DE554282C - Stromunterbrecher durch Gewichtsverlegung beim Anprall fuer Zuendleitungen an Luft- oder Kraftfahrzeugen - Google Patents

Stromunterbrecher durch Gewichtsverlegung beim Anprall fuer Zuendleitungen an Luft- oder Kraftfahrzeugen

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DE554282C
DE554282C DEH124103D DEH0124103D DE554282C DE 554282 C DE554282 C DE 554282C DE H124103 D DEH124103 D DE H124103D DE H0124103 D DEH0124103 D DE H0124103D DE 554282 C DE554282 C DE 554282C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H35/00Switches operated by change of a physical condition
    • H01H35/14Switches operated by change of acceleration, e.g. by shock or vibration, inertia switch

Landscapes

  • Switches Operated By Changes In Physical Conditions (AREA)

Description

  • Stromunterbrecher durch Gewichtsverlegung beim Anprall für Zündleitungen an Luft- oder Kraftfahrzeugen Bei Flugzeug- und Autounglücken läuft vielfach der Motor zunächst noch weiter, und wenn gleichzeitig ein Benzinbehälter schadhaft wird, können sich durch Funkenübergang an zerrissenen Zündkabeln oder am Auspuffeuer die Dämpfe des ausfließenden Benzins entzünden und das Fahrzeug in Brand setzen.
  • Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines beim Anprall von Flugzeugen oder Autos selbsttätig wirkenden Stromunterbrechers. Es sind derartige Stromunterbrecher zwar schon bekannt geworden, bei welchen eine Kugel durch Federn in der Schwebe gehalten wird. Bei einem Wiedereinrücken nach einem etwaigen Ausrücken sind diese Vorrichtungen aber auch auf Federn angewiesen, ein direktes Wiedereinschalt,n kann nicht stattfinden. Insoweit man für Stromunterbrecher Pendel genommen hat, hat man sich eines labilen Pendels bedient, welches nur für ortsfeste Aufstellung in Frage kommt und schon bei den geringsten Erschütterungen ausschaltet. Die Erfindung besteht darin, daß in den Stromkreis der Zündung ein Unterbrecher eingebaut wird, welcher dadurch wirkt, daß ein Gewicht infolge seines Beharrungsvermögens den Stromkreis unterbricht, sobald das Flugzeug oder das Auto irgendwo gegenstößt, demgegenüber das Zurückschalten schnell mit einem einzigen Handgriff erfolgen kann. Der Erfindungsgegenstand kann in der Weise ausgeführt werden, daß das als Ausschaltkörper dienende Gewicht in einem waagerechten, in der Flug- oder Fahrtrichtung liegenden Behälter durch eine einstellbare Feder so festgehalten wird, daß es bei den normalen Erschütterungen seine Lage behält, aber für den Fall eines plötzlichen Widerstandes infolge einer Stoßwirkung nach vorn schießt, wobei es den Stromkreis unterbricht. Abb. i zeigt eine solche Ausführung.
  • In einem Gehäuse i aus Isolierstoff ist ein Stift 2 verschiebbar gelagert, auf dem der metallene zylindrische Körper 3 und der gleichgeformte Körper d. aus Isolierstoff befestigt sind. Das rechte Ende (des Stiftes 2, welches aus dem Gehäuse i herausragt, ist isoliert und mit einem isolierten Knopf 5 versehen. Das linke Ende des Stiftes :2 ist in der metallenen Hülse 6 verschiebbar, welche mit der Leitungsklemme 7 leitend verbunden ist. Die beiden Ausschaltkörperteile 3 und d. haben auf ihrem Umfang je eine Ringnut, in welche der Knopf 9 der blattförmigen Kontaktfeder 8 eingreift. Diese Kontaktfeder ist mit der Leitungsklemme io verbunden. Durch Drehen an der Stellschraube i i kann die Spannung der Kontaktfeder 8 verändert werden. Die Mutter 12 dient zur Sicherung der Einstellung.
  • Die Klemmen 7 und io sind durch die Kontaktfeder 8 mit ihrem Ende 9, dem Körper 3, dem Stift 2 und der Hülse 6 in der gezeichneten Lage leitend verbunden. Erhält der Apparat von links einen genügend starken Stoß, so gleitet der Stift-2 infolge des Beharrungsvermögens des Ausschaltkörpers 3, 4 nach links, weil dann die Kontaktfeder 8 nachgibt. Das Ende g gelangt dann in die Nut des Ausschaltkörperteiles 4 aus Isolierstoff, und der Strom ist unterbrochen.
