DE558451C - Schwanzstuetze fuer mit Laufraedern ausgestattete Flugzeuge - Google Patents

Schwanzstuetze fuer mit Laufraedern ausgestattete Flugzeuge

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DE558451C
DE558451C DED54662D DED0054662D DE558451C DE 558451 C DE558451 C DE 558451C DE D54662 D DED54662 D DE D54662D DE D0054662 D DED0054662 D DE D0054662D DE 558451 C DE558451 C DE 558451C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C25/00Alighting gear
    • B64C25/32Alighting gear characterised by elements which contact the ground or similar surface 
    • B64C25/50Steerable undercarriages; Shimmy-damping

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)

Description

Fast ausnahmslos sind Landflugzeuge für ihre Bewegung am Erdboden vorn mit einem Räderfahrgestell und hinten mit einem Schwanzsporn ausgerüstet. Dieser hat drei Aufgaben zu erfüllen: Er dient erstens als dritter, meist abgefederter Unterstützungspunkt im Stand und beim Rollen; zweitens als Bremse beim Auslauf; drittens als stabilisierendes Element beim Rollen.
ίο Letzteres ist wichtig besonders in den letzten Augenblicken der Landung beim Ausrollen, wenn die Rollgeschwindigkeit und damit auch die Wirkung des Seitenruders nur noch gering ist und außerdem die stabilisierende Wirkung des Schraubenstrahles auf das Seitenleitwerk infolge gänzlicher Drosselung des Motors fehlt. Da nun der Schwerpunkt des Flugzeugs bei der normalen Bauweise stets hinter den Fahrgestellrädern liegt, wäre das ganze System beim Ausrollen ohne die Wirkung des Spornes richtungsinstabil. Es ist bekannt, daß manche Flugzeuge besonders bei schwanzlastiger Trimmung eine sehr unangenehme Neigung zum seitlichen Ausbrechen in den letzten Augenblicken des Ausrollens zeigen, wodurch zuweilen ganz normale Landungen noch zum Bruch führen.
Der übliche Sporn erfüllt die unter 1 bis 3 genannten Aufgaben bei größter Einfachheit und geringstem Gewicht nahezu ideal. Erst mit zunehmender Inanspruchnahme der Flugplätze trat in starkem Maße seine zerstörende Wirkung auf die Grasnarbe als ein starker Nachteil hervor. Es lag nahe, durch eine Vergrößerung der Spornteller, d. h. eine Verringerung der Flächenpressung Abhilfe zu suchen. Bei einer einfachen Vergrößerung der üblichen Spornteller zeigte sich aber eine wesentliche Verschlechterung der Rolleigenschaften des Flugzeugs, d. h. der Sporn konnte seine Aufgabe der Stabilisierung nur erfüllen, indem er tiefe Furchen in den Boden riß. Man hat daher von einer derartigen Maßnahme abgesehen. Da auch grundsätzlich andere Konstruktionen, wie Heckräder u. dgl., sich keinen Einzug verschaffen konnten, ist der Sporn seit Beginn des Flugwesens fast unverändert geblieben, die Flugplatzbeschädigung wurde wohl oder übel mit in Kauf genommen.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Landegestell, bei dem die schädliche Einwirkung auf die Flugplatzoberfläche so· gut wie beseitigt ist. Es besteht erfindungsgemäß aus einem Räderfahrgestell üblicher Bauart in Verbindung mit einer schneekufenartigen Schwanzstütze. Derartige Schwanzstützen sind zwar von Flugzeugen, die zur Landung auf Schnee ausgerüstet sind, an sich schon bekannt. Indessen wurde in diesem Falle stets sowohl das vordere Hauptfahrgestell wie auch die Schwanzstütze mit Schneekufen ausgerüstet. Die Kombination eines Räderfahrgestells mit einer schneekufenartigen Schwanzstütze wurde bisher noch nicht angewendet, weil die Bedeutung der stabilisierenden Wirkung des Spornes nicht richtig eingeschätzt wurde. Mit einem Landegestell nach vorlie-
gender Erfindung ist es dagegen möglich, eine ausreichende Rollstabilität trotz geringer Bodenpressung zu erzielen. Selbstverständlich muß die Kufe derart gelenkig angebracht sein, daß sie stets mit ihrer gesamten Auflagerfläche den Boden berührt, im Gegensatz zu dem üblichen Sporn, bei dem die Auflagerfläche nur ungleichmäßig trägt, weil sie einen festen Teil des Spornes bildet und ίο daher seine Federbewegung starr mitmachen muß.
Man kann die stabilisierende Wirkung der Kufe nötigenfalls wesentlich erhöhen, wenn man ihre Auflagerfläche mit einer ein- oder mehrfachen Kielung versieht. Dann bleibt zwar die Flächenpressung nicht mehr konstant über die Fläche verteilt, doch läßt sich die Druckverteilung mit so allmählichen Übergängen gestalten, daß eine Beschädigung der Grasnarbe dennoch nicht eintritt.
Abb. ι zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Schwanzstütze nach vorliegender Erfindung. Der schneekufenartige Gleitkörper 1 ist durch ein gelenkiges und durch die Federung 3 abgefedertes Strebensystem 2 am Flugzeugrumpf 4 befestigt. Durch die langgestreckte Gestalt der darunter im Grundriß gezeichneten Auflagerfläche 5 wird eine stabilisierende Wirkung bei beliebig geringer Flächenpressung erzielt.
Abb. 2 zeigt ein weiteres Beispiel einer besonders einfachen Ausführung. Der kufenförmige Gleitkörper 1 ist hier an einem Schwanzsporn 6 üblicher Bauart gelenkig angebracht. Der Gummipuffer 7 hält die Kufe im Fluge in betriebsbereiter Stellung, wodurch ein Einhaken der Kufenspitze in den Boden beim Aufsetzen verhindert wird.
Abb. 3 gibt in den Profilen 8 bis 11 eine Reihe von Beispielen, wie durch geeignete to Querprofilierung die stabilisierende Wirkung der Kufe gesteigert werden kann, ohne den Vorteil der Flugplatzschonung wesentlich zu vermindern. Die gekielten Profile 10 und 11 zeichnen sich hierbei durch besonders gute Stabilisierung aus. Wie aus den darunter gezeichneten schematischen Darstellungen hervorgeht, verläuft bei allen diesen Profilen die Druckverteilung ohne starke Sprünge, so daß eine Beschädigung des Flugplatzes vermieden wird.
Abb. 4 endlich zeigt die Möglichkeit, die gute Führung des Rumpfendes durch die Kufe zur Lenkung des Flugzeugs am Boden auszunutzen. Durch1 einen Steuerhebel 12 kann das die Kufe tragende Strebensystem 13 geschwenkt werden, wodurch ein Kurvenrollen des Flugzeugs erreicht werden kann.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Schneekufenartige Schwanzstütze, die um eine mittlere Querachse pendelnd aufgehängt ist, in ihrer Anordnung an einem mit Laufrädern ausgestatteten Flugzeug.
2. Schwanzstütze nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Kielung der Kufe.
3. Schwanzstütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kufe zur Lenkung des Flugzeugs am Boden gedreht werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DED54662D 1927-12-28 1927-12-28 Schwanzstuetze fuer mit Laufraedern ausgestattete Flugzeuge Expired DE558451C (de)

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