DE545673C - Verfahren und Vorrichtung zum Verschliessen von Gefaessen, insbesondere Flaschen, mit Spreizkapseln und diese Kapseln umgebenden Sicherungsringen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Verschliessen von Gefaessen, insbesondere Flaschen, mit Spreizkapseln und diese Kapseln umgebenden Sicherungsringen

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DE545673C
DE545673C DE1930545673D DE545673DD DE545673C DE 545673 C DE545673 C DE 545673C DE 1930545673 D DE1930545673 D DE 1930545673D DE 545673D D DE545673D D DE 545673DD DE 545673 C DE545673 C DE 545673C
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    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67BAPPLYING CLOSURE MEMBERS TO BOTTLES JARS, OR SIMILAR CONTAINERS; OPENING CLOSED CONTAINERS
    • B67B3/00Closing bottles, jars or similar containers by applying caps
    • B67B3/02Closing bottles, jars or similar containers by applying caps by applying flanged caps, e.g. crown caps, and securing by deformation of flanges
    • B67B3/06Feeding caps to capping heads
    • B67B3/062Feeding caps to capping heads from a magazine
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    • B67B3/02Closing bottles, jars or similar containers by applying caps by applying flanged caps, e.g. crown caps, and securing by deformation of flanges
    • B67B3/10Capping heads for securing caps

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Verschließen von Gefäßen, insbesondere Flaschen, mit Spreizkapseln und diese Kapseln umgebenden Sicherungsringen Es ist bekannt, Gefäße, insbesondere Flaschen, in der Weise zu verschließen, daß zunächst eine Spreizkapsel auf die Flaschenmündung aufgesetzt und dann über die Spreizkapsel ein Ring gestreift wird, durch welchen die Spreizkapsel gegen selbsttätiges Öffnen gesichert wird. Hier wird in der Weise verfahren, daß die Spreizkapsel durch bestimmte Werkzeuge und der Sicherungsring durch andere Werkzeuge und an einem anderen Ort auf die Flasche aufgebracht werden. Es ist infolgedessen erforderlich, daß die Flasche nach dem Aufsetzen der Spreizkapsel von einem Ort zum andern bewegt wird, an dem sie ebenso wie beim Aufsetzen der Spreizkapsel unter einem Werkstück zentriert werden muß. Hierzu sind wiederum verhältnismäßig komplizierte Werkzeuge erforderlich, durch die die Herstellung der Maschine verteuert und die Fehlerquellen an derselben vermehrt werden.
  • Hierzu kommt der Nachteil, daß die Spreizkapselwährend des Transportes der Flasche zu den Werkzeugen zum Aufbringen der Ringe sehr leicht abspringt. Durch das Abspringen der Spreizkapsel werden Störungen hervorgerufen, die sich gerade bei dem schnellen Verschließen von Flaschen sehr unangenehm bemerkbar machen können.
  • Durch die Erfindung werden diese Nachteile beseitigt und ein Verfahren zum Verschließen von Gefäßen, insbesondere Flaschen, mit Spreizkapseln und diese Spreizkapseln umgebenden Sicherungsringen geschaffen, nach welchem die Spreizkapseln und Sicherungsringe einem Stempel oder Widerlager in zwei Ebenen übereinander zugeführt und in der Bohrung desselben übereinanderliegend gemeinsam durch bewegliche Halteglieder in Vorbereitungsstellung für das Aufbringen festgehalten werden.
  • Eine Spreizkapsel und ein Ring werden infolgedessen unmittelbar hintereinander auf eine Flasche aufgebracht, so daß der Spreizkapsel keine Zeit mehr gegeben wird, vor dem Aufbringen des Ringes von der Flasche abzuspringen. Die zur Ausführung des Verfahrens dienende Vorrichtung fällt gegenüber den bekannten Vorrichtungen in ihrer Bauart besonders einfach aus.
  • Der Zulauf der Kapseln und Sicherungsringe kann von einer oder verschiedenen Seiten erfolgen, und die Ebenen, in welchen die beiden Elemente übereinander einem Stempel zugeführt werden, können parallel zueinander liegen oder unter einem Winkel zueinander angeordnet sein.
