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Faltkarte für Staffelkarteien mit den faltbaren Teil überragenden
Sichtstreifen Die Erfindung ist eine weitere Ausbildung der Staffelkarteikarte mit
faltbarem Mittelteil nach dem Patent 562 627, und zwar ist gemäß der Erfindung der
gefaltete Mittelteil außer an dem unteren und dem Seitenrande auch all dem oberen
Rande gegenüber den Seitenteilen verkürzt. Die beiden Seitenteile der Karte haben
somit oben und unten einen über dem Mittelteil überstehenden Randstreifen. Dies
hat den Vorteil, daß die Karte mit beiden Rändern in die bekannten schmalen durchsichtigen
Taschen eines Kartenhalters eingesteckt werden kann, so daß z. B. nach vollständigem
Beschreiben der einen Seite der Karte dieselbe, von unten nach oben umgedreht, mit
dem andern überstehenden Randstreifen in den durchsichtigen Falz eingefügt werden
kann, wobei die Inschriften all den Randstreifen von demselben Ende aus lesbar sind
und die entsprechenden Rubriken auf beiden Kartenseiten in gleicher Verteilung liegen.
Dies ist für manche Benutzungsfälle, insbesondere bei Durchschreibsysternen, erwünscht.
Ferner kann der eine der überstellenden Randstreifen vorteilhaft zur Anbringung
bekannterBefestigungsmittel dienen, mit welchen die Karte an einem Kartenhalter
oder an der Nachbarkarte oder am Gestell lösbar befestigt ist. Die Seitenteile können
ferner mit Verbindungsmitteln versehen werden, die die Karte in der zusammengefalteten
Lage sichern, so daß der gefaltete Mittelteil in der Kartei flach liegt.
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In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen und Anwendungen
von Faltkarten nach der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. r einen bekannten
Kartenhalter einer Staffelkartei, an welchem eine in Fig. a gesondert dargestellte
Faltkarte befestigt ist.
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Fig.3 zeigt eine andere Anwendungsform der Faltkarte, bei welchem
mehrere zu einer Kette verbundene Karten an einem Kartenhalter befestigt sind.
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Fig..I stellt die hierbei verwendete Ausführungsform der Faltkarte
dar.
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Fig. 5 zeigt eine andere Form der Faltkarte mit mehreren Falten.
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Fig.6 stellt ein Bruchstück eines Gestellrahmens dar, an welchem mehrere
Faltkarten von anderer Ausführung unmittelbar befestigt sind.
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Fig. 7 zeigt einen vergrößerten Querschnitt nach der Linie VII-V II
der Fig. 6.
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Fig. ä zeigt die hierbei verwendete Karte. Fig. g stellt eine weitere
Ausführungsform eines Kartenhalters mit daran angebrachter Faltkarte dar, und Fig.
1o ist ein Querschnitt nach der Linie K-K. der Fig. 9 in vergrößertem Maßstab.
Bei
der Ausführungsform nach Fig. i und 2 besteht der Kartenhalter in bekannter Weise
aus einem festen Blatt 3o, an welchem oben der Abstandshalter 31 durch Drahtklammern
33 befestigt ist. Der Abstandshalter besteht aus einem Pappstreifen, der etwas breiter
ist als das Blatt 3o und zwei seitliche Zungen 32 bildet, die dazu bestimmt sind,
in die Seitenkanäle einer flachen Schublade einzugreifen, in welchen die Kartenhalterreihe
verschiebbar gelagert ist. Unter den Klammern 33 befindet sich eine aus einer Perforation
34 gebildete Schwächungslinie. Am unteren Ende ist ein Falz 35 aus Celluloid oder
anderem durchsichtigen Material befestigt, in welchen der Sichtstreifen der Karte
eingesteckt wird. Durch schräge Einschnitte sind in den oberen Ecken des Kartenblattes
3o Befestigungslaschen 36 für die freien Ecken der Karte gebildet. Die Karte (Fig.2)
besteht aus den beiden Seitenteilen 37, 38 und dem faltbaren Mittelteil, der aus
den beiden durch eine Kniff- oder Gelenklinie verbundenen Hälften -39, 4o
besteht. Dieser faltbare Mittelteil ist beiderseits symmetrisch zu den Seitenteilen
37, 38 verkürzt, so daß oben und unten die Seitenteile um Streifen 41, 42 bzw. 43,
44 breiter sind als der Mittelteil. Diese Verbreiterungen dienen, wie aus Fig. i
ersichtlich, zur Befestigung der zusammengefalteten Karte an dem Kartenhalter 3o
durch Einstecken in den Celluloidfalz 35, und zwar werden, wenn die Vorderseite
der Karte sichtbar sein soll, die unteren Streifen 4a" 44, in den Falz eingesteckt,
während bei Benutzung der Rückseite, nachdem'die Vorderseite gefüllt ist, die Karte
umgedreht wird und die ursprünglich oberen Streifen 41, 43 dann in den Celluloidfalz
eingesteckt werden. Die Faltlinien des Mittelteils sind vorteilhaft so ausgeführt,
daß man die Faltung sowohl nach oben wie nach unten vornehmen kann, so daß die Karten,
gleichviel ob sie in der normalen oder in der umgewendeten Lage in der Kartei stecken,
stets das gleiche Bild bieten und der gefaltete Teil zusammengelegt nach oben liegt.
