DE559798C - Hydraulischer Regler fuer Kraftmaschinen - Google Patents
Hydraulischer Regler fuer KraftmaschinenInfo
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- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D13/00—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
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Description
Bei den hydraulischen Reglern mit Pumpwerk hat man zwei Gruppen zu unterscheiden,
nämlich eine Gruppe, bei welcher die Regelimpulse von den Druckänderungen des Fördermittels
des Pumpwerkes abgenommen werden, und eine zweite Gruppe, bei welcher der Druck unberücksichtigt bleibt und dafür die
Mengenänderungen zur Abgabe der Regelimpulse herangezogen werden. Die Erfindung bezieht sich auf die zweite dieser beiden
Gruppen und bringt die Lösung der Aufgabe, den Regler in der Weise auszubilden, daß auf
einfache Weise eine Verstellung des Ungleichförmigkeitsgrades ermöglicht wird.
Der Mengenregler beruht, wie bekannt, darauf, daß das vom Pumpwerk geförderte Mittel
eine veränderliche Öffnung durchströmt und diese Öffnung sich selbst in der Weise einstellt,
daß die Gesamtmenge des von der
so Pumpe geförderten Steuermittels, z. B. öl, abfließen kann. Die Öffnung stellt sich also
auf eine größere Weite ein, wenn die Drehzahl der Turbine und damit die Fördermenge
ansteigt, während umgekehrt die Öffnung kleiner wird, wenn sich infolge abnehmender
Drehzahl auch die Fördermenge verringert. Das in Abhängigkeit von den wechselnden
Fördermengen den veränderlichen Durchströmquerschnitt einstellende Organ ist mit
der Regelvorrichtung der Kraftmaschine gekuppelt.
Gemäß der Erfindung wird nun außer der Veränderungsmöglichkeit der Durchströmöffnung
in Abhängigkeit von den wechselnden Fördermengen eine weitere Einstellmöglichkeit
der Durchströmöffnung vorgesehen, die dazu dient, zunächst einmal eine bestimmte
Größe des Durchströmquerschnittes entsprechend einer bestimmten Fördermenge einzustellen,
die sich dann je nach der Vergrößerung oder Verkleinerung der Einstellfördermenge
verändert. Nimmt man an, daß der Durchströmquerschnitt zunächst α gewesen
sei, so ändert er sich je nach der durchströmenden Menge um +Δα. Der Schwankungsbereich
entspricht einer Änderung der Fördermenge Q um + AQ. Wird jetzt durch
die zusätzliche Einstellmöglichkeit der Querschnitt auf a-\- b vergrößert, so ist, da + Δ Q
sich ja nicht ändern kann, nur eine geringe Bewegung des Mengenschiebers erforderlich,
um die vergrößerte oder verringerte Fördermenge abfließen zu lassen. Bei gleicher Änderung
der Fördermenge tritt also eine verkleinerte Bewegung des Mengenschiebers auf, d.h. der Ungleichförmigkeitsgrad wird größer.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Gustav Köhler in Berlin-Halensee.
Umgekehrt wird, wie ohne weiteres ersichtlich ist, ein kleiner Ungleichförmigkeitsgrad
erreicht, wenn die von vornherein einzustellende Durchtrittsöffnung verkleinert wird;
denn dann sind größere Änderungen des Durchströmquerschnittes erforderlich, um ihn
den veränderlichen Fördermengen anzupassen. In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, die eine besonders
günstige Ausbildungsmöglichkeit des einstellbaren Durchströmquerschnittes zeigt,
nämlich mit einer geteilten Buchse, deren beide Hälften nach einer Schraubenlinie abgeschnitten
sind. Die beiden Schraubenflächen gleiten aufeinander und enden in zwei Flächen, die den Durchströmquerschnitt bilden.
Je nach der Verdrehung der beiden Hülsenteile gegeneinander wird der Durchströmquerschnitt
vergrößert oder verkleinert. Das von einer nicht dargestellten Pumpe gelieferte Drucköl tritt gemäß Fig. 1 durch
eine Leitung 1 in einen Raum 2 ein, der nach unten hin durch den Schieber 3 begrenzt ist.