  • Ist ein selbsttätiger Zulauf der Kapseln und Sicherungsringe zum Stempel vorgesehen, so wird der Einlauf zweckmäßig in eine Stempelführung verlegt, so daß dem sich in der Stempelführung bewegenden Stempel am besten in seiner höchsten Stellung, in welcher derselbe zweckmäßig kurze Zeit stillsteht, immer eine Kapsel und ein Sicherungsring zuläuft. Beim Abwärtsgang des Stempels wird der Zulauf dann selbsttätig gesperrt.
  • Um die in den Stempel eingeführten oder eingelaufenen Kapseln und Sicherungsringe in Vorbereitungsstellung für das Aufbringen festzuhalten, sind im Stempel an sich bekannte Halteglieder vorgesehen, die federnd ausgebildet sind oder gesteuert werden.
  • Vorrichtungen zur Ausführung des Verfahrens sind in den Zeichnungen beispielsweise veranschaulicht, und es stellt dar: Abb. z einen Längsschnitt durch einen Teil der Vorrichtung, Abb.2 einen Längsschnitt durch dieselbe senkrecht zu dem Schnitt nach Abb. r, Abb.3 eine Seitenansicht in kleinerem Maßstab, Abb. 4 eine Vorderansicht einer Vorrichtung nach einer anderen Ausführungsform, Abb.5 eine Seitenansicht derselben und teilweisen Längsschnitt derselben, die Abb.6 bis 12 Schnitte durch Einzelteile verschiedener Ausführungsformen in größerem Maßstab, Abb. 13 eine schaubildliche Ansicht von Einzelteilen in größerem Maßstab, Abb. 14 einen Schnitt durch diese Einzelteile ebenfalls in größerem Maßstab.
  • In den Abb. i, 2 und 3 bedeutet a eine Zuführung für die Kapseln A, b eine darüber angeordnete Zuführung für die Sicherungsringe B, c eine die Oberflächenform der Kapseln aufweisende Preßfläche eines Widerlagers c', d federnde Klauen als Halteglieder, die die Kapseln und Sicherungsringe übereinanderliegend festhalten, und zwar in Vorbereitungsstellung, e einen Druckbolzen mit Hebel, um das Gefäß mit dem aufgebrachten Verschluß nach unten herausstoßen zu können, f eine von unten auf das Gefäß G wirkende Anpreßvorrichtung. Bei d' und J " als Auflagerstellen für die Verschlüsse und Sicherungsringe sind Schrägflächen angedeutet, welche ermöglichen, daß das Gefäß nach dem Aufpressen des Verschlusses unter Zurückfedern der Klauen nach unten herausgenommen werden kann.
  • Bei der Ausführung nach den Abb. 4 und 5 kann die Vorrichtung durch einen Fußhebel bewirkt werden, oder sie kann ein Kurbelgetriebe für mechanischen Antrieb haben. Bei ununterbrochenem Lauf des Getriebes ist es erforderlich, daß eine besondere Einrichtung getroffen wird, damit der Preßstempel in seiner höchsten Stellung, also in der Einlaufstellung für die Kapseln und Sicherungsringe, kurze Zeit stillsteht. Es bedeutet g ein mechanisch bewegtes Kurbelgetriebe, lt eine Pleuelstange, i eine den Pleuelstangenbolzen tragende Hülse, h eine Preßfeder, 1 eine Hubstange, m einen an der Hubstange vorgesehenen Bund, ia einen Anschlag für den Bund, o einen Preßstempel, der mit der Hubstange durch eine Traverse verbunden ist, p einen mit einer nachgiebigen Unterlage, z. B. Gummiplatte, versehenen Flaschentisch, q das die Einläufe tragende Führungsstück, welches auf dem Maschinengestell r verschiebbar ist; s und s' sind die Einläufe für die Kapseln und Sicherungsringe, t und t' die Zuleitungsrinnen für dieselben, u die Sortierräder, v die gemeinsame Antriebswelle, w der oder die Behälter für Kapseln und Sicherungsringe, x ein bekanntesStoßstangenschneppergetriebe zur Betätigung der Welle v.
