DE547486C - Bogenfuehrung fuer Streichinstrumente - Google Patents

Bogenfuehrung fuer Streichinstrumente

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DE547486C
DE547486C DEA57897D DEA0057897D DE547486C DE 547486 C DE547486 C DE 547486C DE A57897 D DEA57897 D DE A57897D DE A0057897 D DEA0057897 D DE A0057897D DE 547486 C DE547486 C DE 547486C
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Germany
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hand
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DEA57897D
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KONRAD AUENSEN
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10DSTRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10D3/00Details of, or accessories for, stringed musical instruments, e.g. slide-bars
    • G10D3/16Bows; Guides for bows; Plectra or similar playing means
    • G10D3/166Guides for bows

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Stringed Musical Instruments (AREA)

Description

  • Bogenführung für Streichinstrumente Die Erfindung bezieht sich auf eine Bogenführung für Streichinstrumente, die aus zwei nebeneinander über den Saiten angeordneten und an beiden Längskanten des Instrumentes gesicherten Bügeln besteht. Bei den bekannten Bogenführungen dieser Art sind die Bügel stets vollkommen symmetrisch in bezug auf die Längsachse des Instrumentes ausgebildet, und lassen dieselben daher die Ausführung von Spiccatostrichen am Frosch in nur unzulänglichem Maße zu. Ferner ist eine Bogenführung bekannt, die gleichfalls aus einer Bügelanordnung besteht, welche jedoch in Bezug auf die Längsachse des Instrumentes im wesentlichen nur auf einer Seite derselben angeordnet ist und insbesondere den Nachteil besitzt, daß bei schnellem Ab- und Ansetzen des Bogens es ziemlich umständlich, wenn nicht unmöglich ist, ohne wesentliche Störung der musikalischen Wirkung des Vortrages die Spitze des Bogens wieder in den Führungsbügel einzuziehen. Werden bei dieser Ausführung kurze Striche mit der Spitze des Bogens insbesondere an der A- und E-Saite vorgenommen, dann findet eine Führung des Bogens durch die Bügel überhaupt nicht oder nur sehr mangelhaft statt.
  • Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch beseitigt. daß die sich quer über das Instrument erstreckenden, jedoch in Bezug auf die Längsachse desselben unsymmetrisch ausgebildeten.Bügel, von der Anstrichseite des Instrumentes beginnend. in etwa Steghöhe knapp oberhalb der A- und E-Saite verlaufen und oberhalb der D- und G-Saite steil zu mindestens der doppelten Steghöhe ansteigen, während sie nach kurzem bogenförmigen Verlauf auf der anderen Längsseite des Instrumentes in steilem Winkel abfallen, so daß die den während des ganzen Auf- und Abstriches auf allen Saiten von den Bügeln geführten Bogen führende Hand, richtig gehalten, den Frosch bis an die Saiten hinaufführen kann, ohne durch die Bügel gestört zu werden. Durch den allmählichen Anstieg der Bügel und insbesondere einen Höhenunterschied zwischen den beiden schwach ansteigenden Bügeln ist ferner ein leichter und schneller Einsatz selbst der Spitze des im Laufe des Vortrages vom Instrument abgehobenen Bogens gewährleistet, während gleichzeitig diese Ausgestaltung des Bügelverlaufes eine zwangsläufige Steuerung der den Bogen führenden Hand bei Spiccatostrichen am Frosch bietet. Um bei Einsetzen der Bogenspitze in die Bügelführung ein Querstellen des Bogens in Bezug auf die Bügel zu verhindern, ist einer der Bügel teilweise mit nachgiebigem Stoff verspannt, so daß die etwa abweichende Bogenspitze ohne besondere Aufmerksamkeit des Spielenden in die richtige Stellung zurückgeführt wird.
  • Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt. Es bedeuten: Abb. r eine schaubildliche Ansicht einer Violine. an welcher die Bogenführung angebracht ist. Abb. 2 eine abgebrochene Seitenansicht gemäß Abb. i, aus welcher das Winkelverhältnis zwischen der Führung und den Saiten sowie der Oberseite der Violine ersichtlich ist, Abb. 3 einen Querschnitt durch die Violine gemäß Abb. r in einer hinter dem Steg liegenden Ebene.
