DE55016C - Elektrolytischer Elektricitätszähler mit rotirendem Flüssigkeitsbehälter - Google Patents

Elektrolytischer Elektricitätszähler mit rotirendem Flüssigkeitsbehälter

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DE55016C
DE55016C DE189055016D DE55016DD DE55016C DE 55016 C DE55016 C DE 55016C DE 189055016 D DE189055016 D DE 189055016D DE 55016D D DE55016D D DE 55016DD DE 55016 C DE55016 C DE 55016C
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P. GEISSLER in Berlin N., Lottumstr. 5 I
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R22/00Arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. electricity meters
    • G01R22/02Arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. electricity meters by electrolytic methods

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung stellt einen elektrischen Stromzähler auf Grund galvanischen Niederschlages dar. ■
Eine Trommel A aus nicht leitendem Material ist in ihrer Achse auf den Spitzen α ax möglichst leicht drehbar gelagert; sie enthält -im Innern eine Anzahl (in der Figur sechs Stück) Elektroden B1 bis JB6 von gleichem Metall, welche möglichst nahe dem Umfange angebracht sind, und deren leitende Befestigung C1 bis C6 durch die Wandung der Trommel nach aufsen führt, während die Elektroden einander nicht berühren. Der innere Raum der Trommel ist übrigens mit entsprechender Lösung des Elektrodemnetalles gefüllt, so dafs das Ganze ein galvanisches Bad darstellt. Auf dem Umfang der Trommel befinden sich, in zwei Kreisflächen D und E liegend, doppelt so viel Stifte oder geeignet geformte Metallstücke, welche strahlenförmig nach aufsen abstehen, wie Elektroden vorhanden sind; hier also zwölf Stück, D1 bis D0 und E1 bis E6. Diese Stifte sind so angeordnet, dafs je zwei einander concentrisch gegenüberstehen, wobei stets der Stift des einen Kreises mit dem gegenüberstehenden des anderen Kreises leitend verbunden ist, während diese Verbindung gleichzeitig mit einer entsprechenden Zuleitung C zu einer der Elektroden in leitender Berührung steht. In der -Zeichnung sind verbunden C1 mit D1E1, C2 mit D2E2 u. s. w. In den Kreisflächen D und E sind unterhalb der Trommel zwei Quecksilbernäpfchen Jp1 F2 angebracht, welche so geformt und gelagert sind, dafs bei Drehung der Trommel die Stifte Z) bezw; E durch das Quecksilber hindurch rudern, ohne die Gefäfswandungen zu berühren; D und E sind dabei in der Figur so lang gewählt, dafs der folgende Stift das Quecksilber eben berührt, bevor der vorhergehende Stift dasselbe verläfst; es steht somit stets mit jedem Quecksilbernapf mindestens eine Elektrode in leitender Verbindung. Vermöge der wechselseitigen Verbindung je eines Stiftes D mit dem gegenüberstehenden Stift E ist erreicht worden, dafs z. B. C1 bezw. B1 durch E1 mit F2 in Verbindung steht, während es bei halber Umdrehung der Trommel durch D1 mit F1 verbunden wird. Gleichzeitig ist aber die B1 gegenüberstehende Elektrode 2?4 mit dem entgegengesetzten Napf F1 bezw. F2 verbunden; eine durch die Klemmen G1 bezw. G2 mit den Näpfen JF1 bezw. F2 in Verbindung gebrachte Stromquelle wird so durch das galvanische Bad dauernd geschlossen werden.
Der beispielsweise durch G1 zugeführte Strom wird durch F1 D11 C4 j54 und das Bad, dann durch B1 C1 E1 F2 G2 zur Batterie zurückgehen. Hierbei wird aber die Lösung im Bade zersetzt und das Metall an der Kathode B1 niedergeschlagen werden, während eine entsprechende Menge Metall von der gegenüberliegenden Anode j54 abgelöst wird. In dem Mafse aber, wie dieser Procefs vor sich geht, wird B1 schwerer und B4- leichter werden, die Trommel A also eine entsprechende Drehung nach links erfahren, so lange, bis auch JD5 und E5 das Quecksilber berühren, dann theilt sich der Strom und geht neben dem früheren Stromkreis auch ' durch D5 C5 B5 B2 C2 E2 so lange, bis JD4 -JS4 das Quecksilber verlassen und
