DE55091C - Vierrädriges Fahrrad für Hand- und Fufsbetrieb - Google Patents

Vierrädriges Fahrrad für Hand- und Fufsbetrieb

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Publication number
DE55091C
DE55091C DENDAT55091D DE55091DA DE55091C DE 55091 C DE55091 C DE 55091C DE NDAT55091 D DENDAT55091 D DE NDAT55091D DE 55091D A DE55091D A DE 55091DA DE 55091 C DE55091 C DE 55091C
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DE
Germany
Prior art keywords
bicycle
frame
hand
movement
axis
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT55091D
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English (en)
Original Assignee
S. KRNKA in Michle b. Prag
Publication of DE55091C publication Critical patent/DE55091C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62MRIDER PROPULSION OF WHEELED VEHICLES OR SLEDGES; POWERED PROPULSION OF SLEDGES OR SINGLE-TRACK CYCLES; TRANSMISSIONS SPECIALLY ADAPTED FOR SUCH VEHICLES
    • B62M1/00Rider propulsion of wheeled vehicles
    • B62M1/12Rider propulsion of wheeled vehicles operated by both hand and foot power

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Motorcycle And Bicycle Frame (AREA)
  • Steering Devices For Bicycles And Motorcycles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Vorliegende Erfindung betrifft ein Fahrrad, welches durch die auf Kurbeln einwirkende Kraft der Arme des Fahrenden in Bewegung gesetzt wird, und zwar wird die ausgeübte Arbeit auf ein Kettenrad übertragen, welches sich vor dem Sitz des Radfahrers befindet und von welchem aus der Antrieb auf den mit den Füfsen lenkbaren Vordertheil des Fahrzeuges dadurch erfolgt, dafs ein auf der Achse des Vordertheiles befindliches Kettenrad vermittelst einer endlosen Kette von dem erstgenannten Kettenrad in Drehung versetzt wird.
Aufser der Handbewegung kann auch Fufsbewegung auf das Fahrrad einwirken. Zu dem Zwecke werden zwei unterhalb des Sitzes des Fahrenden befindliche Tritthebel, welche mit der Achse des dabei mit den Händen lenkbaren Vordertheiles des Wagens vereint sind, durch wechselndes Auftreten der Füfse in Bewegung gesetzt, welche Bewegung auf die Achse der Fahrräder übertragen wird.
Das Fahrrad kann- demnach entweder durch Handbewegung oder Fufsbewegung oder auch mit gleichzeitiger gänzlicher oder theilweiser Benutzung beider Bewegungen in Betrieb gesetzt werden.
Auf den beiliegenden Zeichnungen wird das Fahrrad durch Fig. 1 in Vorderansicht, durch Fig. 2 in Seitenansicht, durch Fig. 3 im Grundrifs, durch Fig. 4 im Lä'ngenschnitt und durch Fig. 5 im Querschnitt dargestellt. Fig. 9 zeigt eine Seitenansicht des Fahrrades nach Entfernung der für die Handbewegung dienenden einzelnen Theile. Die Fig. 6 bis 8 und 10 bis 17 veranschaulichen Einzelheiten. Das Fahrrad besteht aus einem Gestell E, auf welchem ein Rückensitz S (Fig. g) oder ein Korb T (Fig. 2) und ein Sitz O für die das Fahrrad in Betrieb setzende Person angebracht ist. Der Vordersitz ruht auf Federn beliebigen Systems, aufserdem erhält jeder Sitz eine Rückenlehne.
Das Fahrradgestell E ist rückwärts abgebogen und zur Aufnahme der Hinterachse D an den Enden bei e gabelförmig gestaltet (Fig. 1, 3 und 12). . In diese Gabel wird die Achse D eingesetzt und mittelst eines Lagerbackens und einer durch die Gabel ' unterhalb der Achse hindurchgehenden Schraube darin drehbar gehalten. Um zu verhindern, dafs die der Radachse als Lager dienenden abgebogenen Theile des Fahrradgestelles bei Stöfsen zu stark aus einander federn, sind die beiden Lagergabeln e durch eine unterhalb der Radachse liegende Stange d, Fig. 12, verbunden. ,
