DE5503C - .Selbstfärbender Stempel - Google Patents
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- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41K—STAMPS; STAMPING OR NUMBERING APPARATUS OR DEVICES
- B41K1/00—Portable hand-operated devices without means for supporting or locating the articles to be stamped, i.e. hand stamps; Inking devices or other accessories therefor
- B41K1/36—Details
- B41K1/38—Inking devices; Stamping surfaces
- B41K1/40—Inking devices operated by stamping movement
-
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Description
1878.
Klasse 15.
GEORGE KISSAM COOKE in LONDON. Selbstfärbender Stempel.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. October 1878 ab.
Diese Erfindung bezieht sich auf Neuerungen in der Construction von Stempelapparaten und
besteht in der Verwendung eines Stempels aus Kautschuk oder Gummi in Verbindung mit
einem Befeuchtungs- oder Farbe-Polster.
Der verbesserte Apparat dient zum Stempeln, Drucken oder Indorsiren u. s. w. und ist so eingerichtet,
dafs das an demselben befindliche Polster zum Zwecke des Befeuchtens oder Färbens
des Stempels in passende Lage gebracht wird, worauf es selbstthätig diejenige Lage einnimmt,
in welcher es sein mufs, wenn der Stempel druckt. Ein Theil des Rahmens, in
welchem das besagte Polster sich befindet, dient als Führung, welche das vollständig parallele
Niedergehen des Stempels mit der zu bedruckenden Fläche sichert, wodurch nur ein tadelloser
Abdruck zu erzielen ist.
Auch hat diese Einrichtung den Vortheil, dafs der Stempel, wenn aufser Gebrauch, nicht
auf dem Befeuchter oder Farbenpolster aufzuliegen braucht. Diese Einrichtung gestattet, den
Stempel mit gröfserer Leichtigkeit zu befärben, und denselben mit gröfserer Genauigkeit aufzudrücken.
Die Construction der Vorrichtung, sowie deren Verwendung, ist in nachstehendem erläutert.
Es stellt dar:
Fig. ι die Seitenansicht des Apparates, zur Verwendung bereit;
Fig. 2 den Verticalschnitt durch die Mitte des Apparates; das Farbenpolster ist in der
Stellung, wo es den Stempel befeuchten kann, dargestellt;
Fig. 3 die Ansicht des Apparates von der rechten Seite der Fig. 2;
Fig. 4. zeigt eine, dem in Fig. 1 bis 3 dargestellten
Apparate ähnlich construirte Vorrichtung; jedoch ist hier die Feder im unteren Theil des Griffes oder der Handhabe angebracht
und der Stempel mit dem Befeuchter in iBerührung;
Fig. 5 ist eine Seitenansicht der Fig. 4; der Stempel ist in Bereitschaft zum Abdruck und
das Farbenpolster seitlich aufwärts aus dem Wege gedreht;
Fig. 6 und 7 sind Vorderansichten einer von der durch Fig. 4 und 5 dargestellten Construction
etwas verschiedenen Einrichtung, die dazu bestimmt ist, nicht nur als Stempel-, sondern
auch als Bleistiftschützer Verwendung zu finden;
Fig. 8 ist die Vorderansicht einer Modification des Apparates, in der Stellung gezeichnet,
wo das Polster den Stempel befeuchten kann;
Fig. 9 ist die linke Seitenansicht von Fig. 8, mit aufwärtsgekehrtem Farbenpolster, so dafs
der Stempel bereit ist, einen Abdruck zu geben, wenn der Griff niedergedrückt wird;
Fig. 10 zeigt Fig. 8 von der rechten Seite mit allen Theilen in derselben Lage, wie in
Fig. 8 gezeigt;
Fig. 11 und 12 sind Ansicht bezw. Grundrifs
eines Bestandtheiles der in Fig. 8, 9 und 10 gezeichneten Vorrichtung.
In Fig. s, 9 und 10 erscheint ein Theil des Armes des Rahmens G weggebrochen, um die
Zeichnung klarer zu machen.
