DE55489C - Selbstthätige Drehbank - Google Patents
Selbstthätige DrehbankInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27C—PLANING, DRILLING, MILLING, TURNING OR UNIVERSAL MACHINES FOR WOOD OR SIMILAR MATERIAL
- B27C7/00—Wood-turning machines; Equipment therefor
- B27C7/005—Wood-turning machines; Equipment therefor by means of a rotating tool
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Vorliegende Erfindung bezweckt, Drehbänke in der Weise zu verbessern, dafs das abzudrehende
Stück Holz, gleichviel ob dessen Form im Querschnitt regelmäfsig oder unregelmäfsig
ist, selbsttätig, d. h. durch die alleinige Wirkung der Maschine und ohne
dafs es mit der Hand gehalten oder geführt zu werden braucht, zu einer beliebigen Form
abgedreht werden kann.
In den beliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι eine Vorderansicht der Drehbank, von der Seite aus gesehen, auf welcher sich die
Zuführungsvorrichtung befindet.
Fig. 2 ist eine Ansicht des Endes, an dem sich die losen Spindeln befinden.
Fig. 3 ist ein Querschnitt, in der Richtung der festen Spindeln betrachtet.
Fig. 4 ist die Ansicht eines Bruchtheiles der Maschine, theilweise im Querschnitt, aus der
die federnde Vorrichtung, sowie die zum Zurückziehen der festen Spindeln bestimmten
Theile ersichtlich sind. Man sieht hieraus, in welcher Weise das fertig abgedrehte Stück
befreit und ein neues zu bearbeitendes Stück erfafst wird.
Fig. 5 ist eine Seitenansicht der Mitnehmervorrichtung.
Fig. 6 ist eine perspectivische Ansicht eines Theiles der federnden Vorrichtung.
Fig. 7 ist die Ansicht eines Bruchstückes, theilweise im Querschnitt, aus dem die Art
und Weise, in welcher die federnde Vorrichtung mit der festen Spindel verbunden, ersichtlich
ist. ■ ■..■·■·
Fig. 8 ist die Ansicht eines Bruchstückes, theilweise im Längsschnitt, aus dem ein im
Bearbeiten begriffenes Stück zu ersehen ist.
Fig. 9 und 10 sind perspectivische Ansichten des Führungsstückes und des Andrückers.
A ist das Gestell der Maschine. In diesem ruht die drehbare Welle B, an deren einem
Ende die Riemscheibe B1 befestigt ist. Aufserdem
befinden sich hier die scheibenförmigen Köpfe C der Schneidwerkzeuge C1, Fig. 3.
Am entgegengesetzten Ende ist die Welle mit den festen Hülsen r r, Fig. 8, versehen, die
Verlängerungen der Drehzapfenlager bilden. Hülse r sitzt lose auf einer anderen Hülse q,
welch letztere in der Nähe' der Messerköpfe mit zwei Frictionsscheiben D D1 versehen ist.
Zwischen diesen Scheiben ist ein Zwischenraum ρ freigelassen und werden dieselben mit-»
telst federnder Bolzen pl verhindert, weiter,
als nöthig, aus einander zu rücken. Auf
Hülse q sitzt gleichfalls lose ein radförmiger Träger E, um den herum die Büchsen F der'
losen Spindeln radial angeordnet sind und von den in den radialen Federhäusern o1 gelagerten
Federn ο in ihrer Stellung festgehalten werden.
Diese im Träger E vorgesehenen Federhäuser, deren je eines zu einer Spindelbüchse
gehört, werden von einem unbeweglichen, am Maschinengestell befestigten Führungs- oder
Mitnehmerring G begrenzt.
Dieser Ring ist seinerseits von einem ringförmigen Kopfstück G1 umgeben, und sind
durch letzteres Stellschrauben o2 derart hin-
durchgeführt, dafs ihre Enden die äufsere Umfangsfläche
des Führungsringes berühren, so dafs sich mittelst derselben die Stellung des besagten Ringes zum abzudrehenden Stück
reguliren läfst.
