DE554480C - Verfahren zur Herstellung stellenweise unterbrochener Metallueberzuege (Metallspiegel) auf der Innenwand aus isolierendem Material hergestellter geschlossener Gefaesse, beispielsweise elektrischer Gluehlampen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung stellenweise unterbrochener Metallueberzuege (Metallspiegel) auf der Innenwand aus isolierendem Material hergestellter geschlossener Gefaesse, beispielsweise elektrischer Gluehlampen

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DE554480C
DE554480C DEV26963D DEV0026963D DE554480C DE 554480 C DE554480 C DE 554480C DE V26963 D DEV26963 D DE V26963D DE V0026963 D DEV0026963 D DE V0026963D DE 554480 C DE554480 C DE 554480C
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ELECTRICITAETS AG
Ver Gluehlampen & Elec AG
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J9/00Apparatus or processes specially adapted for the manufacture, installation, removal, maintenance of electric discharge tubes, discharge lamps, or parts thereof; Recovery of material from discharge tubes or lamps
    • H01J9/20Manufacture of screens on or from which an image or pattern is formed, picked up, converted or stored; Applying coatings to the vessel

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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Surface Treatment Of Glass (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung stellenweise unterbrochener Metallüberzüge (Metallspiegel) auf der Innenwand aus isolierendem Material hergestellter geschlossener Gefäße, beispielsweise elektrischer Glühlampen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erzeugung von stellenweise unterbrochenen Metallüberzügen, insbesondere Metallverspiegelungen in geschlossenen aus isolierendem Material bestehenden Gefäßen, z. B. auf der Innenwandung von Glas- oder Quarzkolben von Glühlampen, Elektronenröhren, Photozellen u: dgl.
  • Verfahren zur Erzeugung von Metallspiegeln auf der Innenwandung solcher Gefäße sind bereits bekannt. Diese Metallspiegel werden im geschlossenen Kolben gewöhnlich auf trockenem Wege hergestellt, indem das Metall im geschlossenen Gefäß in einer Gasatmosphäre von niedrigem Druck oder im Vakuum verdampft oder kathodisch zerstäubt wird. Das Metall scheidet sich in beiden Fällen in Form eines Spiegels auf der Innenwandung des Gefäßes ab.
  • Wenn der Metallüberzug an gewissen Stellen der Gefäßwand unterbrochen werden soll, z. B. bei Photozellen, zur Freilassung eines das Licht durchlassenden Fensters, oder zu anderen Zwecken die Erzeugung in keiner metallisch leitenden Verbindung miteinander stehender Metallüberzugsteile erwünscht ist, so werden im Gefäß meist Schutzorgane, sogenannte Schirme, angebracht. Diese sind dazu bestimmt, daß sie, in den Weg der verdampften oder kathodisch zerstäubten Metallteilchen gestellt, diese von den frei zu haltenden Wandteilen fernhalten bzw. die besagten Teile der Wand dergestalt beschatten, daß an den beschatteten Stellen entweder gar kein oder nur sehr wenig Metall sich absetzt, wodurch eine der Gestalt, Größe und Entfernung des Schirmes von der Wand entsprechende isolierende bzw. durchsichtige Fläche entsteht.
  • Die bisher zu diesem Zwecke benutzten Schirme waren feste Körper und bestanden z. B. aus Metall, Glas, Glimmer und behielten nach erfolgter Verspiegelung ihre ursprüngliche Gestalt. Deshalb wären sie aus dem verschlossenen Gefäß nur dann zu entfernen gewesen, wenn dieses entsprechend der Größe des Schirmes geöffnet, der Schirm entfernt und das Gefäß wieder geschlossen würde, wodurch jedoch einerseits die Verspiegelung beschädigt, andererseits ein erneutes Auspumpen des Gefäßes notwendig würde. Das Gefäß in die zur Weiterverarbeitung-geeignete Gestalt zu bringen, wäre also bisher jedenfalls umständlich und langwierig.
  • Dementsprechend wird der Schirm gewöhnlich im Kolben belassen. Dies ist jedoch mit verschiedenen Nachteilen verbunden. Behält nämlich der Schirm die Lage, die er während der Verspiegelung eingenommen hat, so verstellt er z. B. bei Photozellen ganz oder teilweise den Weg des durch das in dieser Weise hergestellte Fenster einfallenden Lichtes. Behält aber der Schirm seinen Platz nicht nach Beendigung der Verspiegelung; so wird der feste und oft ziemlich große Ausdehnung besitzende Körper, welcher als Schirm gedient hat, bei der späteren Handhabung und Benutzung des Apparates die inneren Bestandteile desselben durch Reiben und Anschlagen beschädigen können, auf alle Fälle aber unangenehme Geräusche verursachen.
  • Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens können alle diese Nachteile behoben werden. Das Verfahren besteht darin, daß die Metallteilchen von den gewünschten Stellen der Innenwand des Gefäßes mit Hilfe solcher Abschirmungsorgane ferngehalten werden, die nach erfolgter Verspiegelung ohne Schädigung des Gefäßes und der im selben angebrachten Apparaturteile aus ihrer während der Verspiegelung innegehabten Lage in eine solche andere Lage gebracht werden können, in welcher sie, im Gefäß belassen, den Betrieb des Apparates nicht mehr stören, oder die aus dem Gefäß ohne Öffnung desselben durch den ohnehin vorhandenen oder vorher eigens zu diesem Zwecke angebrachten Rohransatz, z. B. durch das Pumpröhrchen oder irgendeinen Hilfsrohransatz, ohne weiteres entfernt werden können.
