DE2139097B2 - Verfahren und vorrichtung zum auftragen von schmelzmasse auf die anschmelzflaeche des konusteils eines kathodenstrahlroehrenkolbens - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum auftragen von schmelzmasse auf die anschmelzflaeche des konusteils eines kathodenstrahlroehrenkolbensInfo
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Description
1 19b, einem Innenrand 20a und einem Außenrand ynh Die Ränder an den Ecken sind kreisförmig
^Die in F i g- ' und 2 dargestellte Vorrichtung hat einen
drehbar in einem Gestell 21 angeordneten Konushalter 22 und einen beweglich über dem Gestell angeordneten
Schmelzmassenbehälter 23. Zum Drehen des Konushalters 22 dienen u. a. eine endlose Rollenkette 40, deren
Bahnlinie die Form der durch die Mittellinie der Anschmelzfläche 16 des Konus iO gebildeten Figur ic
entspricht, sowie ein angetriebenes rechteckiges Glied 34 und ein Motor 41 mit veränderbarer Drehzahl.
Fig· 3. 4 unJ 5 ze'Scn Einzelheiten der Einrichtung
Führen der umlaufenden Anschmelzfläche 16 in einem ersten Laufweg mit einer Trichterführung 101.
Die Trichterführung 101 hat einen am Schmelzmassenbehälter 23 befestigten Träger 102. Am Träger 102 ist
mittels einer Lagerschraube 104 ein Halterteil 103 befestigt, der durch Halteplatten 105 gegen den Boden
de's Trägers 102 gedrückt ist. Über dem Halterteil 103 ist
konzentrisch zur Austrittsöffnung 94 der Düse 93 ein Düsenlagerring 106 angeordnet, über dem ein Drehglied
107 befestigt ist. An einem verstellbaren Rollenhalter 109 auf dem Drehglied 107 ist eine Konusführungsrollc
108 befestigt. . 2S Zum Führen der umlaufenden Anschmelztlache in
einem in Richtung zum Außenrand 20b verschobenen zweiten Laufweg dient cir.c ϊλ Wellenlagern lila und
IHb des Trägers 102 schwenkbar gelagerte Nockenwelle 110. Ein drehbar auf der Nockenwelle 110
gelagerter Nocken 112 erfaßt eine am Hallerteil 103 befestigte Reibungsplatte 113. Am Nocken 112 ist ein
Nockenbetätigungshebel 114 befestigt. Ein Druckluftzylinder 115 ist mit seinem einen Ende in einem Gabelkopf
116 am Nockenbetätigungshebel 114 und mit seinem is anderen Ende mittels Schwenklagern 118 und (19 an
einem Halter 117 befestigt. Der 1 !alter 117 ist am Träger
102 befestigt. Eine Feder !20 ist an einem Halter 121a im Halterteil 103 sowie an einem Halter 121b im Träger
102 befestigt, um die Reibungsplatte 113 des Halterteils
103 in Berührung mit dem Nocken 113 zu halten. Em Solenoid (nicht gezeigt) betätigt den Druckluftzylinder
115 so daß der Nocken 112 gedreht und dadurch das Düs'enlager 106 exzentrisch zur Düse 93 bewegt wird.
Ein Kabel 122 ist mittels einer Schwenklagers 123 befestigt, wie in F i g. 2 gezeigt. Eine Riemenscheibe
ist an einem Tragarm 125 befestigt, der am Halter befestigt ist Das Kabel 122 läuft vom Schwenklager
über die Riemenscheibe 124 und ist mit einem Gegengewicht 126 verbunden.
Im Betrieb der Vorrichtung nacii Fi?. 1 und 2 wird
ein Rechteck- oder Ultrarechteckkonus 10 in einer im wesentlichen horizontalen Ebene auf dem Konushalter
22 angeordnet, wobei der lochteil 13 einen Jocntrager 27 berührt, die Nasen 15a, 15b und 15c· die
Nasenbezugseinheiten 29a, 29b bzw. 29c berühren und die beiden Konusecken von Eckenfestklemmeinhciten
30a und 30b abgestützt werden.
