DE545545C - Verfahren und Vorrichtung zum Haltbarmachen von Saftfutter - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Haltbarmachen von Saftfutter

Info

Publication number
DE545545C
DE545545C DE1930545545D DE545545DD DE545545C DE 545545 C DE545545 C DE 545545C DE 1930545545 D DE1930545545 D DE 1930545545D DE 545545D D DE545545D D DE 545545DD DE 545545 C DE545545 C DE 545545C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
container
potatoes
steaming
space
steam
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930545545D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEROLD PFISTER ING BUERO
SILOBAU und FUTTERKONSERVIERUN
Original Assignee
GEROLD PFISTER ING BUERO
SILOBAU und FUTTERKONSERVIERUN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GEROLD PFISTER ING BUERO, SILOBAU und FUTTERKONSERVIERUN filed Critical GEROLD PFISTER ING BUERO
Application granted granted Critical
Publication of DE545545C publication Critical patent/DE545545C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F25/00Storing agricultural or horticultural produce; Hanging-up harvested fruit
    • A01F25/16Arrangements in forage silos

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Commercial Cooking Devices (AREA)
  • Preparation Of Fruits And Vegetables (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 2. MÄRZ 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 53 g GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Februar 1930 ab
DieEinsäuerungvon gedämpftem Saftfutter, insbesondere Kartoffeln, in Gruben oder Silos wurde bisher so vorgenommen, daß die Kartoffeln entweder in besonderen Dämpfern gedämpft und hierauf mittels Wagen zu den Silos oder Gruben herangefahren und in diese eingebracht wurden, oder der für die Einsäuerung bestimmte Lagerraum wurde mit rohen Kartoffeln angefüllt, die in dem gleichen
ίο Raum auch gedämpft wurden.
Das erste Verfahren hat den großen Nachteil, daß die gedämpften heißen Kartoffeln transportiert werden müssen und sich hierdurch sowie durch das Umschaufeln erheblich abkühlen. Da das Einsäuern von Kartoffeln hauptsächlich im Spätherbst oder Winter vorgenommen wird, macht sich eine rasche Abkühlung besonders nachteilig bemerkbar, denn ein Nachdämpfen der Kartoffeln findet nicht mehr statt. Infolgedessen müssen diese erheblich länger im Dämpfer aufbereitet werden, was, abgesehen vom Zeitverlust, einen erhöhten Dampfverbrauch zur Folge hat. Außerdem entstehen beim Umschaufeln der heißen Kartoffeln in den Lagerraum durch Infektion sowie durch die hinzutretende Luft Fehlgärungen, wodurch das eingesäuerte Gut erheblich an Nährwert verliert.
Beim zweiten Verfahren ist eine große Anzahl kleinerer Behälter erforderlich, um die jeweilige Tagesleistung unterbringen zu können. Derartige Anlagen kommen für kleinere und mittlere landwirtschaftliche Betriebe infolge der hohen Anschaffungskosten kaum in Betracht. Sollen aber bei Großbetrieben große Lagerräume Verwendung finden, so werden Dämpfanlagen von sehr großer Kapazität benötigt, um die hochgeschichteten Kartoffeln überhaupt durchdämpfen zu können. Will man kleinere Mengen nacheinander im Silo dämpfen, so müssen besondere Röhrensysteme zwischengelagert werden. Solche Vorrichtungen sind aber im landwirtschaftlichen Betriebe viel zu kostspielig und umständlich und bedürfen einer zu großen Wartung.
Erfindungsgemäß werden die Nachteile dadurch behoben, daß jeweils kleinere Mengen von Saftfutter in bekannter Weise gedämpft, hierauf direkt in einen Lagerraum von großem Fassungsvermögen gelangen und nachdämpfen, wobei die abgegebene Wärme zur Vorwärmung der nächsten in den Dämpfer gebrachten Futtermenge dient.
Es sind bereits Vorrichtungen bekannt geworden, wo Dampf nach dem Gegenstromprinzip die im Kochraum befindlichen Kartoffeln durchzieht und die dort abgegebene Wärme auch für den Vorkochraum ausgenützt wird. Nachdem aber die gedämpften Kartoffeln in die endgültigen Lagerräume, Silos, Mieten o. dgl. eingebracht worden sind, findet eine Ausnutzung der den Kartoffeln innewohnenden Wärme nicht statt.
Nach dem neuen Verfahren werden die Kartoffeln auf einen Zwischenboden aufge-
füllt, in bekannter Weise abgedeckt und gedämpft. Unmittelbar nach dem Dämpfen Wird der Boden geöffnet, und die Kartoffeln fife in den darunter befindlichen Lagerraum. auf wird der Boden wieder geschlossen;, so daß die Kartoffeln allseitig abgeschlossen sited und ähnlich wie in einer Kochkiste nachdämpfen können. Die aufsteigende Wärme der bereits eingelagerten heißen Kartoffeln dient ίο zur Vorwärmung der neu zu dämpfenden Kartoffelschicht, wodurch wesentlich am Dampf gespart wird.
Die vorliegende Erfindung hat also den
großen Vorzug, daß ohne Arbeitsunterbrechung beliebige Kartoffelmengen Ztig um Zug gedämpft und sofort eingelagert werden können.
Auf der Zeichnung ist ein Ausfuhrungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in Abb. ι im Längsschnitt,
