DE557772C - Herstellung der Lagerfaehigkeit von Tetrachlorkohlenstoff fuer Feuerloeschzwecke unter Benutzung von Trockenmitteln und Chlor oder Salzsaeure anlagernden oder unschaedlich machenden Stoffen - Google Patents

Herstellung der Lagerfaehigkeit von Tetrachlorkohlenstoff fuer Feuerloeschzwecke unter Benutzung von Trockenmitteln und Chlor oder Salzsaeure anlagernden oder unschaedlich machenden Stoffen

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DE557772C DEM107651D DEM0107651D DE557772C DE 557772 C DE557772 C DE 557772C DE M107651 D DEM107651 D DE M107651D DE M0107651 D DEM0107651 D DE M0107651D DE 557772 C DE557772 C DE 557772C
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    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62DCHEMICAL MEANS FOR EXTINGUISHING FIRES OR FOR COMBATING OR PROTECTING AGAINST HARMFUL CHEMICAL AGENTS; CHEMICAL MATERIALS FOR USE IN BREATHING APPARATUS
    • A62D1/00Fire-extinguishing compositions; Use of chemical substances in extinguishing fires
    • A62D1/0028Liquid extinguishing substances
    • A62D1/0057Polyhaloalkanes

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Description

  • Herstellung der Lagerfähigkeit von Tetrachlorkohlenstoff für Feuerlöschzwecke unter Benutzung von Trockenmitteln und Chlor oder Salzsäure anlagernden oder unschädlich machenden Stoffen Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, Tetrachlorkohlens.toff für Feuerlöschzwecke unter Benutzung von Trockenmitteln rund Chlor oder Salzsäure anlagernden oder unschädlich machenden organischen Stoffen lagerfähig zu machen. Tetrachlorkohlenstoff des Handels, dessen Benutzung als Feuerlöschmittel sich mehr und mehr verbreitet, hat den großen Nachteil, unbeständig zu sein. Er zerfällt verhältnism'.äßig leicht unter Abspaltung von Zersetzungsprodukten, welche zum Teil saure Reaktion aufweisen, wie Chlor, Kohlenstoftoxychlorid, Salzsäure usw- Dieser Zerfall wird erfahrungsgemäß besonders in Gegenwart von Metallen selbst durch geringe Feuchtigkeitsmengen @eingeleitet und wachsend gesteigert. Wenn auch zugegeben werden kann, daß sich chemisch reiner Tetrachlorkohlenstoff in Glasgefäßen nahezu unzersetzt sehr lange Zeit aufbewahren läßt, so liegen doch. die Verhältnisse bei Tetrachlorkohlenstoff des Handels, der in Feuerlöschern aufbewahrt wird, anders. Es ist praktisch unmöglich, bei der Handhabung von Tetrachlorkohlenstoff des Handels bis zur endgültigen' Einfüllung in die Löscher auch die geringsten Spuren von Feuchtigkeit, die sich z. B. schon infolge wechselnder Witterung .auf den Behälterwandungen niederschlagen können, zu vermeiden.
  • Andererseits sind die schädlichen Folgen dieser durch Feuchtigkeit bedingten -und durch sie wachsend gesteigerten Zersetzungen des Tetrachlorkohlenstoffs in Feuerlöschern seit Jahren bekannt. Die Zersetzungsprodukte des Tetrachlorkohlenstoffs greifen unter Bildung von Metallchloriden die Wandungen des Behälters an. Diese Chloride wirken wiederum als Katalysatoren im Sinne einer weiteren Korrosion, so daß es im Laufe der Zeit zu starken Korrosionen der Löschgeräte kommen kann.
  • Man hat bereits versucht, diesem übelstande durch mannigfache Maßnahmen abzuhelfen. Dabei wurde immer nur ein Teil der Korrosionsursachen beriicksichtigt, nicht aber die gesamte Frage, wie dies unerläßlich ist, als ein unteilbares Ganzes betrachtet. Daher haben auch alle diese Teillösungen des Problems technisch keinen befriedigenden Erfolg gezeitigt.
