DE56729C - Maschine zum Bearbeiten von Leder - Google Patents
Maschine zum Bearbeiten von LederInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 28: Gerberei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Juni 1890 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine, wekhe den Zweck hat, das hauptsächlich
für die Fabrikation von Handschuhen und feinem Schuhwerk bestimmte Leder zu klopfen,
auszurecken und zu schaben; diese Erfindung betrifft also eine Maschine zum Zurichten, Ausfleischen,
Glätten und Befreien von Sehnen.
Eine solche Maschine ist auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellt, und zwar in Fig. 1
in der Seitenansicht, in Fig. 2 im Grundrifs und in Fig. 3 in einer Ansicht von der Arbeitsseite aus. Die Fig. 4 ist eine Vorderansicht
der Maschine, d. h. dieselbe zeigt die Maschine entgegengesetzt derjenigen, welche die Fig. 1
darstellt. Die Fig. 5 stellt eine Stirnansicht der Maschine dar, gesehen von der Seite, die
der in der Fig. 3 gezeichneten gegenüberliegt; dabei zeigt dieselbe die allgemeine Anordnung
des Antriebsmechanismus. Die Fig. 6 und 6 a zeigen im Aufrifs und Grundrifs Einzelheiten,
nämlich einen von Federn beeinflufsten Hebel und die Stellung desselben in Bezug auf die
vordere Daumenscheibe H, welche denselben beeinflufst, und ferner Daumenscheiben H1H^,
sowie die zugehörigen Hebel und Rollen. Die Fig. 7 und 7 a zeigen im Aufrifs und Grundrifs
den Doppelhebel, welcher mit der Führungsrolle des Messerträgers verbunden ist, und die
Stellung desselben in Bezug auf die mittlere Daumenscheibe H1, welche auf eine zweite
Rolle desselben Hebels einwirkt, welch letztere tiefer liegt als die eben erwähnten. Die Fig. 8
und 8 a endlich stellen im Aufrifs und Grundrifs den mit einem Anschlage versehenen Hebel,
sowie dessen Lage zu der dritten Daumenscheibe H'1 dar, an dessen einem Arm die
Führungsrolle für den Halter des Klopfers und Glätters angeordnet ist und an dessen anderem
Arm eine Rolle sich befindet, welche an die erwähnte Daumenscheibe H angeprefst wird.
Mit A ist die Hauptwelle der Maschine bezeichnet, welche von der Schnurscheibe 4 und
Zahnrädern 5, 6, Fig. 1, angetrieben wird.
HH1 H2 sind Daumenscheiben, welche an
einer auf das Ende der Welle A aufgekeilten Nabe sich befinden, und zwar auf der Arbeitsseite der Maschine, Fig. 1, 3, 6, 7 und 8. Mit
B ist eine gabelförmige Pleuelstange bezeichnet, Fig. 2 und 3, deren gröfster Kopf an einen an
der Daumenscheibe H befestigten Zapfen angreift, Fig. 2. Die kleinen Köpfe dieser gabelförmigen
Pleuelstange umfassen eine Achse E, Fig. 2, deren Enden in Gleitstücke D, Fig. 1
und 3, eingreifen, wobei diese Gleitstücke zwischen Führungen D1 sich bewegen, Fig. 1 bis 3.
