DE55290C - Neuerungen an Gasselbstzündern - Google Patents
Neuerungen an GasselbstzündernInfo
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- DE55290C DE55290C DENDAT55290D DE55290DC DE55290C DE 55290 C DE55290 C DE 55290C DE NDAT55290 D DENDAT55290 D DE NDAT55290D DE 55290D C DE55290D C DE 55290DC DE 55290 C DE55290 C DE 55290C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23Q—IGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
- F23Q21/00—Devices for effecting ignition from a remote location
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. V^
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Neuerungen an den durch die
Patentschriften No. 5780, 8414 und 10138 bekannten
Effer'sehen Gasselbstzündern charakterisiren
sich nicht nur als eine Combination bekannter Mittel, sondern es ist diesen auch
eine neue Vorrichtung (die Justirung) beigefügt worden, und es ist ferner durch diese Combination,
abgesehen von der weniger complicirten Art der Justirung, gröfsere Energie und Ermöglichung einer genauen und sicheren Regulirung
des Zündungs- und Löschungspunktes sowohl, als auch die Erreichung einer möglichst
grofsen Druckdifferenz zwischen dem erforderlichen Druck für den Zündungspunkt und dem Druck für den Löschungspunkt
der Haupt- oder Beleuchtungsflamme und der Neben- oder Anzündungsflamme vereinigt
• werden.
Fig. ι a und 2 a zeigen die Stellung der Justirungsvorrichtuug
bei sehr niedrigem,
Fig. ι b und 2 b bei sehr hohem Druck,
während
Fig. 3 und 3 a die Justirungsvorrichtung in Ansicht und Grundrifs und
Fig. 4 den Gewichtsbehälter veranschaulichen.
In der Gesammtanordnung besteht der Apparat aus dem hohlen, im Gehäuse' oder Führungsstück F verschiebbaren, oben geschlossenen
Kolben S, welcher in seinem oberen Theile mit einer gröfseren seitlichen Durchbohrung s
für die Gaszuleitung zur Hauptflamme und unterhalb dieser Durchbohrung mit zwei engeren
Durchbohrungen s1 und s2 für die Nebenflamme
versehen ist. Mit letzteren Durchbohrungen correspondiren die im Führungsstück F befindlichen Kanäle f1/2, welche in
den der Nebenflamme N das Gas zuführenden Kanal f münden. Unterhalb des Gehäuses F
ist das mit Boden A versehene Schwimmergehäuse B angeschraubt und innerhalb B gasdicht
der Metallschwimmer D, Fig. 1 und ib, oder der Schwimmer D1, Fig. 2, angeordnet,
welcher mitsammt seinem gefäfsartigen, mit kleinen körnerartigen Massen (z. B. Schrot)
gefüllten und genau regulirbaren Gewichtsbehälter E in Verbindung steht mit dem im
Gehäuse F beweglichen Kolben S. Ferner ist mit dem Schwimmer auch die neue, im Folgenden
näher beschriebene und in Fig. 1 b, 2 b, 3 und 3 a dargestellte Justirungsvorrichtung für
den Zündungs- und Löschungspunkt vermittelst der am Schwimmer befestigten Stange T, Fig. ib
und 2 b, verbunden.
Die allgemeine Wirkungsweise, die Art des Zündens und Löschens der Haupt- und der
Nebenflamme des Apparates ist folgende:
Der Apparat ist derartig eingestellt, dafs am Tage der Schwimmer in seiner tiefsten Stellung
steht und nur die unterste Durchbohrung s2 mit nicht vollem Querschnitt b.ezw. nur mit
ihrer ringförmigen Nuth mit dem Kanal f2
communicirt und sl und s geschlossen bleiben,
so dafs nur eine geringe Menge Gas mit
geringem Druck durch den Kanal / der am Tage brennenden Nebenflamme N zugeführt
wird. Soll die Hauptflamme P entzündet werden , so wird infolge von vermehrtem Druck
der Schwimmer und somit der hohle Kolben 5 gehoben, die Durchbohrung s2, sowie die zweite
Durchbohrung sl communiciren mit den Kanälen /2 und Ζ1, die kleine Flamme N wird
durch den gröfseren Gasdruck und die ihr zugeführte gröfsere Gasmenge länger und
reicht bis zum Brenner der Hauptflamme. Gleichzeitig werden die im oberen Theile des
Kolbens S befindlichen weiteren bezw. gröfseren Oeffnungen s frei, und durch diese strömt das
Gas, den Regulator durchstreichend, dem Hauptbrenner zu und entzündet sich an der bis zum
Hauptbrenner reichenden Nebenflamme N. Durch ein weiteres äufserst geringes Steigen
des Schwimmers und somit des Kolbens S infolge der weiteren Druckvermehrung werden
die Oeffnungen s2 und s} oberhalb der Kanäle/2
und f1 stehend geschlossen und die Nebenflamme
erlischt (Fig. 2) und die Haupt- oder Leuchtflamme brennt voll.