  • Der Stillstand des Preßstempels in der Einlaufstellung für die Kapseln und Sicherungsringe wird dadurch bewirkt, daß die Pleuelstange h des Kurbelgetriebes g mit der Hubstange Z des Preßstempels o nicht fest verbunden ist, sondern der Zapfen der Pleuelstange sich an der verschiebbaren Hülse i befindet. Auf dieser Hülse i befindet sich eine Feder 1a, welche ihr Widerlager in an der Hubstange L findet. Das Widerlager kann in Gestalt eines Bundes ausgeführt sein. Beim Hochgehen der Hubstange und somit des Preßstempels durch Übertragung der Kurbelbewegung kann die Hubstange nur so lange hochgehen, bis sie an einen Anschlag n mittels des Bundes o. dgl. anstößt. Bei der Weiterdrehung der Kurbel gleitet dann die Hülse unter Zusammenpressen der Feder an der Hubstange hoch, um nach Überwindung der Totpunktlage durch Abwärtsgleiten ein Entspannen der Feder herbeizuführen, und nun erst nach Entspannen der Feder setzt die Abwärtsbewegung der Hubstange mit dem Preßstempel ein.
  • Bewegt sich nun der Stempel mit der Hubstange abwärts (durch Abwärtsbewegung des Kurbelgetriebes), so trifft derselbe auf das auf dem Tisch p stehende zu verschließende Gefäß C auf und drückt die im Stempel befindliche Kapsel und den Sicherungsring durch sein Eigengewicht und das Gewicht der Hubstange, gegebenenfalls unterstützt durch ein Belastungsgewicht, auf.
  • Der Stempel empfängt die Kapseln und Sicherungsringe aus im Führungsstück vorgesehenen Zuläufen, ebenfalls übereinanderliegend. Die Zuläufe werden durch Rinnen, welche an die Sortierräder der Vorratsbehälter angeschlossen sind, versorgt. Das Stempelführungsstück ist am Maschinengestell in der Höhe verstellbar, so daß bei Abnutzung des Anschlages m o. dgl. die Führung wieder gut passend zum Stempel eingestellt werden kann und somit ein einwandfreier Zulauf der Kapseln und Sicherungsringe gewährleistet wird. Durch dasAufsetzen der Kapseln undSicherungsringe auf die Gefäße mittels des Stempels und des vorbeschriebenen Gewichtsdrukkes wird ein stetiger, gleichmäßiger Druck erzeugt, ganz gleichgültig, ob ein hohes oder niedriges Gefäß verschlossen werden soll, da beim Aufsetzen des Stempels auf das mit dem Verschluß versehene Gefäß die Hülse i an der Hubstange L, ohne den Druck auf das Gefäß zu steigern, leer abwärts gleitet, was nicht der Fall wäre, wenn die Hülse i den Stempel zwangläufig nach abwärts drücken würde und im Flaschentisch ein Federpolster vorgesehen wäre.
  • Hierdurch erübrigt sich auch bei entsprechender Hublänge ein Verstellen der Vorrichtung für die verschiedenen Gefäßgrößen, da der Hub des Preßstempels durch dieFlaschenhöhe selbst begrenzt wird.
  • In den Abb. 6 bis i2 ist ein Ausführungsbeispiel des Stempels für größere Leistungen dargestellt.
  • Die Arbeitsweise desselben ist wie folgt: Der Preßstempel o, welcher mit der Hubstange Z durch eine Traverse y verbunden ist, gleitet in der Führung qu, an welcher sich die Zuläufe s und s' befinden, auf und ab. Im Innern des Stempels o befindet sich eine Druckstange z, welche durch einen Hebel z' und einen Anschlag z" mit Hilfe eines Hölzkers auf der Traverse y gesteuert wird, und zwar dergestalt, daß beim Hochgehen der Hubstange L mit dem Stempel o der Hebel z' an den feststehenden Anschlag z" anschlägt und somit die Druckstange .; unter Zusammenpressen einer Feder z"' hochzieht. Hierdurch können Kapseln und Sicherungsringe, wenn der Stempel die höchste Stellung erreicht hat, aus den Zuläufen einlaufen, und zwar in die Bohrung des Preßstempels o. In diese Bohrung greifen federnde oder beweglich gelagerte Klauen D ein, in welchen Kapsel und Sicherungsring sich übereinander einlagern. Damit die Kapseln und Sicherungsringe in der Bohrung des Stempels, die größer als der Durchmesser der Kapsel ist, zentriert liegenbleiben, sind die Klauen D an der Aufnahmestelle für Kapseln und Sicherungsringe derart geformt, daß die Kapseln in der Mitte der Bohrung festgehalten werden (Abb. i2).