Der Träger E ist aufserdem mit einem aus einem Stück mit demselben bestehenden oder
auch daran befestigten Zahnrad H versehen, auf dessen innerer Seite, in der Nähe des
Randes, sich die abgerundeten Ansätze η horizontal erstrecken. Dieselben sind um das Rad
herum auf gleicher Entfernung von einander angeordnet, und kann an denselben eine
Scheibe M1 befestigt werden, um den Spindelmechanismus
vor dem Eindringen von bei der Arbeit entstehenden Spänen oder Holzstaub zu schützen. Je eine Büchse F trägt eine lose
Spindel F1, deren eines Ende sich bis über die innere Fläche der Schutzscheibe η1 erstreckt
und eine Frictionsscheibe p2 führt, welche den Raum zwischen den drehbaren Frictionsscheiben
D D1 ausfüllt und sich mit denselben in
Berührung befindet.
Die feste Hülse r1 ist von einem lose daraufsitzenden
Träger E1 umgeben. Die Construction dieses Trägers ist derjenigen des Trägers E
ähnlich, und trägt derselbe die radial angeordneten Spindelbüchsen I, die von den in
den Federhäusern o! gelagerten Federn ο mittelst
des unbeweglichen Führungsringes von passender (derjenigen von G entsprechender)
Gestalt K in ihrer Stellung festgehalten wer-■ den. Auch dieser Führungsring ist von einem
Kopfstück G1 umgeben, durch das ebenfalls Stellschrauben o2 dringen, die es gestatten, je
nach Bedarf, gewisse Theile des Führungsringes den Spindelbüchsen näher zu bringen.
Die in den Büchsen / befindlichen Spindeln I1 sind sogenannte todte, d. h. um ihre Achse
nicht drehbare Spindeln, und sind dieselben nebst ihren Büchsen den gegenüberliegenden
drehbaren Spindeln entsprechend angeordnet. Auch der Träger E1, gleichwie derjenige E,
ist mit einem Zahnrad H und mit einer runden Schutzplatte nl versehen..
Ein an der Hülse q befestigtes Zahnrad L wird von einem in dasselbe greifenden, auf der
drehbaren Achse c1 sitzenden Getriebe c in
Bewegung gesetzt. Achse c1 trägt aufserdem eine konische Scheibe c2, wie in punktirten
Linien in Fig. 2 angedeutet ist.
Diese Scheibe ist mittelst einer gewöhnlichen (in der Zeichnung fortgelassenen) Riementransmission
mit einer ähnlichen, auf der Achse c* sitzenden (und gleichfalls in punktirten
Linien angedeuteten) kegelförmigen, Scheibe c3 verbunden. Achse c4, die die
Treibkraft direct erhält, also als die Betriebsachse betrachtet werden kann, ist mit einem
Getriebe cB versehen, das in das auf der
Achse b1 sitzende Zahnrad b eingreift. Diese
letztere Achse befindet sich in der Nähe des Bodentheiles der Maschine, und zwar quer zu
den beiden Zahnrädern H, denen gegenüber und im Eingriff mit denselben sie die Getriebe
b2 führt.
Aus Vorstehendem erhellt, dafs das Zahnrad L, das durch Eingriff mit dem auf Achse c1
sitzenden Getriebe c mit der Betriebsachse verbunden ist, dazu dient, die Frictionsscheiben
D D1 nach einer Richtung hin geschwind in. Umdrehung zu versetzen, während gleichzeitig
die Träger EEX von der Achse c aus mittelst
der auf der Achse bl sitzenden Getriebe b2 in
der entgegengesetzten Richtung, und zwar langsamer gedreht werden, indem hierzu die besagten
Getriebe b2 durch Vermittelung des Zahnrades b vom Getriebe c5 aus ihre Bewegung
erhalten, wobei es die Riemenverbindung der beiden konischen Scheiben c2 und c3 gestattet,
die bezw. Geschwindigkeit der Achsen c1
und c4 zu reguliren.