Mit C, Fig. i, 2 und 3, ist ein Messerhalter bezeichnet, welcher aufser der hin- und hergehenden,
von der Pleuelstange demselben ertheilten Bewegung gleichzeitig in senkrechter Richtung um die Achse E und in waagrechter
Richtung um die senkrechte Achse F schwingen kann, Fig. 2. Diese Achse ist gleichzeitig durch
zwei Lappen des Messerträgers C und einen senkrechten Ansatz der Nabe E1 hindurchgeführt,
indem der letztere zusammen mit den beiden Lappen ein Scharnier bildet. Die Nabeii1
ist' auf diese Weise mit dem Messerträger C gekuppelt und kann um die durch dieselbe
hindurchgeführte Achse E schwingen. Mit G, Fig. 2 und 3, ist das Messer bezeichnet, welches
mittelst Schrauben an einer auf die Achse H, Fig. 3, geschobenen .Hülse befestigt ist, wobei
durch die letztere eine Verbindung mit einem Arm P0 hergestellt wird, der durch eine Schraube ν
an der vorderen Seite des unteren Theiles des Messerträgers C befestigt ist. Die hinteren
Enden von Federn r r, Fig. 2 und 3, sind an diesem Arm P0 befestigt. Das vordere Ende
derselben stützt sich auf den hinteren Theil der Hülse, welcher zur linken Seite der Achse H
sich befindet, so dafs mittelst Schrauben v1 v1,
Fig. 3, die Schräge des Messers G genau, entsprechend dem Winkel der Schneide und der
Art des zu bearbeitenden Leders, eingestellt werden kann. Mit /, Fig. 1, 2 und 3, ist ein
FührungsstUck bezeichnet, welches am oberen Ende des Messerträ'gers C befestigt ist und an
welchem dasselbe mittelst zweier Schrauben 111,
Fig. 2, eingestellt werden kann. Mit J, Fig. 1, 2 und 3, ist eine um einen senkrechten Zapfen
drehbare Rolle bezeichnet, welche fest mit dem oberen Theile des Gestelles verbunden ist und in
eine geradlinige, aber schräg stehende Nuth dieses Führungsstückes eingreift, so dafs das
letztere, an der Rolle J vorbeigleitend, die Bewegung des Messerlrägers C in waagrechter
Richtung bestimmt, wenn dasselbe sich vor- und rückwärts bewegt, veranlafst durch die
Pleuelstange B, wobei die waagrechte Achse E und die senkrechte F mitgenommen werden,
welch letztere durch den senkrecht angeordneten Knaggen oder den feststehenden Theil des
Scharniers an der Nabe E1 hindurchreicht. Diese Anordnung hat den Zweck, dem Messer G
zu gestatten, während der Vorwärtsbewegung gekrümmte Schnitte auszuführen, wie dieselben
beim Mähen mit der Sense ausgeführt werden. Mit K, Fig. 3 und 4, ist eine gelenkig mit der
Pleuelstange L1, Fig. 3, verbundene Stange bezeichnet, welche die Hin- und Herbewegung
der Gleitstücke D auf eine Pleuelstange L, Fig. 2 und 3, des Klopfers und Glätters überträgt.
Mit Z,2, Fig. i, 2 und 3, ist dieser Klopfer und Glätter bezeichnet, welcher vor
dem Messer G angeordnet ist, Fig. 3, und klopfend und glättend auf das Leder einwirkt,
das letztere also für die Wirkung des Messers G "vorbereitet. Der Klopfer und Glätter Z.2 ist an
der unteren Seite mittelst Schrauben an der Pleuelstange L befestigt, mit deren freiem Ende
mittelst einer Schraube jr, Fig. 2 und 3, ein
kleiner schwanenhalsförmiger Bock Z verbunden ist. Gegen die obere Fläche dieses Bockes
legt sich eine Mutter, welche den Zweck hat, den Grad der Spannung einer Feder M zu
ändern, deren unteres Ende gelenkig mit dem Arm NN1, Fig. 1 und 3, eines Hebels NN1,
Fig. 6, verbunden ist, wobei der Arm N dieses Hebels bezw. die an demselben befestigte
