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Mit an den Augenöffnungen angebrachten Augenlagerpfannen versehener
Puppenkopf aus Celluloid oder anderem ähnlichen durchscheinenden Stoffe Den Gegenstand
der Erfindung bildet eine Anordnung der Augen in Puppenköpfen, nach der die in bekannter
Weise mit einem Gegengewicht verbundenen und gegebenenfalls bügelartig angeordneten
Augen in bequemer, einfacher Weise in die napfförmigen mit ihren Außenrändern an
den Rändern der Augenöffnungen befestigten bzw. daran angeklebten Lagerpfannen für
die Augen einzuführen sind, ohne daß dabei die Ränder der Lagerpfannen einreißen
oder sonst beschädigt werden. Sie werden in der Arbeitslage gegen Verschiebung gesichert
und können gegebenenfalls beliebig ohne Zerstörung der Pfannen und ihrer Befestigung
aus diesen entfernt werden. Dies wird im wesentlichen dadurch erreicht, daß man
die nur an ihren äußersten Kantenbegrenzungen der Augenlöcher befestigten und bei
der Verwendung von durchsichtigem, thermoplastischem Stoff, wie beispielsweise Cellulose,
daran angeklebten Lagerpfannen mit einander symmetrisch gegenüberliegenden, überhöhten
oder verlängerten Wandungsteilen oder Ansätzen versieht, welche aus federndem Stoff
bestehen, also beispielsweise aus Cellulose, und auf ihrer Innenseite mit Führungsrinnen
versehen sind, in «-elche man entsprechende Ansätze der Puppenaugen oder des bügelförmigen
Trägers für die Puppenaugen einführt. Bei dieser Anordnung, die eine federnde Geradführung
für die Augen darstellt, braucht man die napfförmigen Lagerschalen nur verhältnismäßig
flach zu machen und nicht auf ihrer ganzen Fläche anzukleben. Man erreicht dadurch
den weiteren Vorteil, daß keine den Eindruck der Hautfarbe beeinträchtigende innere
Schattenwirkung entsteht, indem die Befestigungsstelle bzw. der Drehzapfen der Augen
in verhältnismäßig großer Entfernung von den Kanten der Augenöffnungen liegt, die
eine schädliche, außen sichtbare Schattenwirkung nicht entstehen läßt. Hierzu kommt,
daß infolge der halb durchscheinenden Beschaffenheit der durch einen Luftraum voneinander
getrennten Außenwandung und der Wandung der Lagerschale das von außen eintretende
diffuse Licht gebrochen wird und den Einblick in den Innenraum des Puppenkopfes
verhindert.
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Der Erfindungsgegenstand ist auf der beiliegenden Zeichnung in einer
beispielsweisen Ausführungsform dargestellt.
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Abb. F ist eine schaubildliche Darstellung des Puppenkopfes mit der
Augenmontierung gemäß Erfindung, wobei in der Darstellung
ein Stück
herausgebrochen ist, um die innere Konstruktion der Montage besser zu zeigen.
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Abb. 2 ist ein Querschnitt in einer Ebene nach Linie 2-2 von Abb.
i.
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Abb. 3 ist eine der Abb. 2 ähnliche Ansicht nach Entfernung des Augensatzes
aus der Montageeinrichtung.
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Abb. 4 zeigt in Perspektive die als Träger für die Augen dienenden
Sockelstücke.
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Bei der in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsform der Erfindung
ist der Puppenkopf aus einer verhältnismäßig dünnen Wandstärke aus halbdurchsichtigem
oder durchscheinendem Material hergestellt, z. B. aus transparentem Celluloid oder
einer anderen Celluloseableitung, um so möglichst naturgetreu die Farbentönung der
menschlichen Haut nachzuahmen. Solche Celluloseköpfe können mit täuschender Natürlichkeit
und Lebensähnlichkeit den Teint der menschlichen Haut wiedergeben; doch wurde bisher
dieser Eindruck wieder beträchtlich dadurch gestört, daß auf die Innenwandung Schatten
von den Konstruktionsteilen geworfen werden, welche im Innern für die Augenmontage
benutzt werden. Diese störenden Schatten oder dunkleren Flecken werden besonders
offensichtlich, wenn der Puppenkopf gegen das Licht gehalten wird. Wenn die bisher
üblichen Sockel oder Träger der Augen an der Innenwandung des Puppenkopfes, beispielsweise
an der Stirn, der Nase oder den Wangen, befestigt sind, so sind diese Befestigungsmittel
deutlich durch die Wandung des Puppenkopfes hindurch sichtbar, und sie bewirken
eine starke Entstellung der Gesichtzüge des Puppenkopfes.
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Gemäß der Erfindung werden nun die Augen oder Augensätze und ihre
Träger so gestaltet und an dem Puppenkopf so befestigt, daß alle solche die Befestigung
sichtbar andeutenden-- Schatten oder dunkleren Stellen vollständig beseitigt sind.