Dieser steuert eine Durchtrittsöffnung 4, durch die das zufließende Öl abströmen kann.
Der Schieber 3 trägt an einer Stange 5 einen Steuerkolben 6, der zusammen mit einer
Hülse 7 die bekannte HilfsSteuerung bildet. Vergrößert sich z. B. die von der Pumpe geförderte
Menge, so wird in bekannter Weise der Schieber 3 abwärts geschoben, bis die Durchtrittsöffnung bei 4 der erhöhten Fördermenge
entspricht. Gleichzeitig mit der Abwärtsbewegung des Schiebers 3 ist auch der Steuerkolben 6 abwärts bewegt worden und
hat die ihm zugeordneten Steuerschlitze freigegeben, so daß Öl durch die Leitung 8 zum
Servomotor des Regelventils abströmen kann. Um den Ungleichförmigkeitsgrad des Reglers
verändern zu können, ist nach der Erfindung die den Durchströmquerschnitt 4 enthaltende
Buchse nicht einteilig ausgeführt, sondern sie ist nach einer Schraubenlinie aufgeschnitten,
wie die Ansicht gemäß Fig. 2 zeigt. Die beiden Teile der Buchse sind mit 9 und 10 bezeichnet.
Die Durchströmöffnung wird durch die Flächen 11 und 12 gebildet. Durch Verdrehen
der beiden Buchsenhälften. gegeneinander kann die Durchströmöffnung 4 vergrößert
oder verkleinert werden. Die beiden Buchsen werden in der einmal eingestellten
Lage durch einen Teller 13 gehalten, der durch eine Feder 14 gegen die Unterkante
des Buchsenteiles 10 gepreßt wird.
Zur Verstellung der Durchströmöffnung dienen (Fig. 3) die von außen zugänglichen
Schraubenbolzen 15 und 16, die sich gegen Aussparungen des Buchsenunterteiles 10
legen. Bei einer Verstellung des Durchströmquerschnittes geht man in der Weise vor,
daß man die beiden Muttern 17 und 18 löst, dann den einen der beiden Bolzen so weit
verschraubt, wie es zur Änderung der Durchströmöffnung erforderlich ist, und hierauf
durch den anderen Bolzen die Buchse so weit um ihre Achse dreht, bis sie sich wieder
gegen den ersten Bolzen legt. Hierauf werden die Muttern 17 und 18 wieder festgezogen.
Man kann übrigens die Verstellvorrichtung von vornherein eichen und mit einer Skala
versehen, so daß es nur der Einstellung auf den betreffenden Skälenteil bedarf, um die
Maschine mit dem gewünschten Ungleichförmigkeitsgrad laufen zu lassen.
Claims (4)
1. Hydraulischer Regler für Kraftmaschinen mit einem Schieber zur Veränderung
einer Durchströmöffnung in Abhängigkeit von den Mengenänderungen des Fördermittels, gekennzeichnet durch
eine dem Mengenschieber (3) zugeordnete zweiteilige Buchse (9, 10), deren aufeinandergleitende
Stirnflächen nach Art einer Schraubenlinie derart abgeschnitten sind,
daß bei einer Verdrehung der beiden Buchsenteile (9, 10) gegeneinander eine
Änderung des Durchströmquerschnittes (4) eintritt.
2. Regler nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Buchsenteile durch von außen zugängliche Stellschrauben (15, 16) gegeneinander verschoben
werden können.
3. Regler nach dem Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Hülsenteile durch eine Feder (14) gegeneinandergepreßt
werden.
4. Regler nach dem Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine außen am Regler angebrachte,
auf den Ungleichförmigkeitsgrad geeichte Skala, nach der die Schlitzbreite
einstellbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE559798T | 1930-10-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE559798C true DE559798C (de) | 1932-09-24 |
Family
ID=6565761
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930559798D Expired DE559798C (de) | 1930-10-17 | 1930-10-17 | Hydraulischer Regler fuer Kraftmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE559798C (de) |
-
1930
- 1930-10-17 DE DE1930559798D patent/DE559798C/de not_active Expired
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