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Befestigungsvorrichtung für Motore an Kleinmaschinen Die Erfindung
betrifft eine leicht lösbare Befestigungsvorrichtung für Motore an Kl.einmaschinen,
bei denen der Anschluß der Stromzuleitung an die Maschine vorgesehen ist.
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Die Erfindung bezweckt, die Auswechselung des Motors zu ermöglichen,
ohne daß besondere Kenntnisse und Werkzeuge erforderlich sind, um so@ eine Auswechselung
von jedem Laien mit Leichtigkeit vornehmen lassen zu können. Diese Auswechselung
ist besonders wichtig bei elektrisch angetriebenen Schreibmaschinen, Schreibrechenmaschinen
o. dgl., damit der Motor ohne Schwierigkeiten der jeweiligen Stromart angepaßt werden
kann.
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Es ist bereits vorgeschlagen worden, die elektrische Verbindung der
Motoren von Kleinmaschinen beim Außerwirklageschwenken derselben selbsttätig abzuschalten.
Ebenso ist es bekannt, die mechanische Antriebsverbindung zwischen dem Motor und
der Maschine lösbar zu machen. Alle diese Vorrichtungen ermöglichten jedoch kein
einfaches Auswechseln des Motors ohne Benutzung von Werkzeugen.
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Der Erfindung gemäß wird dies nun dadurch erreicht, daß die -vorzugsweise
elastische Verbindung des Motors mit dem mechanischen Antrieb der Maschine und die
elektrische Verbindung des Motors mit der Stromzuleitung als Steckstiftverbindungen
ausgebildet sind, die derart angeordnet sind, daß durch ein einfaches axiales Verschieben
des Motors beim Auswechseln desselben sowohl die mechanische als auch die elektrische
Verbindung selbsttätig gelöst bzw. hergestellt wird.
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In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Befestigungsvorrichtung
gemäß der Erfindung dargestellt.
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Abb. i zeigt den abgenommenen Motor, Abb.2 den Teil der Maschine,
auf welchem der Motor befestigt wird.
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Abb.3 steIlt einen Befestigungsbolzen dar. Abb. q. zeigt eine Isolierbüchse.
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Abb.5 stellt die Verbindungsorgane zwischen Motor und Schneckengetriebe
dar. Abb.6 zeigt den angebauten Motor von oben gesehen, wobei einzelne Teile im
Schnitt ;gezeichnet sind.
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Das Motorgehäuse trägt an jedem Seitenteil i zwei angegossene Ösen
2. In entsprechender Weise ist der Befestigungstei13, der am Gestell der betreffenden
Maschine in irgendeiner Weise befestigt ist, mit vier Ösen q. versehen (Abb. 2).
Diese Ösen lassen sich nun mit denen des Motorgehäuses so zusammenfügen, daß die
Achsen der Löcher zweier zusammengehörigen Ösen zusammenfallen. Die Löcher 2a der
Ösen 2 sind je mit einer Büchse 2U (Abb. q. und 6) aus Isoliermaterial versehen.
Diese haben den Zweck, bei einem @evtl. Kurzschluß innerhalb des Motors den Stromübergang
vom Motor zur Maschine zu verhindern und damit ,eine Gefahr für die die Maschine
bedienende Person auszuschließen (Abb.3). Zur Befesti-
gung des Motors dienen Bolzen 5, welche durch mit kegelförmigen
Spitzen versehene Federstifte -6 (Abb.6) gesichert werden. Die Stifte 6 tragen-
je- einen Bund 6; auf welchem die Schraubenfedern 6b aufliegen, welche wiederum
durch die Schrauhdeckel6c gesperrt werden, so daß die Stifte 6 radial zum Bolzen
5 beeinflußt -werden. Jeder Bolzen 5 ist mit einer Rille 5c versehen, in welche
die Kegelspitzen der Stifte 6 eingreifen, sobald sich die Bolzen in Arbeitslage
befinden. Um. bei etwaigem Kurzschluß im Motor den Stromübergang vom Bolzen 5 auf
das Maschinengestell zu vermeiden, ist auf denselben eine Isolierscheibe 5a (Abb.
3 und 6) aufgepreßt. Damit die Isolierscheibe auf dem Bolzen festsitzt, ist dieser
an seinem Kopfende bei 5b aufgerauht.
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Der Stromzuführung zum Motor dienen am Befestigungsbock 3 die Kontaktfedern
7 und 7a und am Motor die Kontaktstifte 8 und 8a. Die Verbindung mit der Zuleitung
wird in bekannter Weise durch Steckkontakte 9 und 9a hergestellt. Die Kraftübertragung
von der Motorwelle zum Schnekkengetriebe erfolgt durch eine Klauenkupplung (Abb.5
und 6). Auf der Motorwelle i o ist eine Kupplungsscheibe i i aufgekeilt, in welche
zwei Stifte 12 und i --a eingeschraubt sind. Ebenso trägt das dem Motor zugekehrte
Ende der Schneckenwelle I3 eine Scheibe 14, welche zwei Stifte 15 und i 5a trägt.
Als eigentliche Kupplung dient eine Scheibe i 6 aus Leder oder ähnlichem elastischen
Material. Diese Scheibe besitzt vier Löcher 17- bis i7 d in welche
beim Kuppeln die Zapfen der Kupplungscheiben geführt werden, so daß also Zapfen
12 zu Loch 17d, I2a und 17 b, 15 zu 17a und I 5a zu 17c gehören.
Da die Kupplungsscheibe 16 aus Isoliermaterial besteht und die Zapfen 12,
i 2a und 15, I 5a kürzer sind als die Stärke der Scheibe 16, so ist
bei Kurzschlur auch hier ein Stromübergang nicht möglich.
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Das Auswechseln des Motors geschieht auf folgende Weise: Man unterstützt
mit der linken Hand den Motor, zielfit mit der rechten Hand :die Bolzen 5 ganz heraus,
wobei die Federstifte aus den Rillen 5c schnappen. Nach Entfernen der Bolzen wird
der Motor zunächst in Richtung des Pfeiles a (Abb. 6) bewegt, um einerseits die
Kupplung i--, i 2a, 16, 15, i 5a und andererseits die Kontaktstifte 8 und 8a aus
den Kontaktfedern 7 und 74 zu lösen. Hierauf kann der Motor durch Bewegen in Richtung
des Pfeiles Ü von der Maschine entfernt werden. Beim Einbauen des Motors vollziehen
sich die einzelnen Handgriffe in umgekehrter Reihenfolge, wobei die Federstifbe",6
durch das konisch geformte Ende 5d des Bolzens 5 angehoben werden.
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Auf diese Weise ergibt sich ein sehr einfaches Auswechseln des Motors
ohne Anwendung von ZVerkzeugen, wobei alle erforderlichen Stromverbindungen selbsttätig
gelöst oder hergestellt werden.
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Sollten cri Stelle der Federstifte 6 einfache bIadenschrauben gewünscht
werden, so ist zur Auswechselung nur ein Schraubenzieher erforderlich.