Rolle g gegen die äufsere Daumenscheibe H sich legt. Der Klopfer und Glätter Z,2, Fig. 1
und 3, ist ziemlich weit ausgespart, damit man sehen kann, wie das hinter demselben befindliche
Messer arbeitet. Mit M1, Fig. 1, 2 und 3, ist eine Feder bezeichnet, deren Spannung
durch eine Mutter geregelt wird, die am äufseren Ende des oberen Armes des Messerträgers C
sich befindet. Das untere Ende dieser Feder ist in derselben Weise wie die Feder gelenkig
mit dem Arm N1 des Hebels NN1, Fig. 1
und 3, verbunden. Durch die vereinigte Wirkung dieser beiden Federn und der Daumenscheibe
H kann man beliebig die Kraft regeln, mit welcher sowohl das Messer, als auch der
Klopfer und Glätter auf das zu bearbeitende Leder einwirken. Mit O 0} ist ein Doppelhebel
bezeichnet, Fig. 1,3,7 un<^ 7a>
der m^
einem Handgriff T ausgerüstet ist, wobei der letztere den Zweck hat, den Messerträger C bei
seiner hin- und hergehenden Bewegung abzufangen, indem an den letzteren fortwährend
eine an diesem Hebel befestigte Rolle g \ Fig. 3, 7 und 7 a, sich legt. An diesem Hebel
ist eine zweite Rolle g2 angebracht, welche in
Berührung mit dem Daumen H1 erhalten wird, Fig. 3, 7 und ja. Mit PP\ Fig. 3, 8 und 8a,
ist ein anderer Hebel bezeichnet, welcher dazu bestimmt ist, mittelst seiner mit Laufrändern
versehenen Rolle | auf den Klopfer und Glätter C1
zu wirken und denselben während der Hin- und Herbewegung zu führen. Dieser Hebel
wird von der dritten Daumenscheibe H2, Fig. 8
und 8a, angetrieben. Derselbe ist mit einem Anschlage b versehen, gegen welchen die Stirnfläche
einer Schraube Y, Fig. 1 und 2, wirkt, wenn man die Einwirkung der Daumenscheibe
H2 auf die Rolle gs aufheben und das
Messer G ausrücken will. Mit Q, Fig. 1, 2 und 3, ist ein oben ebener Block bezeichnet,
welcher das Widerlager des zu bearbeitenden Leders bildet, wobei das letztere von den.
Walzen 1, 2, Fig. 3 und 4, vorgeschoben wird, indem die Walze 1 an dem einen Ende einer
tiefer angeordneten Welle A1 angebracht ist, die parallel zur Hauptwelle A läuft und ihre
Bewegung von dem in der Fig. 5 dargestellten Schaltwerk erhält. Die Kraft, mit welcher die
Walze 2 gegen diejenige 1 angeprefst wird, läfst sich mittelst einer Feder R ', Fig. 3, regeln,
die in dem kofferartigen Theil des Maschinengestelles angeordnet ist und auf das hintere
Ende eines Hebels 3 einen Zug ausübt, an welchem Hebel, welcher an einem Ende gabelförmig
ausläuft, die Walze 2 mittelst Körnerspitzen sich stützt. Diese Walze 2 kann ohne
Mühe von derjenigen 1 fortgedreht werden, um das Leder in der für das Zurichten geeigneten
Lage zu führen. Mit R, Fig. 1, ist ein Keil bezeichnet, welcher durch die Wirkung
einer Mikrometerschraube 5 unter dem Marmorblock Q. vor- oder rückwärts verstellt werden
kann, zum Zweck, den letzteren um ein bestimmtes, der Art der zu verrichtenden Arbeit
angemessenes Stück zu heben oder zu senken.
Mit T, Fig. ι, 2, 3 und 7, ist der Handgriff
am Hebel O O1 bezeichnet; T1 ist ein Griff,
welcher mit demjenigen T gelenkig verbunden ist und am unteren Ende in einen Haken U,
Fig. ι und 3, ausläuft. V ist ein feststehender Anschlag. Wenn das Leder nicht geschabt,
sondern einfach geklopft werden soll, hebt man mittelst des Handgriffes T und der Rolle g1,
Fig. 3, den Messerträger C; gleichzeitig läfst man den Haken U hinter den Anschlag V
gleiten und nun ist das Messer G aufgestützt, so dafs dasselbe das Leder nicht berühren kann.