  • Erfindungsgemäß werden als Abschirmungsorgane eine Flüssigkeit, lockere Pulver oder körnige Substanzen verwendet, und das Gefäß wird während der Verspiegelung in solcher Lage gehalten, daß der Schirmstoff unter Einwirkung einer äußeren Kraft, z. B. der Schwerkraft, an der abzuschirmenden Wandstelle sich ansetzt, wodurch das verdampfte oder kathodisch zerstäubte Metall von dieser Stelle ferngehalten wird. Gleichgültig, ob als Schirmstoff eine Flüssigkeit oder ein pulver- bzw. griesartiger fester Körper verwendet wird, wird derselbe zweckmäßig so gewählt, daß seine Dampfspannung bei den bei der Erzeugung oder Benutzung der Glühlampen, Entladungsröhren, Photozellen u. dgl. in Frage kommenden Temperaturen weniger als io-s mm Quecksilbersäule beträgt. Diesen Bedingungen entsprechen z. B. Glaspulver, Quarzpulver und viele andere anorganische Pulver, welche bei den in Frage kommenden Temperaturen weder erweichen noch schmelzen; von, Flüssigkeiten aber z. B. Quecksilber.
  • Nach Beendigung der Verspiegelung und während der Benutzung des Apparates kann der Schirmstoff in dem Apparat verbleiben, wenn nur Sorge getragen wird, daß in der Benutzungsstellung des Apparates der Stoff, z. B. unter Einfluß der Schwerkraft, seine Lage einnimmt, in der er den Betrieb nicht stört. Sollte aber aus irgendeinem Grunde nach beendeter Verspiegelung die Entfernung des Schirmstoffes aus dem Apparat erwünscht sein, so kann derselbe infolge seiner Struktur oder seines Aggregatzustandes ohne weiteres, z. B. durch das Pumpröhrchen oder durch einen eigens zu diesem Zweck angebrachten Rohransatz, so aus dem Gefäß geschüttet oder gegossen werden, daß das Innere des Gefäßes währenddessen mit dem Außenraum überhaupt nicht in Berührung tritt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung stellenweise unterbrochener Metallüberzüge (Metallspiegel) auf der Innenwand aus isolierendem Material hergestellter geschlossener Gefäße, beispielsweise elektrischer Glühlampen, durch Verdampfung oder Zerstäubung der betreffenden Metalle im Vakuum oder in geeigneter Gasatmosphäre niedrigen Druckes, bei dem die frei zuhaltenden Wandteile den Metalldämpfen bzw. den zerstäubten Metallteilchen gegenüber abgeschirmt werden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abschirmung flüssige oder pulver- bzw. griesförmige feste Stoffe verwendet werden und daß während der Verspiegelung das Gefäß in solcher Lage gehalten wird, daß der Schirmstoff unter Einwirkung einer äußeren Kraft, z. B. der Schwerkraft, sich an der oder den Stellen der inneren Gefäßwand ansammelt, welche abgeschirmt werden sollen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abschirmung solche festen Stoffe verwendet werden, welche bei den bei der Herstellung oder Benutzung des betreffenden Gefäßes bzw. Apparates in Frage kommenden Temperaturen weder schmelzen noch erweichen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abschirmung solche Stoffe verwendet werden, deren Dampfspannung bei den bei der Herstellung und Benutzung des betreffenden Apparates in Frage kommenden Temperaturen weniger als io-a mm Quecksilbersäule beträgt. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach Beendigung der Verspiegelung der Schirmstoff aus dem Gefäß entweder durch das ohnehin vorhandene Auspumprohr oder durch einen eigens zu diesem Zwecke vorher angebrachten Rohransatz entfernt wird.
DEV26963D 1931-06-18 1931-06-18 Verfahren zur Herstellung stellenweise unterbrochener Metallueberzuege (Metallspiegel) auf der Innenwand aus isolierendem Material hergestellter geschlossener Gefaesse, beispielsweise elektrischer Gluehlampen Expired DE554480C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1079213B (de) * 1959-07-17 1960-04-07 Telefunken Gmbh Verfahren zur Herstellung einer Innenverspiegelung des Kolbens einer Gasentladungsroehre mit kalter Kathode durch Kathodenzerstaeubung
DE1220978B (de) * 1959-05-04 1966-07-14 Balzers Vakuum G M B H Verfahren zur Verhinderung des Beschlagens von Schauglaesern, die in Vakuumanlagen Metalldaempfen ausgesetzt sind, mit einer zusammenhaengenden Metallschicht

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DE1220978B (de) * 1959-05-04 1966-07-14 Balzers Vakuum G M B H Verfahren zur Verhinderung des Beschlagens von Schauglaesern, die in Vakuumanlagen Metalldaempfen ausgesetzt sind, mit einer zusammenhaengenden Metallschicht
DE1079213B (de) * 1959-07-17 1960-04-07 Telefunken Gmbh Verfahren zur Herstellung einer Innenverspiegelung des Kolbens einer Gasentladungsroehre mit kalter Kathode durch Kathodenzerstaeubung

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