Abb. 2 im Schnitt A-B dargestellt. In einem teilweise im Boden versenkten Silo 5" ist ein Zwischenboden α angeordnet, der den eigentlichen Lagerraum L vom a5 Dämpf raum D trennt. Der Zwischenboden a besteht im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus einem sechseckigen Rahmen b, der in seiner Höhenlage verschieden eingestellt werden kann. Während des Verstellen^, das dtirch Winde, Zahntrieb oder ähnliche Vorrichtungen bewerkstelligt werden kann, gleitet der Rahmen in Schienen c, die an der Innenwand des Silos befestigt sind. Soll atif die Verstellbarkeit verzichtet werden, so wird der Rahmen in der Silowänd, die in bekannter Weise aus Mauerwerk, Holz oder Metall besteht, verankert.
Die gegenüberliegenden Ecken des Bodenrahmens b sind miteinander durch Balken d verbunden, auf denen die Dampfaustrittsröhren e angeordnet sind. Die Röhren, die sich in der Mitte in einem Topf f vereinigen, werden durch ein Zukitungsrohr g mit Dampf gespeist. Dieses Rohr ist mit der an der SiIowand befestigten Dampfhauptleitung h durch einen Schlauch« oder ein in sich verschiebbares Rohr verbunden. Durch diese Anordnung ist eine einwandfreie Dampfzufuhr auch bei Verstellung des Zwischeiibodens gewährst» leistet. Die Hauptleitung h endet in einem an der Silowand angebrachten Ventil k.
Am Bodenrahmen b sind um Scharniere I segöientförmige Botenteile M schwenkbar befestigt, deren nach der Mitte zu gerichtete Ecken an Ketten, Seilen η ο, dgl. hängen, ifl einem Ring 0 vereinigt sind und gemeinsam durch Flaschenzug, Winde (nicht mitgezeichinet) ο. ä. betätigt werden. Während des Dämpfvorganges sind die Bödenteile m hochgezogen und liegen fest am Bälkeßkreuz d an, vgl. Abb. i.
Auf dem Bodenrahmen b ist ein Dämpftrog p angeordnet, in den die frischen Kartoffelngeschüttet und hierauf nach erfolgtem Zudecken durch öffnen des Ventils k gedämpft werden. Ist der Dämpfprozeß beendet, so werden die Bodenteile m nach unten geschwenkt, vgl. Abb. 1 (strichpunktierte Linien), die Kartoffeln fallen in den Lagerraum und dämpfen nach. Inzwischen werden die Bödenteile wieder geschlossen, und derDämpfvorgaög beginnt von neuem.
Der Zwischenboden α läßt sich herausneh- ■ men und leicht in einen anderen Silo einbauen. Handelt es sich um größere Siloanlagen, so verbindet man die einzelnen Behälter durch Laufschienen r, auf denen der Zwischenboden verschoben werden kann. Zu diesem Zwecke sind unterhalb des Rahmens b Gleitmittel, Rollen j ο. dgl. angeordnet, die sich beim Verschieben des Bodens α auf den Schienen r entlang bewegen. Die Rollen j sind an schwenkbaren Armen t oder Schiebern drehbar gelagert, die während des Dämpfens und Umfüllens der Kartoffeln in den Lagerraum eingeschwenkt sind, vgl-Abb. 2, so daß ein Anstoßen an der Silowand vermieden wird. Ist der Silo gefüllt oder soll aus sonstigen Gründen der Zwischenboden a in einen anderen Behälter eingesetzt werden, so wird der Boden ganz in die Höhe gezogen und die Rollen s durch Senken des Bodens auf die Schienen r aufgesetzt. Nachdem Schlauch i von der Hauptleitung h, Seile η vom Ring 0 gelöst worden sind, kann der Boden α zum nächsten Behälter verschoben werden. Damit die Bodenteile m während des Verschiebens nicht ausschwenken können, sind Riegel« vorgesehen.
Von den Rollen j kann der Abstand genommen werden, wenn man den Zwischenboden an einer Laufkatze aufhängt, die an einer Schiene verschiebbar lagert.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Haltbarmachen von Saftfutter, insbesondere Kartoffeln, in Behältern, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils kleinere Futtermengen in einem im Behälter vorgesehenen Raum gedämpft und hierauf direkt in den unterhalb des Dämpfraumes befindlichen Behälter von großem Fassungsvermögen gebracht werden.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Behälter (6") ein zu öffnender Zwischenboden (a) angeordnet ist, durch den Dämpf raum (D) und Lagerraum (L) voneinander getrennt werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, da-
durch gekennzeichnet, daß an dem die Dampfaustrittsröhren (e) tragenden Zwischenboden (a) segmentförmige Bodenteile (m) angelenkt sind, die mittels Kette, Seil (n) o. dgl. geschwenkt werden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der den Dämpfraum (D) bildende Zwischenboden (α) bzw. Behälter (p) verstellbar angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Dämpfraum aus dem Behälter (B) herausnehmbar und in einem anderen Behälter einsetzbar ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DE1930545545D 1930-02-05 1930-02-05 Verfahren und Vorrichtung zum Haltbarmachen von Saftfutter Expired DE545545C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE545545T 1930-02-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE545545C true DE545545C (de) 1932-03-02

