) geht hervor, daß die Größe von A dadurch geregelt werden kann,
daß die Permeabilität oder die Stärke oder der Schlagwinkel des Belastungsbandes o. dgl.
geändert wird, weil Veränderungen dieser Größen den Widerstand des Mittelleiters beeinflussen.
Abb. 2 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung. Der Mittelleiter 20 ist von Deckleitern
21 umgeben, welche dicht an dem Mittelleiter 20 anliegen. Auf diesem zusammengesetzten
Leiter ist das Belastungsmaterial angebracht, welches die Form eines Bandes 22
hat. Der belastete Leiter ist mit einer Isolierhütte
23 umgeben, die eine Schutzschicht aus Jute 24 trägt. Ein weiterer Schutz wird
durch die Bewehrungsdrähte 25 gewährt, welche ebenfalls in Jute 26 eingebettet sind.
Die Bewehrungsdrähte 25 dienen hier als Riickleiter. Wie aus der Abbildung ersichtlich,
sind die Bewehrungsdrähte 25 und die Belastungsbänder 22 in entgegengesetzten Richtungen gewickelt.
Die Erfindung kann in verschiedener Weise umgeformt werden. Wenn beispielsweise bei
dem in Abb. 3 dargestellten Kabel ein Wurmschutzband 31 verwendet wird, müßten Bewehrungsdrähte
und Wurmschutzband in derselben Richtung um den Leiter gelegt werden, während die Belastungsbänder in der entgegengesetzten
Richtung gewickelt werden müßten. In jedem Fall ist darauf zu achten, daß der wichtigste Riickleiter entgegengesetzt
den Belastungsbändern gewickelt wird.
Der in, der Beschreibung benutzte Ausdruck »Band« umfaßt auch, ähnliche langgestreckte
Körper, beispielsweise Streifen oder Drähte.
Claims (3)
1. Seekabel mit stetig induktiv belastetem Hinleiter und verschiedenen
Rückstromwegen, von denen der hauptsächliche Rückstromweg die Form eines Schraubenleiters hat, dadurch gekennzeichnet,
daß der hauptsächliche Rückleiter entgegengesetzt dem Wicklungssinne der magnetischen Bänder gewickelt
ist, und daß der Querschnitt und (oder) die magnetischen Eigenschaften und (oderJ
der Drall der magnetischen Bänder derart gewählt sind, daß die (stets vorhandene)
axial gerichtete magnetische Flußkomponente nach Größe und Vorzeichen so groß ist, daß die Ströme in den Rückleiterbahnen
so nahe wie möglich in Phase sind.
2. Seekabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Teile der
Rückleitung einschließlich des Wurmschutzbandes, der Bewehrungsdrähte entgegengesetzt
den magnetischen Bändern gewickelt sind.
3. Seekabel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Querschnitte
und die Steigung der außenliegenden Schraubenwindungen der Rückleitung derart gewählt sind, daß die
Ströme in den Rückleitern so nahe wie möglich in Phase miteinander sind.
" Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US283373A US1832455A (en) | 1928-06-06 | 1928-06-06 | Submarine signaling conductor |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE570439C true DE570439C (de) | 1933-02-16 |
Family
ID=23085731
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE39270D Expired DE570439C (de) | 1928-06-06 | 1929-05-19 | Seekabel mit stetig induktiv belastetem Hinleiter und verschiedenen Rueckstromwegen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1832455A (de) |
| DE (1) | DE570439C (de) |
| GB (1) | GB313076A (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2705735A (en) * | 1950-02-27 | 1955-04-05 | Wolf E Mark | Electrical conductors |
| US4025715A (en) * | 1976-03-15 | 1977-05-24 | Alcan Aluminum Corporation | Shielded electric cable |
-
1928
- 1928-06-06 US US283373A patent/US1832455A/en not_active Expired - Lifetime
-
1929
- 1929-05-08 GB GB14436/29A patent/GB313076A/en not_active Expired
- 1929-05-19 DE DEE39270D patent/DE570439C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB313076A (en) | 1930-08-08 |
| US1832455A (en) | 1931-11-17 |
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