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Einrichtung zur Prüfung der Tatbereitschaft, insbesondere im Fahrdienst
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des Gegenstandes des Patents .I92
946, das eine Einrichtung zur Prüfung der Tatbereitschaft, insbesondere im Fahrdienst,
betrifft, wobei optische Reize in Form von Störungsbildern im Gesichtsfeld des Prüflings
bewegt werden. Nach dem Hauptpatent sind im Bereich des das Fahrbahnbild aufnehmenden
Laufbandes (Streckenbandes) ein oder mehrere quer zu diesem schwingbare, pendelnde
oder verschiebbare Störungsglieder angeordnet, die entweder auf dasLaufband einen
Schatten werfen oder eine Lichtquelle, gegebenenfalls von besonderer Färbung, tragen.
Hierbei kann sich das schwingbare, pendelnde oder sonstwie quer verschiebbare Störungsglied
unterhalb oder oberhalb des Laufbandes vorteilhaft in einer zum Laufband parallelen
Ebene bewegen.
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Durch das Hauptpatent ist ferner eine besondere Ausführungsform geschützt,
bei welcher zwei gegenläufig bewegte Störungsglieder angeordnet sind, die ihren
Antrieb von zwei Kurvenscheiben erhalten, die auf der Welle der Laufbandkontaktwalze
aufgekeilt sind.
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Die Erfindung betrifft in mehrfacher Hinsicht eine Weiterentwicklung
der Einrichtung nach dem Hauptpatent, und zwar für die Anwendung der Einrichtung,
insbesondere zur Prüfung der Eignung zur Führung von Schienenfahrzeugen, namentlich
Straßenbahnwagen.
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Die Erfindung ist auf den Zeichnungen -in einem Ausführungsbeispiel
veranschaulicht. Abb. i zeigt die Vorderansicht der Gesamtanordnung, Abb. 2 eine
Draufsicht zu Abb. i, teilweise abgebrochen.
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Abb. 3 ist ein Schnitt nach der Linie A-B der Abb. i, gesehen in Richtung
des Pfeiles I. Abb. q. ist ebenfalls ein Schnitt nach der Linie A-B der Abb. i,
gesehen in Richtung des Pfeiles 1I.
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Abb.5 ist ein Ausschnitt aus dem Laufband.
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Abb.6 zeigt eine Kurvenscheibenanordnung. In dem zur Aufnahme der
Gesamtanordnung dienenden Rahmengestell :2 ist ein Elektromotor 3 gelagert, der
an dem Gesamtgetriebe über eine Welle i angreift. Auf dieser sitzt eine Schnecke
,I, die mit einem auf einer Welle 5 sitzenden Schneckenrad 6 in Eingriff steht.
Ein auf der gleichen Welle 5 sitzendesKegelrad7 kämmt mit einem zweiten Kegelrad
9 der senkrechten Welle B. Ein am oberen Ende der letzteren sitzendes Kegelrad io
treibt ein Kegelrad 13 an, das auf einer im Gestell 2 quer verlaufenden Achse
i i sitzt, auf der die Laufbandwalze i2 gelagert ist.
Auf der Welle
5 sitzt eine weitere Schnecke 1q., die zusammenwirkt mit einem Schneckenrad 15,
das auf der Welle 16 befestigt ist. Ein auf letzterer gelagertes Zahnrad 17 treibt
ein größeres Zahnrad 18 der Tourenwelle i9 an. Auf letzterer sitzt weiterhin eine
große Kurvenscheibe 2o und eine kleinere Kurvenscheibe 21 sowie die Kontaktwalze
22.
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Die Randkurve der Kurvenscheibe 2o (s. Abb. 3 und 6) entspricht in
verkleinertem Maßstabe den Richtungsänderungen der auf dem Laufband 23 dargestellten
Schienenführung, z. B. für Straßenbahnen. Weichen also die Straßenbahnschienen,
z. B. nach Abb. 5, infolge der Anordnung einer Weiche von der geraden Linienführung
ab, dann ist am Umfang der Kurvenscheibe 2o eine entsprechend dieser Veränderung
der Linienführung nach außen gerichtete Ausbuchtung vorgesehen.
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Gegen den Umfang der Kurvenscheibe 2o legt sich eine Rolle ioo, die
an einem uni Gelenkzapfen ioi schwingbaren Arm 24 sitzt. Die Unebenheiten des Umfangs
der Kurvenscheibe 2o bewirken demnach Schwingbewegungen des Hebelarmes 24, an dessen
oberem, aus baulichen Gründen U-förmig gebogenem Ende ein Drahtzug io2 angreift,
der über eine Rolle 103 geführt ist und an seinem Ende ein Belastungsgewicht
104 trägt. Letzteres hält den Drahtzug in Spannung und die Rolle ioo dauernd mit
der Kurvenscheibe 2o in Eingriff. In den Drahtzug io2 ist ein Gleitstück 26 eingesetzt,
das sich in einer Schwalbenschwanzführung 25 bewegt, welche an der Decke des Gestells
2 befestigt ist. Mit dem Gleitstück 26 ist ein Arm 27 verbunden, dessen vorderes
Ende die Fahrzeugspitze auf dem Laufband veranschaulicht, indem der Schatten des
Armes 27 durch die Projektionslampe 29 auf <las Laufband 23 geworfen wird.