Um diese Faltung wiederholt ausführen zu können, ohne daß dieKnickstellen durchreißen,
können diese durch Einschnitte o. dgl. als Gelenke ausgebildet werden.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 bis 5 sind an einem Kartenhalter
67 mehrere Karten, die untereinander in Kettenform verbunden sind, derart befestigt,
daß nur die oberste Karte der Reihe unmittelbar mit dem Kartenhalter verbunden ist,
während die andern Karten lediglich untereinander zusammenhängen. Die Karte So (Fig.
4 und 5) ist zu diesem Zwecke an den Seitenteilen 52, 53 oben mit Ohren 64 und daneben
mit schrägen Einschnitten 62, 63 versehen, die so liegen, daß die Ohren 64 der Nachbarkarte
in die Einschnitte eingesteckt werden können. Die Ohren 6.4 der obersten Karte greifen
in je einen entsprechenden schrägen Einschnitt 66 unterhalb des Abstandshalters
65 des Kartenhalters 67 ein. Der Mittelteil 54 ist durch Kniffe 56 faltbar, und
zwar bei der Ausführungsform nach Fig. 4 einmal und bei der nach Fig. 5 zweimal,
so daß bei ersterer Ausführung eine Falte und bei letzterer zwei Falten gebildet
sind. Diese Knickstellen können, wie bei 70 in Fig.4 angedeutet, als Schwächungsstellen
bzw. Gelenke ausgeführt sein, um die Umfaltung auch nach der andern Richtung vornehmen
zu können. Auch hier haben die Seitenteile 52, 53 oben und unten überragende Randstreifen
57 bzw. 58. Eine weitere Besonderheit dieser Ausführungsformen sind Befestigungsmittel
68, 69. Diese bestehen aus Haken 68 und entsprechenden Ösenlöchern 69, die am inneren
Rande der überragenden Teile 57 bzw. 58 angebracht sind. Bei den gezeichneten Ausführungsbeispielen
sind diese Befestigungsmittel aus dem Material der Karten selbst ausgeschnitten.