  • Man hat z. B. durch Beigabe basischer Stoffe, wie anorganischer Basen oder Anilin, zur .Löschflüssigkeit innerhalb des Löschers eine Neutralisation etwaiger abgespaltener saurer Zersetzungsstoffe herbeizuführen gesucht. Dieses Verfahren krankt an dem übelstand, daß die Basen den Tetrachlorkohlenstoff selbst durch Verseifung angreifen, oder daß das Anilin zu Anilinchlorhydrat umgewandelt wird, das. als sich abscheidende Kristallnasse den Löscher verstopfen kann. Auch wird in diesem Falle eine restlose Bindung der Feuchtigkeit nicht erreicht.
  • Es sind ferner additionsfähige aliphatische Kohlenwasserstoffe, nämlich solche mit mehrfachen Kohlenstoffbindungen, als Zusatz zurr Tetrachlorkohlenstoff für Feuerlöschzwecke vorgeschlagen worden. Diese Zusätze sollen Chlor oder Salzsäure anlagern. Dieses Verfahren läßt aber außer acht, daß, solange nicht das Wasser als solches unschädlich gemacht wird, die eigentliche Ursache der ganzen Zersetzung nicht beseitigt ist, vielmehr stets weiterwixkt. Dadurch ist die Wirksamkeit der ungesättigten Kohlenwasserstoffe bald erschöpft, und dies @um--so- eher,- .als die Menge derartiger brennbarer Zusatzstoffe mit Rücksicht darauf, daß die Löschwirkung nicht nennenswert beeinträchtigt werden darf, nur beschränkt sein kann.
  • Es sind andererseits auch Alkali- und Erdalkalimetalle zur Verhinderung der Tetrachlorkohlenstoffkorrosion vorgeschlagen worden. Dieser Vorschlag ist insofern bedenklich, als hierdurch erfahrungsgemäß ßexplosionsartige Zersetzungen eintreten können. Dieses Verfahren kann daher für einen auch von Laien zu bedienenden Feuerlöscher nicht in Betracht kommen.
  • Es ist ferner, ohne daß die Korrosionsverhinderung als Zweck derartiger Zusätze ersichtlich ist, behauptet worden, daß, gesättigte Kohlenwasserstoffe, die zum Zwecke der Gefrierpunktserniedrigung von Tetrachlorkohlenstoff hinzugefügt werden, dessen ,aggressive Einwirkungen auf Metallwandungen zurückdrängen. Es handelt sich in diesem Falle wohl, um. eine mechanische Schutzwirkung derartiger Zusätze. Jedenfalls beseitigen auch sie nicht das Wasser als ursprüngliche Ursache der Zersretzungen und geben deswegen bei Gegenwart von Wasser nur eine geringfügige Verminderung der Korrosion.
  • Es sind ferner Verfahren beschrieben worden, welche den Zusatz von aromatischen Estern, wie Safrol und Trikresylphosphat, zum Tetrachlorkohlenstof'f zwecks Beeinflussung deqq Gefrierpunktes oder des Siedepunktes vorsehen. Bezüglich derartiger Mischungen wird eine verminderte Korrosionswirkung behauptet. Auch bei. diesem Verfahren wird aber keine Bindung des Wassers erzielt und somit auch nicht die primäre Ursache der Korrosionswirkung beseitigt.
  • Es ist jedoch mit Rücksicht auf das Bedürfnis langer Lagerungsfähigkeit des Tetrachlorkohl.enstoffes erforderlich, die Korrosionen nicht nur zu verringern, sondern sie restlos zu unterdrücken, und zwar nicht bei weitgehend gereinigtem und daher für Löschzwecke viel zu teurem Tetrachlorkohdenstoff, sondern gerade bei der üblichen Handelsware.
  • Dieses ist nur möglich, wenn im Gegensatz zu den 'bisher :erwähnten Vorschlägen, die immer nur eine Teillösung der im vorliegenden Falle gestellten Aufgabe erzielen, gleichzeitig Maßnahmen angewendet werden, die sowohl den Wassergehalt als solchen beseitigen als auch die durch ihn bereits entstandenen oder noch weiter entstehenden Zersetzungsprodukte unschädlich machen. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, das durch gleichzeitige Zumischung von Trockrnungsmitteln und Chlor bzw. Salzsäure anlagernden oder unschädlich machenden Mitteln sowohl das Wasser als Ursache der Zersetzung als auch die Zersetzungsprodukte des Tetrachlorkohlenstoffes beseitigt.
