DE55188C - Flüssigkeits-Bremse mit Feder und Drehschieber zur Regelung des Rück- und Vorlaufs von Geschützen - Google Patents

Flüssigkeits-Bremse mit Feder und Drehschieber zur Regelung des Rück- und Vorlaufs von Geschützen

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DE55188C
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DE
Germany
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return
piston
cylinder
pin
slot
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT55188D
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English (en)
Original Assignee
MAXIM NORDENFELT GUNS AND AMMUNITION COMPANY LIMITED in Westminster, England, 32 Victoria Street
Publication of DE55188C publication Critical patent/DE55188C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A25/00Gun mountings permitting recoil or return to battery, e.g. gun cradles; Barrel buffers or brakes
    • F41A25/16Hybrid systems
    • F41A25/18Hydroelastic systems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Coating Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. Y&
Bei Rücklauf-Bremsen, bei welchen ein Theil der beim Rücklauf geleisteten Arbeit durch Zusammendrücken einer Feder oder in anderer Weise angesammelt wird, um nach Beendigung des Rücklaufes sofort'das Ausrennen, zu bewerkstelligen, erfolgt das Bremsen des Rücklaufes gewöhnlich durch einen hydraulischen Cylinder, in' welchem, die Flüssigkeit während des Rücklaufes durch einen oder mehrere, enge Kanäle in der Cylinderwand von einer Seite des Kolbens auf die andere gelangt. Gleichzeitig wird durch Zusammendrücken'einer Feder Kraft angesammelt.
Um das nach beendigtem Rücklauf des Geschützes durch die Feder veranlafste Ausrennen zu bremsen, benutzt man einen einzigen Cylinder, und wenn das Ausrennen stattfindet, läfst man den Kanal in der Seitenwand des Cylinders, durch den die Flüssigkeit während des Rücklaufes von der einen Seite des Kolbens auf die andere "übertrat, aufser Wirksamkeit treten und setzt einen anderen an dessen Stelle.
Fig. ι ist eine Hinteransicht, Fig. 2 ein Querschnitt, Fig. 3 ein Längsschnitt nach der Linie a-b, Fig. 2, und Fig. 4 ein Längsschnitt nach der Linie c-d, Fig. 2, der Rücklauf- und Ausrenn-Bremse, bei welcher ein einziger Cylinder benutzt wird und der Kanal für ■ den Uebergang der Flüssigkeit von einer Seite des Kolbens auf die andere während des Rücklaufes für das Ausrennen, durch einen anderen ersetzt wird.
Fig. 5 ist eine Seitenansicht eines Geschützes 'und Gestelles, bei welchem diese Vorrichtung angebracht ist. Fig. 6 bis 8 sind Ansichten eines Theiles der Einrichtung, in welcher die· Nuth angebracht ist, durch deren Wirkung ein Kanal gegen einen" anderen umgetauscht wird. Fig. 6 ist eine Endansicht des Theiles, Fig. 7 ein Schnitt und Fig. 8 eine Vorderansicht.
