DE5559C - Neuerungen an Lohmühlen - Google Patents

Neuerungen an Lohmühlen

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DE5559C
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Germany
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DENDAT5559D
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Original Assignee
CHR. SUTTER in Horb in Württemberg
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C7/00Crushing or disintegrating by disc mills
    • B02C7/02Crushing or disintegrating by disc mills with coaxial discs
    • B02C7/08Crushing or disintegrating by disc mills with coaxial discs with vertical axis

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)
  • Crushing And Grinding (AREA)
  • Crushing And Pulverization Processes (AREA)

Description

1878.
asse 50.
CHR. SUTTER in HORB (Württemberg). Neuerungen an Lohmühlen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. August 1878 ab.
Bei den bisher vom Erfinder angefertigten Maschinen wird die Rinde auf den Tisch a, Fig. 3, und von da zwischen die beiden EirK zugwalzen b gebracht, welche von der Hauptoder Sägenwelle c aus mittelst Räder- und Riemenübersetzung so in Bewegung gebracht werden, dafs sie die Rinden den auf der Welle c schräg aufgesteckten Sägen zuführen. Von diesen Sägen, welche eine bedeutende Geschwindigkeit haben (ca. 300 Umdrehungen pro Minute), werden die Rinden zu Lohe zerschnitten , welche dann in den Blechkasten d herabfällt, von wo aus sie in den untenliegenden Räumlichkeiten aufgefangen wird. Hierbei zeigte sich jedoch, dafs die Lohe ziemlich ungleich wurde und bei stumpfen Sägen, losem Einlegen unter die Einzugwalzen und bei spröden Rinden sehr viele gröbere Brocken zum Vorschein kamen. Dieser Uebelstand soll durch die in Fig. 5, 6 und 7 dargestellte Siebvorrichtung und durch den aus Fig. 1, 3 und 4 ersichtlichen Brech- und Mahlapparat vollständig beseitigt werden.
Die Lohe fällt jetzt von den Sägen auf ein je nach Bedürfnifs engeres oder weiteres Sieb e, Fig. 2, 3 und 4, das in den Rahmen/, welcher durch Fig. 7 im Grundrifs dargestellt ist, eingelegt wird. Durch den Daumen g auf der Sägenwelle c, Fig. 2 und 5, und durch die Verbindung der Hebel h i und k wird der Rahmen in der einen und durch die Federn / wieder in der anderen Richtung bewegt und somit bei dem raschen "Gang der Maschine eine rüttelnde Bewegung hervorgerufen, was zur Folge hat, dafs die feinere Lohe durch das Sieb in den Blechkasten d, die gröbere aber über dasselbe herab in den Brech- und Mahlapparat fällt, wo sie dann zerrissen und durch die Blechröhre m abgeführt wird.
Die Siebvorrichtung besteht aus dem von Bandeisen hergestellten Rahmen /, Fig. 7. Dieser trägt hinten eine Verbindungsstange n, in welche der Hebel h eingreift und die zugleich zum Aufhängen mittelst Riemen an der drehbaren Axe 0 dient. Auf dieser sind die Hebel h und i aufgekeilt; letzterer ist durch Riemen mit dem um einen festen Punkt drehbaren Hebel k in Verbindung gebracht. An der vorderen Seite des Rahmens befinden sich zwei Oesen ρ zur Aufnahme der Riemen, welche · den Rahmen mit den an den inneren Seiten des Maschinengestelles angebrachten Spiralfedern / verbinden, sowie der Riemen, die zum Aufhängen des Rahmens an der drehbaren Axe q dienen. Diese Axe trägt an einem Ende ein Sperrrad, in welches eine Feder eingreift, und sind die Aufhängeriemen des Rahmens so daran befestigt, dafs es möglich wird, letzteren und somit auch das Sieb vorn höher oder tiefer zu hängen. Das Sieb selbst, welches für kürzere Lohe, wie Fichtenlohe, aus einem einfachen geflochtenen Gittersieb, für lange, faserige Lohe, wie Eichenlohe, dagegen aus mit Zwischenräumen aneinandergereihten Drahtstäbchen besteht, wird in den Rahmen vorn zwischen zwei daselbst aufgenietete Bleche eingeschoben, hinten dagegen mit zwei Schrauben befestigt. Stöfst nun der Daumen g gegen den Hebel k, so zieht er den Rahmen nach hinten; verläfst der Daumen wieder den Hebel, so ziehen die beiden Federn / den Rahmen wieder nach vorn und wird also dadurch die rüttelnde Bewegung des Siebes erzeugt.
