DE569045C - Werkzeugmaschine zum gleichzeitigen Fraesen und Bohren mit einem schrittweise gedrehten Arbeitstisch - Google Patents

Werkzeugmaschine zum gleichzeitigen Fraesen und Bohren mit einem schrittweise gedrehten Arbeitstisch

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DE569045C
DE569045C DE1930569045D DE569045DD DE569045C DE 569045 C DE569045 C DE 569045C DE 1930569045 D DE1930569045 D DE 1930569045D DE 569045D D DE569045D D DE 569045DD DE 569045 C DE569045 C DE 569045C
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    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • B23Q39/00Metal-working machines incorporating a plurality of sub-assemblies, each capable of performing a metal-working operation
    • B23Q39/04Metal-working machines incorporating a plurality of sub-assemblies, each capable of performing a metal-working operation the sub-assemblies being arranged to operate simultaneously at different stations, e.g. with an annular work-table moved in steps
    • B23Q39/042Metal-working machines incorporating a plurality of sub-assemblies, each capable of performing a metal-working operation the sub-assemblies being arranged to operate simultaneously at different stations, e.g. with an annular work-table moved in steps with circular arrangement of the sub-assemblies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Drilling And Boring (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 30. JANUAR 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 49 b GRUPPE lor
George Melling in Jackson, Mich., V. St. A.
gedrehten Arbeitstisch
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Januar 1930 ab
Die Erfindung bezieht sich auf eine automatisch arbeitende Werkzeugmaschine, welche nacheinander ein eingespanntes Arbeitsstück fräst und bohrt und über eine große Leistungsfähigkeit verfügt. Die verschiedenen sich bewegenden Teile sind so zueinander angeordnet, daß sie sich gegenseitig ausgleichen, so daß die Maschinenteile gegen übermäßige Beanspruchungen entlastet sind, wodurch die Erschütterungen wesentlich herabgesetzt werden. Die verschiedenen Werkzeuge sind derart angeordnet, daß sie an demselben Arbeitsstück nacheinander verschiedene Bearbeitungen vornehmen. Die Werkzeugmaschine hat einen Drehtisch zur Aufnahme der Arbeitsstücke, der selbsttätig gedreht und in den Arbeitsstellungen festgehalten wird, so daß er sich während der Bearbeitung der Arbeitsstücke nicht verstellen kann. Sollte diejenige Vorrichtung, welche den Arbeitstisch schrittweise dreht, versagen, dann wird eine selbsttätige Vorrichtung ausgelöst, welche die Bewegung der Werkzeuge gegen die Arbeitsstücke verhindert bzw. unterbricht.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt:
Abb. ι zeigt die Werkzeugmaschine von vorn. Abb. 2 zeigt die Werkzeugmaschine von hinten.
Abb. 3 zeigt das rechte Ende der Maschine nach Abb. 1.
Abb. 4 ist eine Draufsicht auf die Maschine nach einem Horizontalschnitt nach Linie 4-4 der Abb. i, 2 und 5.
Abb. 5 ist ein senkrechter Teilschnitt nach Linie 5-5 der Abb. 4 und 10.
Abb. 6 zeigt im vergrößerten Maßstabe Einzelteile der Antriebsverbindungen für die verschiedenen Werkzeuge.
Abb. 7 zeigt den Nachbohrer oder Aufreiber und die damit verbundenen Teile.
Abb. 8 zeigt den letzten Fräser und die damit verbundenen Teile.
Abb. 9 zeigt die Vorschaltvorrichtung für den Arbeitstisch.
Abb. 10, 11 und 12 sind Horizontalschnitte nach den Linien 10-10 bzw. 11-11 bzw. 12-12 der Abb. 5.
Abb. 13 ist eine Seitenansicht eines rohen unbearbeiteten Arbeitsstückes, welches in der Maschine' der Erfindung bearbeitet wird, und Fräser sind in gestrichelten Linien dargestellt, und
Abb. 14 ist eine Seitenansicht des Arbeitsstückes, wobei sich die in gestrichelten Linien dargestellten Fräser in Eingriff mit dem Arbeitsstück befinden.