Mit a, Fig. 1, 2 und 5, ist eine Pleuelstange
bezeichnet, welche die hin- und hergehende Bewegung der Stange c gestattet, auf welcher
eine verschiebbare Hülse d, Fig. 2 und 5, angeordnet ist, die mittelst einer Druckschraube
in jeder beliebigen Stellung festgestellt werden kann. Mit e, Fig. 5, ist eine Achse bezeichnet,
um welche die Stange c schwingt; f ist die Verlängerung der Stange c; h ist eine Verbindungsstange",
i ein Hebel, welcher um die Welle A1 schwingt; A: ist eine Sperrklinke, / ein
Sperrrad, m eine Feder, η ein am Sperrzahn befestigter gebogener Daumen; pp1, Fig. 4
und 5, ist ein um eine Achse e1, Fig. 5, schwingender Hebel, welcher am unteren Ende
in eine Abrundung q ausläuft, die sich gegen den gebogenen Daumen η legt; 5, Fig. 1, 2
und 5, ist eine Verbindungsstange, s\ Fig. 1 und 5, ein Hebel, welcher an dem einen Ende
einer kleinen Welle i2 befestigt ist; u ist ein
Handgriff, welcher an dem anderen Ende dieser Welle angebracht ist.
Der in der Fig. 5 dargestellte Mechanismus, welcher sich am hinteren Ende der Maschine
befindet, läfst zwei verschiedene Arten des Antriebes zu. Der eine, der Hauptantrieb, geschieht
mittelst der Schnurscheibe 4, Fig. 1, und Zahnräder, Fig. 1 und 5, und veranlafst
derselbe eine drehende Bewegung der Hauptwelle A, an deren Ende die mit drei Daumenscheiben
HH1 H^. Fig. 6, 7 und 8, versehene
Nabe aufgekeilt ist. Die letzteren veranlassen die verschiedenen, mit Rücksicht auf das zu
erzielende Resultat herbeizuführenden Bewegungen.
Durch den Nebenantrieb wird eine andere Welle A1, Fig. 3 und 5, in eine intermittirende
Bewegung versetzt, indem am Ende dieser Welle eine Walze 1 angeordnet ist, welche das
zwischen diese Walze und eine zweite 2 geschobene Leder vorschiebt, wobei die Walze 2
sich auf Körnerspitzen dreht, die in dem gabelförmigen Ende des Hebels 3 sich befinden und
wobei das hintere Ende dieses Hebels von einer Feder R', Fig. 3, mehr oder weniger
stark abwärts gezogen wird, so dafs der zwischen den Walzen ι und 2 auftretende Druck
geändert werden kann.
Die Bewegung der mit der Welle A1 in Verbindung
stehenden Transmissionstheile, welche vom Zahnrad 6 abgeleitet ist, wird durch die
Pleuelstange a, Fig. 5, die verschiebbare Hülse d und die um eine Achse e schwingende Stange c
bewirkt, wobei das Ende f der letzteren mittelst der Lenkstange h den Hebel i um die
Welle A1 zu schwingen veranlafst, indem die
Sperrklinke k dieses Hebels, durch die Feder m angezogen, mit der Spitze in die Verzahnung
des auf die Welle A1 aufgekeilten Sperrrades eingreift.
Wenn man diese Bewegung hemmen will, hat man nur den Finger auf den Handgriff u
zu legen, der an dem einen Ende der kleinen Welle t2, Fig. 1, 2 und 5, sich befindet, an
deren anderem Ende der Hebel s1 angeordnet
ist, der mit dem einen Ende der Pleuelstange 5 gelenkig verbunden ist, die mittelst des um
die Achse e1, Fig. 5, schwingenden Hebels ppl
und infolge der am unteren Ende der letzteren befindlichen Abrundung q den gebogenen, an
der Sperrklinke k befestigten Daumen m mitnimmt, so dafs die letztere aus dem Sperrrade
ausgerückt wird. Eine Spiralfeder m bringt die Klinke k wieder in Eingriff, sobald man
aufhört, auf den Griff u zu drücken.
