DE5654C - Handbohrmaschine - Google Patents
HandbohrmaschineInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23B—TURNING; BORING
- B23B45/00—Hand-held or like portable drilling machines, e.g. drill guns; Equipment therefor
- B23B45/06—Hand-held or like portable drilling machines, e.g. drill guns; Equipment therefor driven by man-power
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Drilling And Boring (AREA)
Description
1878.
Klasse 49.
A. HANSSE in DARMSTADT. Handbohrmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. September 1878 ab.
Die Maschine dient zum Bohren von Löchern von sehr verschiedenem Durchmesser (1 bis
15 mm) in jeder beliebigen Richtung, in Metalle, Holz etc. Die Vorschiebung des Bohrers
geschieht nur selbstthätig und ist veränderbar. Das einfache Linksumdrehen der Kurbel bewirkt
das rasche, drehende Zurückziehen des Bohrers.
Die Hauptgrundzüge der selbstthätigen Vorschiebung und raschen Zurückziehens des Bohrers
beim linksumdrehen der Kurbel sind folgende :
In einer hohlen Spindel, auf welcher ein konischer Trieb befestigt oder aufgegossen ist,
bezeichnet mit Triebspindel B, Fig. 1 und 2, schiebt sich nicht drehbar darin ein Cylinder E,
in welchen sich die Schraube F schraubt. Auf dem Cylinder E ist das Bohrfutter L aufgesteckt.
Triebspindel B und Schraube F sind centrisch
zu einander in der Mitte des Rahmens A und so gelagert, dafs sie sich drehen, aber
nicht verschieben können.
Erstens: Wenn Schraube F feststeht und Triebspindel B sammt Cylinder E gedreht
wird, so wird sich Cylinder E bei einem Umgang um die Höhe eines Schraubenganges von
F je nach Richtung der Drehung auf- oder niederschrauben.
Zweitens: Wird die Schraube F genöthigt, die Umdrehungen der Triebspindel B mitzu-.
machen, und zwar so, dafs zwischen beiden Umdrehungen der Triebspindel B und der
Schraube F eine kleine Differenz ist, so wird sich der Cylinder E blos um diese Differenz
eines Gewindeganges von F bei einer Umdrehung vor- bezw. zurückschrauben; z. B. ist
die Differenz bei einer Umdrehung der Triebspindel und Schraube = */eo, so wird sich der
Cylinder E blos um '/co der Höhe eines Schraubenganges von F vor- bezw. zurückschrauben.
Die erste Art der Bewegung findet beim Zurückziehen, die zweite beim Vorschieben des
Bohrers statt.
Die Verbindung des Rahmens A mit dem Bohrtisch N und der Schraubenzwinge P ist
aus der Zeichnung, Fig. 1, leicht ersichtlich. Sie bildet keinen Theil der Erfindung.
Die Triebspindel B kann vermöge eines dreifachen Zahnrades C, auf welchem eine Kurbel O,
in drei verschiedenen Lagen möglich, aufgeschraubt ist, in drei verschiedene Umdrehungsgeschwindigkeiten
versetzt werden.
Mit der Triebspindel B und Schraube F ist ein Differentialgetriebe verbunden, von welchem
ein Theil in dem Gehäuse G, Fig. 1, 2, 4 und 6, welches um die Schrauben η ο, Fig. 4
und 6, schwingt, angebracht ist.
Zur Erzielung der veränderbaren Vorschiebung des Bohrers ist die Triebspindel B am
oberen Ende mit dem Theile H, Fig. 2 und 6, verbunden, welcher drei Zahnrädchen b, c und d,
Fig. i, 2, 4 und 6, trägt, deren Zähnezahl unter einander je um einen Zahn differirt. Das obere
Rädchen α ist mit der Schraube F fest verbunden und hat wiederum einen Zahn mehr
denn b. In diese greifen die zwei Räder e und/, Fig. i, 4 und 10, ein, welche beide gleiche
Anzahl Zähne haben. Das untere Zahnrädchen/ läfst sich auf dem oberen e verschieben, aber
nicht drehen, und kann vermittelst eines Schiebers /, Fig. ι und 4, welcher in eine eingedrehte
Rinne von / eingreift, abwechselnd mit b, c oder d in Eingriff gebracht werden.
