DE565814C - Vorratstrommel zur Aufbewahrung des Bildtraegers - Google Patents

Vorratstrommel zur Aufbewahrung des Bildtraegers

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DE565814C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N1/00Scanning, transmission or reproduction of documents or the like, e.g. facsimile transmission; Details thereof
    • H04N1/23Reproducing arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Electrostatic Charge, Transfer And Separation In Electrography (AREA)

Description

  • Vorratstrommel zur Aufbewahrung des Bildträgers Die bekannten chemischen Bildtelegraphieempfangsgeräte benutzen einen Bildträger aus Papier, der vor Ingebrauchnahme mit einem Elektrolyten - vorzugsweise Jod-Kalium-Lösung - befeuchtet wird. Es müssen infolgedessen, wenn nicht die Befeuchtung in einfachster Weise manuell vorgenommen werden soll, Einrichtungen vorhanden sein, die den Träger nach Möglichkeit kurz vor Einlaufen in die Schreibvorrichtung mit dem Elektrolvten befeuchten. Die Befeuchtung muß jedoch in sehr sorgfältiger Weise erfolgen, da einerseits bei zu starker Befeuchtung die Zeichen verschwimmen und andererseits bei zu geringem Feuchtigkeitsgrad der dadurch entstehende große elektrische Widerstand die Deckung (Schwärze) der Bildpunkte zu schwach werden läßt. Die gleichen Verhältnisse liegen vor, wenn nach einem anderen Vorschlage der Bildträger in präpariertem, aber trockenem Zustande in den Empfänger eingebracht und kurz vor der Benutzung durch eine ähnlich ausgeführte Einrichtung, wie vorher beschrieben, lediglich mit Wasser befeuchtet wird. Solche Einrichtungen zur Befeuchtung komplizieren den Aufbau des Empfängers und bringen neben einer Verteuerung des Apparates auch eine Urisicherheit in den Betrieb hinein.
  • Gemäß der Erfindung werden die genannten Schwierigkeiten in bezug auf Einhaltung des richtigen Befeuchtungsgrades sowie auf Einfachheit der konstruktiven Durchführung dadurch behoben, daß die Vorratsmenge des Bildträgers in betriebsfertig feuchtem Zustande in einer Vorratstrommel o. dgl. aufbewahrt wird. Hierdurch ist es möglich, den ,Feuchtigkeitsgrad des Papiers in richtigem Maße konstant zu erhalten und die Konstruktion des Gerätes so einfach wie möglich zu gestalten, da jede zusätzliche und störende Befeuchtungsv orrichtung in der Nähe der Schreibelektrode entfällt. Die unpräparierte oder präparierte, aber trockene Vorratsmenge kann nun entweder durch eine in der Vorratstrommel befindliche einfache Einrichtung zur Befeuchtung des Bildträgers auf den richtigen Feuchtigkeitsgrad gebracht "verden, oder man kann den fertig befeuchteten Träger in diesem Zustande in die Trommel einbringen und verbrauchen. In letzterem Falle liegt die Möglichkeit vor, die Vorratsrolle in einer entsprechenden Hülle in feuchtem, betriebsfertigem Zustande zu vertreiben. Zur Herstellung eines solchen fertig in den Handel gebrachten Trägers empfiehlt es sich, die Feuchtigkeit in der Weise auf den Träger zu bringen, daß das mit Jod-Kalium-Lösung o. dgl. getränkte Papier getrocknet und in die Hülle eingesetzt wird. Der in der Hülle befindliche Träger wird dann einige Zeit lang einem Dampfstrom ausgesetzt, so lange. bis der Dampf die einzelnen Schichten des vorzugsweise aufgewickelten Trägers durchzogen hat.
  • Durch plötzliche Abkühlung wird dann der in der Hulle befindliche Dampf kondensiert, so daß sich die Feuchtigkeit unter gleichmäßiger Verteilung dem Träger mitteilen kann. Die Hülle wird dann luftdicht verschlossen und kann in den Handel gebracht werden. Die Hülle kann aus einem dicht schließenden metallischen oder keramischen Gefäß bestehen. Es hat sich jedoch als besonders zweckmäßig erwiesen, die Hülle aus paraffiniertem Papier oder dünnem paraffiniertem Holz herzustellen. Es empfiehlt sich, zur Vereinfachung und zur Verbilligung der Betriebsweise eines Gerätes den als Konserve in den Verkehr gebrachten Träger mit einer Hülle zu versehen, mit der er zusammen in den Bildtelegraphieempfänger eingesetzt werden kann. Um beim Einsetzen in den Apparat den Anfang der Vorratsrolle herausziehen zu können, kann ein Schlitz in der Hülle vorgesehen sein, durch den der Anfang des Papierstreifens geführt ist und der zur Verhinderung der Verdunstung durch einen Klebstreifen o. dgl. verschlossen ist. Durch Zug an dem Trägerpapierstreifen löst sich dann der Verschlußstreifen, und die Rolle kann in Gebrauch genommen werden. Der Schlitz in der Rolle kann zur Verhütung der Verdunstung der Feuchtigkeit während des Gebrauchs mit Filzdichtung versehen sein, durch welche der Streifen hindurchgezogen wird. Die Vorratshülle kann im Telegraphiergerät selbst noch in einem weiteren Gehäuse untergebracht sein.
