DE55490C - Reflektor zur Zerstreuung des Lichts - Google Patents
Reflektor zur Zerstreuung des LichtsInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F21—LIGHTING
- F21V—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS OF LIGHTING DEVICES OR SYSTEMS THEREOF; STRUCTURAL COMBINATIONS OF LIGHTING DEVICES WITH OTHER ARTICLES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F21V7/00—Reflectors for light sources
- F21V7/22—Reflectors for light sources characterised by materials, surface treatments or coatings, e.g. dichroic reflectors
- F21V7/24—Reflectors for light sources characterised by materials, surface treatments or coatings, e.g. dichroic reflectors characterised by the material
-
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- F21V7/00—Reflectors for light sources
- F21V7/22—Reflectors for light sources characterised by materials, surface treatments or coatings, e.g. dichroic reflectors
- F21V7/28—Reflectors for light sources characterised by materials, surface treatments or coatings, e.g. dichroic reflectors characterised by coatings
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE -4: Beleuchtungsgegenstände.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Juni 1890 ab.
Das Licht zerstreuen, heifst, einen leuchtenden Punkt in eine Unzahl weniger intensiv
leuchtender Punkte vertheilen oder mit anderen Worten, den leuchtenden Punkt aufheben und
das Licht unendlich vertheilen. Diese Vertheilung läfst sich auf zweierlei Arten zu
Stande bringen, entweder mittelst Fortpflanzung, indem man das Licht durch einen durchscheinenden
halbdurchsichtigen Schirm hindurchgehen läfst, oder durch Zurückstrahlung
von einer mattgeschliffenen Fläche.
Wenn man den Durchgang eines Lichtstrahlenbündels mittelst einer geschliffenen,
dünnen, halbdurchsichtigen Platte unterbricht, d. h. einer solchen, welche die Eigenschaft hat,
die Lichtstrahlen zu zerstreuen, so wird eine Ablenkung der Strahlen nach. der ersten Fläche
der Platte stattfinden, und es werden die Strahlen nicht mehr in den leuchtenden Punkt
zusammengehen, sondern in der Platte derart abgelenkt werden, dafs die Strahlenzertheilung
dem Auge die Lage des leuchtenden Punktes dergestalt verrückt anzeigt, dafs derselbe in
jedem Punkte der Platte zu sein scheint.
Der leuchtende Punkt ist also ersetzt durch eine Unzahl weniger intensiv leuchtender
Punkte, d. h. das Licht ist zerstreut.
Wenn hingegen die zwischengestellte dünne Platte auf der Seite der Lichtquelle matt geschliffen
ist, so werden die Lichtstrahlen zum Theil zurückgeworfen, denn eine mattgeschliffene Fläche besteht aus einer Unzahl
kleiner Flächen, die sich schneiden, und wenn ein Strahlenbündel eine solche Fläche trifft,
zertheilt es sich in eine Unzahl kleinere
Strahlenbündel, welche in jeder Richtung zurückgeworfen werden. Die zurückgeworfenen
Strahlen zweigen sich also an dieser Fläche ab und wirken wie eine Unmenge auf der ganzen
Oberfläche der Platte vertheilter leuchtender Punkte.
Um einen Saal, eine Werkstätte oder einen öffentlichen Platz gleichmäfsig zu erleuchten,
d. h. um Schatten möglichst zu vermeiden, welche bei einer einzigen Lichtquelle bekanntlich
bedeutend sind, vervielfältigte man bisher in den. meisten Fällen die Lichtquellen, jedoch
ist die Zahl dieser in allen Fällen notwendigerweise sehr begrenzt und erreicht nicht die
Vervielfältigung der Lichtpunkte durch Zerstreuung bezw. Vertheilung. Mithin bietet die
Zerstreuung des Lichtes von dem Gesichtspunkte der Vermeidung von Schatten aus einen
unwidersprechlichen Vortheil. Aufserdem ist die Gleichmäfsigkeit des Lichtes eine bedeutende
hygienische Frage. Der Wechsel der leuchtenden Punkte mit den dunklen Punkten bei der gewöhnlichen Beleuchtung hat die Wirkung,
die Pupille wechselweise zu erweitern oder zusammenzuziehen, um die passende Zahl
Lichtstrahlen auf die Netzhaut des Auges einwirken zu lassen. Durch diese fortwährende
Thätigkeit des Auges ermüdet dasselbe und wird zu Grunde gerichtet.