Der Schmelzmassenbehälter 23 wird gedreht, bis er
sich innerhalb der Anschmei/Iläche 16 bündel, '-yd
<« durch einen Druckluftzylinder 77 mit der Führung
aus der Ruhelage in .-im· Betriebslage geschwenkt wird,
bis die Konusführunnsrollc 108 sich am innenrand 20«
des Komisteils 14 und die Aiistriitsöffium« 'M sich über
der Anschmel/fläehr 16 befindet. Die Anschmelzflache .■
wird dann in einer im wesentlichen h..., > malen fcbem·
um die Konusachsc gedreht-
Während .kv. Drchens wird auf die Anschmel/.flache
16 ein Wulst oder Saum aus Schmelzmasse (Fritte) in im wesentlichen gleichmäßiger Menge aufgetragen. Der
Ausfluß von Schmelzmasse wird nach ungefähr einer Umdrehung des Konus automatisch beendet. Während
des Auftragens von Fritte auf die umlaufende Anschmelzfläche 16 wird diese in bezug auf die
Austrittsöffnung 94 längs eines ersten Laufweges in im wesentlichen gleichmäßigem Abstand vom Innenrand
20a geführt. Damit die Düse 93 auf diesen ersten Laufweg ausgerichtet bleibt, wird die Konusführungsrolle
108 gegen den Innenrand 20a der Anschmelzfläche 16 gedrückt, Die Konusführungsrolle 108 wird durch die
Masse des Gegengewichts 126 an den Rand 20a angestellt gehalten.
Bei der in F i g. 6 veranschaulicht bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist der Behälterarm
67 rechtwinklig zur Radiallinie 131 der Eckenmitte eingestellt. Dies ergibt eine gleichwinklige Umdrehung
der Konusführung 101 in bezug auf die Richtung des Behälterarms 67 während des Auftragens der Schmelzmasse
in den Ecken 17a bis 17c/ des Konus. In F i g. 7 halbiert die Mittenradiallinie 131 den Ecketibogen
zwischen der Radiallinie 133a und der Radiallinie 133b, so daß sich gleiche Winkel 130a und 130b ergeben. Die
Radiallinien 133a und 133b sind definiert als die Geraden von Krümmungsmittelpunkt 134 der Ecken
17a bis 17c/durch die Berührungspunkte der Seiten 18a, 18b, 19;i und 19b mit den Ecken 17a bis Ud der
Anschmelzfläche 16. Die gesamte Winkelbewegung des Drehglicdes entspricht dem Winkel 129 in F i g. 6. Der
Halter 68 ist verstellbar, so daß der Arm 67 für jede Konusgrclk rechtwinklig /.ur Mittenradiallinie 131
eingestellt werJen kann.
Im Betrit'n der Konusführung 101 (F i g. 7) dreht sich
die Führungsrolle 108 normalerweise konzentrisch um die Düsenaustrittsöffnung 94, so daß deren Mittelpunkt
und der Mittelpunkt der Führungsrolle auf einer zur Krümmung der Berührungsfläche (Innenrand 20a)
rechtwinkligen Linien 142 gehalten weiden. Dies ergibt einen ersten gleichmäßigen Abstand 137 zwischen der
Austrittsöffnung 94 und dem Innenrand 20a.
Zur besseren Veranschaulichung der Wirkungsweise der Konusführung 101 sind in F i g. 7 die Führungsrolle
108a (gestrichelter Kreis) und die Austrittsöffnung 94a (gestrichelter Kreis) in einer unstabilen Lage dargestellt.
Bei Berührung des Innenrandes 20a des Konusteils 14 mit der unstabilen Führungsrolle 108a greift an der
Führungsrolle 108a eine Kraft in Richtung des Pfeiles 138 an. Diese Kraft bewirkt, daß am Düsenlager 106
eine Rückstellkraft, dargestellt durch den Richtungspfeil 139a (auf einem Radius von 2,54 cm) oder 139b (auf
einem Radius von 5,08 cm), angreift. Tangentiale Koponenten der Rückstellkraft sind durch die Richtungspfeile
140a oder 140b angedeutet, während radiale Komponenten durch die Richtungspfeile 141a oder 141b
angedeutet sind. Die tangentialen Komponenten bewirken, daß das Drehglicd 107 auf dem Düsenlager 106
rotiert, bis die Verbindungsgerade zwischen der Düse 94a und dem Mittelpunkt der Führungsrolle 108a mil
der Normalen 1*2 zusammenfällt, wie durch die Führungsrolle SftiS (au:>gczogi:ner Kreis) und dit
Austrilisotfruing V (ausgezogener Kreis) angedeutet
Wenn die Vermndung.sßiTade /wischen der Düse 93 um
dem Mittelpunkt der i'Ohrungsrolle 108 mit de
Normalen 142 /usamnienfäilt, greift die Kraft an de
Führungsrolle in Richtung des Pfeils 147 an, und di
Rückstellkraft wirkt dieser Kran entgegen, wie durcl
den Richtungspfeil 14fi angedeutet, l'.s sind daher kein
rückstellenden Komponenten vorhanden, und die Konusführung 101 befindet sich in einer stabilen Lage.