Das in der Abb. 1 dargestellte Maschinenbett oder Maschinengestell 1 dient zur Unterstützung der verschiedenen Teile der Maschine. Dieses Maschinenbett ist mit einem Fußteil oder Bügel 2 versehen, der einen Sockel 3 (Abb. 5)
zur Aufnahme eines aufrechten Zapfens 4 hat. Der Bügel 2 ist mit einem ringförmigen Band 5 versehen, welcher als Unterlage für eine ringförmige Führung 6 dient, auf welcher der drehbare Arbeitstisch 7 ruht.
Der Arbeitstisch 7 ist an seinem Außenumfang mit einer Anzahl im Abstand voneinander befindlichen Ansätzen 8 versehen, die zur schrittweisen Drehung des Arbeitstisches dienen, wie später näher beschrieben wird.
An dem Zapfen 4 ist ein Querstück 9 mittels Bolzen 10 festgeklammert. Ferner ist an dem Zapfen 4 ein Querstück 11 mittels Bolzen 12 befestigt. Das Querstück 11 hat nach auswärts ragende segmentförmige Ausleger 13 (Abb. 7, 8 und 10) für die schwingbaren Halter 14, welche um eine senkrechte Achse 15 an den nach auswärts ragenden Armen 16 des Querstückes n schwingbar befestigt sind.
Die Halter 14 dienen zum Tragen von senkrechten Frässpindeln 17 mit einem Fräser 18 am unteren Ende und sind zu diesem Zweck mit geeigneten Lagern zur Aufnahme der Frässpindeln 17 versehen, die jedoch nicht in ihren Einzelheiten beschrieben sind. Die Halter 14 sind mit Gleitflächen 19 versehen, die einstellbare Gleitschuhe 20 haben, welche mittels Schrauben 21 (Abb. 8) nachstellbar sind. Die Halter 14 tragen ferner gegabelte Lagerstützen 22, welche eine durch die Universalgelenke 28 begrenzte Schwingbewegung um die Frässpindeln vj ausführen können. An den oberen Enden der Frässpindeln 17 sitzen Kegelräder 23, welche zwischen den Armen der Lagerstützen 22 liegen. Die Arme der Lagerstützen sind mit übereinanderliegenden Lagern zum Durchgang des oberen Endes der Frässpindeln 17 yersehen, und ferner haben die Lagerstützen 22 Lager für die waagerechten Antriebswellen 25 und 26 (Abb. ι und 4).
Die waagerechten Antriebswellen 25 und 26 sind mit Kegelräder 27 versehen, welche mit den Kegelrädern 23 an den Frässpindeln kämmen. Diese Wellen 25 und 27 sind mittels der Universalgelenke 28 mit Transmissionswellen 29 und 30 verbunden. Diese Transmission wird später näher beschrieben. Es sei lediglich an dieser Stelle bemerkt, daß die Universalgelenke 28 eine begrenzte Ausschwingung der Wellen 25 und 26 in waagerechter Ebene gestatten, so daß die Kegelräder 23 und 27 stets in Eingriff miteinander bleiben, wenn die Halter 14 ihre Ausschwingung um die senkrechte Achse 15 ausführen.
Die Halter 14 sind an gegenüberliegenden Seiten des Zapfens 4 in entgegengesetzter Richtung zueinander angeordnet. Sie werden jedoch gleichzeitig ausgeschwungen, und zwar mittels einer doppelten Hubscheibe 31, welche schwingbar an dem Zapfen 4 befestigt ist. Die Halter 14 werden durch Federn 32 zurückgezogen und nachgiebig gegen die Hubscheibe 31 gedrückt. Diese Federn 32 sitzen an Stangen 33 und stehen mit Armen 35 an dem Halter in Eingriff. Die Arme 35 sind mit Löcher versehen, durch welche die Stangen 32 hindurchragen (Abb. 10).