Was die Welle B anbetrifft, so ist dieselbe mit dem Motor mittelst der Riemscheibe JB1
verbunden.
Die Zuführungsvorrichtung M befindet sich auf einer Seite der Maschine und erstreckt sich
in der Längsrichtung derselben parallel zur Achse B. N ist ein senkrecht auf dem Maschinengestell
A sich erhebender Kasten, der einfach aus einem rechteckigen Rahmen bestehen
kann und mit einer trichterförmigen Mündung m versehen ist, welche letztere breit
genug sein mufs, um unbearbeitete Stücke O (s. Fig. 8) vom gröfstmöglichen Durchmesser
aufnehmen zu können.
Unterhalb dieses Kastens N, und zwar am besten in der Nähe seiner beiden entgegengesetzten
Enden, befindet sich auf dem Gestell A ein Andrücker P, bestehend aus einem
sich transversal hin- und herbewegenden Gleitstück /, das an seinem inneren Ende mit einem
nach aufwärts gerichteten Ansatz k versehen ist.
Jeder der Andrücker P ist mit einer unter ihm befindlichen oscillirenden Welle Q, Fig. 3,
verbunden. Hierzu dient ein an dieser Welle mittelst Kragen h befestigter Arm i, wobei die
kurbelartige Verlängerung hx des besagten Kragens
h mit dem unteren Theil des Gestelles mittelst einer Spiralfeder R verbunden ist,
welch letztere in ihrer Normalstellung gespannt bezw. comprimirt ist, während sie, wenn sie
sich entspannt, das Bestreben hat, die Andrücker P einwärts bis zur Grenze ihres
Spielraumes und den Ansätzen k entgegen zu schieben.
Ein Mitnehmer g erstreckt sich vom Kragen h aus bis in die Bahn der auf dem Rad H
befindlichen Ansätze n, so dafs, wenn während der Rotirung dieses Rades H einer der
Ansätze η (je einer losen Spindel -F1 entsprechend) an den besagten Mitnehmer an-
stöfst, die oscillirende Welle Q dadurch derart
bethätigt wird, dafs sie die Arme i nach auswärts dreht und mit den Andrückern P in
Verbindung bringt. Dadurch werden letztere dem Widerstände der Federn entgegengedrängt,
so dafs, wenn einer der Ansätze η über den Mitnehmer gleitet, dieses den Federn gestattet,
ihre normale gespannte Stellung wieder einzunehmen und dadurch die Andrücker wieder
nach einwärts zu schieben, indem sie die Arme i veranlassen, sich wieder nach einwärts, d. h.
von der Seite der Maschine, wo sich die Zuführungsvorrichtung befindet, fort zu drehen.
Soll die mit der selbsttätigen Zuführungsvorrichtung des Patentsuchers versehene Drehbank
in Thätigkeit gesetzt werden, so wird zunächst der Kasten N mit der bestimmten
Anzahl zu bearbeitender Stücke Holz etc. O versehen. Diese Stücke oder Blöcke sind am
besten von gleicher Länge und von möglichst gleichem Durchmesser zu wählen. Letzterer
variir.t jedoch gewöhnlich (besonders bei zu Besenhandhaben bestimmten Stäben, zu deren
Herstellung vorliegende Maschine insbesondere bestimmt ist) ungefähr um 1J2 Zoll.
Um beim Füllen des Kastens zu verhindern, dafs die zu bearbeitenden Stücke den Schneidewerkzeugen
in der beschriebenen Weise eher zugeführt werden, als es erwünscht ist, den Zuführungsmechanismus
in Thätigkeit zu setzen, verwendet Erfinder einen gewöhnlichen drehbaren
Support, bestehend aus einem Hebel, der an seinem inneren Ende, wie gezeichnet, mit einem Querstück versehen ist. Dieser
Hebel kann nun' mittelst seines Drehstiftes gehoben und in der· erhobenen Stellung oberhalb
der Führungen / festgehalten werden und sich so dem Herabfallen der zu bearbeitenden
Stücke auf die Führungsstücke infolge ihres Eigengewichts widersetzen.