/ ist der Cylinder, J die Kolbenstange des Kolbens dieses Cylinders. Diese Stange ist an ihrem Ende mit dem hinteren Ende der Wiege K des Gestelles verbunden. Der Cylinder / ist mit einem Theil L eines Klemmringes verbunden, welcher das hintere Ende des Geschützes umfafst, und der Cylinder wird auf diese Weise am Geschütz befestigt. Das Geschütz- ist, wie bei bereits bekannten Geschützgestellen, in der Wiege der Länge nach verschiebbar. .M ist eine auf die Kolbenstange J aufgeschobene Feder. . 71 ist ein Schlitz in der Seite des Cylinders /, der in einen Cylinder N führt, welcher längs dieses Cylinders gelegen ist und mit demselben aus einem Stück besteht. J1 ist ein Keil oder Ansatz am Kolben, der in den Schlitz Il hineinpafst und ein Hindernifs. für den directen Uebergang der Flüssigkeit von der einen Seite des Kolbens auf die andere durch den Schlitz bildet. ·
O ist ein cylindrischer Kolben, der in den Cylinder N pafst und frei in demselben dreh-
TX
bar ist. An der Seite des Kolbens O befindet sich eine Ausnehmung O1, welche während des Rücklaufes dem Schlitz I1 gegenüberliegt, und es kann Flüssigkeit durch dieselbe von einem Ende des Cylinders I zum anderen gelangen. Durch die Mitte desselben Endes des Kolbens O geht ein Schlitz O2, in welchem ein Klotz O3 sitzt, dessen Breite etwas geringer ist als der Durchmesser des Kolbens. Während des Ausrennens des Geschützes wird der Kolben in der nachstehend beschriebenen ,Weise derart gedreht, dafs das Ende des Schlitzes O2 dem Schlitz I1 gegenüberliegt, und dann mufs die von der einen Seite des Kolbens auf die andere übergehende Flüssigkeit durch den Schlitz O2 hindurchgehen, und der Querschnitt des für den Durchgang der Flüssigkeit freigelassenen Kanals kann dadurch geregelt werden, dafs man- den Klotz O3 in eine solche Stellung dreht, dafs die Seite des Klotzes in diesem Augenblick dem Schlitz /' mehr oder weniger nahe liegt.
Um dies zu bewerkstelligen, ist ein Zapfen P durch eine Stopfbüchse in das Ende des Cylinders N geschoben und reicht vom Ende dieses Cylinders in ein Loch im Kolben O. Dieser Zapfen geht durch einen Schlitz im Klotz O3, und der Theil, welcher durch den .Klotz hindurchgeht, ist excentrisch; in dieser Weise wird, wenn der Zapfen in einer solchen Stellung festgeklemmt ist, dafs der längere Halbmesser des Excenters gegen den Cylinder I gekehrt ist, wenn der Kolben derart gedreht wird, dafs der Schlitz O2 dem Schlitz P gegenübersteht, der Klotz verhältnifsmäfsig nahe an die Mündung dieses Schlitzes gebracht, und der Querschnitt des für den Durchgang der Flüssigkeit freigelassenen Kanals ist klein. Wird aber der Zapfen in einer solchen Lage festgestellt, dafs der kleinere Halbmesser des Excenters dem Schlitz J1 zugekehrt ist, so wird der Raum zwischen der Seite- des Klotzes und der Mündung des Schlitzes I1 gröfser sein.
Um den Zapfen in jede gewünschte Stellung drehen zu können, ist am Ende des Zapfens eine Scheibe P1. befestigt. Die Scheibe trägt einen federnden Stift P2, dessen Ende in das eine oder andere einer Reihe von Löchern N1 einzutreten vermag, die am Deckel des Cylinders N angebracht sind, und auf diese Weise kann der Zapfen in irgend einer gewünschten Lage festgestellt werden.
Die Art und Weise, in welcher der Kolben O gedreht wird, damit während des Rücklaufes die Höhlung O1 dem Schlitz .J1 gegenüberstehe und während des Ausrennens der Schlitz O2 mit dem Schlitz 71 zusammenfalle, ist die folgende:
Das Ende des Kolbens O, welches demjenigen gegenüberliegt,' in welches der Zapfen P eintritt, geht durch eine Stopfbüchse im Ende des Cylinders N. Dieses Ende des Kolbens ist hohl und in dasselbe tritt eine an der Wiege K befestigte Stange Q. Die Stange trägt am inneren Ende einen Stift R, der durch eine Feder R1 seitlich aus derselben herausgedrückt wird. Der Stift tritt in eine Nuth, die in die Seitenwand des hohlen Theiles des Kolbens oder vielmehr in ein Cylindersegment S eingeschnitten ist, das in einer entsprechenden Ausnehmung an der Seite des hohlen Raumes des Kolbens liegt. Fig. 6, 7 und 8 sind verschiedene Ansichten dieses Cylindersegmentes.
Wie man sieht, ist ein Theil S1 der Nuth gerade und parallel zur Achse des Kolbens; der Stift verschiebt sich längs dieses Theiles der Nuth während des gröfseren Theiles des Rücklaufes; diese Nuth verflacht sich allmälig, wie in Fig. 7 gezeigt, bis sie bei S^ plötzlich wieder die ursprüngliche Tiefe annimmt und sich gegen die Achse des Kolbens etwas neigt, \vie in Fig. 8 gezeigt, und dann ist die Nuth auf eine kurze Strecke S3 wieder gerade, wie in Fig. 8 gezeigt.
