DE55489C - Selbstthätige Drehbank - Google Patents

Selbstthätige Drehbank

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DE55489C
DE55489C DENDAT55489D DE55489DA DE55489C DE 55489 C DE55489 C DE 55489C DE NDAT55489 D DENDAT55489 D DE NDAT55489D DE 55489D A DE55489D A DE 55489DA DE 55489 C DE55489 C DE 55489C
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DE
Germany
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spindles
spindle
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machined
pieces
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DENDAT55489D
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English (en)
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CH. S. HARMON, Rechtsanwalt, in Blue Island, Grafsch. Cook, Staat Illinois, V. St. A
Publication of DE55489C publication Critical patent/DE55489C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27CPLANING, DRILLING, MILLING, TURNING OR UNIVERSAL MACHINES FOR WOOD OR SIMILAR MATERIAL
    • B27C7/00Wood-turning machines; Equipment therefor
    • B27C7/005Wood-turning machines; Equipment therefor by means of a rotating tool

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Turning (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Vorliegende Erfindung bezweckt, Drehbänke in der Weise zu verbessern, dafs das abzudrehende Stück Holz, gleichviel ob dessen Form im Querschnitt regelmäfsig oder unregelmäfsig ist, selbsttätig, d. h. durch die alleinige Wirkung der Maschine und ohne dafs es mit der Hand gehalten oder geführt zu werden braucht, zu einer beliebigen Form abgedreht werden kann.
In den beliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι eine Vorderansicht der Drehbank, von der Seite aus gesehen, auf welcher sich die Zuführungsvorrichtung befindet.
Fig. 2 ist eine Ansicht des Endes, an dem sich die losen Spindeln befinden.
Fig. 3 ist ein Querschnitt, in der Richtung der festen Spindeln betrachtet.
Fig. 4 ist die Ansicht eines Bruchtheiles der Maschine, theilweise im Querschnitt, aus der die federnde Vorrichtung, sowie die zum Zurückziehen der festen Spindeln bestimmten Theile ersichtlich sind. Man sieht hieraus, in welcher Weise das fertig abgedrehte Stück befreit und ein neues zu bearbeitendes Stück erfafst wird.
Fig. 5 ist eine Seitenansicht der Mitnehmervorrichtung.
Fig. 6 ist eine perspectivische Ansicht eines Theiles der federnden Vorrichtung.
Fig. 7 ist die Ansicht eines Bruchstückes, theilweise im Querschnitt, aus dem die Art und Weise, in welcher die federnde Vorrichtung mit der festen Spindel verbunden, ersichtlich ist. ■ ■..■·■·
Fig. 8 ist die Ansicht eines Bruchstückes, theilweise im Längsschnitt, aus dem ein im Bearbeiten begriffenes Stück zu ersehen ist.
Fig. 9 und 10 sind perspectivische Ansichten des Führungsstückes und des Andrückers.
A ist das Gestell der Maschine. In diesem ruht die drehbare Welle B, an deren einem Ende die Riemscheibe B1 befestigt ist. Aufserdem befinden sich hier die scheibenförmigen Köpfe C der Schneidwerkzeuge C1, Fig. 3. Am entgegengesetzten Ende ist die Welle mit den festen Hülsen r r, Fig. 8, versehen, die Verlängerungen der Drehzapfenlager bilden. Hülse r sitzt lose auf einer anderen Hülse q, welch letztere in der Nähe' der Messerköpfe mit zwei Frictionsscheiben D D1 versehen ist.
Zwischen diesen Scheiben ist ein Zwischenraum ρ freigelassen und werden dieselben mit-» telst federnder Bolzen pl verhindert, weiter, als nöthig, aus einander zu rücken. Auf Hülse q sitzt gleichfalls lose ein radförmiger Träger E, um den herum die Büchsen F der' losen Spindeln radial angeordnet sind und von den in den radialen Federhäusern o1 gelagerten Federn ο in ihrer Stellung festgehalten werden.