Um den Hebel S in dieser gehobenen Stellung zu erhalten, ist eine Klinke S1, Fig. ι
und 3, vorgesehen, die, wenn sich der Hebel senkt, mit dem anderen äufseren Ende des
besagten Hebels in Eingriff gelangt.
Sobald die Maschine in Gang gesetzt ist, — indem hierzu die Achse ci derart gedreht
wird, dafs sie die die Spindeln tragenden Supporte E und E1 und die Frictionsscheiben D
und D1 bethätigt, welche ihrerseits die Drehspindeln veranlassen, sich um ihre Achse iri
der gewünschten Richtung zu drehen, während gleichzeitig die Welle B, die die Messerköpfe
trägt, in Umdrehung versetzt wird, — wird der Support S freigelassen, was dem zu unterst
gelegenen Stück O gestattet, theilweise infolge seines Eigengewichts und zum Theil durch die
Schwere der darüber aufgehäuften Stücke auf die Führungen /vor den Andrückern T herabzusinken,
während einer der Ansätze η über den Mitnehmer g schreitet.
Hierdurch werden die Andrücker, dem Widerstände der Federn R entgegen, nach auswärts
gedrückt. Indem nun der Ansatz η über das Mitnehmerende gleitet, befreit er den Mitnehmer
und gestattet somit den Federn R, die Andrücker wieder einwärts zu drängen. Diese
stofsen infolge dessen das vor ihnen befindliche Stück gegen die Stifte k und bringen dadurch
die entgegengesetzten Enden des Stückes zwischen eine Drehspindel und eine feste
Spindel.
Während nun je eine der Drehspindeln durch die Rotirung des Trägers E dem Ende
des der Maschine zugeführten zu bearbeitenden Stückes O gegenüber gebracht wird, zieht
sich die entsprechende feste Spindel in der vorher beschriebenen Weise zurück, so dafs
sie genau einen Moment, bevor sie die Stelle erreicht, wo sie ein neues Stück erfassen soll,
das bereits abgedrehte Stück freiläfst; und in dem Augenblick, wo sie sich schliefslich dem
zuletzt zugeführten Stück gegenüberstellt, schnellt sie gegen dasselbe, so dafs dieses nunmehr
zwischen einem Spindelpaar eingeklemmt ist.
Dieses Hin- und Zurückschnellen der auf einander. folgenden festen oder »todten« Spindeln
/ erfolgt unter der Einwirkung eines Mechanismus, dessen Anordnung nun beschrieben
werden soll:
Am hinteren, über den Träger E1 hinausragenden
Ende einer jeden der radial beweglichen Spindeln / ist ein Flügel T am besten
von der gezeichneten Gestalt angeordnet. Derselbe ist mit einer inneren ausgebauchten Oeffnung
χ versehen, dessen Durchmesser gröfser als derjenige der Spindel, der sie sich anpassen
soll.
Ein Daumen T1, der sich an dem ringförmigen Kopfstück C1 befindet, erstreckt sich bis
in die Bahn der äufseren Enden der Flügel in der Nähe der Befreiungsstelle der, abgedrehten
bezw. der Erfassungsstelle der noch abzudrehenden Stücke.
Wenn nun während der Rotirung der Spindelträger E und E1 ein bereits abgedrehtes Stück
den Ort erreicht, an dem es freigelassen werden soll, so kommt der Daumen T1 mit dem
Flügel T der bezw. todten Spindel in Berührung, wodurch letztere zurück-, also von
dem fertigen Stück abgeschoben wird, indem sie dabei den Widerstand einer in einer
Hülse/" im unteren Ende des Flügels T, Fig. 6,
gelagerten Blattfeder T% überwindet; ein Mechanismus,
der jedoch den Spindelbüchsen gestattet, sich ungehindert in der' radialen Richtung
fortzubewegen. Das eine Ende der besagten Feder ist am drehbaren Träger E1 befestigt.