  • Bei Vorrichtungen für größere Leistungen werden nun zweckmäßig die Auflageflächen der Klauen waagerecht ausgeführt, wie bei D' (Abb. i i ) angedeutet, da hierdurch bei dem schnellen Einlauf der Kapseln und Sicherungsringe ein einwandfreies Liegenbleiben derselben gesichert wird. Dies bedingt jedoch, daß die Klauen beim oder nach dem Rufpressen des Verschlusses auf die Gefäße zwangsläufig gespreizt werden, da sonst die waagerechten Flächen der Klauen den Verschluß von dem Gefäß. beim Hochgehen des Stempels wieder herunterreißen würden bzw. das Gefäß mit dem Verschluß durch den Stempel hochgezogen würde.
  • Die Spreizung der Klauen D geschieht am einfachsten dadurch, daß beim Aufpressen des Verschlusses der Sicherungsring unmittelbar auf schräge Flächen E, welche an den Klauen vorhanden sind, drückt und somit ein Spreizen der Klauen bewirkt. Ein Spreizen der Halteglieder D ist möglich, sobald sich der Stempel o beim Aufsetzen einer Kapsel und eines Sicherungsringes nach unten aus der Führung herausbewegt, wie dies aus Abb. io zu ersehen ist. Die Halteglieder werden dann nicht mehr durch die Führung qu zusammengehalten, sondern können frei nach außen auseinanderspreizen. Im ein gleichmäßiges Spreizen zu erreichen und ein schiefes Aufsetzen des Sicherungsringes zu vermeiden, werden die Klauen D zweckmäßig mit Hebeln, Zahnsegmenten o. dgl. F, welche ineinander eingreifen, versehen. Da aber die Klauen beim Hochgehen des Stempels durch ihr Eigengewicht sofort wieder schließen würden, nachdem der Druckt auf die Flächen E aufgehört hat, und damit wieder ein Abreißen des Verschlusses vom Gefäß bewirken würden, so müssen die Klauen in der gespreizten Stellung festgehalten werden, bis das verschlossene Gefäß mit dem Verschluß sich außerhalb des Bereiches der Klauen befindet. Zu diesem Zweck werden die Klauen D zweckmäßig durch Federn G (Abb. 7) am Zurückfallen durch Wibung verhindert. Erst kurz vor der höchsten Stellung des Stempels werden die Klauen mit Hilfe schräger Flächen H, welche an der Führung anschlagen und abgleiten, wieder geschlossen, so daß die in der höchsten Stellung des Stempels einlaufenden Verschlußkapseln und Sicherungsringe wieder gehalten werden können.
  • Statt der unmittelbaren Steuerung der Klauen durch den Sicherungsring beim Rufpressen können diese auch indirekt dadurch gesteuert werden, daß in dem Stempel o nochmals ein kleiner Stempel l vorgesehen ist (Abb. i i), welcher nun seinerseits beim Zurückweichen den empfangenen Preßdruck auf die Klauen überträgt, an welchen für diesen Zweck z. B. Schrägflächen D" vorgesehen sind. Bei der Abwärtsbewegung des Preßstempels o wird der Hebel z' freigegeben und die Druckstange z durch die Feder z"' nach abwärts bewegt bis über die Kapsel, welche in den Klauen liegt.