A ist ein gabelförmiges Metallstück, welches aus zwei vorstehenden Armen oder Ohren und
einem Querstück, das die dritte Seite der Gabel bildet, besteht. Zwischen den Armen oder
Ohren ist auf dem Querstück der Hals B angebracht, der als Führung für den cylindrischen
Stempelgriff C dient, welch letzterer zwischen den Ohren der Gabel und parallel mit denselben
spielt. An dem einen Ende des Stempelgriffes ist eine flache Platte von Metall oder
anderem steifen Material angebracht, an der der Stempel D befestigt ist; das andere Ende
ist mit einem Knopf versehen. In dem hohlen cylindrischen StempelgrifT C befindet
sich zwischen dem Knopf und dem Querstück der Gabel A eine Spiralfeder, die auf einen
Querstift E drückt, der in einem Schlitz C1
des cylindrischen Stempel Stiels C gleitet und im Halsstück B befestigt ist. Wird nun der StempelgrifT
C niedergedrückt und wieder losgelassen, so bewirkt die Feder, dafs er wieder in seine
vorige Lage zurücktritt.
An den Armen des Gabelstückes A ist mittelst der Stifte oder Schrauben F ein anderes,
ebenfalls dreischenkliges Stück bezw. ein Rahmen G befestigt, welches das Befeuchtungspolster H trägt.
An diesem Rahmen stehen ebenfalls zwei der Seiten im rechten Winkel zur dritten, dem
Rücken, an dessen Innenseite das Befeuchtungspolster H liegt. Die beiden Seitenarme sind
an ihrem äufseren Ende durch den Querstab G'
verbunden und also verstärkt. Wenn man den Stempelstiel C in der Stellung der Fig. 2 niederdrückt,
so kommt der Stempel D mit dem Befeuchtungspolster H in Berührung, und wenn
der Stempelstiel wieder gehoben ist, so bringt eine Wendung des Rahmens G das Befeuchtungspolster
in einen rechten Winkel zum Stempel, Fig. 1. Der letztere kann nun behufs
Stempeins niedergedrückt werden. Die Arme A mit dem Hals B dienen als Führung und Stütze
und sichern das mit der zu bedruckenden oder zu stempelnden Fläche parallele Niedergehen
des Stempels. Die punktirten Linien in Fig. 1 zeigen die Veränderung in der Lage des Rahmens
G während des Befeuchtens des Stempels.
Die für beide Fälle, Befeuchten oder Drucken, richtige Stellung des Rahmens G ist durch
zwei Anschläge G3 geregelt, gegen welche die
Arme A sich anlegen.
Um die nöüiige Veränderung in der Lage
des Befeuchtungsrahmens G mit Bezug auf den Stempel D zu veranlassen, sind eine oder mehrere
Gummifedern / angebracht, die so auf den Befeuchtungsrahmen G wirken, dafs sie eine
Drehung des Rahmens um einen rechten Winkel veranlassen, nachdem der Stempel befeuchtet
ist. Hierdurch wird der Raum unter dem Stempel frei und der Abdruck kann gemacht werden
(s. Fig. i, wo die Linie X-X die Fläche bedeutet, die zu stempeln oder -zu bedrucken ist).
Die Feder / zur Bewegung des Rahmens kann eine Gummifeder oder eine flache Spiralfeder
sein; in letzterem Falle liegt sie in einem Gehäuse /', Fig. 3, das an einem der Arme A
sitzt. Diese Feder kann auch durch eine Spiralfeder, wie in der Anordnung der Fig. 8 bis 12
dargestellt ist, ersetzt werden.
In Fig. ι bis 2 besteht die Feder aus einem zusammengezwirnten Gummischnürchen, das
einestheils an G, anderntheils an A befestigt ist.
Das Ende des Befeuchtungsrahmens bei G1, gegenüber dem Befeuchtungspolster H, kann
mit einem Gegengewichte beschwert werden, welches ebenfalls dazu dienen kann, die vorbeschriebene
Bewegung des Befeuchtungsrahmens zu veranlassen.
Um eines flachen Aufliegens des Stempels auf die zu bedruckende Fläche und hierdurch
eines tadellosen Abdruckes stets sicher zu sein, kann der Griff durch ein Kugelgelenk oder eine
sonstige passende, etwas Bewegung zulassende Vorrichtung mit dem Stempel befestigt werden.
Eine solche Einrichtung ist in der Zeichnung nicht dargestellt, da sie von jedem geschickten
Arbeiter leicht herzustellen sein dürfte.
