DE56023C - Durch ein Gemisch von nassen Dämpfen und Wasser getriebenes Kreiselrad - Google Patents

Durch ein Gemisch von nassen Dämpfen und Wasser getriebenes Kreiselrad

Info

Publication number
DE56023C
DE56023C DENDAT56023D DE56023DA DE56023C DE 56023 C DE56023 C DE 56023C DE NDAT56023 D DENDAT56023 D DE NDAT56023D DE 56023D A DE56023D A DE 56023DA DE 56023 C DE56023 C DE 56023C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
mixture
steam
homogeneous
vapors
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT56023D
Other languages
English (en)
Original Assignee
Dr. jur. C. BERNSTEIN in Berlin W., In den Zelten 23, und S. WOLFSON in Zaschnik, Rufsland
Publication of DE56023C publication Critical patent/DE56023C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K21/00Steam engine plants not otherwise provided for
    • F01K21/005Steam engine plants not otherwise provided for using mixtures of liquid and steam or evaporation of a liquid by expansion

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist, eine Turbine durch ein Gemisch von Dampf und Wasser bezw. durch sehr nassen Dampf zu treiben.
Die Ausflufsgeschwindigkeit für ein vollkommen homogenes Gemisch von ι kg Dampf auf
m — ι kg Wasser ist M1 = —-S=-, wobei M0
ym
die Ausflufsgeschwindigkeit des trockenen Dampfes bezeichnet. Es ist dieses das Gesetz der Ausflufsgeschwindigkeit eines Gemisches von Flüssigkeiten von ungleicher Dichtigkeit. In diesem Falle ist die mechanische Arbeit
Xm: 75Xzg = -
Bezeichnet man nun mit L0 die zur Verfügung stehende Arbeit, so haben wir L1 = L0, oder in Worten ausgedrückt, keinen Arbeitsverlust.
Nehmen wir den zweiten Fall an. Die Ausflufsgeschwindigkeit eines nicht ganz homo-
„ . , . , U0
genen Gemisches ist M9 = —-6 2
(m
1) M0
wobei M0 1 die Ausflufsgeschwindigkeit des Wassers bei einer Pression von P-Atmosphären innerhalb des Kessels bezeichnet. Nach dem Gesetz des Stofses ist, wenn eine Masse Ai1 mit einer Geschwindigkeit V1 gegen eine mit V2 sich bewegende Masse Ai2 stöfst, die daraus resultirende gemeinsame Geschwindigkeit V0 =
M, v, + Ai9 V9 ,,.,..,, i=-^— , es entsteht hierbei iedoch
Af1 -f Af2 ' ' ■
ein grofser Arbeitsverlust.
Dritter Fall. Die Ausflufsgeschwindigkeit des heifsen Wassers aus einem Kessel, worin eine Pression von P (= 5) Atmosphären bei einer Temperatur von 1 oo° -j- herrscht, ist in diesem k ^>C u
dritten Falle M3
k ist hier ein
Erfahrungscoefficient. Man betrachtet hier jFkg, bei einer Temperatur von ι oo° + aus dem Kessel austretend. Eine Mischung giebt also (F-— i) kg Wasser zu ioo° und ι kg Dampf, ebenfalls zu ioo°.
Da dieses Gemenge jedoch nicht vollkommen homogen ist, so mufs der Coefficient k in Anwendung gebracht werden, und man erhält für diesen dritten Fall als Arbeit L3 =
k L k
2 ° , also einen Bruchtheil -^5- der Arbeit
des trockenen Dampfes.
Nach Versuchen soll ι Theil Dampf mit 5 Theilen Wasser homogen gemischt bei einer Turbine denselben Nutzeffect geben wie rein trockener Dampf. Ist das Gemisch jedoch nicht homogen, so ist die Arbeit des nassen Dampfes nur Y6 der des trockenen Dampfes. Haben wir ferner ein homogenes Gemisch von ι Theil Wasser, welchem noch 3 Theile Wasser nicht homogen beigemischt sind, so giebt dieses die Hälfte der Arbeit des trockenen Dampfes.
Dieses nasse Heifswasserdampfgemisch ist jedoch ein doppeltes, d. h. neben dem homogenen Gemisch ist noch viel nicht homogenes beigemischt, wie z. B. die Dämpfe bei der Entwickelung aus homogenen und nicht homo-
genen Gemischen bestehen und äufserdem noch viele Wassertheilchen mechanisch gebunden mit sich führen. Bei dieser Turbine ist darauf zu achten, dafs die nicht homogene Mischung möglichst verringert und das homogene Gemisch möglichst vergröfsert werde.