  • Schiebt sich nun der Preßstempel o über ein Gefäßmundstück, so wird die Kapsel auf das Gefäß aufgesetzt, stößt gegen die Druckstange, wird hierdurch geöffnet und über das Mundstück gestülpt. Bei der Weiterbewegung des Stempels o setzt sich der in den Klauen liegende Sicherungsring auf die Kapsel, spreizt die Klauen D, bis er an die Preßfläche c anstößt, und ein Schließen der Kapsel bewirkend über diese gedrückt wird. Während dieses Vorganges weicht die Druckstange, auf der Kapsel aufliegend, federnd zurück.
  • Der Federdruck der Druckstange -- muß so bemessen sein, daß das Durchfedern der Wölbung der Kapsel beim Schließen nicht verhindert wird. Nach dem Aufziehen des Sicherungsringes liegen Kapsel und Ring an der Preßfläche c an, welche die Form der geschlossenen Kapsel aufweist. Beim Hochgehen des Stempels o drückt die Druckstange z noch kurze Zeit auf die Kapsel und veranlaßt so das verschlossene Gefäß zu einem ruhigen Verlassen der Stempelbohrung. Kurz vor Erreichung der höchsten Stempelstelle wird dann die Druckstange z, wie beschrieben, zwangsläufig zurückgezogen. Wird der Stempel abwärts bewegt, ohne daß sich ein Gefäß unter ihm befindet, so bleiben die Klauen D in ihrer Ruhestellung, denn die Kapsel und der Sicherungsring werden nicht angehoben, so daß ein Spreizen der Klauen bewirkt würde. Kapsel und Sicherungsring werden also wieder mit nach oben geführt.
  • Da beim Herabgehen des Stempels o die aus den Zuläufen nachdrängenden Kapseln und Sicherungsringe erst ein wenig zurückgeschoben werden müssen (Abb. 8 bzw. io), um einen ungehinderten Durchgang des Stempels zu ermöglichen, so sind besondere Rückweiser K angebracht. Eine gewöhnliche schräge Fläche würde aber insbesondere die Kapsel nicht zum Zurückweichen bringen können, da die Schneidfläche auf die Kapsel auftreffen würde. Die zweite Kapsel, wenn man die- sich bereits in den Klauen befindliche als erste bezeichnet, reicht nämlich noch ein Stück in die Bohrung hinein, weil die Kapseln im Durchmesser kleiner als die Stempelbohrung sind. Die Rückweiser werden deshalb zweckmäßig in einer Form, wie sie die Abb. 13 und 14 zeigen, ausgeführt. In der Schrägfläche K' des Rückweisers ist in diesem Falle ein kegelförmiger Ausschnitt K" vorgesehen, so daß nicht die Schneidfläche direkt zur Wirkung kommt, sondern der Angriffspunkt des Rückweisers mehr nach der Seite verlegt wird, wie dies die Punkte L in Abb. 13 zeigen. Die Rückweiser könnten natürlich auch in einer etwas anderen Form ausgeführt werden, doch ist es immer Bedingung, daß die Kapseln bzw. Ringe an jenen Stellen angegriffen werden, die in Abb. 13 durch die Buchstaben L kenntlich gemacht sind. Würde der Stempel o vollkommen rund ausgeführt, so müßten Kapseln und Ringe, die nicht in den Stempel einlaufen konnten, um mehr als die Hälfte ihres Durchmessers zurückgeschoben werden, was nicht durchführbar wäre, da bei der Abwärtsbewegung auch der größte Teil der Auflagefläche mit herabgehen würde und somit Kapseln und Ringe unweigerlich kippen müßten, was natürlich zu Klemmungen Anlaß geben würde. Es ist deshalb am Einlauf in den Stempel eine sehnenförmige Kante am Führungsstück gebildet, die es ermöglicht, daß auf einer vergrößerten Auflagefläche Kapsel und Ring liegenbleiben können, während nur ein kleinerer Teil der Auflagefläche mit- dein Stempel nach unten geführt wird. Diese sehnenförmige Auflagefläche bedingt natürlich ein Abflachen des Stempels an den Seiten des Zulaufes, und es ist zweckmäßig, diese Auflagefläche an dem Führungsstück besonders zu befestigen, da bei irgendwelchen Störungen oder Klernmungen nach Herabgehen des Stempels oder mit Herabgehen des Stempels gleichzeitig die Auflagefläche heruntergeführt werden kann. In den Abbildungen ist das die verbreiterte Auflagefläche aufweisende Stück mit Ihl bezeichnet (Abb. zo). Ein weiterer