Die Bewegung des Messerträgers C, Fig. 1, 2 und 3, welcher gleichzeitig in senkrechter
und waagrechter Richtung um die entsprechenden Achsen E und F, Fig. 2 und 3, schwingt
und aufserdem von den Gleitstücken D, Fig. 1 und 3, gestützt ist, als auch eine hin- und
hergehende Bewegung ausführt, wird bewirkt ι. von der Daumenscheibe H und Pleuelstange
B, Fig. 3, und 2. durch die um einen festen Zapfen sich drehende Rolle /, Fig. i, 2
und 3, die in eine gerade, aber schräg angeordnete Nuth des Führungsstückes / eingreift,
indem das letztere mittelst der Schrauben fi1,
Fig. 2 und 3, am Messerträger befestigt ist; 3. durch die Rolle g1, Fig. 3 und 7, welcher
von der Daumenscheibe H1 vermittelst der Rolle g·2 eine auf- und abwärts gerichtete Bewegung
ertheilt wird. Die letztere Bewegung hat den Zweck, den Messerträger von den letzteren abzuheben, um denselben bei der
Vorwärtsbewegung diesen zu nähern, während welcher Bewegung die Rolle J die bogenförmige
oder schräge Bewegung herbeiführt, in welcher das Messer das Leder schaben soll,
worauf die Pleuelstange B den Messerträger nach vorwärts bewegt.
Das Messer G, Fig. 2 und 3, ist mittelst Schrauben an einer Hülse befestigt, und diese
ist drehbar um eine Achse H, Fig. 3, welche den Zapfen eines Scharnieres bildet, welches
aus dieser Hülse und einem Arm P0 gebildet wird, der unterhalb, und zwar am vorderen
Ende des Messerträgers C durch eine nach vorn gerichtete Schraube ν befestigt ist. Durch
Claims (1)
- mehrere Schrauben ν1 kann die Entfernung der Hülse und des Armes am vorderen Ende eingestellt werden, während das vordere Ende der Federn r, die mit ihrem hinteren am vorderen Ende des Armes P0 befestigt sind, auf den hinteren Theil der Hülse sich stützen und derselben das Bestreben ertheilen, sich mit dem vorderen Ende gegen die Schrauhe vl zu legen. Diese Anordnung hat den Zweck, die Stellung des Messers durch die Schraube v1 genau regeln zu können.Die hin- und hergehende Bewegung, welche dem Messerträger C durch die Daumenscheibe H und Pleuelstange B ertheilt wird, Fig. 3, übertragen die Achse E, Pleuelstange L1, Hebel K und Pleuelstange L, mit welcher durch zwei Schrauben der Träger C1 für den Klopfer und Glätter verbunden ist. Durch den Bock Z, dessen Ende mittelst der Schraube y befestigt ist und auf welchen eine Mutter einwirkt, wird dieser Messerträger durch die Feder M nach unten, gezogen, deren unteres Ende an dem Arm 2V1 des Hebels NN1 mit den Achsen gelenkig verbunden ist, welcher Hebel unter der Einwirkung der auf die Rolle g einwirkenden Daumenscheibe H um seine feste Achse schwingt, Fig. 6 und 6a. Das obere Ende des Messerträgers C ist in derselben Weise durch eine Mutter mit einer Feder M1 verbunden, deren unteres Ende in gleicher Weise gelenkig mit dem Arm iV1 des Hebels verbunden ist. Hieraus folgt, dafs, je nachdem die Rolle g mehr oder weniger von der Arbeitsfläche der Daumenscheibe H verschoben wird, die Federn MM1 mehr oder weniger gespannt werden, und dafs das Messer G und der Klopfer und Glätter L2 alsdann mit mehr oder weniger Kraft auf das Leder einwirkt, Fig. 3.Man kann die Bewegung des einen oder anderen Geräthes in folgender Weise aufheben:Bezüglich des Messers G geschieht dies mittelst des Handgriffes T, Fig. 