Bei Fig. ι auf beiliegender Zeichnung strömt der Dampf durch S3 in das weitere T-förmige Rohr JWm1. In dem horizontalen Theil W2 dieses Rohres befindet sich die Scheibe χ χ, welche man von aufsen durch Kurbel g in eine beliebige Lage versetzen kann. Auf dieser Scheibe setzen sich gröfsere mitgerissene Wassertheilchen ab, tropfen dann herab und sammeln sich im unteren Theil Jn1 des Rohres, wo sie einen Wassersack bilden, während das homogene Dampfgemisch durch die schnabelförmigen Oeffnungen ο O1' den Turbinenschaufeln a a zugeführt wird. Das Rohr i i saugt unten bei WZ1 Wasser auf und sendet bei I1 einen heifsen Wasserstrahl in den Dampf (nach Art der Injectoren). Das Wasserstandsglas η η zeigt die Höhe des Wasserstandes bei Wt1 an. Sinkt der Wasserspiegel, so ist dieses ein Zeichen, dafs die Dämpfe zu trocken geworden sind. Man läfst alsdann die Speisepumpe E rascher arbeiten. Steigt der Wasserspiegel zu hoch, so mufs weniger Wasser zugeführt werden. Der Schwingungspunkt M des Hebels K ist daher in einer Schleife verstellbar angeordnet.
Die in Fig. ι dargestellte Anordnung läfst sich für jeden Dampfkessel, bei dem das Dampfrohr nahe dem Wasserspiegel liegt, verwenden.
Die Oeffnungen ο O1 sind für ein bestimmtes Gemisch berechnet. Um dieselben reguliren zu können, kann das Rohr i durch einen Schlitz mit Stellschraube y vor- und rückwärts verschoben werden, wodurch dann die konischen Spitzen J1 I1 die Oeffnungen ο O1 verengen oder erweitern. Desgleichen dient die mit Spitzen versehene Stange.? t (durch Schraube^ verstellbar) zum Reguliren der Oeffnungen Z1Z1. Damit das homogene Dampfgemisch möglichst vergröfsert werde, ist im Kessel nahe der Austrittsöffnung S3 eine Scheidewand B, welche bis zum Wasserspiegel reicht, angebracht. Da nun, sobald die Turbine in Thätigkeit ist, der Druck im Kessel gröfser ist als im T^förmigen Rohr m, so ist auch in der durch B gebildeten Abtheilung P des Kessels der Druck niedriger als im Kessel A. Läfst man nun in diese Abtheilung P eine Reihe Röhre Zi2, welche mit ihrem unteren Ende bis in den unteren- Theil des Kessels reichen, münden, so wird das Wasser in denselben in die Höhe gedrückt und bei h ausfliefsen. Auf diese Weise entsteht eine rege Wassercirculation, welche eine intensive homogene Dampfentwickelung bewirkt.
Um nun im Gehäuse der Turbine ein möglichstes Vacuum zu erzeugen, mufs eine Condensation hergestellt werden. Die Turbine a a wird daher mit den Centrifugalflügeln b b, Fig. ι und 2, versehen. ■ .; ■
Die Wirkung der Flügel ist die, dafs sie zunächst die schweren Wassertheile ausscheiden und den Dampf stark verdichten. Durch eine Kühlschlange oder Injection läfst sich dann die Condensation noch beschleunigen. Das condensirte Wasser sammelt sich in Z.
Das Wasser hat immer noch eine hohe Temperatur, wenn es durch die Pumpe E in den Kessel zurückgebracht wird, so dafs der Arbeitsverlust in jeder Beziehung sehr gering ist.
Da die Ausflufsgeschwindigkeit eine Function von P: ρ ist, so ist es dasselbe, ob P= 5 und ρ — 1, oder ob P= 1 und ρ = !/5 ist. Man kann daher für bewohnte Räume Dampfkessel ohne jeden Ueberdruck verwenden, wenn man nur für eine genügende Condensation Sorge trägt.
Man mufs dann Flüssigkeiten von hohem Siedepunkt, 170 bis 2000, benutzen. Am vortheilhaftesten ist eine starke Salzlösung. Man verbindet dann mit der erzeugten Arbeit zugleich die Zimmerheizung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine durch ein Gemisch von homogenen Dämpfen und Wasser getriebene Turbine, bestehend aus der in einem Gehäuse % laufenden Turbine mit den Schaufeln a, auf welche homogene Dämpfe, durch ein T-förmiges Rohr WiWJ1 passirend, durch die schnabelförmigen Oeffnungen ο O1 geleitet werden, während durch Rohre i i aus dem Wassersack m Wi1 heifses Wasser angesaugt und dem Dampfstrahl beigemischt wird, während die vom Dampf mitgerissenen gröfseren Wassertheile auf der von aufsen verstellbaren Scheibe χ χ sich absetzen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT56023D Durch ein Gemisch von nassen Dämpfen und Wasser getriebenes Kreiselrad Expired - Lifetime DE56023C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE56023C true DE56023C (de)

