DE559151C - Verfahren zum Einbringen von Kalium, Caesium oder Rubidium in eine elektrische Entladungsroehre - Google Patents

Verfahren zum Einbringen von Kalium, Caesium oder Rubidium in eine elektrische Entladungsroehre

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DE559151C
DE559151C DEN26473D DEN0026473D DE559151C DE 559151 C DE559151 C DE 559151C DE N26473 D DEN26473 D DE N26473D DE N0026473 D DEN0026473 D DE N0026473D DE 559151 C DE559151 C DE 559151C
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cesium
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potassium
electrical discharge
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Expired
Application number
DEN26473D
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English (en)
Inventor
Jan Hendrik De Boer
Pieter Clausing
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Koninklijke Philips NV
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Philips Gloeilampenfabrieken NV
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J9/00Apparatus or processes specially adapted for the manufacture, installation, removal, maintenance of electric discharge tubes, discharge lamps, or parts thereof; Recovery of material from discharge tubes or lamps
    • H01J9/38Exhausting, degassing, filling, or cleaning vessels
    • H01J9/395Filling vessels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
16. SEPTEMBER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVl 559151 KLASSE 21g GRUPPE
Verfahren zum Einbringen von Kalium, Cäsium oder Rubidium in eine elektrische Entladungsröhre
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Oktober 1926 ab
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einbringen von Kalium, Cäsium oder Rubidium in eine elektrische Entladungsröhre. Die Einführung dieser Metalle als solche in eine elektrische Entladungsröhre ist mit Schwierigkeiten verbunden, da die Metalle an der Luft sehr leicht oxydieren und es folglich schwierig ist, sie in reinem Zustand in die Entladungsröhre einzubringen. Die Erfindung hat zum Zweck, ein Verfahren anzugeben, daß diese Schwierigkeit beseitigt und durch das es möglich ist, Kalium, Cäsium oder Rubidium in ganz reinem Zustand in eine Entladungsröhre einzubringen. Nach einem bekannten Verfahren zum Einbringen von Alkalimetallen in eine Entladungsröhre werden diese Metalle in einer Verbindung zusammen mit einem Reduktionsmittel in ein mit der Röhre verbundenes Gefäß eingebracht; durch die chemische Wirkung dieses Gemenges wird das gewünschte Metall daraus frei gemacht. Es ist dabei notwendig, als Reduktionsmittel Stoffe zu ver- \venden, welche an der Luft nicht angegriffen
*5 werden, da sonst der Vorteil des Reduktionsverfahrens wieder verlorengehen würde.
Gemäß der Erfindung werden nun als Reduktionsmittel Erdalkalimetalle, insbesondere Barium, verwendet, ohne daß dabei der Nachteil eintritt, daß das Reduktionsmittel außer Berührung mit der Luft gehalten werden muß.
Das Verfahren zum Einbringen von Kalium, Cäsium oder Rubidium in eine elektrische Entladungsröhre besteht nämlich gemaß der Erfindung darin, daß ein Gemenge einer oder mehrerer Verbindungen dieser Metalle zusammen mit einem oder mehreren Aziden der Erdalkalimetalle erhitzt wird. Ein Gemisch der genannten Stoffe wird dazu in die Entladungsröhre oder in bekannter Weise in ein mit der Entladungsröhre verbundenes Gefäß eingebracht, worauf durch Erhitzung dieses Gemenges Kalium, Cäsium oder Rubidium gebildet wird.
Als Azid eines Erdalkalimetalls wird zweckmäßig Bariumazid verwendet. Das Gemenge der Kalium-, Cäsium- oder Rubidiumverbindungen mit einem Azid kann entweder in fester Form oder in der Form einer Lösung in die Entladungsröhre oder in ein mit dieser verbundenes Gefäß eingebracht wer-
*} Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Jan Hendrik de Boer und Pieter Clausing in Eindhoven, Holland.
den. Das Gemenge wird nun nach Verdampfung des gegebenenfalls vorhandenen Lösemittels etwas erhitzt, wodurch das Azid zersetzt wird und das hierbei frei werdende Metall der zweiten Hauptgruppe des periodischen Systems das Kalium-, Cäsium- oder Rubidiumsalz zu metallischem Kalium, Cäsium oder Rubidium reduziert. Da diese Metalle schon bei gelinder Erhitzung sehr flüchtig ίο sind, wird die Entladungsröhre mit Kalium-, Cäsium- oder Rubidiumdampf sehr niedrigen Druckes gefüllt.
Es ist nicht nötig, daß man das Gemenge von Kalium-, Cäsium- oder Rubidiumsalzen und Azid in einem Seitenröhrchen der Entladungsröhre anbringt, man kann dieses Gemenge auch an andere Stellen der Entladungsröhre bringen, wenn man nur imstande ist, das Gemenge an solchen Stellen derart zu erhitzen, daß Kalium-, Cäsiumoder Rubidiumdampf gebildet wird.
Das Verfahren gemäß der Erfindung kann bei mit einer Glühkathode versehenen Entladungsröhren Anwendung finden; der Ka-Hum-, Cäsium- oder Rubidiumdampf wird sich dann als eine äußerst dünne Schicht, die nur von der Größenordnung einiger Moleküle zu sein braucht, auf der Glühkathode absetzen. Gemäß Lan g m u i r s Untersuchungen kann nun eine solche Glühkathode auf eine Temperatur erhitzt werden, die um viele Hunderte von Graden über dem Schmelzpunkt von Kalium, Cäsium oder Rubidium liegt, ohne daß dieses merkbar verdampft, und sie wird dabei eine Elektronenemission geben, die im Verhältnis zu der äußerst kleinen Richardsonschen Konstante von Kalium, Cäsium oder Rubidium sehr hoch ist.
Kalium, Cäsium oder Rubidium, das in eine Entladungsröhre mit Glühkathode oder auch in eine Entladungsröhre mit kalter Kathode mittels des Verfahrens gemäß der Erfindung eingebracht worden ist, kann etwaige Restgase binden, die noch trotz möglichst hoher Entlüftung in der Entladungsröhre zurückgeblieben sind, wodurch die schädliche Wirkung solcher Gase aufgehoben wird.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher beschrieben. In dieser Zeichnung stellt ι die Glocke der Entladungsröhre dar, in der eine Glühkathode 2 aus Wolfram, ein Gitter 3 und eine Anode 4 gleichachsig angeordnet sind. An der Glocke der Entladungsröhre ist ein Seitenröhrchen 5 mit einem Gefäß 6 angeschmolzen, in das zuvor ein Gemenge von Cäsiumchlorid und Bariumazid in wäßriger Lösung eingebracht worden ist. Die Entladungsröhre wird nun so lange entlüftet, bis das Lösungsmittel aus dem Gefäß 6 verdampft ist und das Gemenge von Cäsiumchlorid und Bariumazid in festem Zustand zurückbleibt. Nach dem Abschmelzen der Entladungsröhre von der Pumpe wird nun das Gefäß 6 etwas erhitzt, wodurch das Bariumazid zersetzt wird. Bei etwas höherer Erhitzung wird darauf das Cäsiumchlorid von dem frei gewordenen Barium zu metallischem Cäsium reduziert, das sich über das Innere der Entladungsröhre verbreitet. Das Seitenröhrchen 5 mit dem Gefäß 6 kann nun von der Entladungsröhre wieder abgeschmolzen werden.
Die Metalle Kalium und Rubidium können in ähnlicher Weise in eine Entladungsröhre eingebracht werden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Einbringen von Kalium, Cäsium oder Rubidium in eine elektrische Entladungsröhre durch Erhitzung eines Gemenges einer oder mehrerer Kalium-, Cäsium- oder Rubidiumverbindungen mit einem reduzierenden Stoff, dadurch gekennzeichnet, daß als Reduktionsmittel ein oder mehrere Azide der Erdalkalimetalle verwendet werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEN26473D 1925-12-12 1926-10-19 Verfahren zum Einbringen von Kalium, Caesium oder Rubidium in eine elektrische Entladungsroehre Expired DE559151C (de)

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