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Mit dem schwingbaren Hebelarm 24 ist ein Hebelgestänge io5, io6, io7,
io8, iog dadurch gekuppelt, daß das untere waagerechte Glied io5 dieses Hebelgestänges
an dem Drehzapfen ioi angreift und an dieser Stelle mit dem Arm 24 starr verbunden
ist. Zwischen je zwei Stangen io5, io6, ferner io6, 107 und schließlich io8, iog
sitzen Gelenke, während die Arme io7, io8 einen starren Winkelhebel bilden, der
um den festen Drehpunkt 28 schwingbar ist. Der obere waagerechte Arm iog dieses
Winkelgestänges greift gelenkig an der Projektionslampe 29 bzw. an einem dieselbe
tragenden Rollensy'Atem i io an, für das auf dem Oberboden des Gestelles 2 eine
kleine Schienenführung i i i vorgesehen ist.
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Vollzieht der Hebelarm 24 unter der Wirkung der Nockenscheibe 2o eine
Schwingbewegung, so wird durch diese zunächst der Drahtzug io2 mitgenommen, wodurch
eine Verschiebung des das vordere Fahrzeugende veranschaulichenden Schattenspenders
27 quer zum Laufband 23 eingeleitet wird. Außerdem wird bei dieser Schwingbewegung
des Hebelarmes 24 das Hebelgestänge io5, io6, 107,
io8, iog derart bewegt,
daß die Projektionslampe 29 eine solche Drehung vollzieht, daß der Lichtkegel der
Projektionslampe dem Schattenspender 27 folgt und einen gleichmäßig starken Schatten
auf dem Laufband erzeugt, gleichgültig, in welcher Lage der Schattenspender 27 sich
gegenüber dem Laufband befindet.
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Zu beiden Seiten des Gestelles 2 verlaufen schräge Schienen 3o, auf
denen sich ein Wagen 31 mit vier Rollen t 12 hin und her bewegen kann. Auf
Querstangen 113, die zugleich die Achsen der Rollen 112 sein können, ist
ein Führungsblech 32 quer zu der Bewegungsrichtung des Wagens 31 verschiebbar.
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Die Querbewegung dieses Führungsbleches 32 wird eingeleitet durch
zwei Hebel 33, 34 (Abb. 4), die um Achsen 35 bzw. 36 schwingen, welch letztere nahe
dem Boden des Gestelles 2 gelagert sind. Die Hebelarme 33, 34 erhalten ihreSchwingbewegung
durchKurvenscheiben 37, 38, die auf der Welle 16 sitzen. Die Hebelarme 33, 34 stehen
unter der Wirkung von Zugfedern 114, welche die an den Hebelarmen sitzenden Zapfen
oder Rollen i 15 gegen den Umfang der Nockenscheiben 37 bzw. 38 ziehen. Die oberen
Enden der beiden Hebel 33, 34 legen sich je nach ihrer Relativlage gegen
die eine oder andere Seite des senkrecht nach abwärts gebogenen Flansches 132, der
an der Innenkante des Führungsbleches 32 verläuft. Auf diese Weise wird die Querbewegung
des Führungsbleches 32 von der Schwingbewegung des Hebelarmes 32 bzw. 34 abhängig
gemacht.
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Außer dieser Querbewegung vollzieht das Führungsblech 32 nach Maßgabe
des Weges, den der Wagen 31 auf den Führungsschienen 30 zurücklegt, noch
eine Längsbewegung in Richtung dieser Schienen 3o. Diese erfolgt dadurch, daß der
Schlitten 31 mittels eines Schnurzuges 4o mit einer Schnurscheibe 41 in Verbindung
steht, auf deren Achse 141 eine weitere Schnurscheibe 42 sitzt, von der ein weiterer
Schnurzug 142 zu einer dritten Schnurscheibe 43 führt, auf der sich dieser zweite
Schnurzug aufwickelt. Die Achse dieser Schnurscheibe 43 sitzt auf einem um den Zapfen
122 schwingenden Doppelhebel 44, dessen unteres Ende unter der Wirkung einer Feder
1a3 steht und dessen oberes Ende den Anker eines Elektromagneten 45 bildet. Die
Achse der Schnurscheibe 43 nimmt daher an der Schwingbewegung des Doppelhebels 44.,
sei es unter der Wirkung des Elektromagneten 45, sei es unter der Wirkung. der Feder
123,
teil. Auf der Achse der Schnurscheibe 43 sitzt-noch eine Rolle
6o, die, wenn der Arm 44
durch den Elektromagneten 45 angezogen wird, sich
gegen die Laufbandwalze 12 legt und durch Reibung von dieser in Drehung versetzt
wird. Durch diese Drehbewegung der Rolle 6o beim Anziehen des Armes 44 durch den
Elektromagneten 45 wird auch die Schnurscheibe 43 in Drehung versetzt, wodurch diese
die Schnur 142 aufwickelt. Hierdurch gelangen die Schnurscheiben 42 und 41 in Umdrehung,
so daß der Schnurzug 40 sich auf der Scheibe 41 aufwickelt und ein Hochziehen des
Wagens 31 auf den Schienen 30 herbeiführt.
