DE548120C - Verfahren zur Herstellung eines Seidenglanzes auf flaechenartigen Cellulosegebilden aus regenerierter Cellulose o. dgl. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Seidenglanzes auf flaechenartigen Cellulosegebilden aus regenerierter Cellulose o. dgl.Info
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- DE548120C DE548120C DEW79031D DEW0079031D DE548120C DE 548120 C DE548120 C DE 548120C DE W79031 D DEW79031 D DE W79031D DE W0079031 D DEW0079031 D DE W0079031D DE 548120 C DE548120 C DE 548120C
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- B44F1/00—Designs or pictures characterised by special or unusual light effects
- B44F1/02—Designs or pictures characterised by special or unusual light effects produced by reflected light, e.g. matt surfaces, lustrous surfaces
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- Shaping Of Tube Ends By Bending Or Straightening (AREA)
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Description
- Verfahren zur Herstellung eines Seidenglanzes auf flächenartigen Cellulosegebilden aus regenerierter Cellulose o. dgl. Man hat bereits zur Herstellung mattierter Cellulosefilme vorgeschlagen, den Film in noch plastischem Zustande mit mattierten Prägewalzen zu behandeln und durch Verwendung von Walzen mit verschieden großen Druckmaschen die Feinheit der Mattierung zu regeln. Auch ist es bekannt, durch Aufeinanderschichten und Verbinden von mehreren durchweg oder abwechselnd geprägten oder glatten durchscheinenden Folien eine t^erbundfolie mit besonderen optischen Wirkungen zu erzielen. Ferner ist es nicht mehr neu, auf lackierten, mit Bimssteinpulver vorgeschliffenen Flächen, wie Zimmerwänden, Türen, Möbeln, einen Seidenglanzschliff durch Bürsten mit einer feuchten, mit Kernseife eingefetteten Bürste zu erzeugen. Weiterhin hat man schon auf Geweben, Papier und ähnlichen Stoffbahnen einen seidenähnlichen Glanz durch Auftragen einer reit Glimmer gemischten Celluloselösung und durch Pressen der Bahn und der getrockneten Auftragsschicht mittels Gaufrierwalzen zu erzeugen versucht. Auch hat man für die Herstellung einer seidenähnlichen Oberfläche auf Baumwoll- oder Wollbändern bereits besonders gravierte Kalanderwalzen verwendet, bei denen eine Art Riffelung und Streckung der Bänder in Verbindung mit einem Gleitvorgang stattfindet. Endlich hat man auch schon vorgeschlagen, zur Herstellung von Seide- oder brokatähnlichen Stoffen eine mit einer durchsichtigen Cellulosehaut überzogene Stoffbahn, z. B. Aluminiumfolie, durch Bürsten zu mattieren und gegebenenfalls danach zu prägen.