Diese im Träger E vorgesehenen Federhäuser, deren je eines zu einer Spindelbüchse gehört, werden von einem unbeweglichen, am Maschinengestell befestigten Führungs- oder Mitnehmerring G begrenzt.
Dieser Ring ist seinerseits von einem ringförmigen Kopfstück G1 umgeben, und sind durch letzteres Stellschrauben o2 derart hin-
durchgeführt, dafs ihre Enden die äufsere Umfangsfläche des Führungsringes berühren, so dafs sich mittelst derselben die Stellung des besagten Ringes zum abzudrehenden Stück reguliren läfst.
Der Träger E ist aufserdem mit einem aus einem Stück mit demselben bestehenden oder auch daran befestigten Zahnrad H versehen, auf dessen innerer Seite, in der Nähe des Randes, sich die abgerundeten Ansätze η horizontal erstrecken. Dieselben sind um das Rad herum auf gleicher Entfernung von einander angeordnet, und kann an denselben eine Scheibe M1 befestigt werden, um den Spindelmechanismus vor dem Eindringen von bei der Arbeit entstehenden Spänen oder Holzstaub zu schützen. Je eine Büchse F trägt eine lose Spindel F1, deren eines Ende sich bis über die innere Fläche der Schutzscheibe η1 erstreckt und eine Frictionsscheibe p2 führt, welche den Raum zwischen den drehbaren Frictionsscheiben D D1 ausfüllt und sich mit denselben in Berührung befindet.
Die feste Hülse r1 ist von einem lose daraufsitzenden Träger E1 umgeben. Die Construction dieses Trägers ist derjenigen des Trägers E ähnlich, und trägt derselbe die radial angeordneten Spindelbüchsen I, die von den in den Federhäusern o! gelagerten Federn ο mittelst des unbeweglichen Führungsringes von passender (derjenigen von G entsprechender) Gestalt K in ihrer Stellung festgehalten wer-■ den. Auch dieser Führungsring ist von einem Kopfstück G1 umgeben, durch das ebenfalls Stellschrauben o2 dringen, die es gestatten, je nach Bedarf, gewisse Theile des Führungsringes den Spindelbüchsen näher zu bringen. Die in den Büchsen / befindlichen Spindeln I1 sind sogenannte todte, d. h. um ihre Achse nicht drehbare Spindeln, und sind dieselben nebst ihren Büchsen den gegenüberliegenden drehbaren Spindeln entsprechend angeordnet. Auch der Träger E1, gleichwie derjenige E, ist mit einem Zahnrad H und mit einer runden Schutzplatte nl versehen..
Ein an der Hülse q befestigtes Zahnrad L wird von einem in dasselbe greifenden, auf der drehbaren Achse c1 sitzenden Getriebe c in Bewegung gesetzt. Achse c1 trägt aufserdem eine konische Scheibe c2, wie in punktirten Linien in Fig. 2 angedeutet ist.
Diese Scheibe ist mittelst einer gewöhnlichen (in der Zeichnung fortgelassenen) Riementransmission mit einer ähnlichen, auf der Achse c* sitzenden (und gleichfalls in punktirten Linien angedeuteten) kegelförmigen, Scheibe c3 verbunden. Achse c4, die die Treibkraft direct erhält, also als die Betriebsachse betrachtet werden kann, ist mit einem Getriebe cB versehen, das in das auf der Achse b1 sitzende Zahnrad b eingreift. Diese letztere Achse befindet sich in der Nähe des Bodentheiles der Maschine, und zwar quer zu den beiden Zahnrädern H, denen gegenüber und im Eingriff mit denselben sie die Getriebe b2 führt.
Aus Vorstehendem erhellt, dafs das Zahnrad L, das durch Eingriff mit dem auf Achse c1 sitzenden Getriebe c mit der Betriebsachse verbunden ist, dazu dient, die Frictionsscheiben D D1 nach einer Richtung hin geschwind in. Umdrehung zu versetzen, während gleichzeitig die Träger EEX von der Achse c aus mittelst der auf der Achse bl sitzenden Getriebe b2 in der entgegengesetzten Richtung, und zwar langsamer gedreht werden, indem hierzu die besagten Getriebe b2 durch Vermittelung des Zahnrades b vom Getriebe c5 aus ihre Bewegung erhalten, wobei es die Riemenverbindung der beiden konischen Scheiben c2 und c3 gestattet, die bezw. Geschwindigkeit der Achsen c1 und c4 zu reguliren.