Oberhalb der Lagergabeln e ist je eine starke Feder H (Fig. 13 bis 15)* befestigt, deren unteres Ende in einer Spalte mittelst Schraube g eine kleine, sich bei der Bewegung des Fahrrades selbst drehende Rolle h trägt, welche an der Achse D derart anliegt, dafs sich letztere zwischen den Lagergabeln e des Fahrradgestells lose dreht und die Reibung sich auf die Rollen h concentrirt. Beide Hinterräder F können sich mit oder auch auf der Achse drehen.
Das Fahrradgestell E ist. in der Mitte des vorderen Endes mit einer kreisförmigen, durchbohrten Platte A, Fig. 12, versehen, durch welche ein Bolzen C gesteckt wird, welcher die Platte A mit einer Platte B (Fig. 4) dreh-
. bar vereinigt. Letztere ist ein fester Bestandtheil eines die Vorderachse Dl tragenden gabelförmigen Theiles G des Fahrradgestelles (Fig. io). In den beiden Enden von G lagert lose die sich drehende Achse -D l, an der die zwei Vorderräder F1 sich befinden. Die Vorderachse Dl ist ebenso gelagert wie die Achse D. Um die Reibung möglichst zu vermindern, sind an beiden Enden des vorderen Gestelles G (Fig. 16 und 17) starke gebogene Federn ΗΛ angebracht, welche in ihren Spalten am Ende mittelst Schrauben g1 kleine drehbare Walzen befestigt haben. Die Walzen liegen an der Achse D1 und sollen die Reibung gänzlich auf sich concentriren. Die starke Biegung der Federn H1 hat den Zweck, die Erschütterung des Fahrrades zu vermindern.
Das ganze Fahrradgestell, auf welchem die Last der Construction, der fahrenden Person, sowie etwaigen Gepäckes sich befindet, ruht mit seinen vier zur Vermeidung der Erschütterung des Fahrrades federnden, mit den drehbaren Walzen versehenen Enden auf den sich drehenden Achsen D und D1.
Das Gestell E ist vorn bogenartig verbreitert, um so genügend Raum für die Füfse der Fahrenden zu gewinnen. Um das leichte Einsteigen zu ermöglichen, wird dieser bogenartige Theil bei m, wo der Riegel R ihn festhält, geöffnet und zurückgezogen, wobei der bis um das Scharnier α bewegliche Theil des Fahrradgestelles sich öffnet, wie bei Fig. 12 mit punktirten Linien angedeutet ist. Diese Vorrichtung ermöglicht auch Damen, das Fahrrad zu' benutzen.
Diejenigen Theile, welche bei der Vorwärtsbewegung des Fahrrades mittelst der Hand gebraucht werden, bestehen aus einem auf dem Bolzen C befestigten gabelförmigen Ständer k (Fig. 2, 4 und 5), in welchem ein Kettenrad J gelagert ist, das mittelst der Kurbeln / in Drehung versetzt wird. Eine endlose Kette überträgt diese Bewegung auf das Kettenrad J\ welches auf der Achse D 1 festgekeilt ist. Das eine der beiden Vorderräder F1 dreht sich mit der Achse D', während das andere nur lose auf der Achse ruht. Behufs Lenkbarkeit ist der Bolzen C in der Scheibe B der Platte A drehbar angebracht, während der Ständer k fest mit dem Bolzen verbunden ist, so dafs sämmtliche Theile der Construction für Handbetrieb sammt den Vorderrädern F1 um den dazu nöthigen Lenkungswinkel gedreht werden können. ·
Die Constructionstheile für blofse Fufsbewegung· bestehen aus zwei Tritthebeln K (Fig. 1, 2, 4, 5 und 9), welche hinten auf dem Fahrradgestell drehbar befestigt sind, während sie vorn mit den Kurbeln ο der Achse Dλ (Fig. ι und 4) drehbar verbunden sind. Die Gelenke bei ρ und r sind erforderlich, damit die Tritthebel die rotirende Bewegung der Achse mit ihren Kurbeln nicht verhindern, während die drehbaren Stellen bei η und 5 aus dem Grunde angebracht sind, um die Lenkbarkeit des Fahrrades nach links und rechts nicht zu hemmen. Um das Ausgleiten der Füfse zu verhindern, sind die Tritthebel mit dem den Fufs haltenden Rahmen t und Riemen u versehen. Bei der Benutzung dieser Fufsbewegung wird das Lenken mit einer oder mit beiden Händen durch Anziehen oder Vordrücken der Führungsstangen L bei den Handhaben n> bewerkstelligt, da diese Führungsstangen fest mit dem die Achse JÖ1 tragenden, waagrecht drehbaren Theil G verbunden sind.