Die Rückstellkraft ändert sich stetig mit der Form des Innenrandes 20a in seiner Berührung mit der Führungsrolle
108, so daß ständig ein gleichmäßiger Abstand 137 s zwischen der Düse 93 und dem Innenrand 20a erhalten
bleibt.
Es ist erwünscht, daß der Radius des Düsenlagers im Bereich von 0,635 cm bis 2,54 cm beträgt. Wenn der
Radius größer wird, erhöht sich die für das Rückstellen der Führungsrolle 108 in die Normallagc erforderliche
Kraft. Es ist ferner erwünscht, daß der Durchmesser der Führungsrolle im Bereich von 0,635 cm bis 1,27 cm,
vorzugsweise 0,794 cm beträgt. Bei einer Führungsrolle 108 mit einem Durchmesser von 0,794 cm läuft die
Führungsrolle auf der Konusfläche ohne seitliches Ausgleiten.
Durch die beschriebene Vorrichtung wird am Beginn jeder der Ecken 17a bis 17dder Anschmelzfläche 16 die
Aiistrittsöffnung 94 allmählich vom ersten in einen gegen den Außenrand 20b hin verschobenen zweiten
Laufweg durch einen zweiten gleichmäßigen Abstand vom Innenrand 20a gebracht. Überraschenderweise
kompensiert dieser zweite gleichmäßige Abstand annähernd die rasche Änderung der Flußrichtung der
Schmelzmasse aus der Düsenaustrittsöffnung 94 beim Vorbeilaufen der Ecken 17a bis 17c/ unter der
Düsenaustrittsöffnung 94. Als Folge der raschen Richtungsänderung würde ohne Korrektur der
Schmelzmassenwulst näher beim Innenrand 20a aufgctragen.
In jeder der Ecken 17a bis 17c/wird die umlaufende
Anschmelzfläche in bezug auf die Austrittsöffnung 94 längs eines zweiten l.aufwegcs in einem zweiten
gleichmäßigen Abstand vom Innenrand 2Oa geführt. Der zweite gleichmäßige Abstand wird dadurch erhalten,
daß das Düsenlager 106 exzentrisch zur Austriltsöffnung 94 verschoben wird. Wie aus Fig. 3, 4 und 5
ersichtlich, ist bei in der gezeigten Lage (F i g. 3) befindlichem Druckluftzylinder 115 der Düscnlagerring
106 konzentrisch zur Austrittsöffnung 94. Wenn der Druckluftzylinder 115 ausgefahren wird, dreht sich der
Nocken 112, so daß das Halterteil 103 des Düsenlagcrs um die Schraube 104 schwenkt und dadurch die Düse 93
weiter von der Führungsrolle 108 wegbewegt wird. Dadurch wird der Abstand der Düse 93 vom Rand 20a
der Anschmelzfläche verändert und der Schmelzmassenwulst mehr indie Mitte der gebogenen Ecken 17a bis
17c/gebracht.
