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Elektromagnetische Schlagvorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf
elektromagnetische Schlagvorrichtungen, insbesondere Schlagsender für Schallsngnale,
Echolote u. dgl., bei denen der mit dem Schlagwerkzeug dauernd verbundene Anker
des Elektromagneten beim Anheben eine Schlagfeder spannt, .die nach Unterbrechung
des Stromkreises des Elektromagneten das Schlagwerkzeug mit dem Anker herunterschlägt.
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Gemäß der Erfindung wird der Anker mit dem Schlagwerkzeug in der oberen
Stellung durch eine mechanische Sperre festgehalten, die von Hand oder selbsttätig
auslösbar ist. Dadurch wird ermöglicht, das Schlagwerkzeug bei gespannter Feder
so lange in der oberen Stellung festzuhalten, bis der Magnetismus des Systems vollständig
oder nahezu verschwunden ist, .so daß die Schlagwirkung der gespannten Feder beim
Schlage voll zur Wirkung kommt, während sie bei den bisher bekannten Vorrichtungen
dieser Art durch den ihr entgegenwirkenden, nach Unterbrechung des Stromkreises
nicht sofort, sondern erst allmählich verschwindenden Magnetismus des Systems beeinträchtigt
wird.
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Das Auslösen bzw. Einrücken der Sperre erfolgt vorteilhaft durch einen
Hilfsmagneten.
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In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. i wird die Sperre durch einen Hilfselektromagneten
ausgelöst. Die Schlagvorrichtung ist in an sich bekannter Weise ausgebildet. Das
Gehäuse a bildet mit der Stromspule b einen Topfmagneten, an dessen kolbenförmigem
Anker c unten der Schlagkopf e befestigt ist. Der Anker hängt an einer Stange d,
auf deren Teller d' die Schlagfeder f drückt. Das obere, aus dem Federgehäuse
herausragende Ende der Stange d ist als Haken oder bse g ausgebildet und greift
mit einem Haken 1a zu-
sammen, der über der Stange d um den Zapfen i drehbar
gelagert ist. Eine Feder /z zieht den Haken gegen ein Widerlager m und hält ihn
dadurch in der Eingriffstellung. Auf der anderen Seite des Hakens ist ein Hilfselektromagnet
rt angeordnet, der den Haken nach der entgegengesetzten Seite ausschwingt, wenn
:der Stromkreis dieses Elektromagneten geschlossen wird.
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Beim Einschalten des Stromkreises des Hauptelektromagneten mittels
des Schalters o wird der Anker c angehoben, wobei die Schlagfeder f gespannt wird.
Dabei wird die Stange d durch den Zusammengriff der Haken g, l2 aufgefangen, und
der Anker wird in der oberen Stellung bei gespannter Feder festgehalten. Nunmehr
wird der Stromkreis des Hauptmagneten unterbrochen und hierauf die Ankersperre g,
lt durch Schließen des Stromkreises des. Hilfselektromagneten. 2t mittels
des Schalters p gelöst, sobald der Magnetismus des Systems vollständig oder nahezu
verschwunden ist. Der hierdurch freigegebene Anker wird nunmehr durch die Schlagfederf
heruntergeschlagen, wobei der
Anker durch den Magnetismus des Systems
nicht gebremst wird.
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Die beiden Schalter o, p werden vorteilhaft in der aus Fig.
:2 ersichtlichen Weise angeordnet und ausgebildet. Dabei ist,der Hauptschalter o
mit einer Sperrnase ö versehen, die unter den Hilfsschalter p greift und diesen
dadurch in der Ausschaltstellung festhält, solange sich der Hauptschalter in der
Einschaltstellung befindet. Der Stromkreis .des Hilfsmagneten kann also erst dann
geschlossen werden, wenn der Stromkreis des Hauptmagneten unterbrochen worden ist.
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Bei der in Fig.3 dargestellten Ausführungsform der Erfindung wird
die Ankersperre von Hand durch Zug an einem Seile r ausgelöst, wobei ein zweiter
Anschlag zn2 zur Begrenzung der Bewegung des Sperrhakens lt vorgesehen ist.
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Eine weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß .der Hilfselektromagnet
mit dem Hauptelektromagneten vereinigt und derart ausgebildet ist, daß der Hilfelektromagnet
nach dem Verschwinden des Magnetismus den Anker selbsttätig freigibt. Die Fig.4
und 5 zeigen zwei Ausführungsbeispiele dieses Erfindungsgedankens. Bei der ersten
Ausführungsform (Fig. 4) ist der Hilfsmagnet als Kolben s ausgebildet, der im unteren
Teile des Ankergehäuses a senkrecht zur Bewegungsrichtung des Ankers verschiebbar
angeordnet ist und mit einer Sperrnase s1 in eine entsprechende Aussparung t des
Ankers eingreift, sobald dieser seine höchste Stellung erreicht hat. Der Kolben
s wird bei geschlossenem Stromkreis unter der Wirkung der Stromspule b nach dem
Anker hingezogen, und er wird .durch eine Feder s2 zurückgezogen, sobald der Magnetismus
des Systems ihn nicht mehr in der Eingriffstellung mit dem Anker hält. Zur Erleichterung
der Lösung dieser Sperre wird die Sperrnase oder die Aussparung am Anker zweckmäßig
abgeschrägt oder abgerundet.
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Beider Ausführungsform nach Fig. 5 .dient als Hilfsmagnet ein Kolben
u, der im unteren Teile des Gehäuses a in Richtung der Ankerbewegung verschiebbar
ist und auf einen Sperrhebel v einwirkt, der um .den Zapfen w
drehbar
angeordnet ist und unter den Anker greift, sobald dieser die obere Stellung erreicht
hat. Die Wirkung dieses Elektromagneten ist im, übrigen die gleiche wie bei ,dem
vorher beschriebenen Beispiel.
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Die Zugkraft der Feder des Kolbens s bziv. zt wird so gewählt, daß
sieden Kolben erst dann zurückzieht, wenn der Magnetismus des Systems vollständig
oder nahezu verschwunden .ist.
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Um eine fortlaufende Arbeit der Schlagvorrichtung zu ermöglichen,
kann der Anker, wie in Fig.4 beispielsweise dargestellt, mit einem Schalter zusammenarbeiten,
der den Stromkreis des Elektromagneten selbsttätig ein- und ausschaltet. -Zu .diesem
Zwecke ist die Stange d des Ankers mit zwei Armen d', d2 versehen, die mit dem Hebel
x eines Schalters y zusammenwirken, der in den Stromkreis des Hauptelektromagneten
eingeschlossen ist. Wenn der Anker herunterschlägt, schaltet er mittels des Armes
d' den Strom ein, so daß der Anker sofort wieder angehoben wird. . Wenn er seine
obere Endstellung erreicht hat, schaltet er mit dein Arm d= :den Strom wieder .aus.
Die Schlagvorrichtung arbeitet also, solange der Stromkreis des Elektromagneten
mittels des Schalters z geschlossen ist, dauernd ohne Unterbrechung. Durch Anordnung
eines selbsttätig wirkenden Hilfselektromagneten, derart wie in Fig.4 und 5 dargestellt,
wird dabei erreicht, daß .der Anker in der angehobenen Stellung nach dem selbsttätigen
Ausschalten des Stromkreises den Hauptelektromagneten so lange festhält, bis der
Magnetismus des Systems vollständig oder nahezu verschwunden ist. .