  • Als Trocknungsmittel kommen wasseraufnahmefähige neutrale Salze in Frage oder Stoffe, welche Wasser physikalisch zu adsorbieren vermögen. Dig Bindung der Zersetzungsprodukte läßt sich andererseits durch aromatische Ester sowie durch ungesättigte, additionsfähige, in Tetrachlorkohlenstoff lösliche Verbindungen herbeiführen.
  • Da s_owohl die Trocknungsmittel als auch die zur Bindung der Zersetzungsprodukte vorgesehenen -Stoffe gegenüber der Einwirkung der Feuchtigkeit der Atmosphäre ziemlich empfindlich sind, werden diese gesamten Schutzstoffe zwecks Erhaltung in brauchbarem Zustande in feinster Verteilung mit fettigen Stoffen, die Paraffin, Wachs, verseifb.are Fette u. dgl., verrührt und in Form fester oder pastenartiger Massen dem Tetrachlorkohlenstoff zugeführt. Die vorteilhafte Wirkung derartiger einhüllender fettiger Körper ist auf anderen Gebieten der Technik an sich bereits bekannt und im vorliegenden. Fall insofern noch von besonderer Bedeutung, als die Schutzstoffe sich dadurch in sehr feiner Verteilung zur Einwirkung auf den Tetra bringen lassen. Wird die gesamte Masse in den Tetra eingebracht, so löst dieser die fettigen Substanzen .auf, rund gleichzeitig wirken die fein verteilten -und daher sehr reaktionsfähigen, zur Trocknung und Bindung von Zersetzungsprodukten bestimmten Mittel auf den Tetrachlorkohlenstoff ein. Hierdurch wird der beabsichtigte Zweck weitgehend gewährleistet. Neben dem Zweck, für die wixksamen Trocknungs- iund Entsätuerungsmittel eine schützende Umhüllung zu bilden, bietet der Fettkörper erfahrungsgemäß noch den Vorteil, durch eine rein mechanische Wirkung Korrosionen. zurückzudrängen. Dieses gilt besonders, wenn im Falle der Ablöschung Metallteile mit dem Löschstoff benetzt werden. Die nach dem Verdunsten des Löschstoffes auf derartigen Metallteilen hinterbleibenden fettigen, hauchartigen Überzüge stellen einen mit Rücksicht auf die sonst unvermeidliche Einwirkung der Brand- und Löschgase besonders nützlichen Korrosionsschutz dar. Die gegebenenfalls vorzunehmende Überführung dieser Schutzmasse in Form von Körnern ist für den erstrebten Zweck als solchen kein unbeding. tes Erfordernis, sie bringt jedoch die ganze Schutzmasse in eine für Zwecke der Praxis geeignete Form und erleichtert es dem Abnehmer, einem beliebigen Tetrachlorkohlenstoff des Handels eine genau bemessene Menge des Schutzmittels einzuverleiben.
  • Bezüglich der einzelnen Trocknungsmittel sind als Beispiele zu erwähnen: Calciumchlorid, Zinkchlorid, Natriumsulfat, Magnesiumsulfat, Natriumborat usw. Besonders geeignet sind wasserfreie, fettsaure Salze von Natrium, Kalium, Ammonium, ferner die Komplexverbindungen, die durch Einwirkung von Calciumchlorid auf gewisse Alkohole und besonders auf die mehrwertigen Alkohole gebildet werden, die Bisuliitverbindungen der Aldehyde oder Ketone usw. Bezüglich der Ammoniumsalze ist darauf hinzuweisen, daß @es sich hierbei um neutrale Verbindungen handelt, die auch ihrer Struktur nach nicht mehr als Basen anzusprechen und daher auch nicht mit solchen Ammoniakverbindungen gleichzusetzen sind, wie sie in Gestalt von Ammoniak und dessen Abkömmlingen, ferner Stickstoffbasen zwecks Beseitigung von bei Tetralöschung unter Umständen auftretendem Phosgen bereits anderweitig vorgeschlagen. worden sind. Diese Substanzen sind imstande, bei Gegenwart von auch nur geringen Wassermengen den Tetrachlorkohlenstoff infolge ihrer basischen Struktur zu verseifen, und können daher nur gleichzeitig mit einem Trocknungsmittel dem Löschstoff, falls das Gemisch längere Zeit lagerungsbeständig sein soll, zugefügt werden. Etwas derartiges ist hier nicht beabsichtigt; die hier vorgesehenen neutralen Ammoniumsalze bedürfen keines Zusatzes von Trocknungsmitteln, sondern dienen selbst zur Trocknung des Tetrachlorkohlenstoffes, andererseits können sie die bei dem erwähnten Verfahren beabsichtigte Phosgenunterdrükkung als völlig - auch im strukturchemischen Sinne - neutrale Verbindungen nicht herbeiführen.