Der Druckluftzylinder 115 wird durch die Bctätigungsscheibe
55a betätigt (Fig. 1 und 3). Die Bctätigungsglicdcr 56a sind am Rand der Bctatigungsschcibc
55a im Winkel zu den Ecken 17a bis 17c/ der Anschmelzflächc 16 angeordnet. Die Betätigungsglicdcr
56a betätigen den Schalter 57a. Dadurch wird ein Solcnoidventil (nicht gezeigt) veranlaßt, den Druckluftzylinder
115 auszufahren. Der Druckluftzylinder 115 dreht den Nocken 112 langsam, so daß der Abstand
zwischen der Austrittsöffnung 94 und der Führungsrolle 108 und damit dem Innenrand 20a der Anschmelzflächc <*>
16 allmählich zunimmt. Der Druckluftzylinder 115 bleibt nur dann ausgefahren, wenn der Schalter 57a bctütigt
ist. Wenn der Nocken 112 durch Rückfahren des Driickluftzylinders 115 in seine Ruhelage gedreht wird,
geht auch der Abstand /.wischen dem Innenrand 2Oe und <
>s der Austrittsöffnung 94 allmählich auf den ersten Abstand zurück. Bei Annäherung an das Ende der
einzelnen Ecken 17« bis 17c/ der Anschmclzflache
wandert die Austrittsöffnung allmählich von ihrem zweiten, größeren Laufweg nach dem ersten Laufweg
zurück.
Beim Aufbringen der Schmelzmasse auf einen Ultrarechteckkonus ist der Eckenradius des rechteckigen Gliedes 34, das für einen Rechteckkonus ausgebildet
ist, größer als der Radius der entsprechenden Ecken 17a bis 17</der Anschmelzfläche 16des Ultrarechtcckkoiuis.
Es erfolgt daher an den Ecken zugleich eine Drehzahländerung des Motors auf eine zweite gleichmäßige
Drehzahl, damit möglichst im wesentlichen die gleiche oder eine niedrigere Relativgeschwindigkeit
zwischen der Düse und der Anschmelzfläche im Bereich der Ecken 17a bis 17c/wie an den Seiten 18a, 18b, 19a
und 19b der Anschmelzfläche erreicht wird. Die langsamere Relativgeschwindigkcit im Bereich der
Ecken 17a bis 17c/beträgt V2 bis3/« der Geschwindigkeit
an den Seiten 18a, 18b, 19a, und 19b. Die Betätigungsglieder 56b sind auf der zweiten Betätigungsscheibe 55b
im Winkel zu den Ecken 17a bis 17c/der Anschmelzfläche
16 angeordnet. Diese Betätigungsglieder 56b betätigen den Schalter 57b, so daß die Drehzahl des
Motors 41 auf die zweite gleichmäßige Drehzahl umgeschaltet wird.
Die Konusführung 101 kann auch so eingestellt werden, daß sie vom Außenrand 20b der Anschmelzfläche
aus führt. Die Konusführung kann von irgendeiner Randflächc aus führen und die Düsenaustrittsöffnung 94
in einem ersten oder zweiten gleichmäßigen Abstand von der Randfläche halten.
Statt nur zwei gleichmäßigen Abständen können auch andere ähnlich gleichmäßige Abstände vorgesehen sein,
leder gleichmäßige Abstand kann für irgendeinen gewünschten Teil der Anschmelzfläche durch geeignete
Winkeleinstellung der Betätigungsgliedcr 56a zur Anschmelzflächc hergestellt werden. Der Motordrehzahlrcglcr
kann auch so ausgebildet sein, daß er zusätzliche Drehzahlen einstellt. Die Molordrelizahl
kann in jeder beliebigen Winkellage zum Anschmelzrand verändert werden, wo verschiedene gleichmäßige
Rclativgeschwindigkciten zwischen Düsenaustrittsöff nung 94 und Anschmelzfläche 16 erwünscht sind.
Beispielsweise kann eine niedrigere Relativgeschwindigkcit erwünscht sein, besonders wenn die Anschmolzfläche
breiter ist, damit die Schmelzmasse auf die breitere Anschmelzflächc in größerer Menge aufgetragen
wird.
Statt am Ende eines Schwenkarmes kann der Schmclzniasscnbehältcr auch auf einen Schlitten gelagert
sein. Je länger der Arm ist, desto mehr ist die Bodenbewegung des Behälters der mit einem Schlitten
erzielten geradlinigen Bewegung angenähert. Der Schlitten ware so anzuordnen, daß er sich in Richtung
einer Eckcnradiallinic bewegt.