Um diesen letzteren Uebelstand möglichst zu Vermeiden, bewirkte man bisher vielfach die
Zerstreuung des Lichtes durch Fortpflanzung durch einen durchscheinenden Schirm: Wenn
jedoch ein Lichtbündel einen durchscheinenden Schirm begegnet, so wird ein Theil der
Lichtstärke davon zurückgeworfen (reflectirt), ein zweiter Theil wird durch denselben ab-
sorbirt und der dritte Theil wird nur denselben durchdringen. Bei einem gegebenen
Stoff ist der erste dieser drei Theile von der Dicke des Schirmes unabhängig, während der
absorbirte Theil mit der Dicke des Schirmes zu- und der dritte Theil abnimmt. Für weifs
durchscheinende Stoffe nimmt der dritte durchdringende Lichttheil sehr schnell mit der Dicke
des Schirmes ab, so dafs für eine passende Dicke der Nutzungscoefficient des zurückgeworfenen
bedeutend höher ist wie der des durchdringenden Lichtes, woraus hervorgeht, dafs die Art der Lichtzerstreuung durch Reflexion
(Zurückstrahlung) vortheilhafter ist als durch Fortpflanzung durch einen durchscheinenden
Schirm.
Der Erfinder wendet nun als Reflector eine Platte bezw. einen Schirm A (s. beiliegende
Zeichnung) von einer weifsen, durchscheinenden Substanz an, welcher auf der der Lichtquelle c
zugekehrten Seite F mattgeschliffen und auf der entgegengesetzten Seite D polirt ist und
einen schwachen Absorptionscoe'föcenten hat, z. B. Opalglas, so dafs die Summe des zurückgeworfenen
und des durchdringenden Lichtes fast das ganze Lichtquantum darstellt, welches
die erste Fläche erreicht.
Die polirte Rückseite D wird amalgamirt
oder versilbert, so dafs von dieser das durchdringende Licht wieder durch die erste Fläche
hindurch zurückstrahlt. Jedes Theilchen der amalgamirten Fläche ist also ein leuchtender
Punkt, Welcher hinter dem Reflector liegt, und wird von dieser Fläche der Theil des Lichtes,
der ohne diese Vorsichtsmafsregel verloren ginge, zurückgegeben. Man erhält durch dieses
Verfahren also einen viel gröfseren Nutzeffect des Lichtes.
Der von der amalgamirten Fläche zurückgegebene Theil des Lichtes ist derjenige, welcher
bei der Methode der Zerstreuung des Lichtes durch Fortpflanzung der einzige nutzbar
gemachte ist.
Das von der Lichtquelle (Petroleum-, Gasoder elektrisches Licht) producirte Licht wird
durch einen zweckentsprechend angebrachten, nicht transparenten Metallreflector B der bekannten
Art, welcher dem Auge die Lichtquelle selbst entzieht, auf den vorhin beschriebenen
neuen an der Decke in waagrechter Lage angebrachten Zerstreuungsreflector geworfen, welcher das Licht so mild und
gleichförmig reflectirt, dafs die Beleuchtung der Tageshelle gleichkommt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Reflector von beliebiger Form zur Zerstreuung des Lichtes aus weifser, durchscheinender Masse (Milchglas, Porcellan oder dergleichen), dessen der Lichtquelle zugewendete Fläche mattgeschliffen ist, während dessen entgegengesetzte äufsere Fläche polirt und amalgamirt oder versilbert ist, so dafs die den Reflector durchdringenden, durch die erste mattgeschliffene Fläche bereits zerstreuten Lichtstrahlen von der äufseren Fläche durch die erstere hindurch zerstreut zurückgeworfen werden.Hierzu t Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55490C true DE55490C (de) |
Family
ID=330016
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55490D Expired - Lifetime DE55490C (de) | Reflektor zur Zerstreuung des Lichts |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55490C (de) |
-
0
- DE DENDAT55490D patent/DE55490C/de not_active Expired - Lifetime
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