Was die Welle B anbetrifft, so ist dieselbe mit dem Motor mittelst der Riemscheibe JB1 verbunden.
Die Zuführungsvorrichtung M befindet sich auf einer Seite der Maschine und erstreckt sich in der Längsrichtung derselben parallel zur Achse B. N ist ein senkrecht auf dem Maschinengestell A sich erhebender Kasten, der einfach aus einem rechteckigen Rahmen bestehen kann und mit einer trichterförmigen Mündung m versehen ist, welche letztere breit genug sein mufs, um unbearbeitete Stücke O (s. Fig. 8) vom gröfstmöglichen Durchmesser aufnehmen zu können.
Unterhalb dieses Kastens N, und zwar am besten in der Nähe seiner beiden entgegengesetzten Enden, befindet sich auf dem Gestell A ein Andrücker P, bestehend aus einem sich transversal hin- und herbewegenden Gleitstück /, das an seinem inneren Ende mit einem nach aufwärts gerichteten Ansatz k versehen ist.
Jeder der Andrücker P ist mit einer unter ihm befindlichen oscillirenden Welle Q, Fig. 3, verbunden. Hierzu dient ein an dieser Welle mittelst Kragen h befestigter Arm i, wobei die kurbelartige Verlängerung hx des besagten Kragens h mit dem unteren Theil des Gestelles mittelst einer Spiralfeder R verbunden ist, welch letztere in ihrer Normalstellung gespannt bezw. comprimirt ist, während sie, wenn sie sich entspannt, das Bestreben hat, die Andrücker P einwärts bis zur Grenze ihres Spielraumes und den Ansätzen k entgegen zu schieben.
Ein Mitnehmer g erstreckt sich vom Kragen h aus bis in die Bahn der auf dem Rad H befindlichen Ansätze n, so dafs, wenn während der Rotirung dieses Rades H einer der Ansätze η (je einer losen Spindel -F1 entsprechend) an den besagten Mitnehmer an-
stöfst, die oscillirende Welle Q dadurch derart bethätigt wird, dafs sie die Arme i nach auswärts dreht und mit den Andrückern P in Verbindung bringt. Dadurch werden letztere dem Widerstände der Federn entgegengedrängt, so dafs, wenn einer der Ansätze η über den Mitnehmer gleitet, dieses den Federn gestattet, ihre normale gespannte Stellung wieder einzunehmen und dadurch die Andrücker wieder nach einwärts zu schieben, indem sie die Arme i veranlassen, sich wieder nach einwärts, d. h. von der Seite der Maschine, wo sich die Zuführungsvorrichtung befindet, fort zu drehen.
Soll die mit der selbsttätigen Zuführungsvorrichtung des Patentsuchers versehene Drehbank in Thätigkeit gesetzt werden, so wird zunächst der Kasten N mit der bestimmten Anzahl zu bearbeitender Stücke Holz etc. O versehen. Diese Stücke oder Blöcke sind am besten von gleicher Länge und von möglichst gleichem Durchmesser zu wählen. Letzterer variir.t jedoch gewöhnlich (besonders bei zu Besenhandhaben bestimmten Stäben, zu deren Herstellung vorliegende Maschine insbesondere bestimmt ist) ungefähr um 1J2 Zoll.
