DE550692C - Verfahren zur gleichzeitigen Mahlung und Trocknung wasserhaltiger Brennstoffe, insbesondere von Kohle - Google Patents

Verfahren zur gleichzeitigen Mahlung und Trocknung wasserhaltiger Brennstoffe, insbesondere von Kohle

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DE550692C
DE550692C DEM107587D DEM0107587D DE550692C DE 550692 C DE550692 C DE 550692C DE M107587 D DEM107587 D DE M107587D DE M0107587 D DEM0107587 D DE M0107587D DE 550692 C DE550692 C DE 550692C
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dried
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B17/00Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement
    • F26B17/10Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed by fluid currents, e.g. issuing from a nozzle, e.g. pneumatic, flash, vortex or entrainment dryers
    • F26B17/101Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed by fluid currents, e.g. issuing from a nozzle, e.g. pneumatic, flash, vortex or entrainment dryers the drying enclosure having the shape of one or a plurality of shafts or ducts, e.g. with substantially straight and vertical axis
    • F26B17/102Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed by fluid currents, e.g. issuing from a nozzle, e.g. pneumatic, flash, vortex or entrainment dryers the drying enclosure having the shape of one or a plurality of shafts or ducts, e.g. with substantially straight and vertical axis with material recirculation, classifying or disintegrating means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