1, 2 und 3, mit welchem ein zweiter Handgriff T1 gelenkig verbunden ist, dessen unteres Ende in den Haken U ausläuft, wobei der letztere unter einen Anschlag V sich legt, sobald die Rolle g1, Fig. 3, die den oberen Rand des Messerträgers stützt, und die Rolle g2, welche gegen die Daumenschraube H1 geprefst wird, Fig. 7, genügend gehoben sind. Der Messerträger C kann alsdann seine verschiedenen Bewegungen beibehalten, das Messer G reicht jedoch nicht an das Leder heran.Bezüglich des Klopfers und Glätters Z,2 wird dieselbe Wirkung mittelst der Arretirungsschraube F, Fig. 1 und 2, herbeigeführt, welche auf den Anschlag b des Hebels PP1, Fig. 8 und 8 a, einwirkt und denselben so weit zurückdrängt, dafs die Rolle g3 nicht mehr zur Anlage an die Daumenscheibe H2 kommt. Nun hebt der Arm P1 des Hebels PP1, Fig. 3, mittelst der mit Laufrändern versehenen Rolle % die Pleuelstange L, den Werkzeugträger C1 und infolge dessen den Klopfer und Glätter ZA Dieses Geräth ist in der Breite ausgespart oder durchbrochen, damit man die Arbeit des hinter demselben angeordneten Messers beobachten kann.Die Verstellung des Marmorblockes Q, Fig. 1, wird mittelst des keilförmigen Unterlagstückes R bewirkt, auf dessen oberer Fläche dieser Block aufliegt. Indem man den Keil R mittelst der Mikrometerschraube S vorwärts oder rückwärts verstellt, regulirt man -die Höhe des Blockes sehr genau, welche man alsdann mittelst Druckschrauben feststellt.Man sieht, dafs bei der im Obigen beschriebenen Maschine zwei besondere Hauptbewegungen vorkommen.Die eine Hauptbewegung wird durch die Welle A veranlagst und hat den Zweck, die verschiedenen Bewegungen des Messerträgers zu bewirken, die andere von der Welle A' abgeleitete hingegen soll eine sichere Zuführung des Leders mit einer mehr oder weniger grofsen Geschwindigkeit sichern.Die Hauptbewegung, veranlafst durch die Daumenscheiben H H1H2, die entsprechenden Hebel NN1 O O1 PP1 und ihre zugehörigen Rollen, die Pleuelstangen B und L, die Achsen EF, die Lenkstange Z,1 und den Hebel K, wird in verschiedene, gleichzeitig stattfindende fernere Bewegungen zerlegt, deren Zweck ist, dem Messer G zu gestatten, bei der Vorwärtsbewegung die Oberfläche der Haut in schräger Richtung zu schaben, bei dem Glätten jedoch eine mehr oder weniger stark klopfende Wirkung zu äufsern.Gleichzeitig sind Anordnungen getroffen worden, um die eine dieser Vorrichtungen ganz unabhängig von der anderen ausführen zu können oder auch die eine Bewegung aufhören zu lassen, während die andere stattfindet.Ferner sind Einrichtungen vorhanden, welche es ermöglichen, dafs das Messer und der Marmorblock genau gegen einander eingestellt werden können, und dafs das Leder mit der beabsichtigten Geschwindigkeit und Spannung hindurchgeführt wird.Pat en τ-Ansprüche:ι . Eine Maschine zum Bearbeiten von Leder, bei welcher dasselbe durch Transportwalzen (1,2, Fig. 3) über einen ebenen Block (Q) hinweggezogen und nach einander der Einwirkung eines Klopfers oder Glätters (L2, Fig. i, 2 und 3) und eines Messers (G, Fig. 2 und 3) ausgesetzt wird, die — entgegen der Zugrichtung der Transportwalzen wirkend — von einer ununterbrochen sichdrehenden Welle (A, Fig. i, 3 'und 4) aus mittelst einer Pleuelstange (B, Fig. 2 und 