Bei der oben beschriebenen Ausführungsform spannt das Gewicht 126 (Fig. 2) den Trttgcr 102 so, daß die
Führungsrolle 108 gegen die Innenwand 20a des Konusteils 14 gedrückt wird. Durch die bei der Drehung
des Nockens 112 erfolgende Korrektur wird dci horizontale Abstand zwischen der Führungsrolle 10t
und der Düse 93 vergrößert, so daß die Düse nach außer gegen den Außentand 206 der Anschmclzflliche H
wandert (Fig.4). Statt dessen kann die Spannkraft de:
Gewichtes 126 auch in der entgegengesetzten Richtuni wirken und die Führungsrolle 108 dem Außenrand 201
der Anschmelzflächc 16 folgen. In diesem Fall wore de
Nocken 112 so auszubilden, daß durch seine Umdrchuni
in den Eckenbereichen der Anschmelzflflche de
horizontale Abstand zwischen der Düse 93 und der Führungsrolle 108 verkürzt wird. Dadurch wird
wiederum die Düse 93 in Richtung zum Außenrand 20b der Anschmelzfläche bewegt, so daß die Schmelzmasse
aufgrund ihre Nachlaufens hinter der Düse 93 ungefähr in der Mitte der gebogenen Eckenbereiche der
Anschmelzfläche 16 aufgetragen wird.
Die Führungsrolle 108 ist auf dem Drehglied 107 um den Mittelpunkt des Lagerringes 106 drehbar angeordnet,
so daß sie stets einen festen horizontalen Al von der Vertikalachse des Lagers 106 hat. An den ;
18;;, 18/>, 19a und 19/) läuft diese Achse im wesent
durch die Mitte der Düse 93. An den Fxken 17a t der Anschmelzfläche 16 bewegt der Nocken 1
Düse 93 lediglich von der Achse des Lagerring' weg, so daß der Abstand zwischen der Führunj
108 und der Düse 93 verändert wird.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Verfahren zum Auftragen von Schmelzmasse auf die in einer wenigstens annähernd horizontalen
Ebene liegende Anschmelzfläche des Konusteils eines Kathodenstrahlröhrenkolbens, wobei die Anschmelzfläche,
der durch die Seitenwandung des Konusteils gebildete Rand, die Form einer geschlossenen
Figur mit kreisbogenförmig abgerundeten Ecken aufweist, wobei die Schmelzmasse aus einem
Schmelzmassenbehälter mittels einer vertikal über der Anschnielzfläche gehalterten Auftragdüse auf
die Anschmelzfläche aufgegeben und die Auftragdüse während des Auftragens der Schmelzmasse auf
die unter der Düse bewegte Anschmelzfläche über die Anschmelzfläche in definiertem Abstand von
deren Rand gehalten wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand der Auftragdüse vom Innenrand der Anschmelzfläche durch horizontales
Verschieben der Düse relativ zum Rand vergrößert wird, wenn die abgerundeten Ecken der Anschmelzfläche
unter die Auftragdüse laufen.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, zum Auftragen von Schmelzmasse
auf die in einer wenigstens annähernd horizontalen Ebene liegende Anschmelzfläche des Konusteils
eines Kathodenstrahlröhrenkolbens, wobei die Anschmelzfläche, der durch die Seitenwandung des
Konusteils gebildete Rand, die Form einer geschlossenen Figur mit kreisbogenförmig abgerundeten
Ecken aufweist, mit einem Schmelzmassenbehälter mit vertikal über der Anschmelzlläche gehaltener
Auftragdüse, einer die Anschmeb fläche unter der Auftragdüse bewegenden Anordnung, einer an der
Auftragdüse in definiertem Abstand von dieser befestigten Führungsrolle und einer an der Auftragdüse
befestigten Spannvorrichtung, welche die Führungsrolle gegen die Seitenwandung des Konusteils
beim Rand der Anschmelzfläche drückt, derart, daß die Auftragdüse beim Vorbeibewegen der
Anschmelzfläche unter ihr in definiertem Abstand vom Rand der Anschmelzfläche gehalten wird,
dadurch gekennzeichnet, daß mit der Führungsrolle (108) eine Korrektureinrichtung (110—103) verbunden
ist, die durch horizontales Verschieben der Aufiragdüse (93) deren Abstand vom Innenrand
(2Oa^ der Anschmelzfläche (16) vergrößert wenn die abgerundeten Ecken (17a, \7b, 17c, YId) der
Anschmelzfläche unter die Auftragdüse laufen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsrolle (108) auf einem
Halterteil (103) um eine durch die Auftragdüse (93) verlaufende senkrechte Achse drehbar gelagert ist*
und daß die Korrektureinrichtung das Halterteil relativ zur Auftragdüse bewegt, derart, daß die Düse
von der senkrechten Achse wegverschoben wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftragdüse (93) an einem Träger
(102) befestigt ist, daß das Halterteil (103) der Führungsrolle (108) beweglich an diesem Träger
gelagert ist und daß die Korrektureinrichtung einen drehbar an diesem Träger in Berührung mit dem
Halterteil der Führungsrolle gelagerten Nocken (112) enthält. <.s
Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 2 zur Durchführung dieses Verfahren:..