  • Bei einer anderen Ausführungsform wird das Gewicht pendelnd aufgehängt. Die Haltefedern fassen das Gewicht entweder von einer oder auch zwei Seiten oder auch von unten. In letzterem Falle läßt man das Gewicht des Pendels, welches so befestigt ist, daß es nach oben nicht ausweichen kann, in einer federnden Vertiefung ruhen; es ist dann vollkommen gleichgültig, von welcher Seite der Stoß erfolgt, damit das Pendel den Stromkreis unterbricht. Letztere Lösung ist in Abb. 2 gezeigt.
  • An dem Gehäuse i aus Isolierstoff ist eine Kugelschale 6 aus Metall befestigt, welche mit der Leitungsklemme 7 leitend verbunden ist. In der Kugelschale 6 ist der Kugelzapfen des ebenfalls metallenen Pendels 2 gelagert, das oben einen isolierten Stift 5 trägt und unten einen ausgehöhlten Zapfen 3 hat. Um diesen befindet sich eine gewölbte Scheibe 7 aus Isolierstoff, welche eine ringförmige Nut besitzt. In die Aushöhlung des Zapfens 3 greift das gewölbte Ende 9 einer blattförmigen Kontaktfeder 8 hinein, die im Gehäuse i befestigt und mit der Klemme io leitend verbunden ist. Die Stellschraube i i dient dazu, die Spannung der Feder 8 zu ändern und wird in ihrer Lage durch die Mutter 12 gesichert.
  • In der gezeigten Stellung sind die beiden Klemmen 7 und io leitend verbunden, da sie sich durch die Kugelschale 6, das metallene Pendel 2 mit Zapfen 3 und die Kontaktfeder 8 miteinander in metallischer Berührung befinden. Erhält der Apparat aus irgendeiner waagerechten Richtung einen genügend starken Stoß, so schwingt das Pendel 2 aus, indem das Ende 9 der Kontaktfeder 8 zunächst abgedrückt wird, um dann in die Ringnut der Scheibe 7 hineinzugreifen. In dieser Stellung ist die Leitung unterbrocken, da das Ende 9 der Kontaktfeder 8 an der isolierten Scheibe 7 anliegt.
  • Durch einen Zug am Schieberknopf 5 oder am Pendelstift 5 kann die Einschaltung des Zündstromes schnellstens wieder erfolgen, sobald. der Motor weiterarbeiten soll. Da bei Magnetzündung das Einschalten der Zündung durch Unterbrechung der Kurzschlußleitung erfolgt, so können die beschriebenen Stromunterbrecher sinngemäß als Stromablenker, also für den Kurzschluß, verwendet werden. In der Ausführung näch Abb. i wird in diesem Fall Ring 3 aus Isoliermasse, der Ring 4 leitend hergestellt. Bei der Ausführung nach Abb. 2 wird dann die Rast 3 in der Mutter des Pendels isoliert und der äußere Ring 4 leitend ausgeführt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Stromunterbrecher durch Gewichtsverlegung beim Anprall für Zündleitungen an Luft- oder Kraftfahrzeugen, gekennzeichnet durch einen zur Hälfte leitend, zur Hälfte nicht leitend ausgebildeten Ausschaltkörper, der normalerweise in der Zündstellung durch eine für verschiedene Empfindlichkeit einstellbare Kontaktfeder gehalten wird, bei Stoßwirkungen aber infolge seines Beharrungsvermögens sich in die Kurzschlußstellung bewegt und aus letzterer durch Verschieben oder Schwenken wieder in die Zündstellung gebracht werden kann.
  2. 2. Stromunterbrecher nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Gehäuse (i) ein horizontal verschiebbarer Stift (2) mit isoliertem Kopf (5) angeordnet ist, der die mit je einer Ringnut 'versehenen Hälften (3, 4) des Ausschaltkörpers trägt und über eine einstellbare, in die Nuten eingreifende Kontaktfeder (8, 9) mit den Klemmen (7, 1o) in leitende oder nicht leitende Verbindung tritt.
  3. 3. Stromunterbrecher nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausschaltkörper (2, 3, 4) nach allen Seiten frei pendelnd aufgehängt ist und das Wiedereinschalten durch einen am Pendel befindlichen isolierten Griff (5) erfolgt.
DEH124103D 1929-11-10 1929-11-10 Stromunterbrecher durch Gewichtsverlegung beim Anprall fuer Zuendleitungen an Luft- oder Kraftfahrzeugen Expired DE554282C (de)

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FR728341D FR728341A (fr) 1929-11-10 1931-12-16 Disjoncteur pour la commande automatique de l'allumage des moteurs d'avions et d'automobiles en cas de chocs ou d'accidents

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FR728341T 1931-12-16

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FR728341A (fr) 1932-07-02

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