Die Hubscheibe 31 wird ihrerseits durch eine Hubscheibe 36 (Abb. 6) betätigt, welche auf eine Stoßstange 37 (Abb. 6 und 11) .einwirkt. Ein Ende dieser Stoßstange ist mit der Hubscheibe 31 verbunden, während das andere Ende von einem Schwingarm 38 unterstützt wird, welcher bei 39 drehbar gelagert ist. Der Arm 38 ist mit einer Rolle 40 versehen, welche mit der Hubscheibe 36 in Eingriff steht. Die Stoßstange 37 ist mit einem Schraubenschloß 41 versehen.
Durch diese Anordnung der Teile werden die Fräser 18 gleichmäßig auf das Arbeitsstück hinzu bewegt und von demselben wieder fortbewegt. Wie bereits bemerkt, sind sie entgegengesetzt an dem Querstück 11 angeordnet, so daß dadurch die Beanspruchungen größtenteils ausgeglichen werden.
Das Querstück 9 an dem Zapfen 4 dient zum Tragen des Bohrergehäuses 42 und des Reibahlengehäuses 43.. Diese Gehäuse sind mit Armen 44 versehen, welche die Enden des Querstückes 11 überlappen und an demselben angebolzt sind. Die Bohrspindeln 45 und 46 sind mit Zahnstangen 47 versehen, welche mit Zahnrädern 48 an den Wellen 49 kämmen, wodurch der Bohrer und die Reibahle, die bei 50 bzw. 51 dargestellt sind, auf das Arbeitsstück hinzu- und wieder von demselben hinwegbewegt werden können. Die Einspannfutter 52 für die Werkzeuge 50 bzw. 51 sind von bekannter Konstruktion (Abb. 5).
Die Bohrspindeln 45 und 46 sind an ihren oberen Enden mit je einem Kegelrad 53 bzw. 54 versehen. Das Kegelrad 53 wird von einem Kegelrad 56 gedreht, welches an einer Welle 55 sitzt. Die Welle 55 ruht in einem Lager 57, welches an einer jochförmigen Stütze 58 sitzt, die von dem Gehäuse 42 getragen wird. Diese 10s Stütze 58 trägt ferner ein Lager 59 für das obere Ende der Bohrspindel 46. Die Welle 55 wird von der Transmission angetrieben, wie später beschrieben wird. Das Kegelrad 54 an der Bohrspindel 46 ist mit dem Kegelrad 53 durch eine Welle 60 verbunden, welche in Lagern 61 ruht, die von dem Zapfen 4 getragen werden. Kegelräder 62 an den Enden der Welle 60 kämmen mit den Kegelrädern 53 bzw. 54. Hierdurch werden die Bohrspindeln mit der gleichen Geschwindigkeit gedreht. Die Längsverschiebung der Spindeln mittels der Zahnstangentriebe wird gleichzeitig vorgenommen, und zwar ist die eine Welle 49 mit einem Arm 63 (Abb. 1) versehen, welcher durch eine Stoßstange 64 ausgeschwungen wird, die an einem Ende mit dem Arm 63 gelenkig verbunden ist
und an ihrem äußeren Ende an einen Lenker 65 angeschlossen ist, der bei 66 drehbar gelagert ist und von einer Hubscheibe 67 ausgeschwungen wird. Der Lenker 65 (Abb. 6) trägt eine Rolle 68, welche mit der Hubscheibe 67 in Eingriff steht. Die Hubscheibe 67 und die Hubscheibe 36 sind an einer gemeinsamen Welle69 angeordnet, die quer zur Maschine verläuft. Die Antriebsverbindung für diese Welle wird später be- schrieben.
Der Arm 63 ist mittels einer Stange 70 mit einem Arm 71 an der Welle 49 der zweiten Bohrvorrichtung verbunden (Abb. 1 und 7). Eine der Wellen 49 ist ferner mit einem Arm 72 (Abb. 2 und 6) versehen, an welchem eine Feder 73 befestigt ist, die dazu dient, die Bohrspindeln wieder in ihre zurückgezogene Stellung einzubringen.