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (DT-AS 12 60 714 oder US-PS 34 92 146) fällt die Schmelzmasse
beim Austreten aus der Düse so auf die Anschmelzfläche, daß sie jeweils ein kleines Stück hinter dem
jeweiligen Ort der Düse auftrifft. Dieses »Nachlaufen« in der Größenordnung von u. U. fast 1 cm hinter der
Düse ist nachteilig, wenn der Wulst oder Saum aus Schmelzmasse um die bogenförmigen Ecken der
geschlossenen Anschmelzfläche, die normalerweise die Form einer Rechteckfigur hat, aufgetragen wird. Dieser
Nachteil macht sich besonders bei der Herstellung von sogenannten Ultrarechteckkonusteilen bemerkbar, wo
der Krümmungsradius der gebogenen Ecken beispielsweise etwa 3,7 cm beträgt. Der Schmelzmassenwulst
fällt an dieser Stelle zu nahe an den Rand der Anschmelzfläche, so aaü sich eine schlechte Verschmelzung
und Abdichtung an den Ecken des Röhrenkolbens ergibt. Dies ist sogar dann der Fall, wenn die Düse an
den Ecken genau über der Mitte der Anschmelzfläche
angeordnet ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 so auszubilden, daß auch an den abgerundeten Ecken eine gute Verschmelzung und
Abdichtung gewährleistet ist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 bzw. 2.
Da durch das Verfahren bzw. mit der Vorrichtung nach der Erfindung der auf der Anschmelzfläche
aufgetragene Wulst aus Schmelzmasse auch an den abgerundeten Ecken des Konusteils in der Nähe von
deren Mittellinie aufgebracht wird, ergibt sich eine bessere Verschmelzung als bisher.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform der
Vorrichtung zum Auftragen von Schmelzmasse auf die Anschmelzfläche des Konusteils eines Farbfernsehbildröhrenkolbens;
F i g. 2 einen Grundriß der Vorrichtung nach Fig. 1;
Fig.3 eine Teilschnittdarstellung der Führungsanordnung
der Vorrichtung nach Fig. 1 entlang der Schnittlinie 5-5 in F i g. I;
F i g. 4 eine Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie 6-6 in Fig. 3;
F i g. 5 eine Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie
7-7 in Fig.3;
Fig.6 eine schematische Darstellung zur Ermittlung
der bevorzugten Lagebeziehung zwischen dem Behälterarm und einer Radiallinie zwischen Ecke und Mitte
der Anschmelzfläche;
Fig. 7 eine schematische Darstellung zur Veranschaulichung der auf das rotierende Element in einer
stabilen und einer unstabilen Lage einwirkenden Kräfte.
F i g. 1 und 2 zeigen den Trichter oder Konus 10 eines Farbfern;xhbildröhrenkolbens, der in einer als »Fritten-Applikator«
bekannten Vorrichtung Il angeordnet ist Der Konus 10 hat einen !laisteil 12, einen Jochteil 13
einen Trichterteil 14, drei Nasen 15<i, 15b und 15c sowie eine Anschmelzfläche 16, die im wesentlichen recht
winklig zur Konusachsc Λ liegt. Die Anschmelzfläche U-hat
entsprechend der Wandung des Konus 10 die Forrv eines geschlossenen Rechtecks mil vier Ecken 17.7 bb
17t/. zwei !.aufseilen 18;f und !«/.>
zwei Kur/seilen !9i
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