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Rasierpinsel Die Erfindung betrifft Rasierpinsel oder ähnliche Pinsel
oder Bürsten, bei welchen in dem die Borsten tragenden Handgriff oder Stiel ein
mit Seifenpaste oder einem ähnlichen Stoff gefüllter Behälter untergebracht ist,
aus welchem der Stoff mittels eines von Hand bewegten Kolbens den Borsten zugeführt
wird.
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Bei Rasierpinseln dieser Art ist es üblich, zur Erzielung einer kurzen
Baulänge den Kolben so auszubilden, daß er längs einer mit Gewinde versehenen drehbaren
Kolbenstange beweglich ist. Es ist nun erwünscht, die Anordnung so zu treffen, daß
der Deckel der in dem Griffteil untergebrachten auswechselbaren Seifenpatrone o.
dgl. gleichzeitig als Kolbenscheibe zum Herauspressen der Paste dient. Es wurde
nun bereits vorgeschlagen, zur Verbilligung der Herstellung den Kolben zweiteilig
auszubilden, und zwar so, daß eine mit Gewinde versehene Verbindungsscheibe stets
bei der Kolbenstange verbleibt, während eine einfache Scheibe, die mit der Verbindungsscheibe
zusammenwirkt, gleichzeitig der auswechselbaren Seifenpatrone beigegeben ist.
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Die Erfindung unterscheidet sich von der beschriebenen Ausführung
dadurch, daß die mit der Verbindungsscheibe zusammenwirkende Kolbenscheibe der auswechselbaren
Patrone mit einem Flansch oder verstärkten Rand versehen ist, gegen dessen Innenseite
der äußere Rand der Verbindungsscheibe anliegt. Hierdurch wird erreicht, daß der
Kolben lediglich infolge der Reibung der zweckmäßig aus Gummi bestehenden Kolbenscheibe
gegen Drehung gesichert ist, so daß also hierfür bei der Ausbildung der Patrone
bzw. des Kolbens keine besonderen Vorkehrungen getroffen zu werden brauchen und
die Teile in ihrem Aufbau vereinfacht werden.
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Die Zeichnung zeigt beispielsweise eine Ausführungsform der Erfindung,
und zwar ist Abb, i ein Querschnitt durch einen erfindungsgemäß ausgeführten Rasierpinsel
in vergrößertem Maßstabe.
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Abb. 2 ist eine Ansicht der einen Teil des Kolbens bildenden Verschlußscheibe.
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In der Zeichnung ist i der aus Elfenbein, Ebenholz oder einem anderen
geeigneten Stoff ausgeführte Griff des Rasierpinsels. An dem einen Ende ist der
Griff i durch einen die Enden der Borsten umschließenden Deckel 2 verschlossen,
welcher eine durchgehende Röhre oder Hülse 3 trägt, an welcher die Borsten festgebunden
oder auf andere Weise befestigt sind. Das eine Ende der Hülse 3 führt in das Innere
des Griffes, während das andere Ende etwas über die Oberseite des Verschlußteils
2 herausragt. Gegen die Innenseite des Verschlußteils 2 liegt ein
an
dem den Borsten zugekehrten Ende des Griffes i angeordneter Ring 4 aus Gummi o.
dgl. an, dessen Unterseite als Anlagefläche für den Rand oder Endflansch eines mit
Rasiercreme gefüllten auswechselbaren Behälters 5 dient.
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Das den Borsten abgekehrte Ende des Griffs i ist durch einen eine
Lüftungsöffnung 7 aufweisenden Deckel 6 verschlossen, so daß der Behälter 5 zwischen
diesem Deckel und dem Gummiring 4 eingeklemmt ist. In der Achsrichtung des Griffes
i ist eine Spindel 8 angeordnet, die an ihrem unteren Ende einen Drehknopf io trägt
und durch einen neben der Innenfläche des Deckels 6 angeordneten geschlitzten federnden
Ring i i gegen axiale Verschiebung gesichert ist. Der Drehknopf io trägt eine Anzahl
Federn 12, die mit Rasten 13 des Deckels 6 zusammenwirken und so ausgebildet
sind, daß der Drehknopf unter einem gewissen Kraftaufwand dem Deckel gegenüber gedreht
werden kann und bei der Drehung um einen bestimmten Winkel, beispielsweise bei jeder
halben Umdrehung, ein merkbarer Widerstand auftritt, der eine bequeme Feststellung
der Anzahl der Umdrehungen ermöglicht. Auf die mit dem Drehknopf io verbundene Spindel
8 ist eine Gewindehülse 14 aufgesetzt, und zwar ist diese Hülse mit der Spindel
8 durch einen federnden Keil 15 verbunden, der in das mit Schlitzen versehene Ende
16 der Hülse 14 eingreift, so daß der Drehknopf io, die Spindel 8 und die
Hülse 14 sich gemeinsam drehen.
