DE558578C - Vorrichtung zur Verhuetung des UEberladens der Bremsleitung - Google Patents
Vorrichtung zur Verhuetung des UEberladens der BremsleitungInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T15/00—Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
- B60T15/02—Application and release valves
- B60T15/04—Driver's valves
- B60T15/048—Controlling pressure brakes of railway vehicles
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- Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
9. SEPTEMBER 1932
9. SEPTEMBER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2Of GRUPPE
K 121798 Hfsof
Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 25. August
Knorr-Bremse A. G. in Berlin-Lichtenberg*)
Vorrichtung zur Verhütung des Überladens der Bremsleitung
Zusatz zum Patent 548140
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. August 1931 ab
Das Hauptpatent hat angefangen am 3. Juli 1931.
Bei der Vorrichtung nach dem Hauptpatent steht der Steuerkolben für das selbsttätige
Füllventil, das bei in Füll- bzw. Fahrtstellung befindlichem Führerventil Druckluft aus
dem Hauptbehälter unmittelbar in die Leitung strömen läßt, sowohl unter dem vom Leitungsdruckregler eingestellten Druck als
auch unter dem Druck des Hilfsbehälters der Lokomotive.
Bei Zugtrennungen oder Notbremsungen vom Zuge aus sinkt der Hilfsbehälterdruck
fast im gleichen Verhältnis wie der Leitungsdruck. Daraus folgt, daß in solchen Fällen
das Füllventil sich rasch öffnet und in die durch die Notbremsung entlüftete Bremsleitung
Hauptbehälterluft einströmen läßt. Der Lokomotivführer wird daher zunächst nicht von der Notbremsung oder der Zugtrennung
in Kenntnis gesetzt, denn die aus dem Hauptluftbehälter in die Bremsleitung strömende
Druckluft hält den auf der Lokomotive befindlichen Leitungsdruckmesser fast auf normaler Höhe und vermindert wenigstens im
vorderen Zugteil die Bremswirkung.
Demgemäß wurde bei der Vorrichtung nach dem Hauptpatent im Falle der Zugtrennung
oder Notbremsung vom Zuge aus das Steuerventil für die Lokomotivbremse
gegen die Bremsleitung durch ein nach ihr hin sich schließendes Rückschlagventil gesperrt.
Hiermit mußte ein Verzicht auf die Mitwirkung der Lokomotivbremse bei Zugbremsungen
und Notbremsungen vom Zuge aus in Kauf genommen werden.
Dieser Ausfall von Bremskraft bei derartigen außergewöhnlichen Vorkommnissen, die
vielfach den Gefahrfall bedeuten, wird als Unvollkommenheit der Vorrichtung empfunden.
Die Verbesserung der Vorrichtung nach dem Hauptpatent dahin, daß die Lokomotivbremse
auch bei Zugtrennungen und Notbremsungen vom Zuge aus zur Wirkung kommt, ohne daß dabei das Füllventil Hauptbehälterluft
in die Bremsleitung strömen läßt, ist der Zweck der Erfindung.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß an Stelle des Hilfsluftbehälters der Ausgleichbehälter
des Führerventils als Steuerbehälter für den Kolben des Füllventils herangezogen
wird, und daß Mittel vorgesehen werden, um das Sinken des Druckes im Ausgleichbehälter
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Friedrich Hildebrand in Berlin-Lichterfelde.
bei Zugbremsungen oder Notbremsungen derart zu verzögern, daß ein Öffnen des Füllventils
unter dem Einfluß der vom Druckregler in die Bremsleitung eingelassenen Hauptbehälterluft nicht sogleich erfolgt, sondern
erst eine geraume Weile nach Eintritt der Notbremsung. Da der Ausgleichbehälter nunmehr die Rolle eines Steuerbehälters für
den Steuerkolben des Füllventils übernimmt, ίο so ist durch Anordnung eines besonderen,
beim Bremsen mit jenem in Verbindung tretenden Behälters dafür Sorge getragen, daß
die Druckabnahme im Ausgleichbehälter nicht über das zur Erreichung des angestrebten
Zweckes hinausgehende Maß getrieben wird, wodurch ein übermäßig langes Öffnen des
Füllventils beim Füllen der Bremsleitung nach einer Bremsung verhütet und die stufenweise
Druckminderung und Drucksteigerung begünstigt wird.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ist auf der Zeichnung schematisch veranschaulicht.
Auf die Darstellung der durch die Vorrichtung nicht unmittelbar beeinflußten Lokomotivbremse,
die in bekannter Weise ausgeführt ist, ist dabei aus Gründen der Einfachheit und Übersichtlichkeit verzichtet.
Gleiche Teile der Vorrichtung nach dem Hauptpatent haben die gleiche Bezeichnung
erhalten.
An Stelle des Hilfsluftbehälters B der Vorrichtung nach dem Hauptpatent ist der Ausgleichbehälter
A mit dem Raum links vom Steuerkolben 9 des Füllventils 4 in Verbindung
gebracht. Eine Leitung führt vom Ausgleichbehälter A in den Raum unterhalb des
Kolbens 14. Ein Steuerbehälter 15 befindet sich über dem Kolben 14. Der Behälter Y
ist normalerweise über die Öffnung 25« entlüftet;
der Raum unterhalb des Kolbens 13, in dem sich der Schieber 12 befindet, steht über
die Bohrung 25 mit der Leitung y in Verbindung, die nur dann mit der zum Ausgleichbehälter
A führenden Leitung α durch das Führerventil verbunden wird,, wenn dieses
sich in der Betriebs- oder Schnellbremsstellung befindet.