Vorteil des abgeflachten Stempels ist eine gute Führung in dem Auflagestück 1V1; hierdurch wird der Stempel am Drehen gehindert. Der Stempel kann daher .lose bzw. elastisch gelagert in der Traverse y ausgeführt werden. Haken 1i dienen nach Umlegen dazu, ein weiteres Nachgleiten von Kapseln und Ringen zu verhindern. Der Flaschentisch y in Abb. 5 kann bei entsprechender Vergrößerung mit einem Schaltstern der üblichen Ausführung ausgerüstet werden, welcher am besten von dem Antrieb mitbewegt werden kann. Auch ein Zu- und Abführungstransportband könnte in bekannter Weise angeschlossen werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Verschließen von Gefäßen, insbesondere Flaschen, mit Spreizkapseln und diese Kapseln umgebenden Sicherungsringen, wobei diese Werkstücke nacheinander auf das Gefäß aufgebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Spreizkapseln und Sicherungsringe einem Stempel oder Widerlager in zwei Ebenen übereinander zugeführt und in der Bohrung desselben übereinanderliegend gemeinsam durch beweglich, zum Halten einzelner Kapseln bekannte Halteglieder in Vorbereitungsstellung für das Aufbringen festgehalten werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Halteglieder (D) für die Kapseln und Sicherungsringe in ihrer jeweiligen Lage durch eine Brems- oder Sperreinrichtung (G) festgehalten sind.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Öffnen (Spreizen) der Halteglieder (D) an ihnen Schrägflächen (E bzw. D") angeordnet sind, welche nur bei Vorhandensein eines zu verschließenden Gefäßes wirken. .. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß für das gleichmäßige Öffnen der Halteglieder (D) zum Lösen des aufgebrachten Verschlusses aus der Verschlußeinrichtung die einzelnen Halteglieder (D) unter sich zwangsläufig, z. B. durch ineinandergreifende Hebel (F), verbunden sind. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gespreizten Halteglieder (D) erst kurz vor der höchsten Stellung des Stempels (o) zwangsläufig, z. B. durch Schrägflächen (H), an ihnen wieder geschlossen werden. 6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteglieder (D) an den Aufnahmestellen für die Kapseln (A) dem Durchmesser derselben entsprechend Ausdrehungen haben. f . Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in dem das Aufbringen des Verschlusses bewirkenden Stempel (o) eine federnde Druckstange (s) mit gewölbter Druckplatte vorhanden ist, welche in der höchsten Stellung des Stempels (o) so weit zwangsläufig zurückgezogen ist, daß sie den Einlauf von Sicherungsringen und Kapseln nicht hindert, bei Abwärtsbewegung des Stempels (o) sich aber noch schneller abwärts bewegt, um beim Auftreffen der Kapsel auf den Gefäßmund auf dieselbe einen Druck auszuüben, wodurch die Spreizkapsel geöffnet und über den Gefäßmund gestülpt wird. B. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagefläche (i1.1) für Kapseln und Sicherungsringe am Einlauf in den Stempel (o) vergrößert ist, d. h. die Abschlußkante des Einlaufs zweckmäßig eine Sehne zum Durchmesser der Stempelführung bildet. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8 mit schrägen Rückweiserflächen an dem Stempel, dadurch gekennzeichnet, daß in den Schrägflächen (K') ein kegelförmiger Ausschnitt (K") vorgesehen ist. io. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stempelführung am Getriebegestell, welche mit ihrer Unterkante ein Schließen der gespreizten Halteglieder (D) bewirkt, in der Höhe verstellbar ist, so daß ein leichtes Nachstellen derselben z. B. bei Abnutzung der Schrägflächen (H) möglich ist.
DE1930545673D 1930-06-03 1930-06-03 Verfahren und Vorrichtung zum Verschliessen von Gefaessen, insbesondere Flaschen, mit Spreizkapseln und diese Kapseln umgebenden Sicherungsringen Expired DE545673C (de)

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