Das Löschen der Hauptflamme erfolgt durch Gasdruckverminderung. Alsdann sinkt der
Schwimmer und der Kolben S, die Oeffnungen s1 und s2 communiciren mit den Kanälen/1
und /2, wie beim Zünden der Leuchtflamme, und das Gas strömt durch Kanal/ und durch
den Brenner der Nebenflamme bis zur brennenden Hauptflamme, entzündet sich daselbst, und
da durch weiteres Sinken des Schwimmers und Kolbens zunächst die Oeffnungen 5 geschlossen
werden, erlischt die Hauptflamme und gleichzeitig schliefst die Bohrung s1 den Kanal/1,
jedoch die Bohrung s2 bleibt mit nicht vollem Querschnitt durch die Ringnuth mit/2 in Verbindung
und führt wieder so viel Gas zu, als wie die kleine Flamme N zur Erhaltung braucht.
Den wichtigsten Factor für den sicheren technischen Erfolg des Apparates bildet folgende
neuartige Justirungsvorrichtung für jeden beliebigen Gasdruck, so dafs der Zündungspunkt von 15 mm bis 100 mm Hochdruck von
Millimeter zu Millimeter und der Löschungspunkt von 7 mm unter Hochdruck bis 60 mm
unter Hochdruck ebenfalls von Millimeter zu Millimeter auszuführen ist.
An dem Gehäuse F ist um den Punkt k drehbar ein Gabelhebel H angeordnet. In die
Gabel h greift ein Stift t der Stange T,. welche mit dem hohlen Kolben 5 gemeinsam auf dem
Schwimmer befestigt ist. Auf dem Gabelhebel H ist ein ebenfalls um k drehbarer
Hebel H1 befindlich, welcher vermittelst seines Haltestiftes / und der in H eingebohrten
Löcher V- und I2 (nachdem die Schraube k
vorher gering gelöst wurde) in zwei verschiedenen, durch Versuche genau ermittelten Stellungen
(I, Fig. 3, bezw. II, Fig. 3 a) fixirt werden kann. Die im Patent No. 10138 auf den
Schwimmer aufzulegenden Gewichtsplatten, die beim Putzen der Laternen sich allmälig verschoben,
dann an die inneren Seitenwände sich anlegten und dadurch nicht allein das Functioniren
erschwerten, sondern auch ganz unmöglich machten, fallen jetzt vollständig fort.
Dagegen ist- der im Patent No. 10138 unter
dem Schwimmer angebrachte Regulator R nunmehr dicht oben unter die Flamme versetzt
und dadurch die Schwimmerglocke vollständig von jeder Belastung frei geworden.
Um den Schwimmer für einen gewissen Höhendruck einstellen zu können, befindet
sich unterhalb der Schwimmerglocke, fest mit derselben verbunden, der Gewichtsbehälter E,
welcher so eingerichtet ist, dafs derselbe für einen Druck von 15 mm an allmälig bis zu
einem Druck von 64 mm beschwert werden kann.
Durch das Einstellen des Hebels H1 in die mit I bezeichnete Stellung (Fig. 3) — wenn der
Haltestift / in I1 eingesetzt ist — wird eine
Druckdifferenz zwischen Hochdruck und Niederdruck in den Grenzen von 7 bis 22 mm durch
eine mehr oder minder schwere, an dem Hebelende Ηλ sitzende Kugel G erreicht.
Um auch bei einem höheren Gasdruck, wie derselbe bei Städten mit verschiedenen Höhenlagen
der Röhrennetze vielfach vorkommt, eine sichere Wirkung des Apparates zu erzielen,
wird der Hebel Hx in die durch Fig. 3 a veranschaulichte
Stellung gebracht. Bei dieser Stellung hat Hebel und Kugel doppelte Wirkung, indem eine Druckhöhe bis 100 mm und
eine Differenz zwischen Zünden und Löschen bis zu 60 mm erreicht werden kann.
Demnach kann der Apparat mit diesen Neuerungen gleichzeitig versehen, bei den verschiedensten
Druckverhältnissen der Gasanlagen angewendet werden und stets sicher und genau wirken, was bei den bisherigen Effer'sehen
Gasselbstzündern trotz einer sehr complicirten Justirungsvorrichtung nicht möglich war.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei den durch die Patentschriften No. 5780, 8414 und 10138 bekannt gewordenen Gasselbstzündern die gleichzeitige Anwendung folgender Mittel:a) die Anordnung eines direct unterhalb der Leuchtflamme und dicht neben der am Tage brennenden Entzündungsflamme befindlichen Regulators;b) in Combination mit dem unter a) genannten Regulator die Anordnung eines mit körner-artigen Massen zu beschwerenden Gewichtsbehälters E, der unterhalb und innerhalb der Schwimmerglocke fest angeschraubt ist; c) in Combination- mit den unter a) und b) genannten Anordnungen eine Justirungsvorrichtung, bestehend aus dem um den festen Punkt k drehbaren, durch Stift t und Stange T mit dem Schwimmer und dem Kolben S verbundenen Gabelhebel H mit Gabel h und ferner dem vermittelst Haltestiftes / und den in H befindlichen, durch Versuche genau ermittelten Löchern I1P in zwei verschiedenen Stellungen I, Fig. 3, bezw. II, Fig. 3 a, festzustellenden, mit einem Gewicht G am freien Ende versehenen Hebel H1.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55290C true DE55290C (de) |
Family
ID=329825
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55290D Expired - Lifetime DE55290C (de) | Neuerungen an Gasselbstzündern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55290C (de) |
-
0
- DE DENDAT55290D patent/DE55290C/de not_active Expired - Lifetime
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