Die Verbindung zwischen der Leitung a und der mit der Bremsleitung L über die Leitung
24 verbundenen Leitung / im Führerventil erfolgt, abweichend von der A7OmChtung
nach dem Hauptpatent, über eine Drosselstelle in der betreffenden Höhlung des Schiebers.
Die die eigentliche Bremse der Lokomotive bildenden Teile sind als nicht unmittelbar zur
Vorrichtung gehörig nicht dargestellt.
Zum Zweck der Betriebsbremsung wird die Leitung«, also der Ausgleichbehälter A, mit
der Leitung 3/ über eine Drosselung im Führerventil verbunden, also zunächst über 25
und 25« entlüftet. Das Sinken des Druckes im Behälter^ hat die Abwärtsverschiebung
des Kolbens 14 und damit die Sperrung der Freiluftöffnung 25° durch den Schieber 12 zur
Folge, und nunmehr erfolgt der Ausgleich zwischen den Behältern A und Y.
Während der Druck im 'Behälter A sinkt, sinkt auch der Druck in der Bremsleitung L,
da die Ausgleichvorrichtung L mit p verbindet und p mit ο im Führerventil verbunden
ist. Der Druck im Raum links vom Kolben 9 der Füllventilvorrichtung 4 sinkt im selben
Maße wie der Druck im Behälter A.
Wenn zwecks Lösens der Bremse das Führerventil in die vereinigte Füll- und Fahrtstellung
I gebracht wird, so wird der Hauptluftbehälter HB mit der Druckreglerleitung d
verbunden. Dadurch gelangt auf die rechte Seite des Kolbens 9 Druckluft von der durch
den Druckregler eingestellten Spannung; das Ventil 8 wird geöffnet. Da die Leitung L
über I und die gedrosselte Schiebermuschel des Führerventils mit a in Verbindung steht,
so erfolgt eine Drucksteigerung in A, und wenn der Druck links des Kolbens 9 sich dem
rechts des Kolbens 9 wirkenden Druck nähert, so wird das Ventil 8 geschlossen. Die Drucksteigerung
im Behälter A bewirkt auch eine Aufwärtsverschiebung des Kolbens 14, und
der im Behälter Y wirkende Druck verschiebt den Kolben 13 mit dem Schieber 12 aufwärts,
bis die Freiluftöffnung 25a freigegeben ist und sich der Behälter Y entlüftet.
Bei Zugbremsung oder Bremsung vom Zuge aus sinkt der Druck im Raum rechts
vom Ventil 8 unmittelbar; ebenso sinkt der Druck im Raum links vom Kolben 6 der Ausgleichvorrichtung,
da die Leitung 24 diesen Raum mit L verbindet. Auch in der Leitung/
tritt Sinken des Druckes entsprechend der Druckabnahme in der Bremsleitung L ein.
In der Leitung α und im Ausgleichbehälter vollzieht sich die Druckabnahme wegen der
Drosselstelle in der Muschel des Führerventilschiebers langsamer; demgemäß nimmt auch
der Druck im Raum links vom Kolben 9 in der Füllventilvorrichtung 4 langsamer ab; berücksichtigt
man, daß die linke Seite des Ventils 8 mit dem vollen Hauptbehälterdruck beaufschlagt
ist und unter Federbelastung steht, so erkennt man, daß ein Öffnen des Ventils 8
erst erfolgen kann, wenn der Druck im Raum links vom Kolben 9 ziemlich stark gesunken
ist, zeitlich also erheblich später eintritt, als dies bei' der Vorrichtung nach dem Hauptpatent
der Fall sein würde. Bevor dies erfolgt, hat aber der Lokomotivführer die vom Zuge aus vorgenommene Bremsung mit
Sicherheit wahrgenommen und das Führerventil in die Bremsstellung verlegt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zur Verhütung des Überladens der Bremsleitung einer Druckluftbremse, bei der eine bei in Fahrtstellung befindlichem Führerventil die unmittelbare Verbindung zwischen dem Hauptluftbehälter und der Bremsleitung vermittelnde Füllventilvorrichtung vorgesehen ist, deren Steuerkolben einerseits durch den vom Leitungsdruckregler eingestellten Hauptleitungsdruck beaufschlagt wird (nach Patent 548 140), dadurch gekennzeichnet, daß die andere Seite dieses Kolbens (9) unter dem Druck des iYusgleichbehälters (α) der Lokomotivausrüstung steht, um bei Bremsungen vom Zuge aus die Lokomotivbremse mitwirken zu lassen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK121798D DE558578C (de) | 1931-08-26 | 1931-08-26 | Vorrichtung zur Verhuetung des UEberladens der Bremsleitung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK121798D DE558578C (de) | 1931-08-26 | 1931-08-26 | Vorrichtung zur Verhuetung des UEberladens der Bremsleitung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE558578C true DE558578C (de) | 1932-09-09 |
Family
ID=7244948
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK121798D Expired DE558578C (de) | 1931-08-26 | 1931-08-26 | Vorrichtung zur Verhuetung des UEberladens der Bremsleitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE558578C (de) |
-
1931
- 1931-08-26 DE DEK121798D patent/DE558578C/de not_active Expired
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