der Strom nunmehr nur den letzten Weg allein geht. Nach einiger Fortdauer dieses Processes werden die oberen drei Elektroden stets um einen gewissen Theil leichter sein als die unteren, und da stets von der zumeist rechts liegenden unteren Elektrode dauernd eine Gewichtsübertragung nach der zumeist links liegenden oberen Elektrode stattfindet, so lange, bis letztere etwas über das Durchschnittsgewicht, erstere etwas unter dasselbe gebracht ist, so wird eine andauernde Bewegung, d. h. Drehung der Trommel A, nach links (bei umgekehrter Stromrichtung natürlich nach rechts) stattfinden, während die Elektroden eine constante Gewichtsgrenze innehalten. Eine auf der Seitenwand der Trommel A oder an sonst geeigneter Stelle angebrachte Theilung wird also vor einem Zeiger H vorübergehen und, da die Menge des Niederschlages von der Zeit und Stärke, des Stromes abhängt, genau anzeigen, wie viel Stromstärkemengen hindurchgegangen sind. Bei entsprechender Abzweigung des Mefsstromes vom Hauptstrom, sowie bei entsprechend gewählter Gröfse und Entfernung der Elektroden B von einander wird man die Zeigerscheibe leicht nach Ampere-Stunden eintheilen können. Selbstverständlich darf der Mefsstrom nie so stark sein, dafs der Niederschlag schwammig wird. Die Form der Elektroden kann natürlich auch anders als in der Zeichnung gewählt werden, z. B. als Spirale, Cylinder u. dergl. m. Sollen, mehrere Elektroden gleichzeitig mit einem der Quecksilbernäpfe Berührung haben, was zur Erreichung gröfserer Gesammtangriffsflä'chen unter Umständen wünschenswerth erscheinen möchte, sollen z. B. JS2 B1 und Be gleichzeitig mit F2 in Verbindung stehen, während B5 Bi und B3 mit F1 verbunden sind, so sind natürlich die Metallstücke D E so zu formen, dafs sie über einen entsprechenden Theil des Umfanges von A herumgehen, wobei darauf zu achten ist, dafs sie von da ab, wo das nächste Stück beginnt, isolirt ■ neben demselben herlaufen; sie werden also die Form von neben einander herlaufenden Rippen haben.
In diesem Falle müssen zwischen den Elektroden Zwischenwände angebracht werden, durch welche die Entfernungen der Elektroden unter einander möglichst gleich grofs gemacht werden. Statt der Stromzuführung durch die Quecksilbernäpfe kann dieselbe natürlich auch auf andere Weise, z. B. durch einen Stromwender, bewirkt werden. Will man mehr als eine Umdrehung von A ablesen können, so lä'fst sich mit A leicht ein Räderzeigerwerk, wie bekannt, verbinden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Als Elektricitätszähler die Anordnung eines um seine Achse drehbaren geschlossenen Behälters, enthaltend ein galvanisches Bad mit beliebiger Anzahl Elektroden, welche durch entsprechende Vorkehrung in einen Stromkreis eingeschaltet, abwechselnd als Anode und Kathode dienen, wobei durch elektrolytische Gewichtsübertragung von ersteren zu letzteren eine Drehung des Behälters erzielt wird, welche ihrerseits wiederum den Wechsel der Function der Elektroden als Anode und Kathode bewirkt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE189055016D 1890-05-30 1890-05-30 Elektrolytischer Elektricitätszähler mit rotirendem Flüssigkeitsbehälter Expired DE55016C (de)

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