Family

ID=6560812

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930545545D Expired DE545545C (de) 1930-02-05 1930-02-05 Verfahren und Vorrichtung zum Haltbarmachen von Saftfutter

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE545545C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE539141C (de) Verfahren und Einrichtung zum Mischen von mehlfoermigem oder staubartigem Gut
DE545545C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Haltbarmachen von Saftfutter
DE889282C (de) Verfahren und Anlage zur Malzbereitung
DE67543C (de) Entladevorrichtung für Speicheraufzüge
DE19919C (de) Neuerungen an Trockenapparaten für Obst, Gemüse etc
DE590683C (de) Selbstgreifer
DE443255C (de) Holzsarg mit Verstaerkungsschienen oder -rohren
DE65517C (de) Transportabler Darr- und Trockenapparat
DE526189C (de) Wasserbehaelter mit Heizvorrichtung
DE2340754A1 (de) Einrichtung zum kontinuierlichen behandeln von erzeugnissen, insbesondere nahrungsmitteln, mit verschiedenen behandlungsmitteln
DE299229C (de)
DE174172C (de)
DE501512C (de) An einer Traverse angebrachte Greiferzange
DE402582C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Haltbarmachen von Gruenfutter
DE815822C (de) Rauchfanganlage fuer Lokomotivschuppen
DE499279C (de) Verfahren zum Herausschaffen von Sand o. dgl. aus Schiffsladeraeumen durch Vermischen des Sandes mit Wasser
AT239306B (de) Förderanlage
DE290032C (de)
DE877051C (de) Beschickungsvorrichtung fuer stehende Verkokungsretorten
DE471334C (de) Regal, dessen oberer Teil zwecks Zugaenglichkeit heb- und senkbar ist
DE2641277C3 (de) Hopfendarre
DE964846C (de) Vorrichtung zur UEbergabe von Drahtbunden von einem Kuehlfoerderer an die Haken einer Hakenbahn
DE702544C (de) Greifer fuer Stallduenger, Gruenfutter o. dgl.
DE814070C (de) Gewaechshaus mit Fruehbeetfenster-Bedachung
DE1035005B (de) Einrichtung am Pendelhakenschlachtstand zum Umhaengen der Schweinehaelften auf den zum Abfoerdern benutzten Doppelhaken