- Erfindungsgemäß wird nun zur Herstellung eines Seidenglanzes auf flächenartigen Cellulosegebilden aus regenerierter Cellulose o. dgl. in der Weise verfahren, daß Celluloseflächen, die nicht auf einer Unterlage befestigt sind, mit anderen mechanischen Mitteln als Bürsten, z. B. mittels rotierender Walzen mit rauher Oberfläche, fein aufgerauht.werden.Während bei der Prägung nur regelmäßige Vertiefungen entstehen, bei denen die Filme weitgehend durchsichtig bleiben, was die Erzielung einer dem echten Seidenglanz gleichen optischen Wirkung unmöglich macht oder mindestens sehr erschwert, wird durch die feine mechanische Aufrauhung einer nicht mit einer Unterlage verbundenen Cellulosefläche nach der Erfindung eine weitgehend undurchsichtige Folie erzeugt, die einen natürlichen weichen Seidenglanz aufweist, indem sie infolge der unregelmäßigen Zersplitterung ihrer oberen Schicht unter jedem Einfallwinkel des Lichtes die hierfür erforderliche Diffusion verursacht. Gleichzeitig ist das Verfahren der Erfindung sehr einfach in der Ausführung. da bei ihm weder die Benutzung besonders ausgebildeter Prägewalzen oder ein feuchtes Bürsten nach vorherigem Schleifen noch der Auftrag einer glimmerhaltigen Celluloselösung oder die Verwendung einer Unterlagefolie notwendig ist, vielmehr genügt eine Schmirgelscheibe oder sonst eine Walze mit körniger Oberfläche zur Erzielung der die Oberfläche der Cellulosefolie unregelmäßig beeinflussenden und verletzenden feinen mechanischen Aufrauhung. Auch braucht diese Schmirgelscheibe nicht der bei dem Prägeverfahren einzuhaltenden Bedingung der Gleichheit der Geschwindigkeit von Walze und Bahn zu genügen, sondern sie ist mit einem Mehrfachen der Bewegungsgeschwindigkeit der Cellulosebahn anzutreiben. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens nach der Erfindung besteht darin, daß die fein aufgerauhten Cellulosehydratfolien sich nachträglich, ohne den Seidenglanz zu verlieren, anfärben lassen, während bei geprägten Folien durch das Färben und nachherige Trocknen die Mattierungswirkung infolge der Quellung und Schrumpfung der Folienmasse ganz oder zum großen Teil wieder aufgehoben wird.
- Man kann ein- oder beidseitig die Oberfläche von Cellulosegebilden nach dem Verfahren der Erfindung aufrauhen. Durch Verwendung von Walzen mit verschiedenkörniger Oberfläche kann ferner eine Veränderung und Abstimmung des Seidenglanzes erhalten werden. Wenn man die Auf rauhungswalzen senkrecht zur Laufrichtung der Cellulosebahn hin und her gehen läßt, kann man wellenförmige Aufrauhungslinien und damit eine weitere Veränderung der optischen Wirkung erzielen. Statt die ganze Oberfläche des Cellulosegebildes aufzurauhen, kann man auch nur einzelne Stellen in der Art der Erfindung behandeln und auf diese Weise auch Bild- oder Zeichendarstellungen mit Seidenglanzwirkungen auf dem Cellulosegebilde erzeugen. Schließlich kann man auch zwei oder mehrere erfindungsgemäß ein- oder beidseitig aufgerauhte Cellulosefolien zu einem Verbundkörper aufeinanderschichten und verbinden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Herstellung eines Seidenglanzes auf flächenartigen Cellulosegebilden aus regenerierter Cellulose o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß Celluloseflächen, die nicht auf einer Unterlage befestigt sind, mittels rotierender Walzen mit Schmirgel- oder Sandsteinauflage fein aufgerauht werden. z. Flächenartige Cellulosegebilde aus regenerierter Cellulose o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß sie nach dem Verfahren des Anspruchs r beidseitig aufgerauht sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW79031D DE548120C (de) | 1928-04-04 | 1928-04-04 | Verfahren zur Herstellung eines Seidenglanzes auf flaechenartigen Cellulosegebilden aus regenerierter Cellulose o. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW79031D DE548120C (de) | 1928-04-04 | 1928-04-04 | Verfahren zur Herstellung eines Seidenglanzes auf flaechenartigen Cellulosegebilden aus regenerierter Cellulose o. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE548120C true DE548120C (de) | 1932-04-09 |
Family
ID=7610724
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW79031D Expired DE548120C (de) | 1928-04-04 | 1928-04-04 | Verfahren zur Herstellung eines Seidenglanzes auf flaechenartigen Cellulosegebilden aus regenerierter Cellulose o. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE548120C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1204185B (de) * | 1957-09-13 | 1965-11-04 | Maurice Bauche | Duenne Plastiktapete |
-
1928
- 1928-04-04 DE DEW79031D patent/DE548120C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1204185B (de) * | 1957-09-13 | 1965-11-04 | Maurice Bauche | Duenne Plastiktapete |
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