  • Verfahren zur gleichzeitigen Mahlung und Trocknung wasserhaltiger Brennstoffe, insbesondere von Kohle In neuerer Zeit sind sogenannte Mahltrocknungsverfahren bekannt geworden, mit deren Hilfe grobe und feuchte Rohstoffe gleichzeitig so weit zerkleinert und getrocknet werden können, wie das für ihren jeweiligen Verwendungszweck erwünscht und erforderlich ist.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur gleichzeitigen Mahlung und Trocknung wasserhaltiger Brennstoffe, insbesondere von Kohle, und bedeutet eine Verbesserung des an sich bekannten Mahltrocknungsverfahrens insofern, als zur Bewegung, Zerkleinerung und Trocknung der grubenfeuchten Kohle ein schnell umlaufendes Gebläse benutzt wird und besondere Zerkleinerungsvorrichtungen, wie sie bisher besonders in der Form von Mühlen oder Prallflächen verwendet wurden, entbehrlich werden.
  • Gemäß der Erfindung erfolgt die Trocknung und Zerkleinerung des stückigen oder grobkörnigen bzw. vorzerkleinerten Brennstoffs, vornehmlich von grubenfeuchter Rohkohle, in der Weise, daß das Gut in geregelter Menge mittels eines Stromes heißer Feuergase einem schnell umlaufenden Gebläse zugeführt wird. in welchem es fein zerkleinert und gleichzeitig getrocknet und alsdann in einen Raum gefördert wird, wo in bekannter Weise die Abscheidung des gemahlenen und getrockneten Gutes aus dem Heizgasatrom erfolgt.
  • Es war einerseits schon bekannt, kleinstückiges Schüttgut mit Hilfe eines im Zuge von heilten Gasen liegenden Gebläses gleichzeitig zu sichten, zu fördern und zu trocknen. Hierbei wurde jedoch das Gebläse nicht zum Zerkleinern des Gutes herangezogen. Andererseits sind bereits früher Mahltrocknungsverfahren beschrieben worden, bei denen Heißluft mit oder ohne Beimischung von Heizgasen durch ein Gebläse und eine davon getrennt eingebaute, die Zerkleinerung des Gutes bewirkende Schlagkreuzmühle geführt wird. Schließlich ist auch schon ein Verfahren bekannt geworden, bei welchem neben der Trocknung des in einen Warmluftstrom eingebrachten Gutes dessen Zerkleinerung im wesentlichen an besonders dafür vorgesehenen Prallflächen erfolgt und die Bewegung der Ventilatorflügel zum Vorbrechen des Gutes mit nutzbar gemacht werden soll.
  • Bei diesem zuletzt erwähnten Verfahren handelte es sich aber um die zwecks Herstellung von Kasein "vorgenommene Trocknung von Quark, dessen Eigenschaften in den hier in Frage kommenden Richtungen von denjenigen der nach dem vorliegenden Verfahren zu behandelnden Brennstoffe vollkommen verschieden sind. Der Quark stellt eine sehr weiche, bröckelige Masse dar, für deren Trocknung ganz andere Bedingungen, insbesondere der Temperatur, vorliegen, als für die Trocknung von harter, stückiger Kohle o. dgl. Die Trocknung des Quarks muß bei Temperaturen von höchstens etwa 5o° erfolgen, weil Eiweißstoffe, wie Kasein u. dgl., bei höheren Temperaturen chemisch stark verändert werden, und sie findet nach dem bekannten Verfahren in einem Strom von mittelbar in einem Ofen vorgewärmter Luft statt. Bei dem vorliegenden Verfahren wird dagegen Kohle o. dgl. bei Temperaturen von mehreren hundert Grad unmittelbar in einen Strom heißer, indifferenter Feuergase eingebracht. Dabei liegt dem die Feuergase fördernden Gebläse gegenüber der Kohle eine dreifache Funktion ob, nämlich die Bewegung, Trocknung und Zerkleinerung, letztere insbesondere unter Ausnutzung der kinetischen Energie des schnell umlaufenden Gebläses.
  • Dieser neuartigen Anordnung standen an sich Bedenken hinsichtlich der Beanspruchung des Materials des Gebläses durch die heißen Feuergase entgegen. Diese haben sich aber durch die Erprobung als ungerechtfertigt erwiesen. Der Grunfl für die Möglichkeit eines solchen Betriebes dürfte dadurch gegeben sein. daß durch die schnelle Trocknung der Kohle mittels der heißen Feuergase und durch die explosionsartige Verdampfung rerativ großer Wassermengen aus der Kohle ein so starker Wärmeverbrauch und damit ein so großer Temperaturabfall bedingt ist, daß die Temperatur im Gebläse im Bereich des für die Materialbeanspruchung zulässigen bleibt.
  • Die Ausführung des neuen Verfahrens kann beispielsweise in einer Vorrichtung gemäß der beiliegenden schematischen Zeichnung folgendermaßen geschehen Das im Verbrennungsofen 0 aus dem durch Leitung H zuströmende Heizgas und der mit Leitung L zugeführten Luft gebildete heiße Verbrennungsgas wird durch das von dem Elektromotor E. angetriebene Gebläse G . in dem aufsteigenden Rohr R hochgesaugt. Mit Hilfe des regelbaren Verteilers V wird die im ButikerB gestapelte, zweckmäßig vorzerkleinerte Kohle in das Rohr R eingetragen. In diesem wird die Strömungsgeschwindigkeit des Heizgases so eingestellt, daß die einfallende Kohle im Heizgas schwebend gehalten und mit diesem in das Gebläse gesaugt wird. Die schon im Rohr R vorgetrocknete Kohle wird durch die hohe kinetische Energie des schnell umlaufenden Gebläses fast augenblicklich zerkleinert, wobei, ebenfalls fast augenblicklich, die Trocknung eintritt. Auf dem Wege zu dem beispielsweise als Zyklon ausgebildeten Abscheider A erfährt die zerkleinerte und getrocknete Kohle, weiter im Heizgas schwebend, eine Nachtrocknung, wobei der durch die Trocknung bedingte Wärmeverbrauch so groß ist, daß das Heizgas nur noch mit mäßiger Temperatur in den Abscheider ein- und aus diesem austritt. Die Austragung der in A abgeschiedenen, fein zerkleinerten Trockenkohle kann mittels des regelbaren Zellenrades Z ununterbrochen erfolgen.
  • Die Wahl der Temperaturen und Strömungsgeschwindigkeiten des Heizgases ist natürlich von der Körnung und Feuchtigkeit des zu behandelnden Rohstoffes abhängig.
  • Zur Ausführung des neuen Verfahrens kann nicht nur die vorstehend beschriebene, sondern auch jede andere, dem vorliegenden Zweck entsprechende Anordnung der Einzelteile verwendet werden, wobei auch die Ausführung der Hauptteile: Rohstoffvorrat, Verbrennungsofen, Gebläse und Staubabscheidung, im einzelnen beliebig gegenüber dem hier gegebenen Schema geändert werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur gleichzeitigen Mahlung und Trocknung wasserhaltiger Brennstoffe, insbesondere von Kohle, dadurch gekennzeichnet, daß das stückige oder grobkörnige bzw. vorzerkleinerte Gut in geregelter Menge mittels eines Stromes heißer Feuerungsgase einem schnell umlaufenden Gebläse zugeführt wird, in welchem es fein zerkleinert und gleichzeitig getrocknet und alsdann in einen Raum gefördert wird; wo in bekannter Weise die Abscheidung des gemahlenen und getrockneten Gutes aus dem Heizgasstrom erfolgt.
DEM107587D 1928-03-17 1928-11-24 Verfahren zur gleichzeitigen Mahlung und Trocknung wasserhaltiger Brennstoffe, insbesondere von Kohle Expired DE550692C (de)

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DEM107587D Expired DE550692C (de) 1928-03-17 1928-11-24 Verfahren zur gleichzeitigen Mahlung und Trocknung wasserhaltiger Brennstoffe, insbesondere von Kohle

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DE (1) DE550692C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1030823B (de) * 1951-11-14 1958-05-29 Union Carbide Corp Verfahren zum schnellen Vorerhitzen von zerkleinerter Kohle mit anschliessender Hydrierung
DE102008025373B3 (de) * 2008-05-27 2009-09-17 Hosokawa Bepex Gmbh Vorrichtung zur Gutbettzerkleinerung

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1030823B (de) * 1951-11-14 1958-05-29 Union Carbide Corp Verfahren zum schnellen Vorerhitzen von zerkleinerter Kohle mit anschliessender Hydrierung
DE102008025373B3 (de) * 2008-05-27 2009-09-17 Hosokawa Bepex Gmbh Vorrichtung zur Gutbettzerkleinerung
US8336798B2 (en) 2008-05-27 2012-12-25 Hosokawa Bepex Gmbh Apparatus for material-bed comminution

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