Die Spindel wird vom Daumen in der zurückgeschobenen
Stellung festgehalten, bis sie zu dem Punkte gelangt, wo sie sich dem zu-
letzt zugeführten Stück gegenüber befindet. Alsdann gleitet die Feder am Daumen vorb&i
und drückt, indem sie sich' entspann1", die
Spindel wieder in ihre normale Lage, in der sie sich an das neu zugeführte Stück anlegt,
so dafs letzteres nun von den Spindeln herum-■ geführt und zur erforderlichen geometrischen
Form (die mittelst der auf den Spindelbüchsen befindlichen Führungsringe bestimmt ist) abgedreht
wird.
Der durch die schnelle Drehung der Messerköpfe erzeugte Wind ist so heftig, dafs er
bestrebt ist, die abzudrehenden Stücke in dem Moment, wo sie sich unter der Einwirkung
des Zuführungsmechanismus den Messern oder Werkzeugen nähern, nach aufwärts mit fortgerissen
und dieselben dadurch aufser den Bereich der zu deren Erfassung bereitstehenden Spindeln zu bringen.
Um diesem Bestreben entgegenzuwirken, ordnet Erfinder an einem oder mehreren
Punkten auf der inneren Seite, den unteren Rand' des Kastens N entlang, die federnden
Ansätze c an. Dieselben sind vorzugsweise aus zähem Gummi hergestellt und ragen über
den besagten Kastenrand hinaus.
In dieser Lage halten sie nun — ohne jedoch im Mindesten der Thätigkeit des Zuführungsmechanismus
hinderlich zu sein — das abzudrehende Stück auf der Führung / fest, so dafs dasselbe durch die Wirkung der Luftströme
nicht nach aufwärts verschoben werden kann.
Ein Abnehmer d, Fig. 3, der sich unmittelbar
unter dem Führungsstück / entweder an beiden Enden oder aber vorzugsweise nur an
dem die Drehspindeln tragenden Ende der Maschine befindet (in der Zeichnung ist derselbe
jedoch an dem mit den festen oder »todten« Spindeln versehenen Maschinentheil dargestellt),
ist ein weiterer vortheilhafter Zusatz, der zur Befreiung der fertig abgedrehten Stücke mitwirkt
im Falle, wo, nachdem eine todte Spindel zurückgeschoben, das betreffende Stück an
der entsprechenden Drehspindel haften bleiben sollte.
Die Federn R oder äquivalente Vorrichtungen, als Gewichte oder Daumen, bilden eine
überaus wichtige Neuerung an dem vorliegenden Drehbanksystem, indem sie gestatten, bei
den abzudrehenden Stücken etwa vorkommende Durchmesserdifferenzen selbstthätig auszugleichen.
Ohne eine derartige Vorrichtung nämlich könnte ein Stück von einem gröfseren Durchmesser als derjenige, auf den der Mechanismus
im Voraus gestellt, Störungen, ja selbst Beschädigungen und Brüche in letzterem verursachen.
Abweichungen im Durchmesser der zur Verarbeitung gelieferten Stücke sind aber unvermeidlich,
während andererseits, dem Wesen des Zuleitungsmechanismus zufolge, die Andrücker P (oder der eine Andrücker, wenn
nur einer vorhanden, der dann ungefähr in der Mitte der Maschine gelegen sein kann) nur
geringen Spielraum nach beiden Richtungen hin besitzen können. Dieselben sind, wie bereits
erklärt, dazu bestimmt, das abzudrehende Stück in die zur Verarbeitung geeignete Lage,
also gegen den Ansatz (oder die Ansätze) k zu bringen.
Handelt es sich nun z. B. darum, rechteckige Stücke O zu Besenhandhaben zu verarbeiten,
und besitzen diese Stücke im allgemeinen einen Durchmesser von 1Y4 Zoll, so
regulirt man zunächst die Mitnehmer q, dafs die Bewegungsgrenze der Andrücker nach innen
zu [ Y4 Zoll von den Ansätzen k entfernt ist.