Bei S2 zweigt der gerade Theil SB in zwei Richtungen ab; die eine führt in den geraden Theil S' und die andere in eine kurze geneigte Nuth Si, welche am Ende in einen geraden Theil S5 übergeht, der mit dem geraden Theil S1 parallel ist. An das Ende des geraden Theiles S 5 schliefst sich eine andere geneigte Nuth Sa, die in geringem Abstande vom Ende der Nuth S' in diese letztere einmündet. Der gerade Theil S5 verflacht sich allmälig ebenso wie der Theil S', und die schiefe Verlängerung Se des seichten Endes der Nuth ist ebenso seicht gemacht.
Wenn der Rücklauf stattfindet, bewegt sich der Stift R im geraden Theil S1 der Nuth und wird allmälig gegen die Stange Q zurückgedrängt in dem Mafse, als sich die Nuth S1 verflacht. Bei S2 springt der Stift R wieder in einen tieferen ' Theil der Nuth ein, und da die Nuth an dieser Stelle etwas geneigt ist, so wird der Kolben O etwas gedreht, und während des Restes des Rücklaufes bewegt sich der Stift längs des geraden Theiles Ss. Sodann geht beim Beginn des Ausrennens des Geschützes der Stift R längs des geraden Theiles S3, bis er gegen die Stufe S2 stöfst, und da er über diese nicht hinweg kann, so mufs er nothwendig. in den schiefen Theil S* eintreten. Der Kolben wird somit um einen beträchtlichen Winkel gedreht und wird dann während des gröfsten Theiles der übrigen Ausrennbewegung in der Stellung festgehalten, in welche er durch den Stift R gedreht wurde, der im geraden Theil Sb fortgeht. Nahe dem Ende der Ausrennbewegung tritt der Stift R in den geneigten Theil S6 der Nuth, und der
Kolben wird daher in seine ursprüngliche Stellung zurückgedreht. Wenn der Stift durch den geraden Theil S5 und den geneigten Theil S6 hindurchgeht, wird er durch die Verminderung der Tiefe dieser Nuthen allmälig nach einwärts geprefst, aber sobald der Stift aus dem geneigten Theil Se austritt, springt er wieder aus und tritt in den geraden Theil S1, welcher hier die volle Tiefe hat.
In Fig. ι und ι ist der untere Theil L des Klemmringes, welcher das Geschütz umfafst und der mit den Cylindern / und N in einem Stück hergestellt ist, auch mit einer Durchbrechung V versehen, welche ein Lager für eine Welle bildet, mittelst deren der Verschlufs zu öffnen und herzustellen ist. Da sich aber die vorliegende Erfindung nicht auf den Verschlufsmechanismus bezieht, so ist. derselbe in der Zeichnung nicht dargestellt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Flüssigkeits-Bremse mit Feder zur Regelung des Rück- und Vorlaufes von Geschützen, . gekennzeichnet durch.einen Drehschieber (O) mit zwei Nuthen (O1O2J, von welchen die eine (O1J vor den Schlitz (I1J des Bremscylinders (I) sich stellt, ehe der Rücklauf beginnt, und die andere (O2) an die Stelle von (O1J tritt, während das Geschütz vorläuft.
    An der unter ι. gekennzeichneten Bremse:
    a) das Excenter (P) und der Klotz (Oa) zur Regelung der Tiefe der Nuth (O2J;
    b) die Stange (QJ mit dem federnden Stift (R), welcher in der theils geraden, theils schrägen Nuth (S1 S2 Ss S* S5 SßJ des Drehschiebers (O) gleitet, um die Drehung desselben beim Rück- und Vorlauf zu bewirken.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT55188D Flüssigkeits-Bremse mit Feder und Drehschieber zur Regelung des Rück- und Vorlaufs von Geschützen Expired - Lifetime DE55188C (de)

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