Die Vorschaltvorrichtung für den Arbeitstisch 7 besteht aus einer längsverschiebbaren Stange 74 (Abb. 1 und 4), welche in Gleitlagern 75 ruht und in horizontaler Richtung hin und her verschoben werden kann und an einer Seite des Arbeitstisches liegt. Die Stange 74 wird von einer Hubscheibe 76 aus betätigt, die an der Welle 69 sitzt. Die Hubscheibe 76 beeinflußt einen Hebel yy, der bei 78 an dem Transmissionsgehäuse 79 drehbar gelagert ist und mit der Stange 74 durch einen Lenker 80 verbunden ist. Der Hebel 77 trägt eine Rolle 81, welche mit der Hubscheibe 76 in Eingriff steht. Eine Schraubenfeder 82 wird von einer Stange 83 getragen, welche durch einen Ansatz 84 hindurchgeht, der sich seitlich von der Stange 74 erstreckt. Die Feder 82 drückt gegen den Ansatz 84 und auch gegen das vordere Lager 75 der Stange 74. Die Stange 74 trägt eine Schaltklinke 85 (Abb. 4), welche an der Stange angelenkt ist und mit den Ansätzen 8 an dem Umfang des Arbeitstisches zusammenarbeitet.
Eine an der Stange 74 befestigte Blattfeder 86 steht mit der Klinke 85 in Eingriff und drängt dieselbe in Eingriffsstellung.
Eine Sperrklinke 87 (Abb. 1, 4 und 16) ist bei 88 an dem Maschinenrahmen drehbar befestigt und arbeitet mit den Ansätzen 8 zusammen. Diese Sperrklinke 87 hat eine Aussparung 89, in welche die Ansätze 8 ganz genau hineinpassen. Diese Ansätze 8 haben einen rechteckigen Querschnitt, damit sie ganz genau in eine entsprechende Aussparung der Sperrklinke hineintreten können, so daß der Arbeitstisch in den einzelnen Arbeitsstellungen sicher festgehalten wird. Die Sperrklinke wird durch eine an der Stange 74 sitzende Rolle 90 außer Eingriff mit den Ansätzen 8 gebracht, und zwar ist zu diesem Zweck die Sperrklinke mit einem nach auswärts ragenden Arm 91 versehen, welcher mit der Rolle 90 zusammenarbeitet.
Die Sperrklinke 87 wird durch eine Zugfeder 92 in ihre Eingriffsstellung gedrängt.
Diese Zugfeder 92 ist mit ihrem einen Ende an dem Arm 91 befestigt, während ihr anderes Ende an der Stange 74 befestigt ist. Die Hubscheibe 76 hat eine lange Erhöhung und eine verhältnismäßig kurze und plötzliche Vertiefung. Die Erhöhung hält die Stange 74 sicher in ihrer nach vorwärts verschobenen Stellung, in welcher die Sperrklinke 87 infolge der angespannten Zugfeder 92 in Eingriffsstellung mit dem Arbeitstisch 7 gehalten wird.
Um ferner die Sperrklinke in Eingriffsstellung zu halten und um die verringerte Spannung der Feder 92 zu ersetzen, wenn die Stange 74 zurückgeschoben ist, ist eine zweite Feder 93 (Abb. 4) vorgesehen, welche an der Stange 94 sitzt, die durch eine Stütze 95 an dem Maschinenrahmen gleitbar hindurchragt. In dieser Anordnung der Einzelteile stellt die Sperrklinke 87 eine sehr starke und sichere Vorrichtung dar, um den Arbeitstisch 7 in den einzelnen Arbeitsstellungen festzuhalten.
Der Arbeitstisch 7 ist mit einer Anzahl Arbeitsstückhalter versehen, welche eine ganz bestimmte Lage in Bezug auf die Ansätze 8 haben.