Beim Gebrauch hält man den Griff mit einer Hand fest und mit der andern dreht man den
Befeuchtungsrahmen halb um, so dafs er parallel uuter den Stempel D zu stehen kommt. Hierauf
drückt man den Knopf nieder, wodurch der Stempel befeuchtet wird. Wird nun der Griff
wieder gehoben, so wird der Befeuchtungsrahmen G durch die Feder / (oder durch das
Gewicht bei G', event, durch beide) zur Seite
gedreht und der Stempel zum Abdruck frei.
Wird der Querstift E, der im Einschnitt C1
des Stempelstieles C arbeitet, herausgenommen und derart wieder eingefügt, dafs die Spirale
darunter zu stehen kommt und die Spirale daher unter dem Querstück der Gabel A sitzt,
wie in Fig. 4 und 7 gezeigt, so wird die Handhabung des Apparates wesentliche Abänderung
erleiden. Auch erhält der Apparat dadurch eine gedrängte Form, die es ermöglicht, denselben
bequem in der Tasche zu tragen. Der Stempel liegt alsdann nämlich auf dem Polster
auf, wodurch beide beschützt sind. Wird nun das Gabelstück hinabgedrückt, so veranlafst dies
ein automatisches Drehen des Befeuchtungsrahmens, wodurch der Stempel zum Abdruck
frei, Fig. S- Nach dem Gebrauch wird der Apparat in seine ursprüngliche Lage zurückkehren,
wie bei der in Fig. 4 und 6 dargestellten Einrichtung der Fall ist; die punktirten Linien
in Fig. 5 zeigen die durchlaufene Bahn an.
Diese Form des Apparates in verkleinertem Mafsstab und so gestaltet, dafs der Handgriff
ein Röhrchen bildet, ist sehr geeignet nicht nur als tragbarer Stempel, sondern auch als
Spitzenschoner für Bleistifte und Federn zu dienen.
In Fig; 8 bis 12 ist die Gabel A ersetzt durch
ein Querstück A1, innerhalb des Befeuchtungsrahmens G und mittelst der Zapfen F mit letzterem
verbunden. Das Querstück A' trägt eine Kurbel mit Knopf A", der in den bogenförmigen
Einschnitt C?2 des Rahmens G eingreift; durch diese Vorrichtung wird die Drehung des
Befeuchtungsralimens G geregelt.
Der Zweck der Feder / ist aus den Zeichnungen ersichtlich und verständlich.
In Fällen, wo es erwünscht ist, das Befeuchtungspolster zu verdecken, wird die Metallplatte
D1 vergröfsert und der Rahmen um das Befeuchtungspolster erhöht. Die Platte D1
schliefst dann in der Stellung Fig. 1 und 9 den Polsterrahmen wie ein Deckel.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . Die Combination des Befeuchtungsrahmens G und des Polsters H, der beweglichen Gabel-, welche den Griff C und den Stempel D trägt, wie beschrieben und dargestellt.
- 2. In Verbindung mit dem Befeuchtungsrahmen G und der Gabel A die Feder / oder /', die den Befeuchtungsrahmen G selbstthätig in solche Lage bringt, dafs es möglich wird, · mit dem Stempel D zu drucken, wie beschrieben und dargestellt.
- 3. Die Einrichtung der Feder im hohlen Handgriff unter dem Querstift E in Combination mit der Gabel A, dem Stempel D, dem Befeuchtungsrahmen G, den Federn /, an-geordnet und wirkend wie in Fig. 4, 5 und 7 gezeichnet und oben beschrieben.In Verbindung mit dem Befeuchtungsrahmen G der federnde Stempel C, als Handgriff geformt, wie in Fig. 6 und 7 gezeigt und oben beschrieben.Das Verbindungsstück A1 mit dem Zapfen F1, der Kurbel mit Knopf A 2 derart verbunden mit dem Befeuchtungsrahmen, dafs der Knopf A2 im Einschnitte G2 spielt, wäh-. rend die Bewegung des Rahmens G von der am Verbindungsstück A1 angebrachten Feder / verursacht wird.Alles im wesentlichen construirt und wirkend, wie gezeichnet und oben beschrieben.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE5503C true DE5503C (de) |
Family
ID=283936
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT5503D Active DE5503C (de) | .Selbstfärbender Stempel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE5503C (de) |
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- DE DENDAT5503D patent/DE5503C/de active Active
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