Um dies zu erreichen, werden die zur Augenmontierung dienenden Sockelstücke i i,
12 an dem Puppenkopf nur an den Rändern von dessen Augenöffnungen befestigt, so
daß nur an diesen Stellen um die Augenöffnungen herum sie die Wandung des Puppenkopfes
berühren, während diese Sockelstücke ihrerseits einen beweglichen Augensatz frei
schwebend tragen. Diese Sockelstücke selbst werden zweckmäßig aus ähnlichem oder
demselben Material gemacht, wie die Puppenköpfe io selbst, sie bestehen aus einer
ebenfalls verhältnismäßig dünnen Hülse oder Halbleugelschale, die den Augenstücken
des Augensatzes 13 genau angepaßtwerden kann und mit Augenöffnungen 14 und
15 versehen sind,. welche in ihrer Größe und Kontur den Augenöffnungen 16 und 17
des Puppenkopfes genau entsprechend gemacht werden können. Diese in Abb. 4 gesondert
für sich gezeigten hülsenartigen Augensockel werden in dem Puppenkopf auf seiner
Innenseite so angeordnet, daß ihre Augenöffnungen 14, 16 genau zusammenpassen mit
den Augenöffnungen 16, 17 des Puppenkopfes; durch Befestigung derselben am Puppenkopf
ausschließlich am Rande der zusammengepaßten Augenöffnungen mit Hilfe eines geeigneten
Klebstoffes oder Befestigungsmittels a, wie dies die Abb. i bis 3 zeigen, wird die
vereinigende Berührung und damit die Materialverdickung beschränkt auf den Flächenraum
um die Ränder oder Kanten der zusammengepaßten Augenöffnungen herum. Ferner sind,
wie die Zeichnungen es zeigen, die Sockelstücke 11, 12 so gestaltet, daß sie die
Wandung des Puppenkopfes io nirgends berühren, mit Ausnahme an ihrer Befestigungsstelle
um die zusammengepaßten Augenöffnungen herum. Zweckmäßig werden in den Puppen Augensätze
beispielsweise benutzt, bei denen der Augensatz aus einer Querstange 18 besteht,
welche die auf ihr längs verstellbaren Augen i9, 2o trägt, und dem mit einem in
der Mitte der Querstange angeschweißten Gewichtsarm 21, der das Gewicht 22 trägt.
Damit die Querstange 18 die Augen richtig in den Sockelstücken halten kann, sind
diese mit seitlichen Löchern 23. 24 an den Stellen versehen, an denen die beiden
Enden der Querstange 13 eingeschoben sind.
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Um den Augensatz in die gemäß Abb. 2 montierten Sockelstücke i i,
12 einzusetzen, wird die federnde Nachgiebigkeit der Sockelstücke i 1, 12 sowie
die Elastizität des Puppenkopfes 1o ausgenutzt. Da die Querstange 13 etwas länger
ist als die Entfernung zwischen den Löchern 23, a4 der beiden Sockelstücke, werden
die Sockelenden etwas auseinandergebogen, bis die Querstange in die Löcher einschnappen
kann. Zur Erleichterung der Stangeneinführung sind zweckmäßig die beiden Sockelstücke
mit kleinen Randfort-Sätzen iia und 12d versehen, in denen längs verlaufende Rinnen
25, 26 vorgesehen sind, welche keilförmig auf die Öffnungen 23, 24 zu verlaufen
und somit beim Eindrücken der Querstange 18 deren Enden in diese Löcher 23, 24 hineinleiten,
wobei die Sockelstücke beim Eindrücken der Stange zunächst etwas nach außen ausweichen,
bis die Stangenenden in die Löcher eingeschnappt sind. Danach nehmen die Teile wieder
ihre Normalstellung ein, und auch die Augen sind dann von selbst in die richtige
Lage eingestellt. Es ist klar, daß ebenso die Augensätze wieder entfernt werden
können, indem man auf die Fortsätze 11a und i 2a einen leichtenAuswärtsdruck ausübt,
so daß sie die Querstange 13 wieder freigeben.
Aus der Konstruktion
ergeben sich eine Reihe von Vorteilen. Da die Sockelstücke i i und 12 den Puppenkopf
nur an den Rändern der Augenöffnungen berühren, sind die aus den oben angegebenen
Gründen nachteiligen Berührungen der Puppenkopfwandung vollständig beseitigt. Die
Eigenart der Augensatzmontierung an den Augenöffnungen des Puppenkopfes ermöglicht
ein dichtes und sicheres Zusammenpassen der Augen mit den Augenöffnungen. Die durch
das Zusammenfügen an dieser Stelle hervorgerufenen Schatten sind beschränkt auf
die Regionen des Augenlids und verleihen deshalb der Konstruktion ein ganz besonderes
Aussehen, das dem Aussehen des menschlichen Auges ähnlich ist. Überdies gewährt
diese Anbringung der Augensockel von der Außenseite des Puppenkopfes das Aussehen
eines festen Zusammenhängens der Teile, da alle von der Außenseite des Puppenkopfes
sichtbare Öffnungen vermieden sind. Dabei kann der Augensatz außerordentlich leicht
wieder entfernt werden.