Um beim Füllen des Kastens zu verhindern, dafs die zu bearbeitenden Stücke den Schneidewerkzeugen in der beschriebenen Weise eher zugeführt werden, als es erwünscht ist, den Zuführungsmechanismus in Thätigkeit zu setzen, verwendet Erfinder einen gewöhnlichen drehbaren Support, bestehend aus einem Hebel, der an seinem inneren Ende, wie gezeichnet, mit einem Querstück versehen ist. Dieser Hebel kann nun' mittelst seines Drehstiftes gehoben und in der· erhobenen Stellung oberhalb der Führungen / festgehalten werden und sich so dem Herabfallen der zu bearbeitenden Stücke auf die Führungsstücke infolge ihres Eigengewichts widersetzen.
Um den Hebel S in dieser gehobenen Stellung zu erhalten, ist eine Klinke S1, Fig. ι und 3, vorgesehen, die, wenn sich der Hebel senkt, mit dem anderen äufseren Ende des besagten Hebels in Eingriff gelangt.
Sobald die Maschine in Gang gesetzt ist, — indem hierzu die Achse ci derart gedreht wird, dafs sie die die Spindeln tragenden Supporte E und E1 und die Frictionsscheiben D und D1 bethätigt, welche ihrerseits die Drehspindeln veranlassen, sich um ihre Achse iri der gewünschten Richtung zu drehen, während gleichzeitig die Welle B, die die Messerköpfe trägt, in Umdrehung versetzt wird, — wird der Support S freigelassen, was dem zu unterst gelegenen Stück O gestattet, theilweise infolge seines Eigengewichts und zum Theil durch die Schwere der darüber aufgehäuften Stücke auf die Führungen /vor den Andrückern T herabzusinken, während einer der Ansätze η über den Mitnehmer g schreitet.
Hierdurch werden die Andrücker, dem Widerstände der Federn R entgegen, nach auswärts gedrückt. Indem nun der Ansatz η über das Mitnehmerende gleitet, befreit er den Mitnehmer und gestattet somit den Federn R, die Andrücker wieder einwärts zu drängen. Diese stofsen infolge dessen das vor ihnen befindliche Stück gegen die Stifte k und bringen dadurch die entgegengesetzten Enden des Stückes zwischen eine Drehspindel und eine feste Spindel.
Während nun je eine der Drehspindeln durch die Rotirung des Trägers E dem Ende des der Maschine zugeführten zu bearbeitenden Stückes O gegenüber gebracht wird, zieht sich die entsprechende feste Spindel in der vorher beschriebenen Weise zurück, so dafs sie genau einen Moment, bevor sie die Stelle erreicht, wo sie ein neues Stück erfassen soll, das bereits abgedrehte Stück freiläfst; und in dem Augenblick, wo sie sich schliefslich dem zuletzt zugeführten Stück gegenüberstellt, schnellt sie gegen dasselbe, so dafs dieses nunmehr zwischen einem Spindelpaar eingeklemmt ist.
Dieses Hin- und Zurückschnellen der auf einander. folgenden festen oder »todten« Spindeln / erfolgt unter der Einwirkung eines Mechanismus, dessen Anordnung nun beschrieben werden soll:
Am hinteren, über den Träger E1 hinausragenden Ende einer jeden der radial beweglichen Spindeln / ist ein Flügel T am besten von der gezeichneten Gestalt angeordnet. Derselbe ist mit einer inneren ausgebauchten Oeffnung χ versehen, dessen Durchmesser gröfser als derjenige der Spindel, der sie sich anpassen soll.
Ein Daumen T1, der sich an dem ringförmigen Kopfstück C1 befindet, erstreckt sich bis in die Bahn der äufseren Enden der Flügel in der Nähe der Befreiungsstelle der, abgedrehten bezw. der Erfassungsstelle der noch abzudrehenden Stücke.
Wenn nun während der Rotirung der Spindelträger E und E1 ein bereits abgedrehtes Stück den Ort erreicht, an dem es freigelassen werden soll, so kommt der Daumen T1 mit dem Flügel T der bezw. todten Spindel in Berührung, wodurch letztere zurück-, also von dem fertigen Stück abgeschoben wird, indem sie dabei den Widerstand einer in einer Hülse/" im unteren Ende des Flügels T, Fig. 6, gelagerten Blattfeder T% überwindet; ein Mechanismus, der jedoch den Spindelbüchsen gestattet, sich ungehindert in der' radialen Richtung fortzubewegen. Das eine Ende der besagten Feder ist am drehbaren Träger E1 befestigt.