Befinden sich im Kasten N Stücke von geringerem
Durchmesser als 1 Y4 Zoll, so werden
sie infolge der angegebenen Regulirungsweise naturgemäfs vom Andrücker nicht mit den Ansätzen
k in Berührung gebracht werden können, sondern werden auf einiger Entfernung von
denselben stehen bleiben. Demnächst werden sie von den Spindeln excentrisch erfafst und
auch der Wirkung der Schneidewerkzeuge excentrisch ausgesetzt, so dafs letztere auf einer
Seite zwar tiefer ins Holz schneiden als auf der anderen Seite, jedoch ohne dafs irgend
welche Störungen oder Beschädigungen in den Maschinentheilen daraus resultiren.
Kommen hingegen unter den abzudrehenden Stücken solche vor, deren Durchmesser gröfser
ist als der, auf den die Drehbank zuvor regulirt, so würden die Andrücker, wenn sie
nicht infolge der Anordnung von Federn R oder einer äquivalenten Vorrichtung die Fähigkeit
besäfsen, etwas nachzugeben, bei ihrer Bewegung nach einwärts nicht die bestimmte
Grenze des Spielraumes erreichen können, was Störungen oder gar Brüche in der Maschine
hervorrufen würde.
Dieses nun verhindern die genannten FedernR,
deren Widerstand die Andrücker bei ihrem Rückgang zu überwinden haben, indem sie
den überschüssigen Durchmesser ausgleichen. Denn in dem Augenblick, wo die Andrücker
dem durch die zu grofse Dicke des Stückes gebildeten Hindernifs begegnen, hat die auf dieselben
durch Vermittelung der Mitnehmer von einem der Ansätze η ausgeübte Wirkung eine
Drehbewegung der Welle Q zur Folge, die der besagten Feder R gestattet, sich auszudehnen
und so weit nachzugeben, wie nöthig, um den unzeitgemäßen Druck auf die Andrücker
unschädlich zu machen.
Claims (1)
- Patent-AnSprüche:i. An einer Drehbank, welche mit einem drehbaren Schneidewerkzeug oder Messer, einer Anzahl radial beweglicher Dreh-spindeln, einer entsprechenden Anzahl nicht drehbarer (todter)- Spindeln und zur Führung und Richtung der Spindeln bei ihrer radialen Bewegung dem Schneidewerkzeug gegenüber mit einem Führungsbügel oder Ring versehen sind:a) die Anordnung eines selbstthätig wirkenden Zuführungsmechanismus, gekennzeichnet durch einen Zuführungskasten N, einen hin- und herbeweglichen Andrücker P mit einem nach aufwärts gerichteten Ansatz k versehenen Gleitstück I, welcher Andrücker mit einer oscillirenden Welle Q und diese 'mit einer Spiralfeder R derart verbunden ist, dafs die Spiralfeder das Bestreben hat, den Andrücker nach einwärts zu schieben;b) die Anordnung eines am unteren Rande des Zuführungskastens federnden Halters c, welcher verhütet, dafs die zu bearbeitenden Stücke von dem in der Drehbank durch die schnelle Umdrehung der beweglichen Theile hervorgerufenen Luftstrom aufwärtsgerissen werden;c) die Anordnung eines Abnehmers d für die bearbeiteten Stücke von den Spindeln.Bei der unter ι. gekennzeichneten Drehbank die Anordnung eines Flügels T an dem hinteren, über dem Träger E1 hinausragenden Theil jeder der nicht drehbaren Spindeln /, welcher mittelst einer Feder T2 ■ die Spindel nach einwärts drückt, durch den an einem ringförmigen Kopfstück G1 sitzenden Daumen T1 beeinflufst, die Spindel zurückzieht, um das bearbeitete Stück fallen zu lassen, und, nachdem die Spindel in die geeignete Lage gekommen ist, diese wieder nach einwärts schnellt, wodurch das zu bearbeitende Stück erfafst wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55489C true DE55489C (de) |
Family
ID=330015
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55489D Expired - Lifetime DE55489C (de) | Selbstthätige Drehbank |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55489C (de) |
-
0
- DE DENDAT55489D patent/DE55489C/de not_active Expired - Lifetime
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