3) und einer geradlinig verschobenen Achse (E) bewegt werden, indem der Träger (C, Fig. 1 2 und 3) des Messers — durch Doppelscharnier mit dieser Achse gekuppelt und durch Federdruck abwärts gedrängt — von einer in senkrechter Richtung verstellbaren Rolle (g1, Fig. 3, 7 und ja) gestützt wird und die waagrechte Bewegung desselben durch Eingreifen einer feststehenden Rolle (J, Fig. i, 2 und 3) in eine zur Welle (A) schräge Nuth desselben in eine bogenförmige verwandelt wird, und indem der Klopfer oder Glätter (L2, Fig. 1, 2 und 3), der — ebenfalls durch Federdruck abwärts gedrängt — mittelst der — von einer in senkrechter Richtung verstellbaren Rolle fc, Fig. 2, 3, 8 und 8 a) gestützten und mit der Achse (E, Fig. 2 und 3) gekuppelten — Stange (L) geradlinig und waagrecht verschoben wird, wobei die senkrechte Verschiebung der Rollen (g1, Fig. 3, 7 und 7 a) und (if, Fig. 2, 3, 8 und 8a) mittelst der Excenter (X1, Fig. 7 und 7 a, X2, Fig. 2, 8 und 8 a) der Welle (A), auf deren Umfang die Rollen (g 2, Fig. 7 und 7a, g-3, Fig. 8 und 8 a) der g1 (Fig. 3, 7 und 7a) und \ tragenden .Doppelhebel (O O1, Fig. 1, 3, 7 und 7 a, PP1, Fig. 1,3,8 und 8a) laufen, derart geschieht, dafs bei der Rückwärtsbewegung von G, Fig. 2 und 3, und L2, Fig. i, 2 und 3, ein Heben der letzteren stattfindet.
2. Bei einer Maschine der unter 1. angegebenen Art die Vorrichtung zum Ausrücken des Messers (G, Fig. 2 und 3), bestehend aus einer am Doppelhebel (O O1, Fig. 1, 3, 7 und 7 a) der den Messerträger (C, Fig. 1, 2 und 3) stützenden Rolle (g1, Fig. 3, 7 und 7 a) drehbaren Klinke (T"1, Fig. 1, 2 und 3), deren Nase (U, Fig. 1 und 3) hinter eine feststehende zweite Nase (V) sich legt, wenn der Doppelhebel (O O1, Fig. 1,3,7 nn^ 7a) in die der höchsten Stellung von (C, Fig. 1, 2 und 3) entsprechende Lage gedreht ist.
Bei einer Maschine der unter 1. angegebenen Art die Vorrichtung zum Ausrücken des Klopfers oder Glätters (L2, Fig. 1, 2 und 3), bestehend aus einem an der mittleren Nabe des Doppelhebels (PP1, Fig. i, 3, 8 und 8a) angeordneten Arm (b, Fig. 8 und 8 a), in dessen Bahn eine in einem feststehenden Gewinde verstellbare Schraube ( Y, Fig. 1 und 2) eintreten und ein Abheben der Rolle (gz, Fig. 8 und 8a) dieses Doppelhebels (PP*, Fig. 1, 3, 8 und 8 a) vom Excenter (Hi, Fig. 2, 8 und 8 a) veranlassen kann.Bei einer Maschine der unter 1. angegebenen Art die Anordnung eines Excenters (H, Fig. 1, 3, 6 und 6 a) auf der Welle (A), auf dessen Umfang die Rolle (g) eines Doppelhebels (NN1) läuft, und welches derart geformt ist, dafs die an dem der Rolle (g) gegenüberliegenden Ende von NN1 angreifenden, eine Senkung des Messers (G, Fig. 2 und 3) und Klopfers oder Glätters (L2, Fig. 1, 2 und 3) veranlassenden Federn beim Zurückgehen der letzteren entspannt werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE56729C true DE56729C (de) |
Family
ID=331150
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT56729D Expired - Lifetime DE56729C (de) | Maschine zum Bearbeiten von Leder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE56729C (de) |
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- DE DENDAT56729D patent/DE56729C/de not_active Expired - Lifetime
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