  • Es ist festgestellt worden, daß die Anwendung der Salze der Fettsäuren und deren Ester besonders vorteilhaft ist, weil diese Verbindungen sowohl Wasser wie Chlorwasserstoffsäure zu binden vermögen. Einige dieser Körper, z. B. die meisten neutralen Ammoniumsalze der Fettsäuren, zerlegen sich bekanntlich bei erhöhter Temperatur vollständig, bevor die Temperatur erreicht ist, bei der der Tetrachlorkohlenstoff in Carbonylchlorid zersetzt wird. Bei der Zerlegung der genannten organischen Trockenmittel bindet die dabei frei werdende flüchtige Base (Ammoniak) die Chlorwasserstoffsäure.
  • Sofern die beschriebenen Stoffe lediglich wasserbindend wirken, ist gemäß der Erfindung gleichzeitig die weitere Einbringung von Stoffen vorgesehen, die die Chlorspaltungsprodukte des Tetrachlorkohlenstoffs unschädlich machen. Als derartige Zusätze kommen in Betracht Ester, wie Trikresylphosphat, ferner ungesättigte Kohlenwasserstoffe oder deren Derivate, besonders solche der aromatischen Reihe, z. B. Pinene und deren Abkömmlinge.
  • Es kann zweckmäßig sein, in den Tetrachlorkohlenstoff gleichzeitig mehrere dieser Trocknungs- bz w. Anlagerungsmittel unter Berücksichtigung ihrer Löslichkeit im Tetra einzubringen. Der Aggregatzustand und die Löslichkeit der unter Zusatz fettiger Stoffe @erzeugten, Schutzmasse ist je nach Wahl der fettigen Stoffe verschieden. Man kann z. B. durch Zumischung von flüssigen Fetten zu festem Paraffin oder Wachseine salbige Konsistenz erzielen.
  • Es ist festgestellt worden, daß die für die Herstellung der für die Trocknung und Stabilisierung des Tetrachlorkohlenstoffs am besten geeigneten Formlinge benutzte Mischung fol. gende Zusammensetzung haben kann: Beispiel I Zinkchlorid . . . . . . 2o g, Paraffin . . . . . . . 709, Kampfer . . . . . . . 2 g, Pinen . . . . . . . . 3 g, Rapsöl . . . . . . . . 5 g. Das geschmolzene Zinkchlorid wird fein zerrieben und mit dem Paraffin und dem öl, die es völlig einhüllen sollen, warm gemischt. Wenn das Gemisch zu gerinnen beginnt, d. h. wenn es eine Temperatur von 5o bis 6o° aufweist, wird ihm das Pinen und der Kampfer einverleibt, worauf die Masse gekörnt bzw. geformt wird.
  • Die Körner oder Formlinge werden in den Tetrachlorkohlenstoff im Verhältnis von 5 bis r o % eingebracht. Beispiel II Man bereitet wie bei dem Beispiel l die folgende Mischung Durch Einwirkung von Chlorcalcium auf Geraniol gebildete Komplexverbindung . . . . . . . 15 g, Paraffin . . . . . . . 6o g, Ammoniumstearat . . . . z o g, Chlorhydrat des Pinens . . 2 g, Pinen . . . . . . . . 5 g, ölsäureester . . . . . . 8 g. Bei dieser Mischung wird die Trocknung durch die organische Verbindung des Calciumchlorids gesichert. Das Ammoniumstearat, das Chlorhydrat des Pinens und das Pinen sind. zur Bindung der sich aus dem Tetrachlorkohlenstoff loslösenden Säuren bestimmt; das Paraffin und das Ammoniumstearat dienen als ,Schutzmittel für das Trockenmittel.