Auf diese Weise lassen sich die Differenzen der Umdrehungen von Triebspindel B und Schraubet
verändern.
Sowohl das untere Zahnrädchen /, als auch b, c und d haben kürzere Zähne als die Zahnräder
α und e. Während letztere z. B. noch im Eingriff, sind erstere, wenn das Gehäuse,
soweit ihm der Raum gestattet, um seinen Drehpunkt η ο rückwärts gedreht ist, aufser
Eingriff. Um nun das Ausheben sowie das Feststellen der Schraube F selbstthätig beim
Linksumdrehen der Kurbel zu bewirken, sind die beiden Zahnrädchen e und / auf dem
Stifte k, Fig. 4, 9 und 10, welcher mit dem Gehäuse G fest verbunden ist, nur nach einer
Richtung drehbar. Es findet daher, infolge der Lage des Drehpunktes η ο des Gehäuses G,
beim Linksumdrehen der Kurbel ein Zurückdrängen des Gehäuses sammt Rädern c und /
soweit statt, bis / aus den Zahnrädern b, c oder d vollständig ausgehoben ist, gleichzeitig
steht die Schraube F fest. Die Feder m, Fig. 1 und 4, welche das Gehäuse mit den Zahnrädern
e und / auch in horizontaler Lage der
Bohrmaschine mit den Rädern auf Schraube F und Triebspindel B in Eingriff erhalten soll,
wirkt dem Ausheben entgegen. Deshalb ist der Auslösungsfufs i, Fig. 6, am unteren Theil
des Gehäuses G angebracht (derselbe wird durch eine Feder ß, Fig. 6, leicht in eine Rinne
unterhalb des Rädchens d eingedrückt), und steht seine gewölbte Seite, welche in die Rinne
eingreift, excentrisch zu seinem Drehpunkt y. Er wirkt wie ein Keil, welcher zwischen Spindel
H und Gehäuse G geschoben, und so das einmal ausgehobene Gehäuse, so lange links
herumgedreht wird, in seiner Lage zu verharren nöthigt, weshalb ein Anschlagen der Zahnspitzen
nicht stattfinden kann.
Auf welche Weise das Drehen nach einer und Feststecken nach der anderen Richtung
der Räder e und / auf dem Stifte k bewirkt wird, ist aus der Fig. 9 und 10 zu erkennen.
Der Stift k ist in seinem mittleren Theile der Länge nach ausgefräst; in dieser Vertiefung
liegt ein messerartiger Streifen von Stahlblech r, welcher durch eine Feder ί in der Richtung
von ί nach r gedrückt wird, so dafs er sich
mit seiner scharfen Kante an die Wandung des Loches von e anschmiegt. Nach der einen
Richtung erlaubt die Feder .y ein Nachgeben, nach der anderen findet zwischen der Wandung
des Loches von e und dem festen Drehpunkt χ des Streifen Stahlblechs ein sogenanntes »Ecken«
statt.
Das Ausrückungsexcenter Ji1 Fig. 1, 2 und 4,
mit Griff dreht sich um den, an das Gehäuse G angegossenen cylindrischen Zapfen, durch welchen
der Stift k geht; ein Stift erlaubt demselben nur eine Vierteldrehung. In den Endstellungen
wird es durch Einkerbungen und zwei Buckelfedern gehalten, und dient dazu, das Gehäuse G bezw. Zahnrad f auszulösen, indem
es bei einer Viertelsdrehung in der Richtung seiner langen Axe gegen den oberen Theil des
Rahmens A drückt; der Griff desselben kommt dann rechtwinklig zur Seitenfläche des Rahmens
A zu stehen. In diesem ausgelösten Zustande verhindert die an dem oberen Theil des
Gehäuses G angebrachte Sperrklinke / und der an der Nabe des Zahnrädchens α vorstehende
Stift q, Fig. 6, 7 und 8, auch das Drehen der Schraube F nach der anderen Richtung, so
dafs nun beim Drehen der Triebspindel bezw. Kurbel nach rechts oder links der Cylinder E
sich gleich rasch auf- oder abwärts schraubt. Dies wird zum raschen Einstellen des Bohrers
auf den Punkt, wo derselbe seine Arbeit beginnen soll, benutzt.