Die Spindel wird vom Daumen in der zurückgeschobenen Stellung festgehalten, bis sie zu dem Punkte gelangt, wo sie sich dem zu-
letzt zugeführten Stück gegenüber befindet. Alsdann gleitet die Feder am Daumen vorb&i und drückt, indem sie sich' entspann1", die Spindel wieder in ihre normale Lage, in der sie sich an das neu zugeführte Stück anlegt, so dafs letzteres nun von den Spindeln herum-■ geführt und zur erforderlichen geometrischen Form (die mittelst der auf den Spindelbüchsen befindlichen Führungsringe bestimmt ist) abgedreht wird.
Der durch die schnelle Drehung der Messerköpfe erzeugte Wind ist so heftig, dafs er bestrebt ist, die abzudrehenden Stücke in dem Moment, wo sie sich unter der Einwirkung des Zuführungsmechanismus den Messern oder Werkzeugen nähern, nach aufwärts mit fortgerissen und dieselben dadurch aufser den Bereich der zu deren Erfassung bereitstehenden Spindeln zu bringen.
Um diesem Bestreben entgegenzuwirken, ordnet Erfinder an einem oder mehreren Punkten auf der inneren Seite, den unteren Rand' des Kastens N entlang, die federnden Ansätze c an. Dieselben sind vorzugsweise aus zähem Gummi hergestellt und ragen über den besagten Kastenrand hinaus.
In dieser Lage halten sie nun — ohne jedoch im Mindesten der Thätigkeit des Zuführungsmechanismus hinderlich zu sein — das abzudrehende Stück auf der Führung / fest, so dafs dasselbe durch die Wirkung der Luftströme nicht nach aufwärts verschoben werden kann.
Ein Abnehmer d, Fig. 3, der sich unmittelbar unter dem Führungsstück / entweder an beiden Enden oder aber vorzugsweise nur an dem die Drehspindeln tragenden Ende der Maschine befindet (in der Zeichnung ist derselbe jedoch an dem mit den festen oder »todten« Spindeln versehenen Maschinentheil dargestellt), ist ein weiterer vortheilhafter Zusatz, der zur Befreiung der fertig abgedrehten Stücke mitwirkt im Falle, wo, nachdem eine todte Spindel zurückgeschoben, das betreffende Stück an der entsprechenden Drehspindel haften bleiben sollte.
Die Federn R oder äquivalente Vorrichtungen, als Gewichte oder Daumen, bilden eine überaus wichtige Neuerung an dem vorliegenden Drehbanksystem, indem sie gestatten, bei den abzudrehenden Stücken etwa vorkommende Durchmesserdifferenzen selbstthätig auszugleichen. Ohne eine derartige Vorrichtung nämlich könnte ein Stück von einem gröfseren Durchmesser als derjenige, auf den der Mechanismus im Voraus gestellt, Störungen, ja selbst Beschädigungen und Brüche in letzterem verursachen.
Abweichungen im Durchmesser der zur Verarbeitung gelieferten Stücke sind aber unvermeidlich, während andererseits, dem Wesen des Zuleitungsmechanismus zufolge, die Andrücker P (oder der eine Andrücker, wenn nur einer vorhanden, der dann ungefähr in der Mitte der Maschine gelegen sein kann) nur geringen Spielraum nach beiden Richtungen hin besitzen können. Dieselben sind, wie bereits erklärt, dazu bestimmt, das abzudrehende Stück in die zur Verarbeitung geeignete Lage, also gegen den Ansatz (oder die Ansätze) k zu bringen.
Handelt es sich nun z. B. darum, rechteckige Stücke O zu Besenhandhaben zu verarbeiten, und besitzen diese Stücke im allgemeinen einen Durchmesser von 1Y4 Zoll, so regulirt man zunächst die Mitnehmer q, dafs die Bewegungsgrenze der Andrücker nach innen zu [ Y4 Zoll von den Ansätzen k entfernt ist.