Die Antriebsverbindungen für die anzutreibenden Teile sind folgendermaßen ausgeführt: Eine Riemenscheibe 207 (Abb. 1 bis 4) ist an der Welle 30 mittels einer bekannten ausrückbaren Kupplung 209 befestigt und wird durch irgendeine Antriebsvorrichtung, z. B. einen Treibriemen 208, angetrieben. Die Kupplung wird durch einen Handhebel 110 überwacht. Die Welle 30 ist mittels Zahnräder in und 112 mit der Welle 55 verbunden, welche die Bohrspindeln antreibt, wie bereits beschrieben worden ist.
Die Welle 29 wird von der Welle 55 mittels der Zahnräder 113 und 114 angetrieben. Alle diese eben erwähnten Zahnräder sind in einem Gehäuse 79 angeordnet. Das aus dem Gehäuse 79 herausragende Ende der Welle 29 ist mit einer Riemenscheibe 116 versehen, die zum Antrieb eines Riemens 117 dient, der über eine Riemenscheibe 118 an einer Schneckenwelle 119 hinwegläuft. Eine ausrückbare Kupplung 120 dient dazu, um die Riemenscheibe 118 mit der Schneckenwelle 119 zu verbinden. Die Schnekkenwelle 119 treibt ein Schneckenrad 121, welches an der Hubscheibenwelle 69 befestigt ist. Durch diese Antriebsverbindung werden die einzelnen Teile im Gleichtakt zueinander angetrieben.
Die Kupplung 120 ist mit einer selbsttätigen Ausrückvorrichtung versehen, welche beim Versagen der Sperrklinke 87 in Tätigkeit gesetzt wird (Abb. 1, 2, 7). Diese Ausrückvorrichtung besteht gemäß der dargestellten Ausführungsform aus einer Schwingwelle 122, welche an dem linken Ende des Maschinenbettes 1 angeordnet ist und einen nach aufwärts ragenden
Arm 123 hat, der mit der Klinke 87 durch eine Stange 124 verbunden ist. An dem entgegengesetzten Ende der Schwingweüe 122 ist ein Arm 125 befestigt, welcher mittels einer Stange 126 mit einem Winkelhebel 127 (Abb. 2) verbunden ist, der seinerseits bei 128 drehbar gelagert ist? und zum Unterstützen des Kupplungsauslösungsgliedes 129 dient. Die Hubscheibenwelle 69 ist mit einem Arm 130 versehen, welcher gegen dieses Kupplungsauslösungsglied 129 anschlägt, wenn sich dasselbe in seiner erhöhten Stellung befindet, wie in den gestrichelten Linien in der Abb. 2 zu sehen ist. Das Kupplungsauslösungsglied wird dadurch in seine erhöhte Stellung bewegt, wenn sich die Sperrklinke 87 in ihrer ausgelösten oder zurückgezogenen Stellung befindet, so daß, wenn die Sperrklinke nicht in ihre Sperrstellung bewegt wird, die Kupplung 120 ausgerückt ist, so daß die Hubscheibenwelle 69 nicht gedreht wird und daher auch keine Betätigung der von den Hubscheiben gesteuerten Werkzeuge stattfindet.
Die Kupplung 120 kann jedoch auch von Hand aus ein- und ausgerückt werden, und zu diesem Zweck ist eine Schwingwelle 131 angeordnet, welche über einen Handhebel 132 verfügt und einen Arm 133 hat, der mittels einer Stange 134 mit dem Kupplungshebel 135 verbunden ist. Dieser Kupplungshebel 135 ist bei 136 mit dem selbsttätigen Kupplungsauslöseglied 129 verbunden.
Die Arbeitsweise der Werkzeugmaschine ist folgende: Der an der Vorderseite der Maschine stehende Arbeiter legt die Arbeitsstücke in die Haltevorrichtung ein, wenn dieselben in die Anfangslage eintreten, sobald ein Arbeitsschritt beendet ist. Er nimmt das fertige Arbeitsstück aus dem Halter heraus und legt ein unbearbeitetes Arbeitsstück in denjenigen Halter hinein, aus welchem er gerade das fertige Arbeitsstück herausgenommen hat.