Das dreifache Zahnrad C läfst sich vermittelst
des verstellbaren Zapfens D, Fig. 1, 2 und 3, an drei Stellen tt't" mit einem konischen
Stift t, Fig. i, 2 und 3, festziehen, und so die
Triebspindel B, wie schon erwähnt, in drei verschiedene Umdrehungsgeschwindigkeiten versetzen.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Wird die Kurbel O rechts gedreht und so Zahnrad C1 Triebspindel B nebst Cylinder E
mit Bohrfutter L in Umdrehung versetzt, so theilt eines der Zahnräder b, c oder d, welche
mit der Triebspindel verbunden sind, dem Zahnrade / im schwingenden Gehäuse G die Drehung
mit. Dieses zwingt die Schraube F, die Drehungen mitzumachen. Da nun aber zwischen
b, c und d und dem Zahnrade α eine kleine Differenz in der Zähnezahl existirt, so
findet bei den Umdrehungen noch eine relative Drehung zwischen Triebspindeli? und Schraube^
statt, welche das langsame Vorschieben des Cylinders E nebst Futter und Bohrer bewirkt.
Beim Linksumdrehen der Kurbel werden durch das Feststecken der Zahnräder e und f
auf dem Stifte k im schwingenden Gehäuse G sofort die unteren Zahnräder/ aus b, c oder d
durch Nachgeben des Gehäuses ausgehoben; Schraube F steht dann fest, während die Triebspindel
mit Cylinder E (mit dem Muttergewmde von F) sich weiter dreht, wodurch ein Einschrauben
des Cylinders E in die Scheibe F, mit anderen Worten ein Zurückziehen des Cylinders
E bewirkt wird.
Blatt I, Fig. i, Gesammtansicht der Bohrmaschine
mit Centrirfutter.
Blatt II, Fig. 2, die eigentliche Bohrmaschine im Viertelausschnitt.
Fig. 3 verstellbarer Zapfen, auf welchem sich das dreifache Zahnrad dreht, nebst einem Theil
des Rahmens.
Fig. 4 oberer Theil der Bohrmaschine mit schwingendem Gehäuse, im Schnitt durch Stift k
und Schieber /.
Fig. 6 oberer Theil der Bohrmaschine, umgekehrt und abgebrochen gezeichnet.
Fig. 7 und 8 geometrische Darstellung des Mechanismus zur selbstthätigen Vorschiebung
bezw. Zurückziehung.
Fig. 9 Durchschnitt des Stiftes k.
Fig. 10 die Zahnräder e und f im Viertelausschnitt
nebst Stift k.
Claims (2)
1. Die durch Beschreibung und Zeichnung erläuterte Construction der Universalhandbohrmaschine,
insbesondere die Art und Weise, beim Linksumdrehen der Kurbel ein rasches, drehendes Zurückziehen des Bohrers zu bewirken,
sowie die beschriebene Art, die veränderbare Vorschiebung des Bohrers zu erzielen.
2. Die durch Fig. 9 und 10 gezeichnete und weiter erläuterte Art, die Drehung nach
einer Richtung zu verhindern.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE5654C true DE5654C (de) |
Family
ID=284055
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT5654D Active DE5654C (de) | Handbohrmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE5654C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014100739A1 (de) | 2013-01-28 | 2014-07-31 | GM Global Technology Operations LLC (n. d. Ges. d. Staates Delaware) | Teilweise integrierter abgaskrümmer |
-
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- DE DENDAT5654D patent/DE5654C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014100739A1 (de) | 2013-01-28 | 2014-07-31 | GM Global Technology Operations LLC (n. d. Ges. d. Staates Delaware) | Teilweise integrierter abgaskrümmer |
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