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Auf der Hülse 14 sitzt ein aus einer Verbindungsscheibe
17 und einer Kolbenscheibe iga bestehender Kolben, der die Seife aus dem
Innern des Behälters 5 durch die Röhre 3 herauspreßt. Die Verbindungsscheibe
17 weist einen mittleren Nebenteil i 8a auf, welcher mit einer Gewindebohrung
versehen ist, die mit dem an der Außenfläche der Hülse 14 angebrachten Gewinde in
Eingriff steht. Die äußeren Kanten der Verbindungsscheibe 17 sind gerillt, wie in
Abb.2 dargestellt. Die Kolbenscheibe iga aus Gummi o. dgl. paßt genau in das Innere
des Behälters 5 und weist eine mittlere Öffnung auf, durch welche die Hülse 14 frei
hindurchragt. Die Kolbenscheibe iga ist mit einem nach unten gerichteten Flansch
2o versehen, so daß eine größere Anlagefläche entsteht; die Innenfläche des Flansches
2o ist abgeschrägt. Die Nabe 18a der Verbindungsscheibe 17 drückt auf den
in der Nähe der Öffnung, durch welche die Hülse 14 durchgeht, liegenden Teil der
Kolbenscheibe iga, während die gerillte Kante der Verbindungsscheibe 17 gegen
die schräge Innenfläche des Flansches 2o der Kolbenscheibe iga anliegt. Die gerillte
Kante der Verbindungsscheibe 17 hält den Flansch 2o während der Drehung der Spindel
8 und der Hülse 14 fest und, da eine Drehung des Flansches 2o durch die Reibung
an den Wandungen des Behälters verhindert wird, ist die Verbindungsscheibe 17 ebenfalls
gegen Drehung gesichert, so daß sie sich nur axial verschiebt und hierbei die Kolbenscheibe
iga mitnimmt. Jeder halben Umdrehung des Drehknopfes io entspricht also eine bestimmte
axiale Verschiebung der Verschlußscheibe 17
und der Kolbenscheibe iga und
folglich eine bestimmte Menge der durch die Röhre 3 aus dem Behälter 5 herausgepreßten
Rasiercreme.
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An der unteren Seite des Verschlußteils 2 ist ein freier Raum 21 vorgesehen,
um den Eintritt der Rasiercreme in die Röhre 3 zu erleichtern. Jeder Behälter 5
enthält eine Kolbenscheibe iga.
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Der Griff i weist zweckmäßig einen seitlichen Schlitz auf, welcher,
sofern der Behälter 5 aus einem durchsichtigen Stoff hergestellt ist, zur Feststellung
der im Behälter befindlichen Seifenmenge dient.
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Vor der Ingebrauchnahme des Pinsels wird der Seifenbehälter in den
Griffteil i des Pinsels eingesetzt und dann der den Drehknopf io, die Spindel 8
und die Gewindehülse 14 tragende Deckel 6 festgeschraubt, wobei wiederum beachtet
werden muß, daß die Verbindungsscheibe 17 in ihrer Endlage neben dem Deckel 6 sitzt:
Der Drehknopf-io wird dann gedreht, bis eine genügende Menge Rasiercreme durch die
Röhre 3 den Borsten zugeführt ist: Die Verbindungsscheibe 17 wird auf diese
Weise allmählich vorwärts bewegt und nimmt die Kolbenscheibe iga mit, bis die ganze
Seife im Behälter verbraucht worden ist und der Kolben seine obere Endlage an dem
die Borsten tragenden Ende des Griffes i erreicht hat. Hierauf wird der Deckel 6
mit dem Drehknopf io, der Spindel 8, der Hülse 14 und der Verbindungsscheibe 17
abgenommen und nach Entfernung des leeren Behälters 5 mit der Kolbenscheibe iga
ein gefüllter Behälter mit einer neuen Kolbenscheibe eingesetzt. Die Schraubenhülse
14 wird dann von der Spindel 8 abgenommen und umgekehrt aufgesetzt, so daß die Kolbenscheibe
wieder in die Nähe des Deckels 6 kommt.
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Nach dem Aufschrauben des Deckels 6 ist dann der Rasierpinsel wieder
fertig zum Gebrauch. Wenn der Drehknopf io gedreht wird, greift der Verbindungskeil
15 in einen der Schlitze 16 ein, wodurch die Hülse 14 mit der Spindel 8 verbunden
wird, so daß bei einer weiteren Drehung des Drehknopfes io die Hülse 14 sich mitdreht
und die Verbindungsscheibe i7 vorwärts verschoben wird, so daß die Rasiercreme aus
der Röhre 3 herausgepreßt wird. Infolge der umkehrbaren Anordnung der Hülse 14 ist
es nicht notwendig,
die Verbindungsscheibe 17 bei jeder Füllung
zurückzuschrauben.