Das in der Abb. 13 dargestellte Arbeitsstück ist ein rohes Schmiedestück, welches zuerst von dem ersten Fräser 18 bearbeitet wird, welcher ein Mehrfachfräser ist und aus drei Einzelfräsern besteht, welche die Seitenflächen der Gabelarme des Arbeitsstückes bearbeiten, wie die Abb. 14 zeigt. Die Klaue 101 des Halters ist in ihrer inneren Seite geschlitzt, um die Fräser aufzunehmen. Von dieser Arbeitsstellung aus wird das Arbeitsstück in eine weitere Stellung befördert, in welcher es durch den Bohrer 50 bearbeitet wird und dabei von einem der Gegenhalter 106 während der Bohrung unterstützt wird. Der Bohrer wird ununterbrochen angetrieben, jedoch seine Abwärtsbewegung in das Arbeitsstück hinein wird selbsttätig durch die Hubscheibenwelle gesteuert, wie bereits beschrieben ist.
Nachdem das Arbeitsstück gebohrt worden ist, wird es in eine Stellung befördert, wo die zweiten oder die Nachbearbeitungsfräser auf das Arbeitsstück eingreifen, um den Grat zu entfernen, welcher durch den Bohrer bearbeitet worden ist, und um auch sonst die bearbeiteten Flächen des Arbeitsstückes nachzuarbeiten. Hierauf wird das Arbeitsstück in eine weitere Stellung bewegt, in welcher die Aufreibung des gebohrten Loches durch die Reibahle 51 stattfindet, wodurch das Loch auf die gewünschte Größe gebracht wird.
Wie bereits erwähnt worden ist, sind die Teile so angeordnet, daß die Fräser gleichzeitig auf das Arbeitsstück hinzu und von demselben hinwegbewegt werden. Diese Teile sind einander gegenüber angeordnet und so ausgeglichen, daß die Beanspruchungen und Erschütterungen auf ein Mindestmaß herabgesetzt werden. Die Bohreinheiten sind ebenfalls mit Bezug aufeinander und dem Pfosten 4 entgegengesetzt zueinander angeordnet, so daß sie ebenfalls sich gegenseitig in ihren Beanspruchungen ausgleichen.
Die neue Werkzeugmaschine verfügt über eine sehr große Leistungsfähigkeit und bearbeitet die Arbeitsstücke äußerst genau. Es ist selbstverständlich, daß die beschriebene Maschine lediglich ein Ausführungsbeispiel ist und zahlreichen Änderungen hinsichtlich der Anordnung der Einzelteile sowie der zu bearbeitenden Arbeitsstücke unterworfen werden kann, ohne daß dadurch das Wesen der Erfindung geändert wird.

Claims (12)

Patentansprüche:
1. Werkzeugmaschine zum gleichzeitigen Fräsen und Bohren mit einem schrittweise gedrehten Arbeitstisch und an diesem Arbeitstisch angeordneten Haltern für die Arbeitsstücke, dadurch gekennzeichnet, daß die Frässpindeln (17) in Haltern (14) angeordnet sind, welche um parallel zur Drehachse des Tisches liegende Achsen schwingbar sind, daß das Ausschwenken der Halter (14) gleichzeitig durch eine in der Drehachse des Tisches angeordnete Hubscheibe (31) erfolgt, und daß zwischen je zwei Haltern (14) eine Bohrspindel (45, 46) vorgesehen ist, und daß alle von den Werkzeugspindeln getragenen Werkzeuge bei verriegeltem Arbeitstisch (7) gleichzeitig in Tätigkeit treten.
2. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß.die Halter (14) für die Frässpindeln (17) an den Enden eines Querstückes (11) schwingbar angeordnet sind, das an einem in der Drehachse des Arbeitstisches (7) liegenden Zapfen (4) befestigt ist.
3· Werkzeugmaschine nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswellen (25, 26), durch welche die Frässpindeln (17) über Kegelrädergetriebe (23, 27) Antrieb erhalten, infolge Einschaltung entsprechender Universalgelenke (28) den Schwingbewegungen der Halter (14) folgen können.
4. Werkzeugmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Gleitflächen (19) der schwingbaren Halter (14) und den Gegengleitflächen an den Auslegern (13) des Ouerstückes (11) nachstellbare, an den Haltern (14) befestigte Gleitschuhe (20) angeordnet sind.
5. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrvorrichtungen (42, 43) mit einem an dem zentralen Zapfen (4) befestigten Querstück
(9) verbunden sind, derart, daß die Bohrspindeln (45, 46) parallel zur Drehachse des Arbeitstisches (7) liegen und in ihrer Längs- : richtung zum Heben und Senken der Bohr- '■ werkzeuge (50 bzw. 51) in üblicher Weise j
verschiebbar sind.
6. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Enden der Bohrspindeln (45, 46) je mit einem Kegelrad (53, 64) versehen sind, die miteinander durch eine an den Enden mit Kegelrädern (62) versehene, in einem an dem zentralen Zapfen (4) befestigten Lager (61) laufende Querwelle (60) verbunden sind, während eins von den Kegelrädern (53 oder 54) an den Bohrspindeln auch noch mit einem Kegelrad (56) auf der Antriebswelle (55) .für die Bohrspindeln (45, 46) kämmt.
7. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der an dem zentralen Zapfen (4) drehbar gelagerten Hubscheibe (31) sowie die Steuerung der an sich bekannten Vorrichtungen (47 bis 49) zum Heben und Senken der Bohrspindeln (45, 46) durch zwei Hubscheiben (36 und 67) erfolgt, die zusammen mit den den schrittweisen Tischantrieb steuernden Kurvenscheiben (76) auf einer gemeinsam angetriebenen Welle (69) befestigt sind.
8. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswellen (25, 26, 55) für die Frässpindeln (17) und Bohrspindeln (45, 46) einen gemeinsamen zwangsläufigen Antrieb (in bis 114) haben, von dem gleichzeitig unter Zwischenschaltung einer ausriickbaren Kupplung (120) die Ableitung des Antriebes für die Hubscheibenwelle (69) erfolgt.
9. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigung einer den Arbeitstisch (7) weiterschaltenden Schaltklinke (85) sowohl als auch einer den Arbeitstisch (7) blockierenden Sperrklinke (87) durch eine hin und her verschiebbare Stange (74) erfolgt, die an einen Hebel (77) angelenkt ist, den die auf der gemeinsamen Hubscheibenwelle (69) sitzende Hubscheibe (76) beeinflußt, und daß das Auslösen der Sperrklinke (87) selbsttätig vor Beginn einer Teilschaltung des Arbeitstisches (7) durch die Stange (74) erfolgt.
10. Werkzeugmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (87) mit der hin und her verschiebbaren Stange (74) durch eine Zugfeder (92) verbunden ist, die während der die Weiterschaltung des Arbeitstisches (7) bewirkenden Bewegung der Stange (74) eine größere Spannung erfährt, derart, daß sich der Anpreßdruck gegen den Arbeitstisch (7) vergrößert.
11. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1,
9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (87) bei ihrer Bewegung ein Gestänge (122, 126, 127) so verstellt, daß dieses einen Ausrückhebel (129) für die Kupplung (120) der Steuerscheibenwelle (69) je nach Stellung der Sperrklinke (8j) hebt go oder senkt, jedoch auf die Kupplung (120) selbst nicht einwirkt.
12. Werkzeugmaschine nach Anspruch 8 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß an der Hubscheibenwelle (6g) ein Arm (130) befestigt ist, der bei ausgerückter Sperrklinke (87) mit dem durch das Gestänge (i22, 126, 127) gehobenen Ausrückhebel (129) für die Kupplung (120) in Eingriff gerät und diese ausrückt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
DE1930569045D 1930-01-20 1930-01-21 Werkzeugmaschine zum gleichzeitigen Fraesen und Bohren mit einem schrittweise gedrehten Arbeitstisch Expired DE569045C (de)

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