Das Fahrrad kann sowohl für blofse Handbewegung oder auch blofse Fufsbewegung benutzt werden. Ebenfalls können beide Bewegungen gleichzeitig gänzlich oder theilweise benutzt werden. So z. B. bei geraden und steigenden Wegen, wo eine grofse Lenkbarkeit nicht nothwendig ist, kann die Fortbewegung mit Fufs- und Handbetrieb bewerkstelligt werden. Auch ist es möglich, mit beiden Füfsen und einer Hand die Bewegung zu leiten, während die andere die Lenkung mittelst einer der Handhaben w herbeiführt. Bei blofser Fufsbewegung können einzelne, abnehmbare Theile der Construction für blofse Handbewegung abgenommen werden, wie in Fig. 9 veranschaulicht."
Eine Bremse M (Fig. 1 und 9) und ein Lenkungsregulator N (Fig. 6 bis 8) werden. sowohl bei Handbewegung als auch bei Fufsbewegung benutzt.
Die löffelartige Bremse M ist unterhalb der Handhalbe der Führungsstange L mittelst zweier in der Mitte sich befindender Flügel und mittelst Schraube angebracht. Beim Bremsen wird der hintere, etwas längere Theil mit der Hand an die Handhabe y angezogen, so dafs der vordere Theil sich gegen das Rad F1 drückt. Zwischen der Handhabe w und der Bremse M ist ein vorwärts und rückwärts schiebbarer Keil ^ angebracht, dessen Verschieben das Bremsen ohne besondere Hand-, kraft bewerkstelligt. Um das zufällige Wirken dieser Keile zu verhindern, ist an der Handhabe eine auf einem Ende angeschraubte Feder al vorgesehen, welche mit dem anderen Ende die Bremse in der erforderlichen Stellung hält.
Der Lenkungsregulator N besteht aus einer Schraube bl mit stark steigendem Gewinde, welche mit einer Gewindemutter und einem scharnierartigen kleinen Hebel dl versehen ist. Der Schraubenbolzen geht durch die Platten A und B derartig, dafs die Platte B mittelst der Feder e1 auf beliebiger Stelle des halbkreisförmigen Schlitzes c1 durch Drehen des Hebels d1 festgestellt werden kann. Die Lenkung
kann nur insoweit bewerkstelligt werden, wie dies der Schlitz c1· in der Platte B erlaubt (Fig. 6 bis 8).
Man vermag somit die Lenkungsvorrichtung mittelst des Regulators -ZV festzustellen, so dafs der Fahrer seine Aufmerksamkeit auf die Lenkungsvorrichtung nicht mehr zu richten braucht.
Im Falle es nothwendig wäre, das Fahrrad mittelst der Hand vorwärts zu führen, ist an dem hinteren Theil des Fahrradgestelles E eine Handhabe P angebracht.

Claims (1)

  1. Pate nt-Ansprüche:
    i. Ein vierrädriges Fahrrad, dessen Bewegung sowohl mittelst Hand- oder Fufskräfte als auch mittelst beider Kräfte dadurch erfolgt, dafs auf einem in dem Gestell angeordneten Bolzen (C) die Lager eines Kettenrades (J) befestigt sind, welches mit einem Kettenrad (J1) der mit Kurbeln (o) versehenen Laufachse D1 verbunden ist, um deren Kurbeln Tritthebel (K) greifen.
    2. Bei dem unter i. gekennzeichneten Fahrrad
    a) die Anordnung eines Gestelles (E), welches an seinem Vordertheil ausgebaucht ist und mittelst federnder Rollen (h) auf den Achsen des Fahrzeuges ruht, zu dem Zwecke, den Füfsen des Fahrenden Platz zu gewähren und die Reibung des Gestelles auf den Achsen zu verringern;
    b) die Anordnung eines Scharniers (a) an der vorderen Ausbauchung des Gestelles (E), zu dem Zwecke, das Besteigen des Fahrrades zu erleichtern.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
DENDAT55091D Vierrädriges Fahrrad für Hand- und Fufsbetrieb Expired - Lifetime DE55091C (de)

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