Befinden sich im Kasten N Stücke von geringerem Durchmesser als 1 Y4 Zoll, so werden sie infolge der angegebenen Regulirungsweise naturgemäfs vom Andrücker nicht mit den Ansätzen k in Berührung gebracht werden können, sondern werden auf einiger Entfernung von denselben stehen bleiben. Demnächst werden sie von den Spindeln excentrisch erfafst und auch der Wirkung der Schneidewerkzeuge excentrisch ausgesetzt, so dafs letztere auf einer Seite zwar tiefer ins Holz schneiden als auf der anderen Seite, jedoch ohne dafs irgend welche Störungen oder Beschädigungen in den Maschinentheilen daraus resultiren.
Kommen hingegen unter den abzudrehenden Stücken solche vor, deren Durchmesser gröfser ist als der, auf den die Drehbank zuvor regulirt, so würden die Andrücker, wenn sie nicht infolge der Anordnung von Federn R oder einer äquivalenten Vorrichtung die Fähigkeit besäfsen, etwas nachzugeben, bei ihrer Bewegung nach einwärts nicht die bestimmte Grenze des Spielraumes erreichen können, was Störungen oder gar Brüche in der Maschine hervorrufen würde.
Dieses nun verhindern die genannten FedernR, deren Widerstand die Andrücker bei ihrem Rückgang zu überwinden haben, indem sie den überschüssigen Durchmesser ausgleichen. Denn in dem Augenblick, wo die Andrücker dem durch die zu grofse Dicke des Stückes gebildeten Hindernifs begegnen, hat die auf dieselben durch Vermittelung der Mitnehmer von einem der Ansätze η ausgeübte Wirkung eine Drehbewegung der Welle Q zur Folge, die der besagten Feder R gestattet, sich auszudehnen und so weit nachzugeben, wie nöthig, um den unzeitgemäßen Druck auf die Andrücker unschädlich zu machen.

Claims (1)

  1. Patent-AnSprüche:
    i. An einer Drehbank, welche mit einem drehbaren Schneidewerkzeug oder Messer, einer Anzahl radial beweglicher Dreh-
    spindeln, einer entsprechenden Anzahl nicht drehbarer (todter)- Spindeln und zur Führung und Richtung der Spindeln bei ihrer radialen Bewegung dem Schneidewerkzeug gegenüber mit einem Führungsbügel oder Ring versehen sind:
    a) die Anordnung eines selbstthätig wirkenden Zuführungsmechanismus, gekennzeichnet durch einen Zuführungskasten N, einen hin- und herbeweglichen Andrücker P mit einem nach aufwärts gerichteten Ansatz k versehenen Gleitstück I, welcher Andrücker mit einer oscillirenden Welle Q und diese 'mit einer Spiralfeder R derart verbunden ist, dafs die Spiralfeder das Bestreben hat, den Andrücker nach einwärts zu schieben;
    b) die Anordnung eines am unteren Rande des Zuführungskastens federnden Halters c, welcher verhütet, dafs die zu bearbeitenden Stücke von dem in der Drehbank durch die schnelle Umdrehung der beweglichen Theile hervorgerufenen Luftstrom aufwärtsgerissen werden;
    c) die Anordnung eines Abnehmers d für die bearbeiteten Stücke von den Spindeln.
    Bei der unter ι. gekennzeichneten Drehbank die Anordnung eines Flügels T an dem hinteren, über dem Träger E1 hinausragenden Theil jeder der nicht drehbaren Spindeln /, welcher mittelst einer Feder T2 die Spindel nach einwärts drückt, durch den an einem ringförmigen Kopfstück G1 sitzenden Daumen T1 beeinflufst, die Spindel zurückzieht, um das bearbeitete Stück fallen zu lassen, und, nachdem die Spindel in die geeignete Lage gekommen ist, diese wieder nach einwärts schnellt, wodurch das zu bearbeitende Stück erfafst wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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