  • Vorratstrommeln für das Papier von Bildtelegraphieapparaten sind bekannt. Hierbei sind jedoch keinerlei Vorkehrungen für einen feuchtigkeitssicheren Abschluß der Trommel benutzt, da der Träger in üblicher Weise in trockenem Zustande aufbewahrt und erst bei Ingebrauchnahme außerhalb der Trommel befeuchtet werden soll.
  • Die neue Einrichtung eignet sich sowohl für Bildtelegraphiegeräte mit Querabtastung als auch für solche mit auf einer Trommel angebrachtem Bildträger.
  • Die Abb. i und 2 zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung, wobei die Abb. i eine Vorratstrommel zeigt, in der der fertige Bildträger. in den Handel gebracht wird, und Abb.2 im Schnitt die Anordnung der. Vorratstrommel in einem Bildtelegraphiegerät.
  • In der Abb. i ist die Vorratsrolle i in eine luftdicht durch den Deckel 2 abgeschlossene Dose 3 eingesetzt. Die Vorratsrolle befindet sich auf einer nicht dargestellten Achse, auf der sich auf der einen Seite, dicht an die Vorratsrolle anschließend, ein befeuchteter Schwamm, Docht o. dgl. befindet. Der Behälter ist durch den Deckel gut geschlossen, so daß die eingeschlossene Feuchtigkeit des Trägers nicht entweichen kann. Ist der Träger i in trockenem Zustande eingesetzt worden, so wird er im Verlaufe einiger Zeit bis zur Ver-,vendung des Papiers vollkommen gleichmäßig befeuchtet, so daß bis zum Ende des Vorrates ein einwandfreies Bildträgermaterial vorhanden ist. Der Deckel 2 kann in an sich bekannter Weise aufgebördelt, gelötet oder nur eng auf die Wandung des Behälters aufgepaßt sein. Der Docht q. kann sowohl mit Wasser - im Falle des Einsetzens eines präparierten Trägers - als auch mit einer elektrolytisch wirksamen Lösung, wie z. B. Jod-Kalium, getränkt sein, falls ein unpräparierter Träger eingesetzt werden soll.
  • In Abb. 2 ist die in Abb. i beschriebene Vorratstrommel 6 in einem äußeren Gehäuse 5 drehbar angeordnet. Wie aus Abb. 2 a zu ersehen ist, ist im Innern der Trommel 6 gleichfalls drehbar die Vorratspapierrolle 7 gelagert, von der das Papier in feuchtem Zustande durch die mit Dichtungsstücken 8 aus Filz o. dgl. ausgekleideten Austrittsschlitze abgewickelt werden kann. Das äußere Gehäuse 5 ist an der Durchtrittsstelle des Papierstreifens mit weiteren Filzstücken i i versehen. Nach dem Austritt aus diesem Schlitz des äußeren Gehäuses wird der Streifen in feuchtem Zustande an der Schneidenelektrode9 entlang geführt und von der Gegenelektrode io beschrieben.
  • In einer derartigen Vorratstrommel hält sich das vorbefeuchtete Papier mehrere Wochen in bestem betriebsbrauchbarem Zustande, ohne daß eine Nachbefeuchtung o. dgl. vorzunehmen ist.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Die Verwendung einer Vorratstrommel. zur Aufbewahrung des Bildträgers in betriebsfertig feuchtem Zustande für chelnische Bildtelegraphieempfänger.
  2. 2. Vorratstrommel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie als hermetisch abgeschlossenes Gefäß (vorzugsweise aus mit Paraffin getränktem Faserstoff) ausgebildet ist.
  3. 3. Vorratstrommel für Bildtelegraphieempfänger nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Vorratstrommel eine Vorrichtung zum Feuchthalten des Bildträgers, beispielsweise ein Schwamm. (q.), enthalten ist. q..
  4. Vorratstrommel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Austrittsschlitz der Vorratstrommel mit Filzstücken o. dgl. möglichst dicht abgeschlossen ist.
  5. 5. Vorratstrommel nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daB sie drehbar in einem Schutzgehäuse angeordnet ist.
  6. 6. Verfahren zur Befeuchtung einer Vorratsmenge nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daB der Träger mit der Elektrolytlösung (z. B. Jod-Kalium) getränkt, darauf getrocknet und dann mittels kondensierten Wasserdampfes in den betriebsfertigen Feuchtigkeitszustand gebracht wird.
DES93978D 1929-09-18 1929-09-19 Vorratstrommel zur Aufbewahrung des Bildtraegers Expired DE565814C (de)

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