  • In der Zeichnung bedeuten: a die Violine, h den Steg, c das Fingerbrett und e die Saiten des Instrumentes. Die Violine besteht aus der Oberdecke f, den Zargen g und h und der Unterdecke i.
  • Gemäß der Erfindung besteht die über der Oberdecke angebrachte Bogenführung aus zwei bogenartig geformten Stücken i und 2 aus federndem Material, deren Enden mit passend umgebogenen Teilen 3, 3 und q., 4. versehen sind, die über die vorstehenden Ränder der Ober- oder Unterdecke greifen. Über eine oder beide Bogenstücke kann ein Tuch 5 o. dgl. gespannt sein, zu einem Zwecke, welcher nachfolgend noch näher beschrieben werden soll. Die beiden Führungsteile r und 2 sind fest miteinander vermittels einstellbarer Abstandsglieder oder Klemmstücke 6, 7, 8 und 9, von denen zwei auf jeder Seite angeordnet sind, verbunden.
  • Der Zweck dieser Führung besteht, wie schon oben erwähnt worden ist, darin. den Bogen in der richtigen Lage hinsichtlich der Saiten zu halten. Aus diesem Grunde muß die Führung in einem gewissen Winkel gegen das Fingerbrett geneigt sein, wie aus Abb. 3 ersichtlich ist.
  • Der Winkel zwischen der Führung und der Oberdecke der Violine kann sich entsprechend den verschiedenen Instrumentenarten verändern. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, daß ein Winkel von 87° für eine Durchschnittsvioline der geeignetste ist.
  • Wenn die Führung benutzt werden soll, wird sie durch Auswärtsbiegen der beiden Schenkel auf die Violine gesetzt. Die Teile 3, 3 und :I, .a. der Schenkel schnappen dann über die Ränder der Violine und halten die Führung unverrückbar in ihrer Lage fest. Die Entfernung zwischen den beiden Teilen i und 2 wird alsdann passend eingestellt, derart, daß das Bogenholz sich gegen die Seitenflächen der Führung anlegt, welche, wenn der Bogen hin und her bewegt wird, jederzeit das richtige Winkelverhältnis zwischen dem Bogen und den Violinensaiten sichert.
  • Die Führung kann, wie in Abb. 2 in gestrichelten Linien dargestellt ist, rechtwinklig ausgebildet sein oder auch nach links ausgebogen sein, um das Bogenende bis in die Nähe der Saiten führen zu können.
  • Um zu verhindern, daß der Bogen, wenn er weit zurückgezogen ist, aus der Führung herausspringt und durch einen der Teile i, 2 quer hindurchgeht, kann ein Tuch § über eines oder beide dieser Teile gespannt werden.
  • Die Führungsteile i, 2 können weiterhin aus einem Band aus weichem Material gespannt sein, um zu verhindern, dar) durch das Gleiten des Bogenholzes an diesen Teilen ein Nebengeräusch hervorgerufen wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Bogenführung für Streichinstrumente mit zwei nebeneinander über den Saiten. angeordneten und an beiden Längskanten des Instrumentes gesicherten Bügeln, dadurch gekennzeichnet, daß die sich quer über das Instrument erstreckenden, jedoch in bezug auf die Längsachse desselben unsymmetrisch ausgebildeten Bügel (i, 2), von der Anstrichseite des Instrumentes beginnend, in etwa Steghöhe verlaufen und oberhalb der Saiten steil zu mindestens der doppelten Steghöhe ansteigen, während sie nach kurzem bogenförmigen Verlauf auf der anderen Längsseite des Instrumentes in steilem Winkel abfallen. z. Bogenführung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Bügel teilweise mit nachgiebigem Stoff verspannt ist. 3. Bogenführung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der beim Gebrauch des Instrumentes gegen die bogenführende Hand gewendete Teil des hinteren Bügels (r) höher liegt als der entsprechende Teil des anderen Bügels (2 ), zum Zwecke, durch den seinem Verlaufe folgenden Daumen der bogenführenden Hand bei Froschstrichen die Hand in gehobene Stellung zu zwingen, während der entsprechende Teil des vorderen Bügels (2) die übrigen Finger der Hand nicht am richtigen Halten des Bogens behindert. :1. Bogenführung nach den Ansprüchen i bis 3, gekennzeichnet durch die Anordnung von Stegen (6, 7), die die Winkelbewegung des Bogens in der Vertikalebene zwischen den Bügeln (r, 2) begrenzen.
DEA57897D 1929-05-25 1929-05-25 Bogenfuehrung fuer Streichinstrumente Expired DE547486C (de)

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DE547486C true DE547486C (de) 1932-04-02

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