Family

ID=330510

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT56023D Expired - Lifetime DE56023C (de) Durch ein Gemisch von nassen Dämpfen und Wasser getriebenes Kreiselrad

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE56023C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE56023C (de) Durch ein Gemisch von nassen Dämpfen und Wasser getriebenes Kreiselrad
DE1719452A1 (de) Mehrstufige Entspannungsverdampfer
CH156330A (de) Einrichtung zum Rückführen von Öl aus dem Verdampfer in den Kompressor von Kältemaschinen.
DE288158C (de)
DE115672C (de)
DE69078C (de) Vorwärmer mit Ventilanordnungen sur Erhaltung der Spannung innerhalb bestimmter Grenzen
DE445392C (de) Einrichtung zum Betriebe von Sattdampfturbinen
DE118882C (de)
DE14973C (de) Dampfwasserheber mit Injektor für die Kondensation
DE14747C (de) Neuerungen an Membranvorrichtungen zur Signalisirung des Wassermangels und zur Regulirung des Wasserstandes
AT38057B (de) Pumpe zum Fördern staubhaltiger Luft.
DE15626C (de) Injektor mit Kondensator
DE623753C (de)
DE386995C (de) Vorrichtung zum Absaugen von Luft, Dampf und Kondenswasser aus Vakuumdampfheizungen
DE490414C (de) Vorrichtung zum Scheiden von stroemenden Fluessigkeitsgemischen
DE389314C (de) Vorrichtung zur Befeuchtung von Luft usw
DE444421C (de) Vorrichtung zur Herbeifuehrung eines Wasserumlaufs in Dampfkesseln
DE18657C (de) Kondensationseinrichtung
DE517332C (de) Einrichtung zur Regelung der Trocknung von Stoffen (Papier, Gewebe usw.)
DE426497C (de) Barometrischer Mischkondensator
DE128359C (de)
DE112419C (de)
DE41341C (de) Vorwärmer mit Kesselsteinausscheidung
DE216012C (de)
DE447917C (de) Kondensationsanlage, bestehend aus einem Mischkondensator und einem nachgeschalteten Oberflaechenrueckkuehler