Es können aber auch besondere, z. B. aus dünnem Metall oder Celluloid bestehende
Befestigungsmittel an den Karten angebracht werden. Wie Fig. 3 zeigt, werden durch
diese Befestigungsmittel die zusammengefalteten Karten geschlossen gehalten, so
daß die flache Lage in der Kartei gesichert ist. Neben dem überstehenden Rande 57
sind die Seitenteile mit einem Gelenk bzw. einer Schwächungslinie 6o versehen, so
daß die Karten in zusammengefaltetem Zustande in der Kartei hochgeklappt werden
können, um die Barunterliegende Karte oder die Rückseite einzusehen. Da die Karten
rechts- und linksseitig vollständig symmetrisch sind, können sie auch umgewendet
in der Kartei befestigt und benutzt werden. Durch die Ausführung nach Fig. 5 mit
mehreren Falten wird das Fassungsvermögen noch erheblich erhöht.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 bis 8 sind die Karten 72 ebenfalls
mit einem oben und unten verkürzten Faltteil 73 versehen. Dagegen ist die
Art der Lagerung dieser Karten in der Kartei abweichend. Hier sind die Karten unmittelbar
mit dem Karteigestell verbunden. Dieses besteht aus einem flachen Rahmen 89, der
an den Seiten und in der Mitte je ein Paar von Längskanälen 88 besitzt, in welche
Zungen der Kartenhalter 86 eingreifen. Die Seitenteile 74, 75 der Karten haben wie
bei der vorigen Ausführungsform ein Ouergelenk 76 bzw. 77 und Verbindungsteile 78,
79. Zur Aufhängung an den Kartenhaltern 86 dienen Klammern, deren Form aus
Fig.7
ersichtlich ist. Diese Klammern bestehen im wesentlichen aus einem U-förmig gebogenen
Draht oder Blechstreifen, dessen einer Schenkel 8o oben ein Auge 82 bildet. In dieses
Auge greift ein Stift oder Haken 87, der mit dein Kartenhalter 86 verbunden ist,
von der Seite ein. Die Biegungsstelle der Klammer 8o greift durch einen Einschnitt
84 im Oberrande der Karte 72, und der Schenkel 83 legt sich dicht an das Auge 82
an, wobei er mit einer Biegung die Karte ; 2 gegen den andern Schenkel 8o andrückt.
Hier bestehen also die Kartenhalter 86 nur aus kurzen schmalen Streifen, die unter
Umständen auch aus Metall hergestellt sein können und zugleich die Abstandskalter
bilden. Die Lagerung der Karten ist besonders sicher, da die Kartenhalterstreifen
jeder auf beiden Seiten in die Kanäle 88 eingreifen. Auch hier kann die Karte in
umgedrehter Lage in der Kartei befestigt werden. Die Haken 87 sind zweckmäßig nach
innen offen, so daß die Karten 74 durch Biegung in die Haken mit ihren Augen oder
Ösen 82 eingesprengt werden können. Der mittlere Faltteil 54 kann auch in der Knickstelle
7o ganz durchgeschnitten werden, so daß, wie in Fig.8 ersichtlich, zwei Halbkarten
7.4, 7 5 entstehen, die durch die Haken und Ösen 78, 79 verbunden werden und jede
auf der Innenseite einen besonderen Ansatz 73 tragen, der mit dem breiteren Seitenteil
74 bzw. 75 durch Gelenk verbunden ist.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 9 und io besteht der Kartenhalter
aus einem schmalen Streifen 9o, der oben mit dem Abstandskalter 93 verbunden ist
und darunter ein Gelenk 92 besitzt. Am unteren Rande trägt dieser Streifen eine
Reihe von flachen Knöpfen io2, die zur Befestigung der Karten 95 dienen. Diese sind
am oberen Rande der verbreiterten Seitenteile 9d. mit entsprechenden Knopflöchern
99 versehen, die bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel schlüssellochförmige Gestalt
haben, und zwar sind vier Knöpfe und entsprechende Knopflöcher vorgesehen, von denen
ein Paar am Außenrande und ein Paar auf dem Innenrande der Seitenteile 9d. liegen.
Hierdurch wird eine flache Lage der Karten 95 gesichert. Die Ausbildung des mittleren
Faltteils 97 kann entsprechend einer der oben beschriebenen Ausführungsformen sein.
Auch diese Ausführungsform der Karte ist rechts- und linksseitig symmetrisch, so
daß die Karte auch in umgewendeter Lage in den Knöpfen io-2 befestigt werden kann,
um die Rückseite benutzen zu können.
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Wie ersichtlich, sind die Faltteile bei allen Ausführungsformen im
wesentlichen im rechten Winkel zu der Gelenklinie der Karten oder Kartenhalter klappbar,
und die Karten sind leicht abnehmbar mit ihren Haltern oder Trägern verbunden, so
daß sie, abgenommen, nach dem Auseinanderfalten in voller Breite beschrieben bzw.
eingesehen und nach Füllung der einen Seite umgekehrt wieder in die Kartei eingesetzt
und benutzt werden können.
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Bei allen Ausführungsformen können die Falten des Mittelteils, da
sie sich mit den Befestigungsmitteln der Karten nicht an ihren Rändern berühren,
frei umgeklappt werden, so daß der Faltteil der Karte wie die Blätter eines Buches
umgeschlagen werden kann, während die Karte sich in der Kartei befindet.