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Die Quer- und Längsbewegung des Führungsbleches 32, erstere eingeleitet
durch die Hebelarme 33, 34, letztere eingeleitet durch den Hinundhergang des Wagens
31, überträgt sich durch ein Hebelgestänge auf ein Störungsglied 39. Dieses übertragungsgestänge
besteht aus einem am Führungsblech 32 starr befestigten, winklig umgebogenen Arm
116, der an seinem freien Ende als Zahnstange ausgebildet ist, die mit einem um
einen festen Zapfen 118 drehbaren Zahnsegment 117 in Eingriff steht. An dem Zahnsegment
117
greift gelenkig eine Kulisse 11g an, die um einen feststehenden
Zapfen 12o schwingbar ist. Die Kulisse 11g verlängert sich in Gestalt einer Stange
121, die an ihrem freien Ende das Störungsglied 39 trägt. Die Bewegungen des letzteren
sind von der Quer- und Längsverschiebung des Führungsbleches 32 abhängig.
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Der Elektromagnet45 liegt in einem Stromkreis, in den ein Kontakt
46 der Kontaktwalze 22 und einer der Kontakthebel 47 eingeschaltet sind. Dieser
Stromkreis wird dann geschlossen, wenn der betreffende Kontaktltebel 47 mit dem
Kontakt 46 beim Drehen der Walze 22 in Berührung kommt, aber unterbrochen, sobald
diese Berührung aufhört. Auf diese Weise wird die Bewegung des Schlittens 31 und
daher des das Störungsglied 39 mitnehmenden Führungsbleches in der Längsrichtung
beeinflußt, während die Bewegung des Störungsgliedes 39 in der Querrichtung des
Laufbandes 23, wie erwähnt, durch die beiden Hebelarme 33. 3.4 eingeleitet wird.
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Bewegt sich der Schlitten 31 auf den Schienen 3o nach aufwärts und
das Störungsglied 39, das bei dieser Aufwärtsbewegung mitgenommen wird, derart quer
zum Laufband, daß es in den Bereich der auf letzterem dargestellten Schienenführung
gelangt, dann nähert sich das Störungsglied 39 zugleich dem Schattenspender 27.
Sorgt der Prüfling nicht rechtzeitig für eine Abstellung der Fahrzeugbewegung bzw.
Laufbandbewegung, dann kreuzen sich die Schatten von 27 und 39, was besagt, daß
ein Zusammenstoß des Fahrzeuges, versinnbildlicht durch Teil 27, mit einem Hindernis,
veranschaulicht durch das Störungsglied 39, erfolgt.
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Die Relativgeschwindigkeit der Bewegung des Störungsgliedes 39 zu
dem Laufband 23 ist abhängig von dem Verhältnis des Durchmessers der Rolle 6o zu
demjenigen der Laufbandwalze 12. Je kleiner der Durchmesser der Rolle 6o im Vergleich
zu demjenigen der Laufbandwalze 12 ist, mit der er durch den Anker 44 in Reibungseingriff
gebracht wird, desto größer ist die Umlaufgeschwindigkeit der Schnurscheiben 43,
42, 41 und desto rascher die Bewegung des Wagens 31 und daher des Störungsgliedes
39. Umgekehrt ist die Bewegungsgeschwindigkeit des Störungsgliedes 39 relativ zum
Laufband 23 um so kleiner, je größer der Durchmesser der Rolle 6o im Vergleich zu
demjenigen der Laufbandwalze 12 ist.
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Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung kann die Bewegungsgeschwindigkeit
des Störungsgliedes 39 dadurch verändert werden, daß zwei oder mehr Rollen 6o von
verschiedenem Durchmesser in Verbindung mit einer entsprechenden Anzahl von Elektromagneten
45 angeordnet tverden. Jeder dieser Elektromagnete 45 befindet sich in einem besonderen
Stromkreis, zu dem je ein besonderer Kontakt 46 der Kontaktwalze 22 gehört. Je nachdem
man den einen oder anderen dieser Kontakte 46 einschaltet, wird der entsprechende
Stromkreis geschlossen und dadurch eine größere oder kleinere Rolle 6o zum Reibungseingriff
mit der Laufbandwalze 12 gebracht und somit die Relativgeschwindigkeit des Störungsgliedes
39 zum Laufband 23 geändert.