Der Brech- und Mahlapparat, aus Fig. 1, 3 und 4 ersichtlich, besteht der Hauptsache nach aus der oberen Mahlplatte r> der unteren oder dem Läufer s und der Zarge t, welche Theile sämmtlich aus Gufseisen angefertigt sind. Er wird von der Sägenwelle c aus mittelst eines Riemens, welcher durch die beiden Leitrollen u geführt wird, in Betrieb gesetzt. Die Läuferaxe erhält durch den Bock ν und die Spurpfanne w ihre Lagerung; letztere kann durch die Hebelvorrichtung χ auf- und abbewegt werden, was ein Enger- und Weiterstellen und somit die Erzeugung eines feineren oder gröberen Productes zur Folge hat. Die obere Mahlplatte (Fig. 10, Ansicht der Mahlfläche und Fig. 8, Querschnitt) ist gezahnt und mit zwei dreieckigen Nuthen versehen, die theilweise vereinigt sind, so dafs sie Vertiefungen bilden, wie sie der Schnitt a-b, Fig. 9, darstellt. Diese Platte wird durch vier Säulen y, die zugleich die Zarge aufnehmen, mit der Grundplatte fest verbunden. Die untere Mahlplatte, Fig. 11 und 12, hat dieselbe Verzahnung wie die obere, dagegen keine eingedrehten Nuthen, sondern vier eingeschraubte Brecher, Fig. 13 und 14. Diese passen mit einigem Spielraum in die Nuthen der oberen Platte und haben den Zweck, die dünnen
schieferigen Theile, jWie sie bei spröden Rinden, wie von Fichten und dergl, entstehen, zu zerbrechen, welchem Zwecke sie auch bei den damit angestellten Versuchen vollständig entsprochen haben. Bei denjenigen Rinden dagegen, welche zähe und langfaserig sind und von denen man auch eine faserige Lohe wünscht, wie z. B. Eichenrinden, werden obige Brecher herausgenommen und durch die von Fig. 15 und 16 ersetzt; dieselben zeigen zugleich die Verzahnung beider Mahlplatten in gröfserem Mafsstabe. Aufserdem befindet sich an dem Läufer noch ein Rührer, der bestimmt ist, das Mahlproduct aus der Zarge, wo es sich ansammelt, nach der Oeffnung und Röhre m zu bringen, von wo es abfällt und dann entweder mit der Lohe, die aus dem Blechkasten d kommt, vereinigt oder besonders abgeleitet werden kann. Die Zarge t ist eine kreisringförmige Scheibe und schliefst sich innen an den Läufer an, aufsen wird sie durch einen Blechring abgeschlossen. Sie ist mit einer Oeffnung zum Abfallen des Mahlgutes versehen, an welche die Blechröhre m angehängt wird, und gestattet zugleich eine Verdrehung in ihrer Ebene um i8o°, so dafs die Röhre auch auf der entgegengesetzten Seite herabgeführt werden kann.
Durch diese Vorrichtungen ist es nach Angabe des Erfinders nicht nur möglich, alle Arten von Rinden zu schneiden und mahlen, die trocken und spröde, zäh und langfaserig sind, sondern es können, da die in die obere Mahlplatte eingedrehten Nuthen zugleich als Harzfänger dienen, sogar ganz frische und feuchte, ja selbst sehr harzige Rinden zu Lohe verarbeitet werden. Es sammelt sich in den Nuthen das Harz an, verbindet sich daselbst mit dem durch das Mahlen entstehenden Staub, wird dadurch hart und spröde und so von den Brechern wieder losgelöst, und kommt mit dem übrigen Mahlgut aus dem Apparat. Ein Verharzen des Apparates soll deshalb niemals vorkommen. Wie Versuche gezeigt haben, können alle Arten Farbhölzer und sogar Pflanzenwurzeln, wie sie zu Apothekerzwecken verwendet werden, auf diesem Apparat verarbeitet werden, weshalb derselbe auch, besonders noch wegen des geringen Raumerfordernisses und der kleinen Betriebskraft aufser als Lohmaschine überall als einfache Mühle verwendet werden kann.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die oben beschriebene und durch Fig. 5, 6 und 7 dargestellte Siebvorrichtung an Lohmühlen.
2. Die Brechvorrichtung an eisernen Mahlscheiben , wie beschrieben und in Fig. 8 bis 14 dargestellt, und zwar nicht nur in der Verwendung an Lohmühlen, sondern auch an allen anderen Brech- und Mahlapparaten.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT5559D Neuerungen an Lohmühlen Active DE5559C (de)

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