  • Beispiel III " Matt stellt unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel I die folgende Mischung her. Durch Einwirkung des Calciumchlorids und des Glycerins erhaltene Komplexverbindung des Terpineols . . . . . . 15 g, Paraffin. . . . . . . . 649, " Natriumoleat . . . . . . i o g, Chlorhydrat des Pinens . . 5 g, Pinen . . . . . . . . 5 g, Rotes .Stearat . . . . . i g. Beispiel IV Es wird wie im Beispiel I eine Mischung von folgender Zusammensetzung hergestellt: Bisulfitverbindung eines Ketons und eines beliebigen Aldehyds . . 15 g, Paraffin . . . . . . . 509, Pflanzenwachs . . . . . 25 g, Ammoni.umoleat . . . . . 5 g, Pinen . " . . . . . 5 g. Beispiel V Die wie -in .den vorerwähnten Beispielen hergestellte Mischung enthält: Wasserfreies Natriumacetat . i 5 g, Paraffin . . . . . . . 6o g, Natriumoleat . . . . . . 591 Pflanzliches :oder tierisches Wachs . . . . . . . io g, Harzrückstände des Ionons i o g. Beispiel VI Die Mischung hat folgende Zusammensetzung: Natriumtartrat . . . . . i o g, Paraffin . . . . . . . 6ö g, Ammoniumoleat . . . . . 5 g, Ammoniumacetat . . . . i o g, Pflanzenwachs . . . . . 15 g.
  • Bei allen als Beispiel angegebenen Mischungen spielen .das Wachs und die verschiedenen Fettkörper die- Rolle von Schutzmitteln für die wasserentziehenden Mittel und deren Aufnahmevermögen. Sie ermöglichen außerdem die Körnung und die Herstellung der Formlinge: Zusammengefaßt besteht der durch die Erfindung erreichte Fortschritt darin, daß der Tetrachlorkoblenstoff durch gleichzeitige Anwendung von Trocknungs-und Chlor oder Salzsäure anlagernden oder unschädlich machenden Mitteln m einem bis dahin: nicht gekannten Maße in Feuerlöschern lagerfähig gemacht wird. Darüber hinaus bietet die Einbettung dieser Zusatzstoffe in Fettkörper den Vorteil, daß hierdurch einmal eine besonders leichte Verteilung der Zusatzstoffe im Tetrachlorkohlenstoff beigleichzeitig an sich unbeschränkter Lagerbeständigkeit der gesamten Zusatzmischung erreicht ,vird, und daß außerdem der Fettkörper noch zusätzlich eine korrosionsverhindernde Wirkung bei im Brandfall mit dem Löschstoff bespritzten Metallteilen ausübt.
  • .Die im vorstehenden angegebenen Beispiele erschöpfen selbstverständlich nicht die durch das Verfahren gegebenen technischen Möglichkeiten.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung der Lagerfähigkeit von Tetrachlorkohlenstoff für Feuerlöschzwecke unter Benutzung bekannter Trockenmittel und Chlor bzw. Salzsäure anlagernder oder chemisch bindender organischer Stoffe, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockenmittel. mit neutralen,, "Chlor (oder Salzsäure 'bindenden: organischen Stoffen ;dem Tetrachlorkohlenstoff einverleibt werden, die auch in der Kälte sowie in der Dunkelheit wirksam sind, derart, daß diese Zusätze sämtlich in einem neutralen, im Tetrachlorkohlenstoff löslichen Fettkörper, wie Paraffin oder anderen Kohlenwasserstoffen, Ölen, Fetten, Wachs, verteilt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Trockenmittel anorganische .oder organische, wasseraufnahmefäbige oder wasserfreie Verbindungen benutzt -werden, wie Calciumchlorid, Zinkchlorid, Salze der Fettsäuren und deren Ester, während als Chlor bzw. Salzsäure bindende Stoffee Körper mit ungesättigten Bindungen, wie Pinene und deren Derivate, sowie aromatische Ester benutzt werden. 3. .Verfahren nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch die Anwendung der Ammoniumsalze von Fettsäuren. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3,` dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung in an sich bekannter Weise in gekörnter Form benutzt wird.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0446506A1 (de) * 1988-10-06 1991-09-18 Tag Investments Inc. Ungiftiges Feuerlöschmittel
DE19643897A1 (de) * 1996-10-30 1998-07-16 Balle Erika Feuerlöschmittel und Verfahren zu dessen Herstellung

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